<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alfred_Loritz</id>
	<title>Alfred Loritz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alfred_Loritz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Loritz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T07:49:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Loritz&amp;diff=134365&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Loritz&amp;diff=134365&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-05T12:40:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Loritz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1902]] in [[München]]; † [[14. April]] [[1979]] in [[Wien]]) war ein deutscher Nachkriegspolitiker der von ihm gegründeten Partei [[Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (Partei)|Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (WAV)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
Der Vater von Loritz war [[Johann Baptist Loritz]], der Stellvertreter des [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] von [[Oberbayern]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bavariathek.bayern/medien-themen/portale/geschichte-des-bayerischen-parlaments/person/118574434.html |titel=Geschichte des bayerischen Parlaments seit 1819, Artikel zu Alfred Loritz |werk=Bavariathek |hrsg=Haus der Bayerischen Geschichte |abruf=2023-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur 1921 am [[Wilhelmsgymnasium München]] studierte Alfred Loritz [[Rechtswissenschaften]] und ließ sich als [[Rechtsanwalt]] in München nieder. 1928 bis 1932 war er Mitglied der [[Reichspartei des deutschen Mittelstandes]] (Wirtschaftspartei) und Vorsitzender des Wahlkreisverbandes Oberbayern-[[Schwaben]]. Die Wirtschaftspartei schloss ihn am 27. Mai 1932 wegen „querulatorischen Verhaltens“ aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach 1933 hatte Loritz Kontakt zu mehreren Widerstandsgruppen. 1939 wurde er aus der [[Rechtsanwaltskammer (Deutschland)|Rechtsanwaltskammer]] ausgeschlossen und floh – von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] als „[[Hochverrat|Hochverräter]] gefährlichsten Formats“ (so die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] Würzburg im Fahndungsaufruf) gesucht – in die [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
1945 gründete er die WAV und wurde deren erster Vorsitzender. 1946 wurde Loritz in die Verfassunggebende Landesversammlung Bayerns gewählt, bis 1950 gehörte er dem [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] an. Von Dezember 1946 bis Juni 1947 war er [[Bayerisches Staatsministerium für Sonderaufgaben|bayerischer Staatsminister für Entnazifizierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bald kam es zu Konflikten. Loritz entließ mehrere Mitarbeiter wegen angeblicher Korruption und beschnitt die Befugnisse einiger weiterer, die daraufhin ihren Rücktritt erklärten, darunter Generalkläger [[Thomas Dehler]]. Die Funktionsfähigkeit des Ministeriums litt zunehmend. Angehörige der WAV nahmen vermehrt Einfluss in die Dienstgeschäfte. Da Loritz keine zusätzlichen Polizeikräfte für die Bewachung der Internierungslager zugeteilt bekam, ließ er einen privaten Wachdienst aufstellen, der ihm persönlich unterstand und überwiegend aus Mitgliedern der WAV bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Hoser: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_46285 Staatsministerium für Sonderaufgaben].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Historisches Lexikon Bayerns]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies rief nach Bekanntwerden das Missfallen der Militärregierung hervor, die eine sofortige Auflösung dieses „Kontrolldienstes“ verlangte und die in ihm „viele Merkmale einer geheimen politischen Polizei“ sah.