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	<title>Alfred Clebsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Leyo: DOI sichtbar</title>
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		<updated>2026-04-12T21:48:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DOI sichtbar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Clebsch.jpeg|mini|Alfred Clebsch, 1833–1872 [[Datei:Signatur Alfred Clebsch.PNG|rahmenlos|zentriert|100px|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Friedrich Alfred Clebsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Januar]] [[1833]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]; † [[7. November]] [[1872]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Mathematiker]], der bedeutende Beiträge zur [[Algebraische Geometrie|algebraischen Geometrie]], [[Invariantentheorie]] und zur [[Elastizitätstheorie]] leistete. Er gilt als Initiator des gymnasialen [[Bildungsweg#Zweiter Bildungsweg: Schulen für Erwachsene|zweiten Bildungswegs (ZBW)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Clebsch studierte ab 1850 Mathematik an der [[Albertus-Universität Königsberg|Albertina]] in Königsberg. Zu seinen Lehrern dort gehörte insbesondere [[Otto Hesse]], der wiederum ein Schüler von [[Carl Gustav Jacob Jacobi]] war. Im Jahr 1854 wurde er mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Bewegung eines Ellipsoids in einer Flüssigkeit&amp;#039;&amp;#039; dort promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;veröffentlicht in [[Journal für die reine und angewandte Mathematik|Crelles Journal]] Band 52 (1856), S. 102–32 ([https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN243919689_0052 Göttinger Digitalisierungszentrum])&amp;lt;/ref&amp;gt; Clebsch arbeitete dann ab 1854 in [[Berlin]] als Lehrer an verschiedenen Schulen. An der [[Humboldt-Universität|Berliner Universität]] [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1858 für [[Mathematische Physik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1858 folgte Clebsch einem Ruf als Professor der [[Analytische Mechanik|analytischen Mechanik]] an die [[Universität Karlsruhe|Polytechnische Schule Karlsruhe]], wo er 1858 bis 1863 wirkte. In seiner Karlsruher Zeit publizierte Clebsch 1862 sein wegweisendes Buch über Elastizitätstheorie; dort gelang ihm nicht nur eine Synthese der Stabtheorien von [[Gustav Robert Kirchhoff]] und [[Barré de Saint-Venant]], sondern stellte die Kirchhoffsche [[Plattentheorie]] auf eine breitere mathematische Basis.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Eugen Kurrer]]: &amp;#039;&amp;#039;The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: [[Ernst &amp;amp; Sohn]], ISBN 978-3-433-03229-9, S. 981.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1863 wurde er ordentlicher Professor in [[Universität Gießen|Gießen]], 1868 dann in [[Universität Göttingen|Göttingen]], wo er im Amt des Rektors 1872 im Alter von nur 39 Jahren an [[Diphtherie]] verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1868 war er korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademiegeschichte/mitglieder-historisch/alphabetische-sortierung?altmitglied_id=477&amp;amp;letter=C |titel=Mitglieder der Vorgängerakademien |titelerg=Alfred Clebsch |hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] |abruf=2015-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1869 der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|503|Name=Alfred Clebsch |Kommentar=mit Link zu einem Nachruf |Datum=17. Januar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1871 wurde er Ehrenmitglied der [[London Mathematical Society]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lms.ac.uk/sites/default/files/HONORARY%20MEMBERS_0.pdf |titel=Honorary Members |hrsg=London Mathematical Society |format=PDF |abruf=2021-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Zusammenarbeit mit [[Paul Gordan]] führte zur Entwicklung der [[Clebsch-Gordan-Koeffizient]]en aus der Darstellungstheorie der Drehgruppe, die weite Anwendung in der [[Quantenmechanik]] finden. Als Zentrum einer eigenen Schule der algebraischen Geometrie entwickelte er die Ideen von [[Bernhard Riemann]] über die geometrische Anwendung der [[Funktionentheorie]] weiter. Die starke geometrische Orientierung seiner Schule wurde von den Berliner Mathematikern um Weierstraß, Kronecker und Kummer mit Skepsis betrachtet. Nach dem Tod von Clebsch übernahm sein Schüler [[Felix Klein (Mathematiker)|Felix Klein]] die Leitung der Schule. Die Gegnerschaft der Berliner Mathematiker, die auf größere Exaktheit bestanden, übertrug sich auf Felix Klein, woraus der Keim des Gegensatzes Berliner und Göttinger Mathematiker entstand, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die führenden Schulen in Deutschland stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Carl Gottfried Neumann]] gründete er 1868 die mathematische Zeitschrift [[Mathematische Annalen]], die lange Zeit eine der weltweit angesehensten mathematischen Fachzeitschriften war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Göttingen asv2022-06 img23 Bartholomäusfriedhof.jpg|mini|Grabmal von Clebsch]]&lt;br /&gt;
