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	<title>Alfons von Boddien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Erichsohn: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-01-31T07:54:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Album der deutschen National-Versammlung (1849) 109.jpg|mini|Alfons von Boddien]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Ludwig Eduard Alfons von Boddien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Alphons&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Februar]] [[1802]] in [[Ludwigslust]]; † [[31. Januar]] [[1857]] in [[Gleiwitz]]) war ein deutscher [[Offizier]], Karikaturist und Mitglied der [[Frankfurter Nationalversammlung]] 1848/49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfons von Boddien war der Sohn des großherzoglichen Adjutanten und späteren [[Generalmajor]]s [[Johann Caspar von Boddien]] und dessen Frau Henriette, geborene [[Dewitz (Adelsgeschlecht)|von Dewitz]]. Er war das älteste von fünf Geschwistern. Nach erstem Schulunterricht zu Hause kam er 1815 auf das [[Franckesche Stiftungen|Pädagogium]] in [[Halle (Saale)]]. Schon als Schüler zeigte er Talent für Malerei und Poesie. Er schlug jedoch die Offizierslaufbahn ein und wurde am 10.&amp;amp;nbsp;April 1818 [[Leutnant|Sekondeleutnant]] in der [[Großherzoglich Mecklenburgisches Grenadier-Regiment Nr. 89|Großherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Garde]]. Nach acht Jahren nahm er seinen Abschied aus mecklenburgischen Diensten  und wurde, nachdem er im November 1827 das preußische Offizierexamen abgelegt hatte, als Sekondeleutnant in das [[2. Garde-Ulanen-Regiment]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 kam er als [[Oberleutnant|Premierleutnant]] in das [[Ulanen-Regiment „von Katzler“ (Schlesisches) Nr. 2|2. Ulanen-Regiment]] und wurde am 22.&amp;amp;nbsp;Januar 1847 [[Rittmeister]] und [[Eskadronchef|Chef]] einer [[Eskadron]] in [[Pszczyna|Pleß]]. Als im Herbst 1847 in [[Oberschlesien]] [[Fleckfieber|Hungertyphus]] ausbrach, wurde Boddien zum Militärkommissar für die Kreise [[Kreis Rybnik|Rybnik]] und [[Kreis Pleß|Pleß]] ernannt und organisierte die Hilfsmaßnahmen des preußischen Militärs. Im Februar 1848 rückte das 2.&amp;amp;nbsp;Ulanen-Regiment infolge der Revolution in [[Krakau]] ein. Nach der Unterdrückung der Revolution durch russische, österreichische und preußische Truppen wurde Boddien zur Teilnahme an der Untersuchungskommission unter dem österreichischen Feldmarschall-Lieutenant [[Heinrich Graf Castiglioni]] (1790–1853) abgeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1848 wurde er vom Wahlkreis 34 in Schlesien (Kreis Pleß) fast einstimmig zum Mitglied der Nationalversammlung in Frankfurt am Main gewählt. Hier gehörte er der konservativen [[Café Milani|Café-Milani]]-Fraktion an und hat sich weniger durch seine nicht sehr zahlreichen Redebeiträge, sondern eher durch seine zahlreichen Karikaturen einen Namen gemacht, mit denen er die Beratungen der Nationalversammlung und ihre Abgeordneten aufs Korn nahm. In Selbst-Karikaturen zeichnete er sich als &amp;#039;&amp;#039;Nationalpinsel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Reichspinsel&amp;#039;&amp;#039;. [[Eduard Fuchs (Kulturwissenschaftler)|Eduard Fuchs]] sagt über ihn: &amp;#039;&amp;#039;Boddien war kein Künstler, sondern nur ein mäßiger Dilettant, aber er hatte sehr viel und mitunter gar nicht üble witzige Einfälle.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Die Karikatur der europäischen Völker.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, München: Langen 1921, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinen bekanntesten und am meisten verbreiteten Karikaturen zählt &amp;#039;&amp;#039;Drei deutsche Professoren entwerfen den Entwurf des Entwurfs für die Verfassung des deutschen Reichsheeres&amp;#039;&amp;#039;, in der die angebliche Umständlichkeit und Langwierigkeit der Verhandlungen der Frankfurter Nationalversammlung karikiert wird. Diese Karikatur &amp;#039;&amp;#039;wurde vor allem nach dem Scheitern der Revolution als gelungene graphische Formulierung der Kritik am weltfremden „Professorenparlament“ voll unpraktischer Theoretiker geschätzt und deshalb häufig in historischen Darstellungen reproduziert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/dienstorte/rastatt/imageberatung_bild1_professoren.pdf | wayback=20160304194122 | text=Infoblatt des Bundesarchivs, Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Rastatt}} (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB) zur Karikatur Boddiens&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Datei:BoddienAPinsel.jpg|Selbst&amp;amp;shy;karikatur als &amp;#039;&amp;#039;National&amp;amp;shy;pinsel&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Spricht sehr wenig, sitzt rechts und pinselt links&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Datei:Reichskanarienvogel.png|[[Gustav Adolph Rösler]] als &amp;#039;&amp;#039;Reichs&amp;amp;shy;kanarienvogel&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Singt wenig - spricht viel - lebt von Diäten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Datei:BoddienBlumFrz.jpg|Karikatur auf [[Robert Blum]]s Ansichten zur Frankreich-Politik: &amp;#039;&amp;#039;Sir Robert ergreift die dargereichte Bruderhand. - In Folge dessen lößt sich sofort die ganze französische Armee auf.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Datei:DreideutscheProfessoren.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Drei deutsche Professoren entwerfen den Entwurf des Entwurfs für die Verfassung des deutschen Reichsheeres&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab August 1848 wurde Boddien zur Dienstleistung ins Reichs-Kriegsministerium abkommandiert. Am 18.