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	<title>Alfred Dregger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Dregger&amp;diff=42676&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kku: /* Ausbildung und Beruf */</title>
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		<updated>2026-04-03T13:37:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbildung und Beruf&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit Politiker Alfred Dregger. Zum Gewerkschafter und Senator von Lübeck siehe [[Alfred Dreger]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:KAS-Dregger, Alfred-Bild-14626-1.jpg|mini|Alfred Dregger (1982)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F041436-0018, Hamburg, CDU-Bundesparteitag, Dregger.jpg|mini|Alfred Dregger (1973)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Dregger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Dezember]] [[1920]] in [[Münster]]; † [[29. Juni]] [[2002]] in [[Fulda]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] und war von 1956 bis 1970 [[Oberbürgermeister]] von Fulda und von 1982 bis 1991 Vorsitzender der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
Alfred Dregger besuchte von 1927 bis 1931 die [[Volksschule]] in Westönnen und anschließend das [[Marien-Gymnasium Werl|Marien-Gymnasiums Werl]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.westoennen.de/zzz_alt/unser_dorf/beruehmtheiten.htm#Dregger |titel=Prominente aus und in Westönnen |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (ab 1937 Deutsche Oberschule für Jungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dregger wurde 1939 zur [[Wehrmacht]] einberufen. Zum 1. September 1940 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer 7.721.518]]), was er selbst verschwieg und erst nach seinem Tod bekannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] R 9361-IX KARTEI/6810993&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Klausch Hessen-Parlament |Seite=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Decker]], &amp;#039;&amp;#039;Polarisierer und Integrator&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 22. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Kriegsende diente er als Soldat, zuletzt als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] und [[Bataillon]]skommandeur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dregger begann 1946 ein Studium der [[Rechtswissenschaft|Rechts- und Staatswissenschaften]] in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], welches er 1949 mit dem Ersten Juristischen [[Staatsexamen]] abschloss. 1953 absolvierte er die Zweite Juristische [[Staatsprüfung]]. Bereits 1950 war er mit einer Arbeit über das Thema &amp;#039;&amp;#039;Haftungsverhältnisse bei der Vorgesellschaft. Die Rechtswirkungen der für AG, GmbH, Genossenschaft und Verein vor der Registereintragung vorgenommenen Rechtshandlungen&amp;#039;&amp;#039; zum [[Doktor|Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Achim Schwarze: &amp;#039;&amp;#039;Dünnbrettbohrer in Bonn – Aus den Dissertationen unserer Elite.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn-Verlag, Frankfurt/Main 1984, S.&amp;amp;nbsp;108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{DNB|118527282|suffix=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1954 bis 1956 war er als Referent tätig, zunächst beim [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] und dann beim [[Deutscher Städtetag|Deutschen Städtetag]]. Von 1970 bis 1983 war er Vorstandsmitglied bei der [[Überlandwerk Fulda|Überlandwerk Fulda AG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Dregger war Mitglied der CDU und von 1967 bis 1982 der Landesvorsitzende der [[CDU Hessen]]. Als solcher war er insgesamt viermal Spitzenkandidat seiner Partei. Es gelang ihm, den Stimmenanteil der CDU, der bei Amtsantritt 1967 nur 26,4 % betragen hatte, in wenigen Jahren auf 47,5 % (1974) zu steigern. Dennoch gelang es der CDU unter seinem Vorsitz weder gegen [[Albert Osswald]] ([[Landtagswahl in Hessen 1970|1970]] und [[Landtagswahl in Hessen 1974|1974]]) noch gegen [[Holger Börner]] ([[Landtagswahl in Hessen 1978|1978]] und [[Landtagswahl in Hessen 1982|1982]]), eine Regierungsmehrheit zu erlangen. 