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	<title>Alfred Bielschowsky - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Bielschowsky&amp;diff=798733&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nightdiver: Redundanz beseitigt</title>
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		<updated>2026-01-22T14:11:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Redundanz beseitigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Bielschowsky.JPG|mini|Alfred Bielschowsky]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Bielschowsky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Dezember]] [[1871]] in [[Namysłów|Namslau]], [[Landkreis Namslau]]; † [[5. Januar]] [[1940]] in [[New York City|New York]]) war ein [[Deutsches Reich|deutscher]] [[Ophthalmologie|Ophthalmologe]], [[Professur|Professor]] der [[Augenheilkunde]] und [[Geheimer Medizinalrat]]. Er zählt zu den bedeutenden Schielforschern des 20. Jahrhunderts, ist Autor von Veröffentlichungen zum Thema „[[Schielen|Schielbehandlung]]“&amp;lt;ref&amp;gt;A. Bielschowsky: &amp;#039;&amp;#039;Die Lähmungen der Augenmuskeln.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1932.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Mitbegründer der [[Blindenstudienanstalt|Deutschen Blindenstudienanstalt]] in [[Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfred Bielschowsky wurde als Sohn jüdischer Eltern geboren, war aber evangelisch-reformiert getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Katharina Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Bielschowsky (1871–1940). Ein Leben für die Strabologie&amp;#039;&amp;#039;, med. Diss. Egelsbach 1994, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Besuch des königlichen Gymnasiums in [[Kłodzko|Glatz]] studierte er [[Medizin]] an den Universitäten [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Universität Breslau|Breslau]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]]. Promoviert wurde er 1893 in Berlin. Bielschowsky wurde Schüler und Assistent des Ophthalmologie-Professors [[Hubert Sattler (Mediziner)|Hubert Sattler]] an der Leipziger Augenklinik. In dieser Zeit arbeitete Bielschowsky auch im Physiologischen Institut von [[Ewald Hering]], der sich unter anderem mit der Physiologie des Sehens beschäftigte, und entwickelte eine tiefe Freundschaft zu seinem Kollegen [[Emil Krückmann]]. 1900 [[Habilitation|habilitierte]] er sich in Leipzig an der Medizinischen Fakultät für das Fach Augenheilkunde und wurde zum [[Privatdozent]]en ernannt. Seine Ernennung zum außerordentlichen Professor erfolgte 1906. 1907 schrieb er sein Hauptwerk „Die [[Augenbewegung|Motilitätsstörungen der Augen]] nach dem Stande der neuesten Forschungen“ als Beitrag für das „Handbuch der gesamten Augenheilkunde“ von [[Albrecht von Graefe|Graefe]]-Saemisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 erhielt er den Ruf der Medizinischen Fakultät in [[Marburg]] auf den [[Lehrstuhl]] für Augenheilkunde. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war seine ganze Kraft als Arzt für die vielen schwerverwundeten und erblindeten Soldaten gefordert. Er nahm die Herausforderung an und richtete Kurse für [[Kriegsblinder|Kriegsblinde]] ein. 1915 richtete der [[Reserveoffizier]] dort 36 Betten für Soldaten ein, die durch [[Granate|Granatsplitter]] oder [[Giftgas]] [[Blindheit|erblindet]] waren. Ihm war schnell klar, dass die medizinische [[Rehabilitation]] allein nicht ausreichte. So heuerte er den jungen Studenten [[Carl Strehl]] an, der die Kriegsblinden in der – nach dem französischen Pädagogen [[Louis Braille]] benannten – [[Brailleschrift]] unterwies. Bielschowsky, Strehl und weitere [[Honoratioren]] in Berlin gründeten den „Verein blinder Akademiker Deutschlands“ (heute: [[Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf]] e.&amp;amp;nbsp;V.), dessen Ziel die Einrichtung einer Studienanstalt und Bücherei für Blinde war. Nach der Gründung der „Hochschulbücherei, Studienanstalt und Beratungsstelle für blinde Studierende e.&amp;amp;nbsp;V.