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	<title>Alfred Blaschko - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Blaschko&amp;diff=696875&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-12-15T12:03:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Blaschko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[3. März]] [[1858]] in [[Bad Freienwalde (Oder)|Freienwalde]]; gestorben am [[26. März]] [[1922]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Medizin]]er, der sich als [[Sozialhygiene|Sozialhygieniker]] und Dermatovenerologe ([[Arzt]] für [[Dermatologie|Haut-]] und [[Geschlechtskrankheiten]]) hauptsächlich der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Blaschko, Sohn eines Freienwalder Arztes, studierte ab 1876 Medizin in Berlin. 1880 schloss er sein Studium mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] bei [[Hermann Munk]] und einer [[Dissertation]] über das &amp;#039;&amp;#039;Sehzentrum bei Fröschen&amp;#039;&amp;#039; ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Volkmar Sigusch: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Blaschko (1858–1922).&amp;#039;&amp;#039; In: Volkmar Sigusch, Günter Grau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon der Sexualforschung.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main / New York 2009, S. 47–51, hier: S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss folgte bis 1883 eine [[Chirurgie|chirurgische]] und [[Innere Medizin|internistische]] Ausbildung in [[Stettin]] am von dem Chirurgen [[Georg Wegner (Mediziner)|Georg Wegner]] (1843–1917) geleiteten [[Städtisches Krankenhaus Stettin|Städtischen Krankenhaus]]. 1883 ließ sich Blaschko dann in Berlin nieder, wo er Facharzt einer großen Krankenkasse wurde. Im Rahmen dieser Tätigkeit beschäftigte er sich als erster mit beruflich bedingten [[Hautkrankheit]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeregt durch einen mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt bei [[Moritz Kaposi]] in einer [[Wien]]er Hautklinik widmete sich Blaschko der Erforschung von Gewerbe[[dermatose]]n und berichtete z.&amp;amp;nbsp;B. 1886 über den Nachweis von Silber in der Haut von Metallarbeitern. 1888 [[Habilitation|habilitierte]] er sich im Fach [[Dermatologie]]. Seit 1892 beschäftigte sich Blaschko ausführlich mit Geschlechtskrankheiten. Er wies als erster auf die Paraffin[[embolie]] der Lunge nach [[Quecksilber]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;injektionen hin, mit der bis dahin die [[Syphilis]] behandelt wurde. Ebenfalls setzte er sich für eine stationäre Behandlung der Geschlechtserkrankten anstatt der damals üblichen sittenpolizeilichen Überwachung ein. Aber auch mit anderen dermatologischen Erkrankungen, wie [[Kriegsmelanose]]n, [[Ichthyose]]n, [[Lichttherapie|Licht-]] und [[Radiumtherapie]] beschäftigt sich Blaschko. Trotz zu Lebzeiten anerkannter wissenschaftlicher Leistungen blieb Blaschko eine [[Professur]] wegen seiner jüdischen Herkunft und seines [[Sozialismus|sozialistischen]] Engagements versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa seit 1890 widmete sich Blaschko mehr der [[Krankheitsprävention|Prophylaxe]] als der Behandlung der Geschlechtskrankheiten. Er engagierte sich für Verhütung und Aufklärung. 1895 setzte sich Blaschko intensiv mit der im [[Kreis Memel]] auftretenden [[Lepra]] auseinander und erreichte die Einrichtung eines [[Leprosorium]]s in [[Klaipėda|Memel]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Lepra#Memel}}&lt;br /&gt;
Dieses Engagement spiegelt Blaschkos soziale Einstellung wider, die er auch politisch als Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] vertrat. Blaschko war 1902 Mitbegründer der [[Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten|Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten]]. Maßgeblich beteiligt war er später an der Einführung des &amp;#039;&amp;#039;Reichsgesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand von 170 Fällen beschrieb Blaschko 1901 streifig angeordnete Dermatosen, die später nach ihm benannten [[Blaschko-Linien]]. Diese Linien korrelieren wahrscheinlich mit Wachstumslinien der Haut in der [[Embryogenese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 warnte Blaschko vor einer „venerischen Durchseuchung“ der Gesellschaft und rief zum Kampf gegen Geschlechtskrankheiten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Birgit Adam]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Strafe der Venus. Eine Kulturgeschichte der Geschlechtskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Orbis, München 2001, ISBN 3-572-01268-6, S. 8 (zitiert).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2006-07-25 Friedhof Grunewald Grab Blaschko.jpg|mini|Grab Blaschkos auf dem [[Friedhof Grunewald]]]]&lt;br /&gt;