1969 wurde er außerdem Mitglied im Bundesvorstand und war von 1977 bis 1983 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU. Dregger war prominenter Vertreter des [[Nationalkonservatismus|nationalkonservativen]] Flügels der CDU, allgemein auch „[[Stahlhelm-Fraktion|Stahlhelmer]]“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/absage-an-gruppe-stahlhelm-a-c4e68461-0002-0001-0000-000013511093?context=issue Absage an „Gruppe Stahlhelm“], [[Der Spiegel]], 4. März 1985&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/waere-ich-deutscher-wuerde-ich-schreien-a-02dbb109-0002-0001-0000-000013520358?context=issue „Wäre ich Deutscher, würde ich schreien“], [[Der Spiegel]], 5. Januar 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/cdu-politiker-alfred-dregger-ist-tot-159667.html CDU-Politiker : Alfred Dregger ist tot], [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] 30. Juni 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hagalil.com/archiv/2004/10/hohmann-3.htm Tradition: Der Stahlhelm-Flügel der von Alfred Dregger geprägten hessischen CDU], [[HaGalil]] 4. Oktober 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alfred Dregger posthum geehrt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.de/rhein-main/alfred-dregger-posthum-geehrt-11456021.html Alfred Dregger posthum geehrt], von Pitt von Bebenburg, [[Frankfurter Rundschau]] 16. August 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F074267-0006, Dortmund, CDU-CSU Bundestagswahlkampf.jpg|mini|Alfred Dregger (links), 1987 mit [[Franz Josef Strauß]] auf einer Wahlkampfveranstaltung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1962 bis 1972 war Dregger Mitglied des [[Hessischer Landtag|Hessischen Landtages]], von 1972 bis 1998 war er [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Hier wurde Dregger sofort Mitglied im Vorstand der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]]. 1976 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden und nach der [[Wende (Bundesrepublik Deutschland)|Wende]] in [[Bonn]] im Oktober 1982 als Nachfolger des zum [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] gewählten bisherigen Amtsinhabers [[Helmut Kohl]] zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. Dieses Amt behielt Dregger bis November 1991. Sein Nachfolger wurde der bisherige [[Bundesministerium des Innern|Bundesinnenminister]] [[Wolfgang Schäuble]]. Von Oktober 1982 bis 1987 war er Mitglied der [[Parlamentarische Kontrollkommission|Parlamentarischen Kontrollkommission]] zur Kontrolle der [[Nachrichtendienst des Bundes]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dserver.bundestag.de/btp/09/09124.pdf#P.7473 Plenarprotokoll 9/124, S. 7473]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Dregger war bei der [[Bundestagswahl 1972]] noch über die Landesliste Hessen und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des [[Bundestagswahlkreis|Wahlkreises]] [[Bundestagswahlkreis Fulda|Fulda]] in den Deutschen Bundestag eingezogen. Zuletzt erreichte er bei der [[Bundestagswahl 1994]] 55,1 % der abgegebenen Erststimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Büroleiter [[Günter Reichert (Politikwissenschaftler)|Günter Reichert]] war von 1992 bis 1998 Präsident der [[Bundeszentrale für politische Bildung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jf-archiv.de/archiv/40aa6.htm jf-archiv.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[Willy Brandt]] 1992 (bis 1994) sowie nach der Mandatsniederlegung von [[Stefan Heym]] 1995 (bis 1998) war er der älteste Abgeordnete des Bundestages und neben [[Dionys Jobst]] und [[Hans-Dietrich Genscher]] einer der letzten drei verbliebenen [[Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren|Abgeordneten mit ehemaliger NSDAP-Mitgliedschaft]]. Obwohl gesundheitlich schon sehr geschwächt, wollte Dregger 1998 noch einmal in den Deutschen Bundestag einziehen, um als [[Alterspräsident]] die erste Sitzung zu eröffnen. Erst nach monatelangen innerparteilichen Querelen zog er seine Kandidatur zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/alfred-dregger-django-offizier-und-gentleman-a-203314.html Django, Offizier und Gentleman]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Nachfolger als Wahlkreisabgeordneter wurde [[Martin Hohmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Von 1956 bis 1970 war Dregger Oberbürgermeister von Fulda. 1970 wurde er Ehrenbürger der Stadt [[Fulda]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Alfred Dregger wurde in Münster als Sohn eines Verlagsdirektors geboren. Sein Vater Alfred Dregger sen., geboren in [[Günne]] (Möhnesee), war als Wehrmachtsoffizier vor dem Krieg beim Reichswehrersatzamt in [[Soest]] tätig. Seine Mutter Anna Dregger, geb. Sasse, stammte aus einer [[Westönnen|Westönner]] Bauernfamilie. Seine Jugend verbrachte Alfred Dregger zeitweise im Haus seiner Eltern in Werl-Westönnen (Am Börn). Sein Bruder wird seit dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] an der Ostfront vermisst. Alfred Dregger heiratete 1952. Mit seiner Ehefrau Dagmar (1928–2025), einer Diplom-Volkswirtin, hatte er drei Kinder; der älteste Sohn Wolfgang starb 1972 bei einem Verkehrsunfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Burkard Dregger|Burkard]] war von 2018 bis 2021 CDU-Fraktionsvorsitzender im [[Abgeordnetenhaus von Berlin]] und ist seit seinem parlamentarischen Wiedereinzug 2023 innenpolitischer Sprecher der Fraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionen ==&lt;br /&gt;
