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	<title>Alfonso de Castro - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jesi: /* Leben */ lf</title>
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		<updated>2026-03-18T16:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Theologen Alfonso de Castro. Zum Kolonialverwalter siehe [[Afonso de Castro]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfonso de Castro.jpg|mini|Alfonso de Castro, Statue in Zamora]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfonso de Castro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Franziskaner (OFM)|OFM]] (* [[1495]] in [[Zamora (Spanien)|Zamora]]; † [[1558]] in [[Brüssel]]), auch bekannt unter &amp;#039;&amp;#039;Alphonsus a Castro&amp;#039;&amp;#039;, war ein franziskanischer Theologe und Jurist. Er gehört zur Gruppe der Theologen-Juristen der [[Spanische Spätscholastik|Spanischen Spätscholastik]] oder [[Schule von Salamanca]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfonso de Castro trat mit 15 Jahren dem Orden der [[Franziskanische Orden|Franziskaner]] bei und erwarb sich den Ruf eines guten Predigers. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in der [[Universität Alcalá (1499–1836)|Universität von Alcalá]] wurde er Professor an der [[Universität von Salamanca]], wo er neben [[Luis de Carvajal (Theologe)|Luis Carvajal]] und [[Francisco de Vitoria]] die „Renaissance der Theologie“ begründete. 1532 trat er in Brügge gegen die lutherische Doktrin ein. Das gleiche Anliegen verfolgte er mit seiner Tätigkeit als Berater [[Karl V. (HRR)|Karls V.]] und [[Philipp II. (Spanien)|Philipps.&amp;amp;nbsp;II.]] Durch sein Engagement auf dem [[Konzil von Trient]] 1545–47 und 1551–52 wurde er zum Verfechter der spanisch-kaiserlichen Interessen und des katholischen Glaubens gegen die [[Martin Luther|Lutheraner]]. Philipp&amp;amp;nbsp;II., den Castro 1553/54 nach England zur Hochzeit begleitet hatte, machte ihn Ende 1557 zum Erzbischof von [[Santiago de Compostela]], doch Castro trat dieses Amt nicht an. In den letzten Lebensjahren wirkte Castro als Prediger in [[Antwerpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
In seinen Werken widmet sich Castro vor allem der strafrechtlichen Verteidigung des „wahren Glaubens“. Dabei kam Castro die Unabhängigkeit seines Ansatzes zugute. Das [[Strafrecht]] erhielt durch ihn erhebliche systematische Impulse, so dass er in der spanischen Literatur als Begründer des Strafrechts – &amp;#039;&amp;#039;padre y fundador del Derecho Penal&amp;#039;&amp;#039; – gilt. Außerhalb Spaniens ist Castro bisher nahezu unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, &amp;#039;&amp;#039;Adversus omnes haereses libri XIV&amp;#039;&amp;#039; (Paris 1534, Antwerpen 1556), stellt eine alphabetische Enzyklopädie der [[Häresie]] dar, in dem mehr als 400 Arten aufgezählt werden. Das Werk wurde zur Grundlage der Häresieverfolgung und noch 1712 ins Französische übersetzt. 1537 und 1540 veröffentlichte Castro zwei Bücher &amp;#039;&amp;#039;Sermones&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das 1547 in Salamanca erschienene, Karl V. gewidmete Werk &amp;#039;&amp;#039;De iusta haereticorum punitione libri III&amp;#039;&amp;#039; wurde Castro so bekannt, dass er „Geißel der Ketzer“ (&amp;#039;&amp;#039;azote de herejes&amp;#039;&amp;#039;) genannt wurde. Mit theologischen und juristischen Grundsätzen bestimmt er darin die gerechte Mitte zwischen pharisäischer Verdammung und feiger Duldung der Häresie, die Art der Rückkehr zum wahren Glauben, die Strafe der Hartnäckigkeit und die sozioreligiösen Gründe für die Häresie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gleichstellung von [[Magie]] und Häresie beschäftigt sich Castro in seinem Kurzkommentar zum Malleus maleficarum ([[Hexenhammer]]), &amp;#039;&amp;#039;De impia sortilegarum, Maleficarum, &amp;amp; Lamiarum haeresi, earumque punitione Opusculum&amp;#039;&amp;#039; (Lyon 1568). Castro zufolge ist die Magie eine Häresie und wie diese mit dem Feuertod zu bestrafen. Kern des Vorwurfs ist der Pakt mit dem Dämon, der dem katholischen Glauben widerspricht, indem der Magier den Dämon und nicht Christus anbetet und ihm die Macht über seinen Willen anbietet. Castro steht aber auf dem gemäßigten Standpunkt des kanonischen Rechts ([[Canon episcopi]]), wie ihn im 16. Jahrhundert viele Theologen und Juristen vertraten. Der Teufel ist danach kein körperliches Wesen, sondern nur ein Geistwesen. Entsprechend sind Teufelspakt, Teufelscoitus und Hexensabbat nur in der Vorstellung, aber nicht in der Realität vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Castros strafrechtliches Hauptwerk dürfen schließlich die 1550 in Salamanca veröffentlichen &amp;#039;&amp;#039;De potestate legis poenalis libri duo&amp;#039;&amp;#039; (Nachdruck Madrid 1961) gelten, in denen er sich eingehend mit dem Begriff des Strafgesetzes, mit Natur und Zweck der [[Strafe]] und mit den Beziehungen zwischen Delikt und Strafe auseinandersetzt. Castro entwickelt darin nicht nur das strafrechtliche [[Analogieverbot]] und den Grundsatz einschränkender Auslegung, sondern spitzt in der ihm eigenen Radikalität den Begriff der Strafe (poena) ganz auf die Schuldstrafe zu und stattet ihn erstmals mit einem sittlichen Tadel aus. Dieser moraltheologisch gefärbte Strafbegriff gelangte über [[Martin de Azpilcueta]] und [[Diego de Covarrubias y Leyva]] ins kanonische Recht und von dort ins weltliche Strafrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Castros Tode wurden die gesammelten Werke 1565 in Paris in vier Bänden herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Deutsche Literatur ===&lt;br /&gt;
