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	<title>Alfred Lörcher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T21:15:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_L%C3%B6rcher&amp;diff=2236109&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pessottino: clean up, replaced: Andrea Pisano → Andrea Pisano (Bildhauer)|Andrea Pisano mit AWB</title>
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		<updated>2026-03-19T09:46:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;clean up, replaced: Andrea Pisano → Andrea Pisano (Bildhauer)|Andrea Pisano mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lörcher Alfred 1904.JPG|mini|hochkant|Bildnis Alfred Lörcher (Ölgemälde von [[Albert Weisgerber]], 1904)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernhard Pankok - Bildnis Professor Alfred Lörcher.jpg|mini|hochkant|Bildnis Professor Lörcher (Ölgemälde von [[Bernhard Pankok]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juli]] [[1875]] in [[Stuttgart]]; † [[26. März]] [[1962]] ebenda) war [[Bildhauerei|Bildhauer]] und [[Medailleur]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.numismatische-gesellschaft-berlin.de/files/Knstlerbiografien.pdf |titel=&amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien der Künstler-Medailleure und der privaten Prägeanstalten&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2020-05-02|autor=Numismatische Gesellschaft Berlin|format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Loercher, A. in: L. Forrer: Biographical Dictionary of Medallists, Volume VII, London 1923, S. 559.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1919 [[Professor]] an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart|Württembergischen Staatlichen Kunstgewerbeschule]] in Stuttgart sowie ab 1941 an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart|Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart]], an der er bis Kriegsende tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfred Lörcher war das einzige Kind von Carl (1849–1917) und Mathilde (1847–1898) Lörcher. Er besuchte nach zweijähriger Lehre in der Erzgießerei von [[Paul Stotz]] seit 1894 die Karlsruher Kunstgewerbeschule, an der er die Maler [[Hans Purrmann]] und [[Albert Weisgerber]] kennenlernte. 1897/98 arbeitete er in der &amp;#039;&amp;#039;Kunstgewerblichen Werkstätte W. Wächter&amp;#039;&amp;#039; in Kaiserslautern. 1898 bezog er die Münchener Kunstakademie und wurde Schüler von [[Wilhelm von Rümann]]. Hier beeinflusste ihn die plastische Gestaltung [[Adolf von Hildebrand]]s. [[Antike]] und [[Frührenaissance]] waren für ihn maßgeblich, während er Rodin und dessen Auflösung der plastischen Form ablehnte. Im Jahr 1902 kehrte er als freier Bildhauer nach Stuttgart zurück und führte Aufträge für Grabmäler, Porträts, später auch für Siegel und Medaillen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lörcher reiste 1905 für ein Jahr durch Italien, wo er vor allem die archaische und [[Etrusker|etruskische]] Plastik, aber auch die Reliefs von [[Andrea Pisano (Bildhauer)|Andrea Pisano]] am [[Baptisterium San Giovanni|Florentiner Baptisterium]] studierte. 1908 übersiedelte er nach Berlin und stellte noch im selben Jahr seine Porträtbüste einer Römerin in der Sezessionsausstellung aus. 1914 gewann er mit seiner im Vorjahr entstandenen Klinker-Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Liegende&amp;#039;&amp;#039; (Museum Ludwig in Köln) auf der internationalen &amp;#039;&amp;#039;Kunst-Ausstellung&amp;#039;&amp;#039; in Stuttgart den 1. Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] (1914–1918) diente er als freiwilliger Sanitäter. Nach Kriegsende wurde er von [[Bernhard Pankok]] an die Württembergische Staatliche Kunstgewerbeschule auf dem [[Weißenhof (Stuttgart)|Stuttgarter Weißenhof]] als Vorstand der Abteilung für Modellieren berufen und blieb – nach anfänglichen Schwierigkeiten 1933 aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer [[Freimaurerloge]] und seiner angeblichen Toleranz kommunistischen Studierenden gegenüber – auch weiterhin nach dem organisatorischen Zusammenschluss von Kunstgewerbeschule und Akademie im Jahr 1941 zur Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart im Amt, nunmehr bis zum Kriegsende für die Fachgebiete Dekorative Bildhauerei und Baukeramik zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Kermer]]: &amp;#039;&amp;#039;Daten und Bilder zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart: Edition Cantz, 1988 (= Verbesserter Sonderdruck aus: &amp;#039;&amp;#039;Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart: Edition Cantz, 1988), o. P. [8, 10].&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war von Lörcher Mitglied der [[Reichskammer der bildenden Künste]]. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 10 Gruppenausstellungen sicher belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Papenbrock]], Gabriele Saure (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; VDG, Weimar, 2000; S. 495 und passim&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1941 bis 1951 lebte er zurückgezogen in [[Billensbach]] im [[Bottwar]]tal, danach wieder in Stuttgart. 1955 und 1959 nahm er an der [[Documenta]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Lörcher war Mitglied im [[Deutscher Künstlerbund|Deutschen Künstlerbund]]. 1961 war er Mitglied des DKB-Ehrenvorstandes.&amp;lt;ref&amp;gt;kuenstlerbund.de: {{Internetquelle |url=https://www.kuenstlerbund.de/deutsch/historie/archiv/archiv.html |titel=&amp;#039;&amp;#039;Vorstände des Deutschen Künstlerbundes seit 1951&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2020-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Bergfriedhof (Stuttgart), 029.jpg | mini|hochkant | Grab Alfred Lörchers, von ihm selbst entworfen, auf dem Bergfriedhof in Stuttgart, Abteilung 18.