Alfred Dregger war in seiner Zeit als aktiver Politiker der prominenteste Vertreter des [[Nationalkonservatismus|nationalkonservativen]] Flügels der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sicherheitspolitik ===&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Europäische Gemeinschaften|Europäischen Gemeinschaften]] forderte er eine &amp;#039;&amp;#039;[[Sicherheitsunion|Europäische Sicherheitsunion]]&amp;#039;&amp;#039; als starken europäischen Pfeiler der [[NATO]]. Die von ihm formulierte [[Sicherheitspolitik]] diente der Erhaltung des Friedens mit immer weniger Waffen, schloss also gleichgewichtige [[Abrüstungspolitik]] ein. Insbesondere wandte er sich gegen atomare Sonderbedrohungen der Bundesrepublik Deutschland, weil „Deutschland atomar nicht verteidigt, aber zerstört“ werden könne. Er drängte deshalb auf die Abrüstung sowohl der sowjetischen [[Mittelstreckenrakete]]n wie auch auf den Verzicht Frankreichs auf die Kurzstreckensysteme [[Hadès (Rakete)|Hadès]] und [[Pluton (Kurzstreckenrakete)|Pluton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Linksterrorismus und Radikalenerlass ===&lt;br /&gt;
In den 1970er-Jahren war Dregger ein vehementer Befürworter der Durchsetzung des [[Radikalenerlass]]es; andernfalls wäre nach seiner Auffassung ein Verbot der [[Deutsche Kommunistische Partei|DKP]] geboten. Während des [[Deutscher Herbst|Deutschen Herbstes]] 1977 hatte Dregger die Einrichtung eines „Terroristen-Jagdkommandos“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-buerger-ruft-nach-haerteren-strafen-a-ea68433b-0002-0001-0000-000040831326?context=issue &amp;#039;&amp;#039;Der Bürger ruft nach härteren Strafen&amp;#039;&amp;#039;. In: Der Spiegel. Jg. 1977/39]&amp;lt;/ref&amp;gt; gefordert, das „freigestellt von bürokratischen Einwirkungen“ sein müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Welt&amp;#039;&amp;#039;, 13. September 1977, zitiert nach Kölnische Rundschau: [https://www.rundschau-online.de/redaktion/die-republik-im-ausnahmezustand-331538 &amp;#039;&amp;#039;Die Republik im Ausnahmezustand&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 22. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertung des Zweiten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
Dregger wurden Uneinsichtigkeit und historische Ignoranz vorgeworfen, vor allem in Bezug auf die Rolle der Wehrmacht im [[Nationalsozialismus]]. Als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag erklärte er, dass [[Adolf Hitler|Hitlers]] Angriff auf die [[Sowjetunion]] nicht grundsätzlich falsch gewesen, allerdings bedauerlicherweise als Eroberungs- anstatt Befreiungskrieg konzipiert worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Nelhiebel: &amp;#039;&amp;#039;Der braune Faden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für deutsche und internationale Politik,&amp;#039;&amp;#039; 6, 2010, S. 107–115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er setzte sich für die Freilassung deutscher Kriegsverbrecher, wie [[Ferdinand aus der Fünten]] und [[Franz Fischer (SS-Mitglied, 1901)|Franz Fischer]], ein. Die [[Wehrmachtsausstellung|Wanderausstellung &amp;#039;&amp;#039;Die Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;]] nannte er einen „Angriff auf Deutschland“. Dregger war einer der Unterzeichner des von den Journalisten [[Klaus Rainer Röhl]], [[Heimo Schwilk]] und [[Ulrich Schacht]] sowie dem Historiker [[Rainer Zitelmann]] initiierten [[Appell 8. Mai 1945 – gegen das Vergessen|Aufrufs „Gegen das Vergessen“ am 8. Mai 1995]], in dem der Begriff der „Befreiung“ für das Kriegsende durch die Alliierten als „einseitig“ in Frage gestellt wurde. Die [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht und Vertreibung Deutscher aus den deutschen Ostgebieten]] nannte Dregger in einem Interview mit dem [[Der Spiegel|Spiegel]] eine „der grausamsten und größten Massenvertreibungen der Weltgeschichte“, die „nicht allein durch den Hinweis auf Hitler erklärt und gerechtfertigt werden“ kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=P. Lersch, O. Petersen |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511116.html |titel=Die Polen sind Teil des Abendlandes |werk= |hrsg=Der Spiegel |datum=04.02.1985 |abruf=2020-12-16 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wehrmachtsausstellung ===&lt;br /&gt;
