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	<title>Alfred Kattner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T05:37:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Kattner&amp;diff=1566028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: /* Tod */ korr.</title>
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		<updated>2026-03-11T18:43:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tod: &lt;/span&gt; korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Linus Alfred Kattner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Schwiebus, Geburtsregister, Nebenregister A, 1896, Nr. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[23. September]] [[1896]] in [[Świebodzin|Schwiebus]]; † [[1. Februar]] [[1934]] in [[Nowawes]]) war ein [[Deutsche|deutscher]] Parteifunktionär der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]. Er war Kurier und Personenschützer des KPD-Vorsitzenden [[Ernst Thälmann]] sowie technischer Mitarbeiter des [[Antimilitärischer Apparat|Nachrichtendienstes der KPD]]. Nach seiner Verhaftung am 3. März 1933 wurde er von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] brutal verhört und ließ sich unter dem psychischen Druck der Folter anwerben. Er war daraufhin unter anderem für die Verhaftung von [[Hermann Dünow]] und [[Karl Langowski]] verantwortlich. Von der illegalen KPD Anfang 1934 öffentlich als Verräter [[Brandmarken|gebrandmarkt]], wurde Kattner von [[Hans Schwarz (Parteifunktionär)|Hans Schwarz]] im Auftrag des innerparteilichen Nachrichtendienstes ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der gelernte Tischler Alfred Kattner kam als Sohn des [[Maurer]]s Johann Kattner und seiner Ehefrau Pauline, geborene Schulz, im [[Niederschlesien|niederschlesischen]] Schwiebus auf die Welt. Nach dem frühen Tod seiner Eltern zog er zu seinen Geschwistern nach Berlin. Kattner nahm von 1916 bis 1918 seinen Militärdienst in [[Jüterbog]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Die Verhaftung Ernst Thälmanns und der Fall &amp;quot;Kattner&amp;quot;. Hintergründe, Verlauf, Folgen. Teil 2&amp;#039;&amp;#039;, S. 78, in: &amp;#039;&amp;#039;Pankower Vorträge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;quot;Helle Panke e.V.&amp;quot;, Heft 11/2, Berlin 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde nach der [[Novemberrevolution]] Mitglied der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] und 1920 der [[Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands|Vereinigten Kommunistischen Partei Deutschlands]]. Im Oktober 1919 heiratete er Hedwig Vollmer. 1925 wurde er hauptamtlicher Mitarbeiter, zunächst in der Poststelle eingesetzt, der Organisationsabteilung des [[Zentralkomitee]]s der KPD. Hier führte er unter dem Decknamen „Alfred“ neben den offiziell anfallenden Postaufgaben auch geheime Sonder- und Kuriertätigkeiten durch. Seit 1932 war er als technischer Mitarbeiter im Zentralsekretariat der Partei im [[Karl-Liebknecht-Haus]] in [[Berlin]] zunächst [[Herbert Wehner]] unterstellt, bis ihn Anfang 1933 der KPD-Vorsitzende [[Ernst Thälmann]] zu seinem persönlichen Begleitschutz, technischen Mitarbeiter und Geheimkurier einsetzte. In dieser Funktion begleitete er Thälmann auch zur [[Illegale Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals|Illegalen Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals]].&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Bethge: &amp;#039;&amp;#039;„Entfaltung jeder Form des Massenwiderstandes“. Die Bedeutung der illegalen Funktionärstagung der Kommunistischen Partei Deutschlands am 7. Februar 1933 in Ziegenhals im Widerstreit der Meinungen&amp;#039;&amp;#039;, GNN Verlag, Schkeuditz, 2011, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Reichstagsbrand]]es am 27. Februar 1933 wechselte er, um den Verhaftungswellen der [[Politische Polizei (Deutschland)|Politischen Polizei]] zu entgehen, mit seiner Familie die Wohnung. Er fand ein nur wenigen seiner Mitstreiter bekanntes Quartier in Nowawes, Husarenstraße&amp;amp;nbsp;5. Als Kattner am 3. März 1933 verabredungsgemäß Ernst Thälmann in seinem privaten Berliner Quartier aufsuchen wollte, wurde er gegen 18.00 Uhr von den dort auf der Lauer liegenden Polizeibeamten verhaftet. Der KPD-Vorsitzende