* Harald Maihold: &amp;#039;&amp;#039;Castro, Alfonso de&amp;#039;&amp;#039;. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Maihold: {{Webarchiv|url=http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/9933/ |wayback=20131004215825 |text=&amp;#039;&amp;#039;Castro, Alfonso de&amp;#039;&amp;#039;}}, auf historicum.net, 27. August 2013, abgerufen am 30. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harald Maihold: &amp;#039;&amp;#039;Strafe für fremde Schuld? Die Systematisierung des Strafbegriffs in der Spanischen Spätscholastik und Naturrechtslehre&amp;#039;&amp;#039;. Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2005.&lt;br /&gt;
* Harald Maihold:  &amp;#039;&amp;#039;Systematiker der Häresien – Erinnerung an Alphonso de Castro (1492-1558)&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte, Kan. Abt. 118 (2001), S. 523ff.&lt;br /&gt;
* [[Daniela Müller (Kirchenhistorikerin)|Daniela Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Ketzerei und Ketzerbestrafung im Werk des Alfonso de Castro&amp;#039;&amp;#039;, in: Frank Grunert und Kurt Seelmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnung der Praxis. Neue Studien zur Spanischen Spät-Scholastik&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 2001, S. 333ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanische Literatur ===&lt;br /&gt;
* Eloy Bullón y Fernández: &amp;#039;&amp;#039;Alfonso de Castro y la ciencia penal&amp;#039;&amp;#039;, Madrid 1900.&lt;br /&gt;
* Santiago Castillo Hernández: &amp;#039;&amp;#039;Alfonso de Castro y el problema de las leyes penales, o, la obligatoriedad moral de las leyes humanas&amp;#039;&amp;#039;, Salamanca 1941.&lt;br /&gt;
* Manuel de Castro: &amp;#039;&amp;#039;Fr. Alfonso de Castro, O.F.M. (1495-1558), consejero de Carlos V y Felipe II&amp;#039;&amp;#039;, in: Salmanticensis 6 (1958), S. 281–322.&lt;br /&gt;
* Odilo Gómez Parente: &amp;#039;&amp;#039;Hacia el cuarto centenario de Fray Alfonso de Castro, fundador del derecho penal (1558-1958). Conferencia pronunciada el 26 de Marzo de 1957, en la casa de Zamora de Madrid&amp;#039;&amp;#039;, Madrid (1958).&lt;br /&gt;
* Andres de la Mañaricua Neure: &amp;#039;&amp;#039;La obligatoriedad de la ley penal en Alfonso de Castro&amp;#039;&amp;#039;, in: Revista Española de Derecho Canónico 4 (1949), S. 35ff.&lt;br /&gt;
* José María Navarrete Urieta: &amp;#039;&amp;#039;Alfonso de Castro y la ley penal&amp;#039;&amp;#039;, in: Revista de la Escuela de Estudios Penitenciarios 141 (Madrid 1959), S. 1405ff.&lt;br /&gt;
* Teodoro Olarte: &amp;#039;&amp;#039;Alfonso de Castro (1495-1558). Su vida, su tiempo y sus ideas filosóficas-jurídicas&amp;#039;&amp;#039;, San José, Costa Rica, 1946.&lt;br /&gt;
* Marcelino Rodríguez Molinero: &amp;#039;&amp;#039;Origen español de la ciencia del Derecho penal, Alfonso de Castro y su sistema penal&amp;#039;&amp;#039;, Madrid 1959.&lt;br /&gt;
* Domingo Savall: &amp;#039;&amp;#039;Fray Alfonso de Castro (1495-1558). La orientación voluntarista de su Derecho Penal&amp;#039;&amp;#039; in: Archivo Ibero-Americano 38 (1935), S. 240ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Enciclopedia Universal Ilustrada Europeo-Americana&amp;#039;&amp;#039;, Bilbao, Madrid, Barcelona 1905–30, tom. XII, S. 877.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/03415a.htm|Alphonsus de Castro|Autor=Stephen Donovan|Band=3}}&lt;br /&gt;
* [http://poesiadelmomento.com/hispanica/39teologia.html#Alfonso%20de%20C Hispánica]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100075258|LCCN=n/87/855731|VIAF=54275063}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Castro, Alfonso de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (kanonisches Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franziskaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Salamanca)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1495]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1558]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Castro, Alfonso de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Castro, Alphonsus a&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Theologen-Jurist der spanischen Spätscholastik oder Schule von Salamanca&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1495&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zamora (Spanien)|Zamora]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1558&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brüssel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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