Dregger setzte sich für eine „Normalisierung“ des Geschichtsbewusstseins in Deutschland ein. Dieses viel kritisierte Engagement zielte auf eine partielle Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen und eine Fokusverlagerung hin zu einer positiven nationalen Identität in Deutschland. Dementsprechend klagte Dregger einen „elementaren [[Patriotismus]]“ gegenüber der seiner Ansicht nach vorherrschenden Geschichtslosigkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber der eigenen Nation in Deutschland ein. Sein Ziel war eine „nationale Regeneration“ gegenüber der von ihm in der Form kritisierten „Vergangenheitsbewältigung“. Seine Suche nach identifikationsträchtigen Aspekten des Zweiten Weltkrieges war dann auch die Ursache für seine Kritik an der Wanderausstellung &amp;#039;&amp;#039;Die Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;, die den [[Saubere Wehrmacht|Mythos der „sauberen Wehrmacht“]] zerstörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dan Diner: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Aporie und Apologie. Über die Grenzen der Historisierbarkeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Ist der Nationalsozialismus Geschichte? Zu Historisierung und Historikerstreit.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1987, S. 62–73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik Dreggers an der Ausstellung war laut seinem Biografen insofern gerechtfertigt, als dass die Ausstellung zahlreiche sachliche Mängel enthalten hätte. So war ein kleiner Teil der Bilder mit falscher Beschriftung veröffentlicht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weirich, Dieter: Alfred Dregger. Herz und Haltung - Eine Biografie, Frankfurt 2019, 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Historikerkommission stellt jedoch fest, dass „die Grundaussagen der Ausstellung über die Wehrmacht und den im ‚Osten’ geführten [[Vernichtungskrieg]] der Sache nach richtig“ seien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Presseerklärung der Kommission zur Überprüfung der Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ (Frankfurt/M., 15. November 2000)&amp;#039;&amp;#039;, abgedruckt im &amp;#039;&amp;#039;Newsletter&amp;#039;&amp;#039; 13 (PDF; 336 KB) ([[Web-Archivierung#Begrifflichkeiten|Memento]] vom 12. März 2016 im &amp;#039;&amp;#039;[[Internet Archive]]&amp;#039;&amp;#039;) (Dezember 2000) des [[Arbeitskreis Militärgeschichte|Arbeitskreises Militärgeschichte]] (S. 23–25).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freiheit in unserer Zeit. Reden und Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. Herbig, München 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Preis der Freiheit. Sicherheitspolitik im geteilten Europa&amp;#039;&amp;#039;. [[Amalthea Signum Verlag|Universitas-Verlag]], München 1985, ISBN 3-8004-1134-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Vernunft eine Gasse. Politik für Deutschland. Reden und Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. Universitas-Verlag, München 1986, ISBN 3-8004-1132-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einigkeit und Recht und Freiheit. Beiträge zur deutsch-europäischen Einheit&amp;#039;&amp;#039;. Universitas-Verlag, München 1993, ISBN 3-8004-1283-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dilemma der Frontsoldaten. Gegen die zynische Einseitigkeit der Nationalmasochisten.&amp;#039;&amp;#039; in [[Junge Freiheit]] 95/15, S. 2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Blick nach vorn&amp;#039;&amp;#039;. Naumann, Würzburg 2000, ISBN 3-88567-084-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Dregger-Allee in Fulda mit seinem Wohnhaus im Hintergrund.jpg|mini|Alfred-Dregger-Allee in Fulda mit seinem Wohnhaus im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
* 1970: [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
* 1970: [[Ehrenbürger]] von Fulda&lt;br /&gt;
* 1977: Großes [[Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* 1980: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern&lt;br /&gt;
* 1984: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband&lt;br /&gt;
* 1985: Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes&lt;br /&gt;
* 1985: [[Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen]]&lt;br /&gt;
* 1989: [[Schlesierschild]]&lt;br /&gt;
* 1990: [[Konrad-Adenauer-Preis der Deutschland-Stiftung]] (Freiheitspreis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fulda; Familiengrab Dr. Alfred Dregger.JPG|mini|Ehrengrab von Alfred Dregger in Fulda, Friedhof Frauenberg]]&lt;br /&gt;
