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	<title>Alexei Wiktorowitsch Schtschussew - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-07T06:47:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stamp of Moldova md106cvs.jpg|miniatur|Aleksei Șciusev auf einer moldawischen Briefmarke (2008)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexei Wiktorowitsch Schtschussew&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Алексей Викторович Щусев}}, wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Aleksej Viktorovič Ščusev}}&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|8|10|1873|Link=1}} in [[Chișinău]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[24. Mai]] [[1949]] in [[Moskau]], [[Sowjetunion]]) war ein russischer [[Architekt]]. Schtschussew errichtete das [[Lenin-Mausoleum]], entwarf Pläne für den Neuaufbau zerstörter Städte nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und plante das Stadtkonzept beim Ausbau Moskaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schtschussews Eltern waren der [[Russischer Adel|adlige]] Wiktor Petrowitsch Schtschussew, Aufseher des Chișinăuer [[Semstwo]]-Krankenhauses, und Marija Kornejewna geborene Sasulina.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Васькин А. А.|Titel=Щусев: Зодчий всея Руси|Auflage=|Verlag=Молодая гвардия|Ort=Moskau|Datum=2015|ISBN=9785235038073|Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schtschussew begann 1891 in [[St. Petersburg]] das Studium an der Kunsthochschule der [[Russische Kunstakademie|Kaiserlichen Akademie der Künste]] bei [[Leonti Nikolajewitsch Benois]] und [[Ilja Jefimowitsch Repin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sowi&amp;quot; /&amp;gt; Als er 1895 aus der Zeitung vom Tod des Generals D. P. Schubin-Posdejew erfuhr, suchte er ohne Empfehlung mit einer fertigen Zeichnung des Grabmals die Witwe auf und erhielt den Auftrag für den Bau einer Kapelle auf dem Friedhof des [[Alexander-Newski-Kloster]]s. Mit seinem Diplomprojekt für den Bau eines herrschaftlichen [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhauses]] schloss er 1897 das Studium mit einer Goldmedaille und einem Auslandsstudienstipendium ab. Danach gehörte Schtschussew zunächst zu der [[Archäologie|archäologischen]] Expedition, die in [[Samarqand]] das [[Gur-Emir-Mausoleum]] und die [[Bibi-Chanum-Moschee]] untersuchte. 1898–1899 besuchte Schtschussew mit seinem Stipendium [[Tunesien]], [[Wien]], [[Triest]], [[Venedig]] und weitere Städte [[Italien]]s sowie [[England]], [[Belgien]] und [[Frankreich]] und insbesondere 1898 in [[Paris]] die [[Académie Julian]]. Nach seiner Rückkehr wurden seine [[Zeichnung (Architektur)|Zeichnungen]] von Repin positiv beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schtschussew ließ sich in St. Petersburg nieder und arbeitete zunächst als [[Restaurator]]. In den 1900er Jahren [[Restaurierung|restaurierte]] er die [[Basilius der Selige|Wassili]]-Kirche in [[Owrutsch]] aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, wobei der Restaurator [[Pjotr Petrowitsch Pokryschkin]] und sein Assistent [[Wladimir Nikolajewitsch Maximow]] wesentlich beteiligt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sowi&amp;quot; /&amp;gt; Seitdem kämpfte Schtschussew, der in Kontakt mit [[Igor Emmanuilowitsch Grabar]] stand, gegen [[Eklektizismus]]-Baumeister, die im Sinne ihrer Vorstellung von einem reinen Stil beim Restaurieren alte Gebäude korrigierten. Führer dieser stilreinen Restaurierung war [[Eugène Viollet-le-Duc]], dem die russischen Architekten [[Friedrich Richter (Architekt)|Fjodor Fjodorowitsch Richter]] und [[Nikolai Wladimirowitsch Sultanow]] folgten. 