war dort bereits kurz zuvor festgenommen worden. Zunächst wurde Kattner im [[Polizeipräsidium Alexanderplatz (1890–1945)|Polizeipräsidium am Alexanderplatz]] und bis Juni 1933 im [[Kriegsverbrechergefängnis Spandau|Polizeigefängnis Spandau]] inhaftiert. Von hier wurde er in das [[KZ Sonnenburg]] verbracht. Im August 1933 wurde er zu erneuten Verhören in die Gestapo-Zentrale in der [[Prinz-Albrecht-Straße]] überführt. Sein Vernehmer war der Beamte der Politischen Polizei [[Karl Giering]], späterer Leiter des „Sonderkommandos [[Rote Kapelle]]“ beim [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]]. Mit brutalen Verhörmethoden, Drohungen, durch Folter und Versprechungen gelang es den Gestapo-Beamten Kattner „umzudrehen“. Er gab Informationen über die KPD-Führung preis und erklärte sich zur Mitarbeit bereit. In der Folge wirkte Kattner an der Verhaftung des Thälmann-Nachfolgers [[John Schehr]] am 9. November 1933 mit. Wenige Tage später am 15. November durchsuchte die Gestapo erneut das Karl-Liebknecht-Haus und entdeckte, wahrscheinlich auf Hinweis von Kattner, zwei Verstecke mit Waffen und Munition sowie Akten der Parteileitung mit Angaben zu Funktionären und ihren Adressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestapo entließ Alfred Kattner am selben Tag mit dem Auftrag, Informationen aus dem Führungskreis der KPD zu erlangen und die Führungsspitze als geheimer Informant zu unterwandern. Dies wurde ihm leichtgemacht, obwohl Wehner Verdacht geschöpft hatte. Durch einen [[Kassiber]] von Thälmann erfuhr die Partei von einer [[Gegenüberstellung]] Kattners als Belastungszeuge im geplanten Thälmann-Prozess, auch gingen die Verhaftungen der Spitze des KPD-Nachrichtendienstes unter [[Hermann Dünow]] und [[Karl Langowski]] am 18. Dezember 1933 und von [[Rudolf Schwarz (Widerstandskämpfer)|Rudolf Schwarz]] Anfang Januar 1934 offensichtlich auf Kattner zurück. Ebenso war der KPD bekannt geworden, dass der ehemalige Begleiter Thälmanns beim geplanten Prozess zu den [[Morde auf dem Bülowplatz|Morden auf dem Bülowplatz]] aussagen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Am 23. Dezember 1933 kam es in [[Špindlerův Mlýn|Spindlermühle]] in der [[Tschechoslowakei]] zu einem Treffen der illegalen Landesleitung und dem Abwehrressort der KPD, das den Anstoß zur Ermordung von Kattner bilden sollte, nachdem es der Abwehr nicht gelungen war, Kattner außer Landes in die [[Sowjetunion]] zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Thälmann, Wehner, Kattner, Mielke. Schwierige Wahrheiten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Utopie kreativ&amp;#039;&amp;#039;, Heft 114 (April 2000), S. 362–375, hier S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1934 wurde Kattner in der illegalen KPD-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne]]&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit [[August Laß (Parteifunktionär)|Helmuth Lass]], [[Paul Grobis]], [[Werner Kraus (Politiker)|Werner Kraus]] und [[Egon Nickel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte im Visier des MfS der DDR. Wie SED-Führung, Staatssicherheit und Historiker mit den Schicksalen von Thälmann, Kattner und Wehner umgingen&amp;#039;&amp;#039;, Hefte zur DDR-Geschichte, Nr. 65, 2000, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; als [[Verrat|Verräter]] angeprangert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kattner, Alfred&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|978-3-320-02130-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gestapo war inzwischen durch Aussagen von Rudolf Schwarz klar geworden, dass sie Kattner nicht länger als Lockspitzel einsetzen konnte, nachdem auf dem Treffen in Spindlermühle Kattner für die Verhaftung von Schehr und Dünow verantwortlich gemacht worden war. Bereits vor der Verhaftung von Rudolf Schwarz gab dieser den Auftrag zu Kattners Ermordung. [[Kurt Granzow]] und [[Hans Schwarz (Parteifunktionär)|Hans Schwarz]] trafen mit der Unterstützung von [[Leo Roth (Agent)|Leo Roth]] dazu minutiöse Vorbereitungen. Hans Schwarz erschoss in Begleitung von Granzow am 1. Februar 1934 Kattner in dessen [[Nowawes]]er Wohnung (Husarenstraße 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestapo erschoss aus [[Vergeltung]] und zur