&amp;amp;nbsp;September 1848 schloss er sich beim [[Septemberrevolution 1848|Frankfurter Aufstand]] in Zivilkleidung den einrückenden Darmstädter Truppen bei der Niederschlagung des Aufstands an. Von der [[Freie Stadt Frankfurt|Freien Stadt Frankfurt]] erhielt er als Dank einen Ehrensäbel mit der Aufschrift: „Dem braven Rittmeister v. Boddien — die dankbare Stadt Frankfurt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1848 ernannte ihn König [[Friedrich Wilhelm IV.]] zu seinem [[Flügeladjutant]]en und, nachdem sich Boddien 1849 dem Feldzug zur Niederschlagung der [[Badische Revolution|Badischen Revolution]] angeschlossen hatte, mit Wirkung vom 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1850 zum [[Major]]. Am 17.&amp;amp;nbsp;März 1853 wurde er zum Kommandeur des 2.&amp;amp;nbsp;Ulanen-Regiments und am 20.&amp;amp;nbsp;März 1853 zum [[Oberstleutnant]] ernannt. Im Februar 1856 erlitt er einen schweren Dienstunfall, als sich sein Pferd überschlug. Er erholte sich noch einmal und kehrte im Oktober mit gleichzeitiger Beförderung zum [[Oberst]] in den Dienst zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Alfons von Boddien.jpg|mini|Grabmal Alfons von Boddien in Gleiwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig später, im Januar 1857, starb er jedoch nach kurzer Krankheit an Nervenfieber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Er heiratete 10. November 1835 Mathilde von Poremski (* 1815), eine Tochter des Gutsherren von Poremski auf Orwontowitz. Aus der Ehe ging die Tochter Harriet (* 1842) hervor, die 1862 den späteren [[Oberst]] und Kommandeur des Infanterie-Regiment Nr. 94 [[Julius von Bessel|Julius (Anton Karl) von Bessel]] († 5. Oktober 1870) heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Königlich Preußischer St. Johanniter-Orden]] 1848, damit ab 1852 [[Johanniterorden|Ehrenritter des Johanniterordens]]&lt;br /&gt;
* Ritterkreuz des [[Orden vom Zähringer Löwen|Ordens vom Zähringer Löwen]]&lt;br /&gt;
* Ritterkreuz des [[Guelphen-Orden]]s&lt;br /&gt;
* Komtur II. Klasse des [[Herzoglich Sachsen-Ernestinischer Hausorden|Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens]] mit Schwertern&lt;br /&gt;
* [[Militär-Gedächtnis-Medaille von 1849 (Baden)|Militär-Gedächtnis-Medaille von 1849]]&lt;br /&gt;
* Komtur II. Klasse des [[Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden]]s im August 1849&lt;br /&gt;
* [[Roter Adlerorden]] IV. Klasse mit Schwertern im September 1849&lt;br /&gt;
* Kommandeur II. Klasse des [[Orden Heinrichs des Löwen|Ordens Heinrichs des Löwen]]&lt;br /&gt;
* Ritterkreuz des [[Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden|Ö.-k-. Leopold-Ordens]]&lt;br /&gt;
* Roter Adlerorden III. Klasse am 4. März 1852&lt;br /&gt;
* [[Sankt-Stanislaus-Orden]] II. Klasse mit der Krone im Juni 1852&lt;br /&gt;
* [[Russischer Orden der Heiligen Anna]] II. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer Abgeordneten zur constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; - Frankfurt am Main: Jügel, 1848–1849. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-390 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Johanniter-Orden. Nekrolog. Der Ehrenritter von Boddien.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Clemens von Pinto|Clemens Graf Pinto]]: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Revue. Social-politsche Wochenschrift&amp;#039;&amp;#039;. Achter Band (1857), F. Heinicke, Berlin 1857, [https://books.google.de/books?id=YhIbAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA474#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;474–476.]&lt;br /&gt;
* [[Moritz Maria Weittenhiller|Moritz Maria von Weittenhiller]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1878.&amp;#039;&amp;#039; Dritter Jahrgang, Buschak &amp;amp; Irrgang, Brünn / Wien 1877, [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8221043 S. 64.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|236409255}}&lt;br /&gt;
* [http://s522097707.online.de/fnv_db/fnv_db.php Datenbank der Mitglieder der preußischen Nationalversammlung, BIORAB-Frankfurt] (der genaue Datensatz muss mit der Suchfunktion ermittelt werden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103105840|VIAF=57018197|LCCN=nb/2013/019878}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boddien, Alfons von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Guelphen-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Komtur II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militär-Karl-Friedrich-Verdienstordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Königlich Preußischen St. Johanniterordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karikaturist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Boddien|Alfons]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1802]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boddien, Alfons von &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boddien, Alphons von; Boddien, Friedrich Ludwig Eduard Alfons von (vollständiger Name); Boddien, Friedrich Ludwig Eduard Alphons von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Offizier und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Februar 1802&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ludwigslust]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Januar 1857 &lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gleiwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erichsohn</name></author>
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