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsende Anerkennung über Süddeutschland hinaus fand Lörcher nicht nur mit den geschlossenen, kubisch vereinfachten, sinnenden Frauengestalten der Jahre 1910 bis 1933, die ihm den Beinamen eines „Schwäbischen Maillol“ eintrugen, obwohl sie sich wesentlich von [[Aristide Maillol]]s sinnlich-schwellender [[Faktur (Musik)|Faktur]] unterschieden, sondern auch mit den vielfigurigen Reliefs seines Spätwerks seit 1946, in denen er zeitgenössische Themen wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Streikgespräch&amp;#039;&amp;#039; (1957/58) oder &amp;#039;&amp;#039;Fernseher&amp;#039;&amp;#039; (1959/60) gestaltete. Waren es früher die in sich ruhenden Einzelgestalten, vor allem Sitzfiguren, auf die Winckelmanns Begriffe von der „edlen Einfalt und stillen Größe“ zutreffen, so entwickelte sich das Nachkriegswerk antithetisch dazu: Statt stereometrischer Rundform und geglätteter Oberfläche dominieren nun die deutlich modellierten Figuren, die sich zu bewegten Gruppen oder geordneten Reihungen formieren und in spannungsvoller Choreographie den Raum, der durch die Sockelplatte oder den Reliefgrund suggeriert wird, durchmessen. Damit hat Lörcher im Rahmen der deutschen Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts einen entschiedenen Alleingang vollzogen und, namentlich auf dem Gebiet der Kleinplastik und Reliefkunst, auch im europäischen Rahmen, einen hohen Rang erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Villa-Romana-Preis]] 1959&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Weitere Werke im Nachlass, Privatbestand: Porträtbüste, Selbstbildnis, 1907&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schlafende Liegende&amp;#039;&amp;#039;, 1913/14 (Privatsammlung Stuttgart)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schreitendes Mädchen&amp;#039;&amp;#039;, 1923/24 (Staatsgalerie Stuttgart)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Strumpfanziehende&amp;#039;&amp;#039;, 1935 (Städtische Galerie Böblingen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Springende Reiter&amp;#039;&amp;#039;, 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sparkassenbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, bez. 1955, Stiftstraße Stuttgart mit Trauben präsentierender Kniender&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revolutionszug&amp;#039;&amp;#039;, 1957 (Kunsthalle Recklinghausen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleine Reiterinnengruppe&amp;#039;&amp;#039;, 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konferenz am rechtwinkeligen Tisch&amp;#039;&amp;#039;, 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sich anlehnende Frau&amp;#039;&amp;#039;, 1926/27 (Privatsammlung Lindau)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Panik II&amp;#039;&amp;#039;, 1959/60 (Privatsammlung Stuttgart)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Panik III&amp;#039;&amp;#039;, 1960 (Niedersächsische Landesgalerie Hannover)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menetekel&amp;#039;&amp;#039;, 1957 (Kunsthalle Mannheim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zu meinen Arbeiten&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kunst und Dekoration&amp;#039;&amp;#039; 53, 1923, S. 146–154&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeit Lörchers über seine plastischen Arbeiten&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst&amp;#039;&amp;#039; 27, 1926, S. 68–72&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Grabstein&amp;#039;&amp;#039;, 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Grabzeichen aus Holz&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. vom Württembergischen Landesgewerbeamt Stuttgart), Julius Hoffmann Verlag Stuttgart 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|55|55|Lörcher, Alfred|[[Karin von Maur]]|118573861}}&lt;br /&gt;
* W. Gischler, &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kunst und Dekoration&amp;#039;&amp;#039; 44, 1920, S. 264–267&lt;br /&gt;
* Hermann Strenger: &amp;#039;&amp;#039;Der Bildhauer Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;. In: Württemberg. Monatsschrift im Dienste von Volk und Heimat, 1930, S. 142–146.&lt;br /&gt;
* H. Hildebrandt, ebenda 69, 1931, S. 43–48&lt;br /&gt;
* J. Baum, &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst&amp;#039;&amp;#039; 21, 1920, S. 268–278&lt;br /&gt;
* [[Peter Otto Heim|P. O. Heim]], &amp;#039;&amp;#039;Der Bildhauer Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;, Felix Krais Verlag, Stuttgart 1935&lt;br /&gt;
* Ausstellungskategorie, &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Staatsgalerie Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;, 1950&lt;br /&gt;
* E. Petermann, &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher zu seinem 80. Geburtstag, gewidmet von seinen Freunden&amp;#039;&amp;#039;, 1955&lt;br /&gt;
* Ausstellungskategorie &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Württembergischer Kunstverein Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;, 1960&lt;br /&gt;
* M. Grüterich, &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher, Skulptur-Relief-Zeichnungen&amp;#039;&amp;#039;, 1976 (W-Verz)&lt;br /&gt;
* Ausstellungskategorie &amp;#039;&amp;#039;Alfred Lörcher&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Staatsgalerie Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;, 1978&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv 22&amp;#039;&amp;#039;, 1962&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118573861|LCCN=n/90/633883|VIAF=40170557}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lorcher, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler im Beschlagnahmeinventar „Entartete Kunst“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lörcher, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juli 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. März 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pessottino</name></author>
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