Nach einem Antrag der [[Junge Union|Jungen Union]] und Beschluss des Landesparteitages im Jahre 2007 trägt die Landesgeschäftsstelle der hessischen CDU in [[Wiesbaden]] seit dem 20. August 2010&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cduhessen.de/ueber-uns/alfred-dregger-haus/ &amp;#039;&amp;#039;Alfred-Dregger-Haus / Landesgeschäftsstelle&amp;#039;&amp;#039;] cduhessen.de.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Namen &amp;#039;&amp;#039;Alfred-Dregger-Haus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alfred Dregger posthum geehrt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;t-online.de: {{Webarchiv |url=http://nachrichten.t-online.de/cdu-benennt-landesgeschaeftsstelle-in-alfred-dregger-haus-um/id_42553658/index |text=CDU benennt Landesgeschäftsstelle in „Alfred-Dregger-Haus“ um |wayback=20100820024807}}, abgerufen am 17. August 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Straße, die an seinem ehemaligen Wohnhaus in Fulda vorbeiführt, wurde in &amp;#039;&amp;#039;Alfred-Dregger-Allee&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2013 wird die &amp;#039;&amp;#039;[[Alfred-Dregger-Medaille]]&amp;#039;&amp;#039; durch den CDU-Landesverband Hessen verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cduhessen.de/aktuelles/archiv/alfred-dregger-medaille-in-silber-und-gold/ &amp;#039;&amp;#039;Alfred-Dregger-Medaille in Silber und Gold&amp;#039;&amp;#039;] Pressemitteilung der CDU Hessen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein [[Ehrengrab]] befindet sich auf dem [[Friedhof Frauenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Hessen-Parlament 1946–1986|Seite=237}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Reichert (Politikwissenschaftler)|Günter Reichert]], [[Dieter Weirich]], [[Werner Wolf (Politikwissenschaftler)|Werner Wolf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alfred Dregger. Streiter für Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-550-07413-1.&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 111.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Aretz]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Dregger (1920–2002)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Aretz, [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern, Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, Aschendorff Verlag, Münster 2007, ISBN 978-3-402-06112-1, S. 173–186. [https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17587 (Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Michael Mott]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Vollblut-Politiker, der polarisierte / Alfred Dregger (1920 bis 2002): Oberbürgermeister, CDU-Landeschef, CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Fuldaer Zeitung]], 7. Oktober 2009, S. 13 (Serie: Fuldaer Köpfe).&lt;br /&gt;
* Dieter Weirich: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Dregger. Haltung und Herz – Eine Biografie&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main: Societäts-Verlag 2019, ISBN 978-3-95542-339-1.&lt;br /&gt;
* Philip Rosin: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/alfred-dregger Alfred Dregger.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Konrad-Adenauer-Stiftung]]&amp;#039;&amp;#039;, Geschichte der CDU (mit Online-Findbuch, Stand 2022).&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Pyta]], [[Nils Havemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Dregger. Zeitpolitiker der Wiedervereinigung und Anwalt des Parlamentarismus.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 2023, ISBN 978-3-412-52682-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Alfred Dregger}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118527282}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=182928195 |GND=118527282}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000011927|Alfred Dregger}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118527282|titel=Dregger, Alfred|datum=2020-06-09}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=118527282|Titel=Dr. jur. Alfred Dregger|Datum=2023-11-28|Abruf=2024-01-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der CDU Hessen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dregger, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Dezember 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juni 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fulda]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kku</name></author>
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