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	<title>Alfred Agostinelli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Agostinelli&amp;diff=472591&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Equord am 26. Januar 2026 um 22:06 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Agostinelli et sa famille vers 1905.jpg|mini|hochkant|Alfred Agostinelli (rechts stehend) mit seinem Vater und seinem Bruder (um 1905)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Agostinelli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Oktober]] [[1888]] in [[Monaco]]; † [[30. Mai]] [[1914]] in [[Antibes]]) war ein monegassischer Mechaniker und der Chauffeur und Sekretär des Schriftstellers [[Marcel Proust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agostinelli arbeitete als Fahrer für das von Prousts Schulfreund [[Jacques Bizet]] geführte Taxi-Unternehmen des Autoherstellers [[Automobiles Unic]]. Er begegnete Proust erstmalig im Sommer 1907 in [[Cabourg]] und fuhr ihn 1907 und 1908 bei zahlreichen Ausflügen in die umliegende [[Normandie]], die Proust zu den im [[Le Figaro|Figaro]] erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Reiseeindrücken im Automobil&amp;#039;&amp;#039; anregten. Anlässlich eines Ausflugs nach [[Houlgate]] bestieg Proust spontan einen Zug nach Paris und nahm Agostinelli für ein paar Tage mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 bat Agostinelli Proust um Fürsprache bei der Bewerbung seiner Geliebten Anna Square (die er als seine Frau vorstellte) beim [[Théâtre des Variétés]] in Paris. 1913 bat Agostinelli Proust darum, ihn als Chauffeur einzustellen. Da der Schriftsteller bereits ein Haushälterehepaar, die Albarets, hatte und Odilon Albaret als sein Chauffeur diente, bot Proust ihm an, sein Sekretär zu werden. Er quartierte ihn und dessen Lebensgefährtin bei sich ein. Proust beauftragte Agostinelli, den entstehenden ersten Band seiner Romanfolge &amp;#039;&amp;#039;[[Auf der Suche nach der verlorenen Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Schreibmaschine]] abzuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Bales: &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge Companion to Proust&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S.&amp;amp;nbsp;68 ([https://books.google.de/books?id=3wUJrpuzobwC&amp;amp;pg=PA68&amp;amp;dq=Alfred+Agostinelli&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IsgrUdeuJ5OP4gTc3YHYAg#v=onepage&amp;amp;q=Alfred%20Agostinelli&amp;amp;f=false Online] bei [[Google Books]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung mit Proust entwickelte sich ab Herbst 1913 [[Homosexualität|homoerotisch]] und verlief stürmisch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Agostinelli, Alfred&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Briefe&amp;#039;&amp;#039;: zwei Bände / Marcel Proust, hrsg. von Jürgen Ritte, Band 2: Briefe 1914–1922, S. 1367, ISBN 978-3-518-42540-4&amp;lt;/ref&amp;gt; Proust verarbeitete seine Beziehung mit Agostinelli später in seinen Romanen. Der kluge und sensible Agostinelli ist das Vorbild für die Proustsche Romanfigur &amp;#039;&amp;#039;Albertine&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Meindert Evers: &amp;#039;&amp;#039;Proust und die ästhetische Perspektive: Eine Studie über ‚A la Recherche du Temps Perdu‘&amp;#039;&amp;#039;, Königshausen &amp;amp; Neumann, 2004, S.&amp;amp;nbsp;82 ([https://books.google.de/books?id=i5r7ecMTWlsC&amp;amp;pg=PA82&amp;amp;dq=Alfred+Agostinelli&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IsgrUdeuJ5OP4gTc3YHYAg#v=onepage&amp;amp;q=Alfred%20Agostinelli&amp;amp;f=false Online] bei Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1913 publizierte der Verlag &amp;#039;&amp;#039;Éditions Bernard Grasset&amp;#039;&amp;#039; den von Agostinelli ins Typoskript gebrachten ersten Band der Romanfolge unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Du côté de chez Swann&amp;#039;&amp;#039;. Anfang Dezember 1913 verschwand Agostinelli plötzlich. Proust erfuhr nach einiger Zeit, dass er zu seinem Vater nach [[Monaco]] gereist war. Wie sich herausstellte, hatte er auf der Reise das Pseudonym „Marcel Swann“ verwendet. Proust entsandte seinen Freund und Finanzberater Albert Nahmias (1886–1979), um Agostinelli jeden gewünschten Lohn anzubieten, falls er nur zurückkäme. Doch der damals 25-jährige leidenschaftliche [[Geschichte des Automobils|Automobilist]] hatte seine Begeisterung für die ersten marktgängigen [[Geschichte der Luftfahrt#Armand Dufaux|Flugzeug-Prototypen]] entdeckt und wollte lieber Flugstunden auf dem &amp;#039;&amp;#039;Aérodrome de la Grimaude&amp;#039;&amp;#039; nehmen. Proust erwog nun sogar, Agostinelli eines jener leichten Flugzeuge von [[René Hanriot]] zu kaufen, auf denen dieser lernte. Er hätte es mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Le vierge, le vivace et le bel aujourd&amp;#039;hui...