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	<title>Alfred Hentzen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T05:40:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-18T08:10:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Hentzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1903]] in [[Lennep]]; † [[8. Januar]] [[1985]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Kunsthistoriker]]. Von 1955 bis 1969 leitete er die [[Hamburger Kunsthalle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Er wurde als Sohn von [[Friedrich Hentzen|Fritz Hentzen]] und seiner Ehefrau Elisabeth (geb. Hardt) geboren und wuchs in [[Lennep]] im [[Bergisches Land|Bergischen Land]] auf. Nach Abschluss seiner Schulausbildung mit dem Abitur am Lenneper [[Röntgen-Gymnasium Remscheid|Röntgen-Gymnasium]] studierte er von 1922 bis 1926 Kunstgeschichte, [[Literaturwissenschaft]] und [[Archäologie]] an der Universitäten von München (u. a. bei [[Heinrich Wölfflin]]), Bonn (unter anderem bei [[Paul Clemen]]) und Berlin (unter anderem bei [[Adolph Goldschmidt]]). 1926 wurde er an der Universität Leipzig bei [[Wilhelm Pinder]] mit einer Arbeit über die „Magdeburger Barockarchitektur“ zum Dr. phil. promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Barockarchitektur. Bildung und Verfall des Bürgerhaustyps und des Stadtbildes einer mitteldeutschen Großstadt vom Dreißigjährigen Kriege bis zum Ende des Barock&amp;#039;&amp;#039;. Anhaltische Buchdruckerei Gutenberg, Dessau 1927.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Berlin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronprinzenpalais18601890.jpg|miniatur|Kronprinzenpalais zwischen 1860 und 1890]]&lt;br /&gt;
Ab 1927 arbeitete Hentzen an den [[Museen in Berlin|Berliner Museen]], zunächst in der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Moderne Kunst&amp;#039;&amp;#039; unter [[Ludwig Thormaehlen]]. Anschließend wurde er Assistent von [[Ludwig Justi]], dem Direktor der [[Nationalgalerie (Berlin)|Nationalgalerie]], wo er an dem Aufbau der Abteilung der Kunst des 20. Jahrhunderts („von Corinth bis Klee“), der [[Neue Abteilung der Nationalgalerie Berlin im Kronprinzenpalais|Neuen Abteilung der Nationalgalerie Berlin im Kronprinzenpalais]], beteiligt war. Er galt als „Justis getreuer Adlatus“ (Carl Georg Heise). Zugleich war er Redakteur der 1930 gegründeten und 1933 von den Nationalsozialisten eingestellten Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Museum der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. 1934 heiratete er Anna Else Frieda (gen. Anne) Dittmer (1906–2001).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 veröffentlichte Hentzen sein Standardwerk &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bildhauer der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; und hob darin [[Ernst Barlach]], [[Wilhelm Lehmbruck]], [[Gerhard Marcks]] und [[Georg Kolbe]] deutlich hervor. Es erschien im Berliner Rembrandt-Verlag und wurde 1936 aus dem Verkehr gezogen. Im selben Jahr wurde seine Abteilung „Kunst des 20. Jahrhunderts“ im [[Kronprinzenpalais (Berlin)|Kronprinzenpalais]] geschlossen, die Werke weitgehend als „[[Entartete Kunst]]“ bezeichnet und deren Leiter [[Eberhard Hanfstaengl]] entlassen. Justi wurde bereits im Juni 1933 aus dem Dienst entfernt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Hentzen b. 1903-05-12 in Remscheid NSDAP membership card no. 8156299, BArch R 9361 - VIII - 10280561.png|alternativtext=NSDAP-Mitgliedskarte Nr. 8156299 Alfred Hentzen geboren 12. Mai 1903 in Remscheid|mini|NSDAP-Karteikarte von Alfred Hentzen]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Vorbereitungen zu den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Spielen 1936]] in Berlin stellte Hentzen mit dem Leiter des &amp;#039;&amp;#039;Außenamtes&amp;#039;&amp;#039; der Berliner Museen [[Niels von Holst]] die Propagandaausstellung &amp;#039;&amp;#039;Die großen Deutschen in Bildnissen ihrer Zeit&amp;#039;&amp;#039; zusammen, die