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	<title>Alexis Langer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T17:30:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexis_Langer&amp;diff=2229935&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: Bildunterschrift ergänzt</title>
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		<updated>2024-03-25T15:06:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildunterschrift ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexis Langer.jpg|mini|Alexis Langer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wrocław Krupnicza 13(2) sm.jpg|mini|Pokoyhof in Breslau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Michaeliskirche - Turmergänzung (Breslau, 1869).jpg|mini|St. Michael, Breslau, nach dem Turmeinsturz (1869)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexis Langer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1825]] in [[Oława|Ohlau]], [[Schlesien]]; † [[21. September]] [[1904]] in [[Breslau]]) war ein deutscher [[Architekt]] der [[Neugotik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Alexis Langer entstammte einer evangelischen Familie. Da die Familie nicht die finanziellen Mittel für eine gymnasiale Ausbildung und ein Studium hatte, begann er mit 14 Jahren eine Maurerlehre in seiner Heimatstadt Ohlau. Ab 1840 war er in [[Kłodzko|Glatz]] tätig. Als Vorbereitung für seine Meisterprüfung besuchte er von 1845 bis 1846 die Königliche Bau-, Kunst- und Handwerkschule in Breslau und erhielt 1848 in Glatz seinen Meisterbrief. Als Maurermeister kam er wieder nach Breslau, wo er bis 1852 bei verschiedenen Architekten arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielawa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1852 führte Langer mit einem neugotischen Eckgebäude für den Pokoyhof in Breslau seinen ersten eigenen Entwurf aus. Bei dem Wettbewerb für die [[Votivkirche (Wien)|Votivkirche]] in [[Wien]] 1855 machte er sich durch eine Auszeichnung einen Namen. Mit der neuen Kirche in Thule plante er seinen ersten Kirchenbau für das [[Erzbistum Breslau|Bistum Breslau]]. Daraufhin wurde er für viele weitere Kirchenbauprojekte herangezogen und fand im Fürstbischof Bischof [[Heinrich Förster (Bischof)|Heinrich Förster]] einen wichtigen Förderer. Bischof Förster entwickelte in seiner Regierungszeit eine große Bautätigkeit und wollte dem vorherrschenden Rundbogenstil im protestantischen Preußen eine eigenständige, selbstbewusste katholische Kirchenarchitektur entgegenstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZK&amp;quot; /&amp;gt; 1858 zur katholischen Konfession konvertiert,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielawa&amp;quot; /&amp;gt; stieg der Maurermeister Langer mit seiner prägnanten Umsetzung des neugotischen Stils zum inoffiziellen Diözesanarchitekten auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZK&amp;quot; /&amp;gt; 1862 wurde Alexis Langer mit dem Prestigeprojekt der Michaeliskirche in Breslau betraut. Als größter Kirchenbau in Breslau seit der Barockzeit wurde sie ausschließlich aus Kirchenmitteln finanziert und sollte ein Zeichen der Stärke im [[Kulturkampf]] setzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZK&amp;quot; /&amp;gt; Zur gleichen Zeit entstand in Langenbielau ein weiterer mächtiger Sakralbau, den Langer kreuzförmig und mit einem Frontturm konzipierte, der mit einer Höhe von 101 Metern zum zweithöchsten Schlesiens wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1868 kam es aufgrund eines Konstruktionsfehlers zum Einsturz des Nordturms der fertiggestellten Doppelturmfassade der Michaeliskirche, worauf Langer die Bauleitung