1910 wurde Schtschussew in die Akademie der Künste aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1901 stand Schtschussew im Dienst der Kanzlei des Oberprokurors des [[Heiligster regierender Synod|Heiligsten regierenden Synods]]. Eine seiner ersten selbständigen Arbeiten war die [[Projektierung]] der [[Ikonostase]] der Uspenski-Kathedrale des [[Kiewer Höhlenkloster]]s. Schtschussews programmatisches Werk in dieser Zeit war die Erlöser-[[Verklärung des Herrn|Verklärungs]]-Kirche, die im Auftrage des Zuckerfabrikanten und [[Mäzen]]s [[Pawel Iwanowitsch Charitonenko]] auf dessen Landsitz [[Wolodymyriwka (Bohoduchiw)|Nataljewka]] bei [[Charkiw|Charkow]] nach Schtschussews Plänen von [[Alexei Michailowitsch Ruchljadew]] gebaut und als [[Ikone]]nmuseum eingerichtet wurde. Die [[skulptur]]elle Innenausstattung übernahmen [[Sergei Timofejewitsch Konjonkow]] und [[Alexander Terentjewitsch Matwejew]], während das [[Mosaik]] auf der Eingangswand nach einer Zeichnung von [[Nicholas Roerich]] ausgeführt wurde. 1902 baute Schtschussew in St. Petersburg für den [[Künstler]] und Restaurator Graf [[Juri Alexandrowitsch Olssuwjew]] dessen Villa an der [[Fontanka]] um. Olssuwjew war Vorsitzender des Komitees für die Errichtung der Kirche des [[Sergius von Radonesch]] zum Gedenken an die [[Schlacht auf dem Kulikowo Pole]] und beauftragte Schtschussew mit dem Projekt, der es 1911 abschloss. Die Kirche wurde 1913–1917 gebaut. Der Bauabschluss wurde durch die [[Oktoberrevolution]] und den [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] verhindert, so dass die Kirche dann geschlossen war und verfiel. Die für die Kirche von [[Wladimir Alexejewitsch Komarowski]] und [[Dmitri Semjonowitsch Stellezki]] angefertigten Ikonen waren spurlos verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützt wurde Schtschussew von Großfürstin [[Elisabeth von Hessen-Darmstadt (1864–1918)|Jelisaweta Fjodorowna]], für die er in [[Moskau]] das [[Martha-Maria-Kloster]] mit [[Mariä Schutz und Fürbitte|Pokrow]]-Kathedrale und Martha-Maria-Kirche im Krankenhausgebäude projektierte (1908–1912).&amp;lt;ref name=&amp;quot;sowi&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Wandmalerei]] in der Kathedrale wurde von Schtschussews Freund [[Michail Wassiljewitsch Nesterow]] und dessen Gehilfen [[Pawel Dmitrijewitsch Korin]] ausgeführt. Für das [[Mariä-Entschlafens-Kloster (Potschajiw)|Mariä-Entschlafens-Kloster]] in [[Potschajiw]] baute Schtschussew die Dreifaltigkeitskirche wieder mit Mosaiken von Reorich (1906–1912). Schtschussew projektierte 1913 auch die [[Russisch-Orthodoxe Kirche|russisch-orthodoxe]] &amp;#039;&amp;#039;Chiesa di Cristo Salvatore&amp;#039;&amp;#039; in [[Sanremo]] und die Nikolai-Kirche mit Hospiz in [[Bari]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexei Schtschussew schuf von 1914 bis 1926 den [[Kasaner Bahnhof]] in Moskau, in einem an die altrussische Architektur angelehnten Stil und entwickelte so einen strengen Monumentalstil. Anfang der 1920er Jahre wandte er sich dem [[Konstruktivismus (Architektur)|Konstruktivismus]] zu und lehrte am Institut [[Wchutemas]]. Zwischen dem 21. und 24. Januar 1924 wurde unter seiner Leitung das erste, aus Eichenholz bestehende, [[Lenin-Mausoleum]] in Moskau errichtet. Im Sommer desselben Jahres baute er einen hölzernen Ausbau des Mausoleums. 1930 entschied sich die Regierung, aufgrund der schlechten Haltbarkeit des Baustoffs, für einen haltbaren Neubau aus feinem Labradorstein und dunkelrotem Granit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1930er Jahre plante und baute Schtschussew das [[Hotel Moskwa]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;sowi&amp;quot;&amp;gt;{{GSE|125058}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Glanzstück des imperialen Architekturstils der Stalinzeit. 