während der Spiele im Kronprinzenpalais gezeigt wurde und fast 70.000 Besucher verzeichnete. Anschließend begleitete er die Ausstellung unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Great Germans in Contemporary Portraits&amp;#039;&amp;#039; auf einer US-Tournee. Ab 1937 konnte Hentzen als [[Kurator (Museum)|Kustos]] der [[Gemäldegalerie (Berlin)|Gemäldegalerie]] die Bildbank &amp;#039;&amp;#039;Bilder der Berliner Gemäldegalerie&amp;#039;&amp;#039; mit den Arbeiten des 13. bis 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zusammenstellen; nach Kriegsbeginn wurde er mit der Auslagerung der Bestände beauftragt. 1942 wurde er zum [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsdienst]] eingezogen und geriet im [[Afrikafeldzug]] in Kriegsgefangenschaft, die er in Ägypten verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Hetzten beantragte am 8. Mai 1940 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Juli desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 8.156.299).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/14961437&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mirl Redmann |Titel=Das Flüstern der Fußnoten. Zu den NS-Biografien der documenta Gründer*innen* |Hrsg=[[documenta]] |Sammelwerk=documenta studien |Nummer=9 |Ort=Kassel |Datum=Juni 2020 |Seiten=19 |Online=https://documenta-studien.de/media/1/documenta_studien_9_Mirl_Redmann.pdf |Format=PDF |Abruf=2021-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hannover ===&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1947 baute er als Kustos zusammen mit seiner Frau Anne, die – seit 1936 eingestellte – [[Kestnergesellschaft|Kestner-Gesellschaft]] wieder auf, die am 17. Oktober 1948 eröffnete. Zuerst zeigte er Gemälde von [[Emil Nolde]], anschließend [[Lithograf]]ien von [[Pablo Picasso]]. Er begann auch den Jahresgaben-Reigen der Gesellschaft für ihre Mitglieder mit einem [[Holzschnitt]] von Gerhard Marcks. In den folgenden sieben Jahren zeigte Hentzen in Hannover weitere 50 Ausstellungen avantgardistischer Kunst. 1954 wurde Hentzen in den [[Club 53|Arbeitsausschuss]] von [[Arnold Bode]]s erster [[Documenta 1|documenta]] berufen, die 1955 in Kassel stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hh-kunsthalle.jpg|miniatur|hochkant|Kunsthalle Hamburg, Altbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 wurde Hentzen – auf Vorschlag seines Vorgängers [[Carl Georg Heise]]  – zum Direktor der [[Hamburger Kunsthalle]] gewählt. Sofort bemühte er sich um eine zeitgemäße technische Erneuerung, ordnete die Sammlung des 17. und 18. Jahrhunderts neu, erweiterte sie und räumte der Modernen Kunst einen größeren Raum ein. Arbeiten von [[Alexander Calder]], [[Sam Francis]], [[Antoni Tàpies]] und anderen zogen in die Sammlung ein. Zur Finanzierung des Ankaufs neuer Werke forcierte er die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Kunstsammlungen&amp;#039;&amp;#039;, die von privaten Mäzenen und dem [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Senat]] getragen wurde. Bis 1962 war Hentzen auch Leiter des [[Kunstverein in Hamburg|Hamburger Kunstvereins]], der im selben Jahr von der Kunsthalle getrennt wurde und in einem benachbarten Neubau eigene Ausstellungsräume bezog. 1964 gehörte er, neben [[Werner Schmalenbach]], [[Heinrich Stünke]], [[Eduard Trier]] und anderen, dem Ausschuss für Malerei und Skulptur der [[documenta III]] an. 1965 bis 1968 fungierte er zudem als Präsident von [[ICOM Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anne Wanner |url=https://icom-deutschland.de/images/PDF/60_Jahre_ICOM_Deutschland.pdf |titel=60 Jahre ICOM Deutschland: Rückblick auf die Geschichte 1953–2013 |hrsg=ICOM Deutschland |datum=2013 |sprache=de |abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1969 konnte er als seinen Nachfolger im Amt des Kunsthallen-Direktors den Wiener Kunsthistoriker [[Werner Hofmann (Kunstwissenschaftler)|Werner Hofmann]] gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biennale Venedig ===&lt;br /&gt;