Das Grab von Clebsch befindet sich auf dem [[Bartholomäusfriedhof]] in Göttingen. Nach 1960 befand sich das Grabmal lange Zeit in einem schlechten und unvollständigen Zustand. 2006 wurde der Grabstein restauriert, wobei der Teil über der Schriftrolle in vereinfachter Form neu geschaffen wurde. Das moderne [[Medaillon (Ornament)|Medaillon]] hat [[Thomas Duttenhoefer]] 2006 in Anlehnung an das Original geschaffen. Am 23. Mai 2006 fand die Einweihung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Elasticität fester Körper&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig 1862. ([https://digital.deutsches-museum.de/de/digital-catalogue/library-object/BV003418487/#9 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* mit Paul Gordan: &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Abelschen Funktionen&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig 1866. ([https://digital.deutsches-museum.de/de/digital-catalogue/library-object/BV002979963/#9 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der binären algebraischen Formen&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig 1872. ([https://digital.deutsches-museum.de/de/digital-catalogue/library-object/BV003047617/#5 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Börnstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Clebsch&amp;#039;&amp;#039; (Nachruf). In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Preußische Provinzial-Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Vierte Folge, Band 9, Königsberg i. Pr. 1872, [https://books.google.de/books?id=KdAOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA653 S. 653–655.]&lt;br /&gt;
* {{DictSciBiogr |Autor=[[Werner Burau]] |Lemma=Clebsch, Rudolf Friedrich Alfred |Band=3 |Seiten=313–315}}&lt;br /&gt;
* [[Herman Haupt (Historiker)|Herman Haupt]], Georg Lehnert: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Universität Gießen, 1607–1907.&amp;#039;&amp;#039; Alfred Tölpelmann, Gießen 1907, S. [57] ([[doi:10.22029/jlupub-17390]]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|4|299|300|Clebsch, Rudolf Friedrich Alfred|[[Theodor Husemann]]|ADB:Clebsch, Alfred}}&lt;br /&gt;
* Johannes E. S. Schmidt: Die Französische Domschule und das Französische Gymnasium zu Berlin. Schülererinnerungen 1848–1861. Herausgegeben und kommentiert von Rüdiger R. E. Fock. [[Verlag Dr. Kovač]], Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3478-0, S. 54 f.&lt;br /&gt;
* Albrecht Saathoff. &amp;#039;&amp;#039;Göttingens Friedhöfe. Die Stätte seiner großen Toten&amp;#039;&amp;#039;. Heinz Reise-Verlag, Göttingen 1954. (S. 19 Foto vom Grabmal)&lt;br /&gt;
* Felix Klein: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über die Entwicklung der Mathematik im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 7. Kapitel: Clebsch und seine Schule, S. 297ff, Springer Verlag, 1979 [https://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN375425993 digitalisiert im Volltext]&lt;br /&gt;
* [[Igor Schafarewitsch]] [https://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?GDZPPN002324539 &amp;#039;&amp;#039;Zum 150. Geburtstag von Alfred Clebsch&amp;#039;&amp;#039;, Mathematische Annalen, Band 266, 1983, S.&amp;amp;nbsp;135–140.]&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|279||Clebsch, Rudolf Friedrich Alfred|[[Wilhelm Süss]]|116541830}}&lt;br /&gt;
* Jürgen Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Erfolgreiche Alt-68er.&amp;#039;&amp;#039; Mathematische Annalen – Mitteilungen B. G. Teubner – Alfred Clebsch – Felix Klein – Carl Neumann. Geleitwort: Jürgen Jost, Leipzig. EAGLE 101. Edition am Gutenbergplatz, Leipzig 2018, ISBN 978-3-95922-101-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116541830}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Clebsch|title=Rudolf Friedrich Alfred Clebsch}}&lt;br /&gt;
* [https://www.math.uni-goettingen.de/historisches/clebsch.html Kurzbiographie an der Universität Göttingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-goettingen.de/de/36037.html Vortragsreihe über bedeutende Göttinger Mathematiker, Einweihung Grab von Clebsch]&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|18607|name=Rudolf Friedrich Alfred Clebsch}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=Alfred%20Clebsch&amp;amp;and&amp;amp;#91;&amp;amp;#93;=languageSorter%3A%22German%22 Alfred Clebsch] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* Karl-Eugen Kurrer: [https://momentum-magazin.de/de/zum-150-todestag-von-alfred-clebsch/ Zum 150. Todestag von Alfred Clebsch. momentum Magazin], 18. November 2022&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116541830|titel=Clebsch, Rudolf Friedrich Alfred|datum=2022-11-02}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|physics|53750|Name=Rudolf Friedrich Alfred Clebsch}}&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/clebsch.alfred Alfred Clebsch] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116541830|LCCN=n84801059|VIAF=9932707}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Clebsch, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der London Mathematical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1833]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Clebsch, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Clebsch, Rudolf Friedrich Alfred (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Januar 1833&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. November 1872&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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