1938 realisierte er das Institut für Marxismus-Leninismus in [[Tiflis]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marco Mulazzani |Titel=I padiglioni della Biennale di Venezia |Auflage=3 |Verlag=Mondadori Electa |Ort=Milano |Datum=2011 |Reihe=Collana « Luoghi e architetture » |BandReihe=2 |HrsgReihe=Sergio Polano |ISBN=88-370-3180-7 |Seiten=60}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lubjanka]] in Moskau wurde nach seinen Plänen in den Jahren 1940 bis 1947 auf das heutige Volumen ausgebaut. Die Verzögerung war durch den [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Überfall]] auf die Sowjetunion bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] entwickelte der Architekt unter Mithilfe eines mehrköpfigen Architektenteams Pläne zum Wiederaufbau zerstörter Städte. Dazu gehört zum Beispiel [[Wolgograd|Stalingrad]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; oder [[Chișinău]]. Zu seinen bekanntesten Spätwerken gehört auch die Moskauer [[Metro Moskau|Metrostation]] &amp;#039;&amp;#039;[[Komsomolskaja (Kolzewaja-Linie)|Komsomolskaja]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Kolzewaja-Linie|Ringlinie]], wofür er 1951, bereits posthum, mit einer Staatsprämie ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schtschussew war Träger des [[Leninorden]]s und erhielt insgesamt viermal den [[Stalinpreis]]. Er war Verdienter Architekt der [[UdSSR]] (1930) und erhielt zweimal den [[Orden des Roten Banners der Arbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Moskauer Architekturmuseum (MUAR) wurde zu Ehren des Architekten benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1924, 1930: [[Lenin-Mausoleum]]&lt;br /&gt;
* 1930er: [[Hotel Moskwa]]&lt;br /&gt;
* 1940–47: Erweiterung der [[Lubjanka]]&lt;br /&gt;
* 1953: [[Kasachische Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ovruch.jpg|Wassili-Kirche, Owrutsch&lt;br /&gt;
Спасо-Преображенский храм в Натальевке.jpg|Erlöser-Verklärungs-Kirche, Natalewka&lt;br /&gt;
Kulikovo pole - Hram Sergiya Radonezhskogo.jpg|Sergius-von-Radonesch-Kirche,  Kulikowo Pole&lt;br /&gt;
Marfo-MariinskyConvent1.JPG|Pokrow-Kathedrale des Martha-Maria-Klosters, Moskau&lt;br /&gt;
2.Почаїв.Троїцький собор Почаївської лаври.JPG|Dreifaltigkeitskirche, Mariä-Entschlafens-Kloster, Potschajiw&lt;br /&gt;
San Remo007.jpg|Chiesa di Cristo Salvatore, Sanremo&lt;br /&gt;
Moscow Kazansky railway station asv2019-06.jpg|Kasaner Bahnhof, Moskau&lt;br /&gt;
Mauzoleumlenina (cropped).jpeg|Lenin-Mausoleum, Moskau&lt;br /&gt;
Moscow HotelMoscow.JPG|Hotel Moskwa, Moskau&lt;br /&gt;
Lubyanka Building.jpg|Lubjanka, Moskau&lt;br /&gt;
Moscow YarStation surroundings asv2018-08 img7.jpg|Metrostation Komsomolskaja, Moskau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Alexey Shchusev|Alexei Schtschussew}}&lt;br /&gt;
* [http://www.worldwalk.info/de/catalog/452/ Staatliches A. W. Schtschussew-Museum für Architektur (Moskau)]&lt;br /&gt;
* [http://www.monument.md/autori/sciusev/ Kurzbiografie - monument.md]&lt;br /&gt;
* [http://www.monument.md/catalog/placi_memoriale/94/ Schtschussew Denkmal - monument.md]&lt;br /&gt;
* [http://www.aha.ru/~mausoleu/documents/shchusev.htm Fotos des Architekten - aha.ru]&lt;br /&gt;
* [http://www.galinsky.com/buildings/narkomzem/index.html Alexey Schusev&amp;#039;s Constructivist Narkomzem building at galinsky.com] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.muar.ru/ Shchusev Museum of Architecture] (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131620843|LCCN=n87940561|VIAF=5674151778225418130007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schtschussew, Alexei Wiktorowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Sozialistischen Klassizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (WChUTEMAS/WChUTEIN)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Stalinpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schtschussew, Alexei Wiktorowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Șciusev, Aleksei Victorovici (rumänisch); Щусев, Алексей Викторович (russisch); Ščusev, Aleksej Viktorovič (wissenschaftliche Transliteration)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=moldauisch-russischer Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Oktober 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Chișinău]], Moldawien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Mai 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]], Sowjetunion&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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