&amp;#039;&amp;#039; (das jungfräuliche, das lebhafte und das schöne Heute) versehen, dem Zitat aus einem Gedicht von [[Stéphane Mallarmé]]. Doch blieb keine Zeit, dieses Vorhaben zu verwirklichen: Agostinelli stürzte am 30.&amp;amp;nbsp;Mai 1914 bei seinem zweiten Alleinflug vor der Küste von [[Antibes]] unter den Augen seiner Verlobten und seines Bruders aus nur 200&amp;amp;nbsp;m Höhe ab, als er in einer Kurve das Flugzeug um 90 Grad drehte und „auf den Innenflügel stellte“, wobei er vermutlich die Orientierung verlor und das Steuer falsch betätigte. Als das Flugzeug dann kurz auf dem Wasser schwamm, kletterte er nicht aus seinem Sitz, rief nur mit Handzeichen um Hilfe und versank mit der Maschine.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://shs-cairn-info.acces.bibl.ulaval.ca/un-amour-de-proust--9782382921142-page-359?lang=fr Jean-Marc Quaranta: &amp;#039;&amp;#039;L’accident&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde auf dem &amp;#039;&amp;#039;Cimetière de Caucade&amp;#039;&amp;#039; in [[Nizza]] begraben, wo sein Grab noch heute zu sehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd-Jürgen Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zu Marcel Prousts &amp;quot;Auf der Suche nach der verlorenen Zeit&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, S. 24 [https://books.google.de/books?id=rNI3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT24 ]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche Zeitungen berichteten international über diesen Absturz, doch ohne Erwähnung des damals noch kaum bekannten Proust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proust verfiel in eine tiefe Depression, doch bald begann er, die Romanfolge um eine Liebesgeschichte des Ich-Erzählers mit &amp;#039;&amp;#039;Albertine&amp;#039;&amp;#039; zu ergänzen. Diese im Lauf der Kriegsjahre von 1914 bis 1918 stark anwachsende Geschichte erschien dann später unterteilt in die beiden Romanbände &amp;#039;&amp;#039;La prisonnière&amp;#039;&amp;#039; (Die Gefangene) und &amp;#039;&amp;#039;Albertine disparue&amp;#039;&amp;#039; (Die Entflohene). Auch fügte er die neue Figur der &amp;#039;&amp;#039;Albertine&amp;#039;&amp;#039;, ankündigend, in die bereits geschriebenen Entwürfe für die Bände &amp;#039;&amp;#039;À l’ombre des jeunes filles en fleurs&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Le côté de Guermantes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sodome et Gomorrhe&amp;#039;&amp;#039; ein. Auch die spontane Fahrt nach Paris von 1907 wird vom Ich-Erzähler mit Albertine nachvollzogen, am Ende des Bandes &amp;#039;&amp;#039;Sodom und Gomorra&amp;#039;&amp;#039;. Das erste Auftreten Albertines lässt Proust im zweiten Band, &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten junger Mädchenblüte&amp;#039;&amp;#039;, stattfinden, wo Albertine in einer Gruppe befreundeter Mädchen erscheint, wobei Proust eine solche Episode bereits seit längerem skizziert und schon im Frühjahr 1913 in den Entwurf des Bandes einbezogen hatte. Doch erfolgte nun die genauere Ausgestaltung dieser Figur und ihrer Beziehung zum Ich-Erzähler nach Agostinellis Vorbild. Bei den Romanen über Albertine handelt es sich um die autobiographischsten Teile der Romanfolge.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre-Louis Rey, Vorwort zur Folio-Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;À l’ombre des jeunes filles en fleurs&amp;#039;&amp;#039;, [[Gallimard]], 1987/1988&amp;lt;/ref&amp;gt; Die noch nicht final überarbeiteten beiden Bände der Geschichte über Albertine erschienen erst nach Prousts Tod (1922): &amp;#039;&amp;#039;La prisonnière&amp;#039;&amp;#039; 1923, &amp;#039;&amp;#039;Albertine disparue&amp;#039;&amp;#039; 1925. Der Schlussband &amp;#039;&amp;#039;Le Temps retrouvé&amp;#039;&amp;#039; (Die wiedergefundene Zeit) erschien erst 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean-Yves Tadié: &amp;#039;&amp;#039;Marcel Proust&amp;#039;&amp;#039;. Gallimard, Paris 1996, ISBN 2-07-073240-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dailymotion.com/video/xhv8h9#.USvHejfKA9U Vortrag über Proust und Agostinelli] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125766462X|LCCN=no2016008872|VIAF=267145542798996641889}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Agostinelli, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Marcel Proust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Agostinelli, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Chauffeur und Sekretär Marcel Prousts&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Oktober 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Monaco]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Antibes]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Equord</name></author>
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