1968 wurde Hentzen zum Kommissar für den deutschen Pavillon auf der [[Biennale di Venezia|Biennale in Venedig]] berufen. Während sein Vorgänger [[Eduard Trier]] 1964 und 1966 im deutschen Pavillon aktuelle deutsche Kunst zeigte, griff Hentzen mit der Präsentation der Arbeiten von [[Horst Janssen]], [[Richard Oelze]] und [[Gustav Seitz]] auf traditionelle Formen und Konzepte zurück, wofür er – zumal im bewegten [[68er-Bewegung|Jahr 1968]] – heftig angegriffen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46135587.html &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Strom&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 8, 1968 vom 5. Februar 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Barockarchitektur. Bildung und Verfall des Bürgerhaustyps und des Stadtbildes einer mitteldeutschen Großstadt vom Dreißigjährigen Kriege bis zum Ende des Barock&amp;#039;&amp;#039;. Anhaltische Buchdruckerei Gutenberg, Dessau 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bildhauer der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Rembrandt-Verlag, Berlin. o. J.&lt;br /&gt;
* mit [[Niels von Holst]]: &amp;#039;&amp;#039;Die großen Deutschen im Bild&amp;#039;&amp;#039;. Staatliche Museen zu Berlin,  Propyläen-Verlag, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meisterwerke der europäischen Malerei – 220 Bilder der Berliner Gemäldegalerie&amp;#039;&amp;#039;. Gebr. Mann, Berlin 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Henri Moore&amp;#039;&amp;#039;. Katalog der Kestner-Gesellschaft. London, British Council 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Führer durch die Hamburger Kunsthalle&amp;#039;&amp;#039;. Christiansdruck, Hamburg 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Alten Meister der Hamburger Kunsthalle&amp;#039;&amp;#039;. Offizin Hartung, Hamburg 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner National-Galerie im Bildersturm&amp;#039;&amp;#039;. Köln, Berlin 1971. {{Falsche ISBN|3-7745-0254}} (zuvor veröffentlicht unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das Ende der Neuen Abteilung der National-Galerie&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz&amp;#039;&amp;#039; 8, 1970, S. 24–89).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marino Marini, Druckgraphik&amp;#039;&amp;#039;. Werkkatalog. Bruckmann, München, 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Betthausen]], [[Peter H. Feist]], Christiane Fork: &amp;#039;&amp;#039;[[Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01535-1, S. 171–174.&lt;br /&gt;
* [[Helmut R. Leppien]]: &amp;#039;&amp;#039;Hentzen. Alfred.&amp;#039;&amp;#039; In: Franklin Kopitsch, [[Dirk Brietzke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburgische Biografie]] – Personenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Christians, Hamburg 2003, ISBN 3-7672-1366-4, S. 188 f. ([https://books.google.de/books?id=bgix7BXklY8C&amp;amp;pg=PA188&amp;amp;hl=de eingeschränkte Vorschau] bei [[Google Books]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118710591}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000007251}}&lt;br /&gt;
* Werner Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/1985/04/ein-souveraener-optimist Der souveräne Optimist – Zum Tode von Alfred Hentzen]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4 vom  18. Januar 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118710591|LCCN=n/50/38124|VIAF=109848358}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hentzen, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsdirektor in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gemäldegalerie (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Nationalgalerie Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums August Kestner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hentzen, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lennep]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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