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41122700.html Schweine, Saukerls, Banditen – Lasset die Kindlein zu mir kommen], in: [[Der Spiegel]] 23/1947&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Entlassung wurde er wegen angeblicher Anstiftung zum [[Meineid]] und zu [[Schwarzmarkt]]geschäften verhaftet, konnte aber im September 1947 aus der [[Untersuchungshaft (Deutschland)|Untersuchungshaft]] fliehen und hielt sich im Untergrund auf. Nach erneuter Verhaftung im Oktober 1948 wurde er freigesprochen und wieder WAV-Vorsitzender. [[Bundestagswahl 1949|1949]] bis 1953 war er [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Bundestagsabgeordneter]] und zunächst Fraktionsvorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 behauptete Loritz, für das Bürgerbräu-Attentat auf [[Adolf Hitler]] verantwortlich gewesen zu sein; [[Georg Elser]] sei nur ein Kurier gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Koblank]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mythoselser.de/ge-loritz.htm Georg Elser war nur unser Kurier]&amp;#039;&amp;#039;, Online-Edition Mythos Elser 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Koblank]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mythoselser.de/ge-loritzhans.htm Der KZ-Kommandant und das Bürgerbräu-Attentat]&amp;#039;&amp;#039;, Online-Edition Mythos Elser 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 1951 schloss ihn die WAV-Fraktion aus, weil er plante, die WAV mit der später verbotenen rechtsextremen [[Sozialistische Reichspartei|SRP]] zu fusionieren. Nachdem er am 9. September 1951 trotzdem als WAV-Parteivorsitzender wiedergewählt worden war, löste sich die Fraktion durch Übertritt zur [[Deutsche Partei|DP]] auf. Am 25. März 1953 bildete Loritz mit den Abgeordneten [[Günter Goetzendorff]], [[Wolfgang Hedler]], [[Erich Langer (Politiker)|Erich Langer]] und [[Otto Reindl]] für den Rest der Wahlperiode eine Bundestags-[[Gruppe (Parlament)|Gruppe]] der WAV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 wurde Loritz wegen Anstiftung zum Meineid und zur Falschbeurkundung aufgrund von Inkorrektheiten bei der Einreichung eines Wahlvorschlages für die [[Bremische Bürgerschaft]] angeklagt. 1959 wurde er zu dreieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] und fünf Jahren Verlust der [[Bürgerliche Ehrenrechte|bürgerlichen Ehrenrechte]] verurteilt, konnte aber vor Haftantritt nach [[Österreich]] fliehen, wo er 1962 politisches [[Asyl]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Richard Stöss]] charakterisierte Loritz im Parteienhandbuch wie folgt: „In der an pittoresken Persönlichkeiten nicht eben armen bayerischen Nachkriegszeit stach Loritz durch sein vielfach widersprüchliches Verhalten und seine schillernden Charaktereigenschaften hervor. Seine profunde humanistische Bildung und tiefe Religiosität hielt ihn von skrupelloser Demagogie und denunziatorischen Machenschaften ebenso wenig ab wie von einer mit fixen Ideen nur so gespickten politischen Scharlatanerie. Maßloser Ehrgeiz, übertriebenes Ehrgefühl, psychopathische und hypochondrische Neigungen, ein fast närrisches Verliebtsein in infantile Mätzchen und seine Fähigkeit, Vertrauen zu wecken und sich bescheiden und unbestechlich zu geben, verliehen vielen seiner Handlungen eine selbst für enge Vertraute erstaunliche Unberechenbarkeit. Fast ist man geneigt, in der Persönlichkeit Loritz gleichsam eine Personifizierung der Wirrnisse der unmittelbaren Nachkriegszeit zu sehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Stöss (Hrsg.): Parteien-Handbuch, Die Parteien der BRD 1945–1980, Sonderausgabe Band 4 NDP – WAV, Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin, Westdeutscher Verlag Opladen 1984, S. 2459 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Ehard I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Jakob Kock: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Loritz – Mischung aus [[Karl Valentin]] und [[Adolf Hitler]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Maximilianeum.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Bayerischen Landtag, 1999, S. 27ff.&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|184|185|Loritz, Alfred|Hans Woller|118574434}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Loritz, Alfred.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 461.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Der Spiegel |Titel=Nicht unser Alfred – Allmacht Presse |Sammelwerk=Der Spiegel |Nummer=8 |Datum=1947 |Online=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41121246.html |Abruf=2015-09-04}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/011654}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118574434|VIAF=74645159}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loritz, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspartei-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:WAV-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loritz, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>