entzogen und [[Carl Johann Lüdecke]] übertragen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hydral&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Turmeinsturz erhielt Langer keine neuen Aufträge von der Kirche mehr. Seine weitere Tätigkeit beschränkte sich auf Arbeiten für [[Kurt von Ohlen und Adlerskron]] in Osseg sowie Kirchenbauten außerhalb Schlesiens in der [[Provinz Posen]]. Erst zur Jahrhundertwende konnte er mit der großen Schutzengelkirche in [[Wałbrzych|Waldenburg]] wieder einen Kirchenbau auf schlesischem Boden ausführen. Langer verstarb kurz nach der Fertigstellung und Weihe der Kirche 1904.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexis Langer wurde auf dem Laurentiusfriedhof in Breslau bestattet. Das Grab ist nicht mehr erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielawa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil ==&lt;br /&gt;
Studienreisen zu den wichtigen deutschen gotischen Bauten, darunter vor allem zur [[Kölner Dom]]baustelle begründeten seine Nähe zur deutschen Romantik und zu Lehren [[August Reichensperger]]s von der „Zukünftig“. Alexis Langer ging es nicht um eine formale Nachahmung der gotischen Vorbilder, sondern um eine Neuinterpretation und Vervollkommnung der mittelalterlichen Gotik. Die rheinische Gotik und die schlesische Backsteingotik mit ihren Springgewölben waren dabei prägend für sein Werk.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZK&amp;quot; /&amp;gt; Vor allem seine Dorfkirchen zeichnen sich durch extreme Betonung der Vertikalen aus. Die schlanken, oft stark bildhauerisch herausgearbeiteten Kirchtürme und die ungewohnt schmal proportionierten Chöre verleihen den Bauten eine pittoreske Erscheinung. Dabei nutzte er als Baumaterial fast ausschließlich Backstein. Dabei wurden die reichen Bauplastiken in Werkstein, häufiger noch in Formstein gefertigt. Sein [[Namenszeichen]] lehnte er an das [[Albrecht Dürer]]s&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielawa&amp;quot; /&amp;gt; an. Als Steinplastik ausgeführt, vervollständigte es die komplexe Symbolik in seinen Sakralbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ząbkowice Śląskie town hall.jpg|mini|Rathaus von Frankenstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ascension Church in Bielawa P7171671.jpg|mini|Der Kirchturm in Langenbielau ist 101 Meter hoch]]&lt;br /&gt;
* 1853, einige Bauten des Pokoyhofs in [[Breslau]]&lt;br /&gt;
* 1854–1857, Pfarrkirche der hl. Maria Schmerzensmutter in [[Thule (Groß Lassowitz)|Thule]], Oberschlesien&lt;br /&gt;
* 1855–1856, Fassade der gotischen Stadtpfarrkirche in [[Świebodzin|Schwiebus]]&lt;br /&gt;
* 1858, Kapelle auf dem Laurentiusfriedhof in [[Breslau]]&lt;br /&gt;
* 1857–1861, Neubau der Pfarrkirche der Hl. Dreifaltigkeit in [[Lubań|Lauban]]&lt;br /&gt;
* 1859–1861, Marienkirche in [[Wołczyn|Konstadt]], Oberschlesien&lt;br /&gt;
* 1859–1864, Pfarrkirche Mariä Unbefleckte Empfängnis in Klarenkranst bei Breslau ([[Chrząstawa Wielka]])&lt;br /&gt;
* 1861–1863, Pfarrkirche in [[Smogorzów (Namysłów)|Schmograu]], Oberschlesien&lt;br /&gt;
* 1862–1865, [[Rathaus (Ząbkowice Śląskie)|Rathaus von Frankenstein]], Schlesien&lt;br /&gt;
* 1862–1870, [[Marienkirche (Kattowitz)|Marienkirche]] in [[Katowice]]&lt;br /&gt;
* 1862–1871, [[St. Michaelis (Breslau-Elbing)|Michaeliskirche]] in Breslau (Am Lehmdamm)&lt;br /&gt;
* 1865–1866, Kollegiatkirche Hl. Kreuz in Breslau&lt;br /&gt;
* 1868–1876, Mariä-Himmelfahrt-Kirche in [[Bielawa|Langenbielau]], Schlesien&lt;br /&gt;
* 1869, Entwurf des Hauptaltars für die Pfarrkirche St. Peter und Paul in [[Namysłów|Namslau]]&lt;br /&gt;
