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	<title>Alfred Fellisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Fellisch&amp;diff=1077672&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koschi73: /* Leben und Wirken */ Tippfehler korr. u. EN eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-01T11:10:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; Tippfehler korr. u. EN eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Alfred Fellisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*  [[1. Juni]] [[1884]] in [[Fraustadt]], [[Provinz Posen]]; † [[4. März]] [[1973]] in [[Radebeul]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Er war in der [[Weimarer Republik]] von 1921 bis 1924 sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und nach der [[Reichsexekution]] von Oktober 1923 bis Januar 1924 [[Liste der sächsischen Ministerpräsidenten|Ministerpräsident]] des Freistaats Sachsen. In der Nachkriegszeit war er 1948 bis 1949 noch einmal sächsischer Wirtschaftsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Fellisch wuchs als Sohn eines Wurstmachers in [[Chojnów|Haynau]] (Niederschlesien) auf. Nach der Volksschule erlernte er den Beruf des [[Handschuhmacher]]s. Im Jahr 1902 trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und der Gewerkschaft der Handschuhmacher (Teil der [[Freie Gewerkschaften (Deutschland)|freien Gewerkschaften]]) bei und verfasste bereits während seiner Gesellenwanderung Artikel für die Gewerkschaftszeitung. Fellisch ließ sich nach dem Militärdienst 1908 in [[Johanngeorgenstadt]] (Erzgebirge) nieder, gründete eine Familie und arbeitete dort bis 1912 als Handschuhmacher. Das Adressbuch verzeichnete ihn u. a. 1911 in der Körnergasse 244.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Adreßbuch von 91 Städten und Orten des sächsischen Erzgebirges 1911–1913.&amp;#039;&amp;#039; Oskar Meister, Werdau i. Sa. 1911, S. 662.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1912 und 1913 besuchte er die [[Reichsparteischule (SPD)|Reichsparteischule]]. Anschließend war er zunächst Berichterstatter und dann bis 1921 [[Redakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Volksstimme (1891–1933)|Volksstimme]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Chemnitz]]. Seit 1914 war Fellisch Vorstandsmitglied der sozialdemokratischen Wahlkreiskommission in Sachsen. Außerdem war er von 1914 bis 1921 Vorsitzender der [[Verband der Arbeiterjugendvereine Deutschlands|Arbeiterjugend]] in Chemnitz. Bei der Parteispaltung während des Ersten Weltkrieges blieb Fellisch in der [[Mehrheits-SPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge einer Nachwahl im 47. ländlichen Wahlkreis ([[Thalheim/Erzgeb.|Thalheim]] und Umgebung) war er ab dem 20. März 1918 Mitglied der II. Kammer des [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Sächsischen Landtags]]. Auch nach der [[Novemberrevolution]] gehörte er weiterhin bis 1926 dem [[Sächsischer Landtag (Weimarer Republik)|Landtag]] an. Von 1919 bis 1922 arbeitete Fellisch als Sekretär (Schriftführer) der SPD-Landtagsfraktion. Als orthodoxer Marxist gehörte er zum linken Flügel der Partei und begründete in ihr die „Chemnitzer Richtung“. Im Gegensatz zur sozialliberalen Landesregierung seines Parteikollegen [[Georg Gradnauer]] setzte er sich für umfassende [[Kollektiveigentum|Vergesellschaftung]], den Aufbau einer [[Zentralverwaltungswirtschaft|zentral gelenkten Staatswirtschaft]] sowie eine Annäherung an die [[USPD]] ein. Im Jahr 1920 kandidierte er im Wahlkreis 33 (Chemnitz-Zwickau) vergeblich für den [[Reichstagswahl 1920|1. Reichstag]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Biosop||60140}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mai 1921 bis zur Bildung der SPD-KPD-Koalition am 12. Oktober 1923 war er Wirtschaftsminister unter den Ministerpräsidenten [[Wilhelm Buck]] und [[Erich Zeigner]]. Zu seinem Nachfolger ernannte Zeigner [[Fritz Heckert]] (KPD). Diese Regierung mit KPD-Beteiligung setzte Reichspräsident [[Friedrich Ebert]] (SPD) zwei Wochen später per [[Reichsexekution]] ab. Daraufhin wählte der Landtag am 31. Oktober 1923 Fellisch zum Ministerpräsidenten. Bis zum 4. Januar 1924 stand er einer SPD-Minderheitsregierung vor und übernahm zusätzlich erneut das Amt des Wirtschaftsministers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1924 bis 1932 war er [[Amtshauptmann]] (entspricht einem Landrat) der [[Amtshauptmannschaft Großenhain]]. Als Interessenvertreter dieses ländlich geprägten Kreises ging er zunehmend auf Distanz zur Landespartei und trat 1931 aus der SPD aus. Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau Ende 1931 war Fellisch in einer seelischen Krise. Wegen schwerer Vorwürfe hinsichtlich seines „außerdienstliche[n] Verhalten[s]“ berief ihn die sächsische Regierung im Februar 1932 als Amtshauptmann ab und leitete ein [[Disziplinarverfahren]] ein. Die Disziplinarkammer entschied auf Dienstentlassung Fellischs, gestand ihm aber ein [[Übergangsgeld]] für eine bestimmte Zeit zu, dessen Zahlung die Nationalsozialisten nach ihrer Machtübernahme aufgrund des neuen [[Berufsbeamtengesetz]]es im Juli 1933 beendeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Fellisch 1884–1973. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Politik in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2000, S. 412.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der NS-Zeit war er zunächst arbeitslos, von 1939 bis 1945 arbeitete er als kaufmännischer Angestellter in einem Privatunternehmen in Dresden. Nach der Bombenzerstörung Dresdens schlug er sich im Mai 1945 nach [[Schwarzenberg/Erzgeb.|Schwarzenberg]] im Erzgebirge durch, das [[Freie Republik Schwarzenberg|bei Kriegsende unbesetzt]] blieb, und war dort kurze Zeit Schriftleiter&amp;lt;ref&amp;gt;Vorliegende Nr. 1 der Zeitung vom 26. Mai 1945.&amp;lt;/ref&amp;gt; der &amp;#039;&amp;#039;Schwarzenberger Zeitung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{säbi|Mike Schmeitzner|121730263|Fellisch, Paul Alfred}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spätsommer 1945 trat Fellisch wieder der SPD bei und wurde von der sowjetischen Besatzungsmacht zunächst als Regierungsrat in Stollberg, ab November 1945 als [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] in [[Landkreis Annaberg|Annaberg]] eingesetzt. Im April 1946 wurde er nach der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. Von Mai 1946 bis März 1948 war er Staatssekretär und zwischen April 1948 und September 1949 Minister für Wirtschaft und Wirtschaftsplanung beziehungsweise für Industrie und Verkehr in Sachsen. Von 1949 bis zum Ruhestand 1952 war Fellisch Direktor der [[SLUB Dresden|Sächsischen Landesbibliothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1950 wohnte Fellisch im [[Radebeul]]er Stadtteil [[Niederlößnitz (Radebeul)|Niederlößnitz]]. Er engagierte sich auf Stadt- und Kreisebene sowie im [[Kulturbund der DDR|Kulturbund]]. Von 1954 bis 1961 war Fellisch Mitglied des [[Kreis Dresden-Land|Kreistags Dresden-Land]]. Von 1961 bis 1963 Stadtverordneter und Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Ständigen Kommission Kultur der Stadt Radebeul&amp;#039;&amp;#039; setzte er sich bis zu seinem Tod für die Pflege und Erhaltung der Besonderheiten seiner [[Lößnitz (Landschaft)|Lößnitz]]-Heimat ein. Fellisch wurde auf dem [[Friedhof Radebeul-West]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3938460059}}&lt;br /&gt;
* [[Mike Schmeitzner]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Fellisch 1884–1973. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Politik in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2000, ISBN 3-412-13599-2 [Diss. phil., Dresden 1999].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121730263}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=121730263}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|121730263}}&lt;br /&gt;
* {{Biosop||60140}}&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/historiker/01082.htm Mike Schmeitzner: Alfred Fellisch (1884–1973) - ein sächsischer Sozialdemokrat in fünf politischen Systemen. Rede anlässlich der Verleihung des Horst-Springer-Preises 1999]&lt;br /&gt;
* {{säbi|Mike Schmeitzner|121730263|Fellisch, Paul Alfred}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121730263|LCCN=no/00/45022|VIAF=52552874}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fellisch, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Großenhain)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Annaberg-Buchholz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Johanngeorgenstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtshauptmann (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (SLUB Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fellisch, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fellisch, Alfred Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD/SED)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juni 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fraustadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. März 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Radebeul]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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