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	<title>Alfred Falk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T09:11:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-22T12:35:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Falk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Alfred Cohn&amp;#039;&amp;#039;; * [[4. Februar]] [[1896]] in [[Berlin]]; † [[1951]], in [[Nizza]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://verbrannte-und-verbannte.de/person/4209 Lebensdaten Alfred Falk] Abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Journalist]] und [[Pazifist]] jüdischer Herkunft. Falk war Leiter der [[Republikanische Beschwerdestelle|Republikanischen Beschwerdestelle]] in der [[Weimarer Republik]]. Er gehörte zu den 33 Deutschen, die auf der am 25. August 1933 veröffentlichten [[Erste Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933|ersten Ausbürgerungsliste]] der [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] standen, womit er [[staatenlos]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Michael Hepp |Titel=Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen |Band=Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge |Verlag=De Gruyter Saur |Ort=München |Datum=1985 |ISBN=978-3-11-095062-5 |Seiten=3 |Kommentar=Nachdruck von 2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ErsteAusbuergerungsliste.jpg|mini|hochkant|Falk auf der Ausbürgerungsliste (1933)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken in der Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Falk wurde 1916, während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], an der Ostfront verwundet. 1918 [[Kriegsdienstverweigerung|verweigerte]] Falk, inzwischen Jurastudent, zweimal den Kriegsdienst an der Westfront, da er diesen als verbrecherisch empfand. Er wurde daraufhin zu einer Haftstrafe verurteilt und saß in Einzelhaft im [[Justizvollzugsanstalt Tegel|Militärgefängnis Berlin-Tegel]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weimarer Republik war Falk Mitglied in pazifistischen Organisationen. 1922 war er Leiter des [[Republikanischer Jugendbund Schwarz-Rot-Gold|Republikanischen Jugendbundes Schwarz-Rot-Gold]], der nach dem Mord an Außenminister [[Walther Rathenau]] eine Beschwerdestelle zu Verstößen von Behörden und Regierung gegen die Verfassung einrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falk gelang es im Oktober 1924, den Vorstand der [[Deutsche Liga für Menschenrechte|Deutschen Liga für Menschenrechte]] (DLM), deren Sekretär er war, davon zu überzeugen, die Beschwerdestelle als eigenständige Organisation zu etablieren. Am sechsten Jahrestag der [[Novemberrevolution]], am [[10. November]] 1924, wurde in Berlin ein entsprechender Verein, die [[Republikanische Beschwerdestelle]], gegründet. Außerdem leitete Falk gemeinsam mit [[Robert M. W. Kempner]] die Ortsgruppe Berlin-Nord der DLM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Arnold Freymuth]] wurde Falk Geschäftsführer der Beschwerdestelle, einer privaten Institution, deren Ziel die Überwachung, Einhaltung und Förderung der republikanischen Verfassung war&amp;lt;ref&amp;gt;Otmar Jung: &amp;#039;&amp;#039;Organisierter Pazifismus in der Endphase der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 34. Jg., April 1986, S. 207–244, hier S. 226 ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1986_2.pdf ifz-muenchen.de] (PDF; 6,5&amp;amp;nbsp;MB) );  {{Webarchiv|text=Geschichte der Arnold-Freymuth-Gesellschaft |url=http://www.freymuth-gesellschaft.de/wir.html |wayback=20120512134539}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die republikfeindliche Bestrebungen den Aufsichtsbehörden melden wollte. Von 1928 bis 1930 war er außerdem Redakteur von [[Heinrich Kanner]]s pazifistischer Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Krieg (Kanner)|Der Krieg]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Geschäftsführer der Beschwerdestelle wurde Falk gegen Ende 1930 zu den „bestgehaßten Leuten in Deutschland“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Warum Republikanische Bewerdestelle?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[General-Anzeiger für Dortmund]]&amp;#039;&amp;#039;, 312, 12. November 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falk war zudem zwischen 1929 und 1933 im Vorstand der Berliner Ortsgruppe der [[Deutsche Friedensgesellschaft|Deutschen Friedensgesellschaft]] (DFG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe]] an die Nationalsozialisten und wenige Tage nach dem [[Reichstagsbrand]] floh Falk am 6. März 1933 mit seiner Frau Margot (geborene Langfeld) in die [[Tschechoslowakei]], um sich einer Festnahme durch die SA zu entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor hatte er bereits die Unterlagen der Beschwerdestelle vernichtet oder in Sicherheit gebracht. Damit wollte er verhindern, dass den Nationalsozialisten die vertraulichen Eingaben in den Hände fielen, mit denen Bürger antirepublikanisches Verhalten angezeigt hatten. Am 10. März 1933 wurde die Beschwerdestelle vom Berliner Polizeipräsidenten verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Prag gingen Falk und seine Frau weiter in die Schweiz, das Saargebiet und schließlich nach [[Straßburg]]. Nachdem sie sich dort eine Wohnung genommen hatten, arbeitete Falk als Journalist u.