* 1868–1870, Chor der Dreifaltigkeitskirche als Stiftung der Familie von [[Hatzfeld (Adelsgeschlecht)|Hatzfeld]] in [[Żmigród|Trachenberg]], Schlesien.&lt;br /&gt;
* 1874, Siegesdenkmal in Breslau zur Erinnerung an die Kriege 1864, 1866 und 1870/1871 – heute nur noch als Backsteinstumpf erhalten.&lt;br /&gt;
* 1877–1883, Umgestaltung des Schlosses von Kurt von Ohlen und Adlerskron in Osseg ([[Osiek Grodkowski]]) bei [[Brzeg|Brieg]] – heute verwahrlost.&lt;br /&gt;
* 1883, Grabkapelle in Osseg – heute Ruine.&lt;br /&gt;
* 1885–1886, Pfarrkirche St. Barbara in [[Gryżyna]] bei [[Leszno|Lissa]]&lt;br /&gt;
* 1887–1890, Umgestaltung der gotischen Pfarrkirche St. Laurentius in [[Wonieść]] bei Lissa&lt;br /&gt;
* 1888–1894, Pfarrkirche Maria Schnee in [[Krzycko Małe|Klein Kreutsch]] bei Lissa&lt;br /&gt;
* 1896–1900, Pfarrkirche St. Valentin in [[Pakosław]] bei [[Rawicz]]&lt;br /&gt;
* 1889–1891, Pfarrkirche St. Peter und Paul in [[Tuczno (Złotniki Kujawskie)|Tuczno]] bei [[Inowrocław]]&lt;br /&gt;
* 1898–1901, Pfarrkirche St. Johannes Baptist in [[Kołdrąb]] bei [[Bydgoszcz|Bromberg]]&lt;br /&gt;
* 1898–1904, Schutzengelkirche in [[Wałbrzych|Waldenburg]], Niederschlesien&lt;br /&gt;
* 1899–1901, Herz-Jesu-Kirche in [[Oborniki Śląskie|Obernigk]] bei Breslau&lt;br /&gt;
* 1900–1904, Dreifaltigkeitskirche in [[Legnica|Liegnitz]], Niederschlesien&lt;br /&gt;
* 1902–1907, Stadtpfarrkirche Mariä Verkündigung in [[Rawicz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Agnieszka Zabłocka-Kos: &amp;#039;&amp;#039;Sztuka – wiara – uczucie. Alexis Langer − śląski architekt neogotyku.&amp;#039;&amp;#039; [Glaube, Gemüth und Heilige Kunst. Alexis Langer – ein schlesischer Neugotiker.] Wrocław 1996, ISBN 83-229-1396-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen: Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 125, 232, 429, 537, 554, 640, 680, 719, 964, 1043, 1104, 1125 f., 1175 und 1208.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZK&amp;quot;&amp;gt;Vgl.&lt;br /&gt;
Agnieszka Zabłocka-Kos: [http://books.google.de/books?id=bK5TXMK0SYsC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Geschichte+des+christlichen+Lebens+im+schlesischen+Raum&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=anBpTfjIMMHvsgaf4vjhDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Katholischer und protestantischer Kirchenbau in Schlesien im 19. Jahrhundert als Abbild der konfessionellen Konfrontation.&amp;#039;&amp;#039;] In: Joachim Köhler, Rainer Bendel (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des christlichen Lebens im schlesischen Raum.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2, Münster 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielawa&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Biografie [http://www.bielawa.archidiecezja.wroc.pl/lso_bielawa/wiadomosci/w327.htm &amp;#039;&amp;#039;Architekt naszego kościoła.&amp;#039;&amp;#039;] auf bielawa.archidiecezja.wroc.pl; abger. am 26. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hydral&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Artikel und Fotogalerie auf [http://dolny-slask.org.pl/562522,Alexis_Langer.html dolny-slask.org.pl]; abger. am 10. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119520877|LCCN=no/97/063179|VIAF=57426609}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Langer, Alexis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Historismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Langer, Alexis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oława|Ohlau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. September 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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