Blaschko wurde auf dem [[Friedhof Grunewald]] in der Abteilung V beigesetzt. Der deutsch-britische Biochemiker [[Hermann Blaschko]] war sein Sohn, der deutsch-amerikanische Pädiater [[Helmut Seckel]] Ehemann seiner Tochter Margarete Felicia.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ancestry.de/family-tree/person/tree/113616774/person/380126766413/facts |titel=Margarete Felicia Blaschko auf Ancestry|sprache=de-DE |abruf=2025-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Seit 1932 (mit Unterbrechung von 1934 bis 1947) trägt eine Straße in [[Berlin-Britz]] den Namen Blaschkoallee.&lt;br /&gt;
* Von 1987 bis 2011 war Blaschkos Grab ein [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Ehrengrab der Stadt Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen zur Architektonik der Oberhaut.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1887.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Behandlung der Geschlechtskrankheiten in Krankenkassen und Krankenhäusern.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1890.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verbreitung der Syphilis in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1892.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Syphilis und Prostitution vom Standpunkt der öffentlichen Gesundheitspflege.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1893.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lepra im Kreise Memel.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hygiene der Prostitution und [[Venerologie|venerischen]] Krankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Jena 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Nervenverteilung in der Haut in ihrer Beziehung zu den Erkrankungen der Haut.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Felix Pinkus]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Blaschko 1858–1922.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Klinik&amp;#039;&amp;#039; vom 16. April 1922, S. 519. ([https://archive.org/stream/felixpinkusb004f001#page/n30/mode/1up Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Volkmar Sigusch]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Blaschko (1858–1922)&amp;#039;&amp;#039;. In: Volkmar Sigusch, Günter Grau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon der Sexualforschung&amp;#039;&amp;#039;. Campus Verlag, Frankfurt am Main / New York 2009, S. 47–51.&lt;br /&gt;
* [[Florian Tennstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Blaschko. Das wissenschaftliche und sozialpolitische Wirken eines menschenfreundlichen Sozialhygienikers im Deutschen Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Sozialreform&amp;#039;&amp;#039;, 25. Jahrgang 1979, S. 513–523, S. 600–613, S. 646–667. ([https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2009052727749/1/TennstedtBlaschkoPart1.pdf PDF-Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|289||Blaschko, Alfred|[[Albert Wiedmann]]|121857425}}&lt;br /&gt;
* Lutz Sauerteig: &amp;#039;&amp;#039;Blaschko, Alfred, Dermatovenerologe.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 186.&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Blaschko, Alfred.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hugo Maier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Who is who der Sozialen Arbeit&amp;#039;&amp;#039;. Lambertus, Freiburg 1998, ISBN 3-7841-1036-3, S. 87 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121857425}}&lt;br /&gt;
* Ole Daniel Enersen: {{Webarchiv | url=http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/2429.html | wayback=20241201010057 | text=Alfred Blaschko}} bei whonamedit.com&lt;br /&gt;
* [http://www.agdv.org/downloads/Posteraustellung_2004_FobiWo.pdf Biografie] von der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte der Dermatologie und Venerologie (PDF; 900&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://objekte.jmberlin.de/person/jmb-pers-180580 Objekte zu Alfred Blaschko] in den Sammlungen des [[Jüdisches Museum Berlin|Jüdischen Museums Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121857425|LCCN=n/94/800420|VIAF=880385}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Blaschko, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dermatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leprabekämpfung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1858]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Blaschko, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1858&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Freienwalde (Oder)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. März 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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