&amp;amp;nbsp;a. in der deutschsprachigen Exilpresse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Exil]] gründete Falk gemeinsam mit dem Journalisten und Pazifisten [[Berthold Jacob]] die &amp;#039;&amp;#039;Ligue Allemande pour la Défense des Droits de l’Homme et du Citoyen, Section Strasbourg&amp;#039;&amp;#039;, die Straßburger Sektion der DLM, und wurde ihr Vizepräsident.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Michel Palmier, &amp;#039;&amp;#039;Weimar in Exile. The Antifashist Emigration in Europe and America&amp;#039;&amp;#039;, S. 325, ISBN 978-1-78478-645-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sektion pflegte Kontakte mit der Zentrale der DLM in Paris, die unter der Leitung von [[Hellmuth von Gerlach]] stand, und beteiligte sich führend an der Nobelpreiskampagne für [[Carl von Ossietzky]] („Rettet Ossietzky!“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 1934 war Falk zudem Mitarbeiter von Jacob. Im Herbst 1935 zog sich Falk unter Beendigung seiner politischen Tätigkeit ins südfranzösische [[Fréjus]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1999/0601/ocr?sid=0e85364e909f488182917adf2d5b775e Alfred Falks Exil in Frankreich] Abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde er vorübergehend in [[Toulon]] und [[Les Milles]] interniert. Nach 1945 lebte er in [[Nizza]]. 1950 schrieb er in einem Leserbrief an &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, dass er Deutschland nie wieder betreten wolle, „da sich die militaristisch-nationalistische Mentalität weiter Kreise des deutschen Volkes leider nicht geändert hat“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1950/17/ Leserbrief von Alfred Falk.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 17/1950&amp;lt;/ref&amp;gt; Falk starb 1951.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945, Band 1, Deutsches Reich 1933–1937&amp;#039;&amp;#039;, bearb. von Wolf Gruner, München 2008, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Lob für seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Republikanischen Beschwerdestelle erhielt Falk von linksintellektuellen Schriftstellern wie [[Kurt Tucholsky]], der 1928 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne|Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Republikanische Beschwerdestelle muß doch wohl sehr gute Arbeit leisten, sonst wäre die Rechtspresse nicht so aus dem Häuschen, wenn sie von ihr spricht. Da sitzt einer, der weiß mit den Bestimmungen Bescheid, und was er macht, hat Hand und Fuß, und recht bekommt der Kerl auch noch –! Der eine ist Alfred Falk, ein Republikaner, wie man sich viele wünscht.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Tucholsky: [https://www.textlog.de/tucholsky-beschwerdestelle.html &amp;#039;&amp;#039;Die Republikanische Beschwerdestelle&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. September 1928, Nr. 38, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otmar Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsschutz privat: Die Republikanische Beschwerdestelle e.&amp;amp;nbsp;V. (1924–1933).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 35. Jg., Januar 1987, S. 65–94, [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1987_1.pdf ifz-muenchen.de] (PDF; 7,9&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]]. München / New York / Paris 1980, S. 166.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Donat (Verleger)|Helmut Donat]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Falk.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Donat, [[Karl Holl (Historiker)|Karl Holl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Friedensbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Hermes Handlexikon, Düsseldorf 1983, ISBN 3-612-10024-6, S. 106–108.&lt;br /&gt;
* [[Karl Holl (Historiker)|Karl Holl]]: &amp;#039;&amp;#039;Der lange Weg zur französischen Staatsbürgerschaft: Alfred Falk (1896–1951) im Exil in Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christof Dipper]], [[Andreas Gestrich]], [[Lutz Raphael]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krieg, Frieden und Demokratie. Festschrift für Martin Vogt zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main / Berlin / Bern / Bruxelles / New York / Oxford / Wien 2001, ISBN 978-3-631-37838-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030017522|LCCN=n/86/33091|VIAF=23615785}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Falk, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Liga für Menschenrechte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsdienstverweigerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatenloser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Falk, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pazifist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1951&lt;br /&gt;
|STERBEORT=unsicher: [[Nizza]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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