“ ([[Deutsche Blindenstudienanstalt]]) 1916 war Bielschowsky bis zum 1. April 1923 deren ehrenamtlicher Direktor. Strehl übernahm die Geschäftsführung. Für sein Engagement ehrten ihn [[Generalfeldmarschall]] [[Paul von Hindenburg]] mit dem [[Eisernes Kreuz am weißen Bande|Eisernen Kreuz am weißen Bande]] und [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm II.]] mit dem [[Charakter (Titel)|Charakter]] [[Geheimer Medizinalrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] schloss Bielschowsky sich der liberalen [[Deutsche Staatspartei|Deutschen Staatspartei]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Grüttner, &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Boston 2023, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1923 bis 1934 war er [[Lehrstuhl|Ordinarius]] und Direktor der Augenklinik der [[Universität Breslau]]; auf eigenen Antrag wurde er am 30. September 1934 von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden. Hintergrund waren [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitische]] Studenten-Proteste gegen ihn und die Tatsache, dass sein Name von der Liste der Herausgeber von Graefes Archiv für [[Ophthalmologie]] und dem Zentralblatt der gesamten Ophthalmologie gestrichen wurde. Die politischen Veränderungen zwangen ihn, seine Lehr- und Forschungstätigkeit in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]] fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA waren seine wissenschaftlichen und didaktischen Qualitäten sehr gefragt. Eigens für ihn richtete man 1937 in [[Hanover (New Hampshire)]] am [[Dartmouth College]] das &amp;#039;&amp;#039;Dartmouth Eye Institut&amp;#039;&amp;#039; ein, wo er bis zu seinem Tod erfolgreich forschte und lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeber ==&lt;br /&gt;
* [[Trochlearisparese#Bielschowsky-Kopfneigetest|Bielschowsky-Kopfneigetest]] bei Trochlearisparese&lt;br /&gt;
* [[Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie]]&lt;br /&gt;
* Bielschowsky-Haus in [[Marburg]], Rehabilitationseinrichtung für Sehgeschädigte ([[Blindenstudienanstalt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|227||Bielschowsky, Alfred|[[Leo Norpoth]]|119225476}}&lt;br /&gt;
* Angelika Katharina Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Bielschowsky (1871–1940) Ein Leben für die Strabologie&amp;#039;&amp;#039;. Inaugural-Dissertation des Fachbereichs Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität, Gießen (Druck genehmigt im Oktober 1994), Deutsche Hochschulschriften ISBN 3-8267-1042-8, Verlag Hänsel-Hohenhausen Egelsbach-Frankfurt-Washington&lt;br /&gt;
* [[Werner E. Gerabek]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Bielschowsky.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner  (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 176.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bielschowsky, Alfred&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 105.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bielschowsky, Alfred&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Peter Voswinckel]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte der letzten fünfzig Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Band III: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge und Ergänzungen. Abu-Korn&amp;#039;&amp;#039;. Olms – Weidmannsche Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 2002, ISBN 978-3-487-11659-4, S. 122 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bielschowsky, Alfred&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter/Oldenbourg, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-123678-0, S. 59.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bielschowsky.de/ Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119225476}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Bielschowsky_735}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|bielschowsky_a|W|1900|W|1912}}&lt;br /&gt;
* [http://www.marburgnews.de/2002/mn-soz01.php?tag=12 BliStA ehrte Bielschowsky. Aus &amp;quot;marburgnews&amp;quot; von Franz-Josef Hanke]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=119225476|titel=Bielschowsky, Alfred|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119225476|LCCN=n/2003/128896|VIAF=52494423}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bielschowsky, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augenarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strabologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Medizinalrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes am weißen Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bielschowsky, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schielforscher (Augenheilkunde)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Dezember 1871&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Namysłów|Namslau]], [[Landkreis Namslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nightdiver</name></author>
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