Abschreckung der KPD vor weiteren Morden noch am gleichen Tag im benachbarten [[Düppeler Forst]] die kommunistischen Funktionäre John Schehr, Rudolf Schwarz, [[Erich Steinfurth]] und [[Eugen Schönhaar]]. Die Ermordung wurde anschließend im [[Sprache des Nationalsozialismus|NS-Sprachgebrauch]] [[Euphemismus|euphemistisch]] als Erschießung „auf der Flucht“ dargestellt. Die KPD nahm in der Folge auch Abstand von weiteren [[Fememord]]en, berief sich jedoch auf die Erkenntnis, dass nur eine Verbesserung der [[Konspiration]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ilko-Sascha Kowalczuk]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Ulbricht. Der deutsche Kommunist&amp;#039;&amp;#039;, C.H.Beck, München, 2024, S. 478.&amp;lt;/ref&amp;gt; gegen das Spitzelnetz der NS-Behörden und die organisatorischen Schwachstellen in den eigenen Reihen helfen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Thälmann, Wehner, Kattner, Mielke. Schwierige Wahrheiten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Utopie kreativ&amp;#039;&amp;#039;, Heft 114 (April 2000), S. 362–375, hier S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der „Fall Kattner“ diente noch dem [[Ministerium für Staatssicherheit]] zu Schulungszwecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Thälmann, Wehner, Kattner, Mielke. Schwierige Wahrheiten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Utopie kreativ&amp;#039;&amp;#039;, Heft 114 (April 2000), S. 362–375, hier S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kattners Mörder, Hans Schwarz, entkam mit Hilfe von Roth über Prag in die [[Sowjetunion]]. Er wurde 1942 in der [[Slowakischer Staat|Slowakei]] verhaftet und der Gestapo übergeben, bei der er umfangreich zum Mord an Kattner aussagte. Dabei verriet er auch seinen Auftraggeber Granzow, der die Tat gestand und in [[JVA Plötzensee|Plötzensee]] hingerichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ilko-Sascha Kowalczuk]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Ulbricht. Der deutsche Kommunist&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2023, S. 478.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/alfred-kattner?ID=4551 &amp;#039;&amp;#039;Kattner, Alfred&amp;#039;&amp;#039;.] In: {{BibISBN|978-3-320-02130-6}}&lt;br /&gt;
* [[Ronald Sassning]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verhaftung Ernst Thälmanns und der „Fall Kattner“. Hintergründe, Verlauf, Folgen. Teil 1&amp;#039;&amp;#039;, Helle Panke, Berlin 1998 (= Pankower Vorträge, Heft 11/1).&lt;br /&gt;
* Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Die Verhaftung Ernst Thälmanns und der „Fall Kattner“. Hintergründe, Verlauf, Folgen. Teil 2&amp;#039;&amp;#039;, Helle Panke, Berlin 1998 (= Pankower Vorträge, Heft 11/2).&lt;br /&gt;
* [https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/114_Sassning.pdf Ronald Sassning: &amp;#039;&amp;#039;Thälmann, Wehner, Kattner, Mielke. Schwierige Wahrheiten&amp;#039;&amp;#039;], Utopie kreativ, Heft 114 (April 2000), S. 362–375.&lt;br /&gt;
* Werner Bethge: &amp;#039;&amp;#039;„Entfaltung jeder Form des Massenwiderstandes“. Die Bedeutung der illegalen Funktionärstagung der Kommunistischen Partei Deutschlands am 7. Februar 1933 in Ziegenhals im Widerstreit der Meinungen&amp;#039;&amp;#039;, GNN Verlag, Schkeuditz 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122634128|VIAF=15657585}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kattner, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sonnenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer (Fememord)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Agent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folteropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kattner, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kattner, Josef Linus Alfred&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Parteifunktionär (KPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. September 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwiebus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Februar 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nowawes]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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