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	<title>Alexei Nikolajewitsch Tolstoi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T04:31:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexei_Nikolajewitsch_Tolstoi&amp;diff=36497&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-61712-5: /* Leben */ Studienaufenthalt Dresden korriegiert, aufgrund von Archivfund.</title>
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		<updated>2026-01-28T13:59:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Studienaufenthalt Dresden korriegiert, aufgrund von Archivfund.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ANTolstoy.jpg|mini|Alexei Nikolajewitsch Tolstoi [[Datei:Aleksey Nikolaevich Tolstoy Signature.svg|rahmenlos|centre|150px]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexei Nikolajewitsch Graf Tolstoi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Алексей Николаевич Толстой}}, wissenschaftliche [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Aleksej Nikolaevič Tolstoj}}&amp;#039;&amp;#039;; *&amp;amp;nbsp;{{JULGREGDATUM|10|1|1883|Link=1}} in Sosnowka nahe Nikolajewsk, [[Gouvernement Samara]], [[Russisches Kaiserreich]] (heute [[Pugatschow (Stadt)|Pugatschow]], [[Oblast Saratow]], [[Russland]]); † [[23. Februar]] [[1945]] in [[Moskau]]) war ein [[Liste sowjetischer Schriftsteller|russisch-sowjetischer Schriftsteller]]. Sein heute bekanntestes und immer wieder neu aufgelegtes Buch ist [[Burattino|&amp;#039;&amp;#039;Das goldene Schlüsselchen oder die Abenteuer des Burattino&amp;#039;&amp;#039;]], seine Nacherzählung des italienischen Kinderbuchklassikers [[Pinocchio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Im Zarenreich ===&lt;br /&gt;
Alexei Nikolajewitsch [[Tolstoi (Adelsgeschlecht)|Graf Tolstoi]] wurde als Sohn des Offiziers Nikolai Alexandrowitsch Tolstoi, eines entfernten Verwandten des Schriftstellers [[Lew Tolstoi]], und Alexandra Leontjewna Tolstoi (geb. Turgenjewa, einer Verwandten von [[Nikolai Iwanowitsch Turgenew]]) geboren, als der Scheidungsprozess seiner Eltern bereits im Gange war. Noch während der Schwangerschaft verließ seine Mutter ihren trunksüchtigen Mann, um mit dem Gutsverwalter namens Alexei Apollonowitsch Bostrom in dessen Heimatort zusammenzuleben. Zeitgenossen vermuteten, dass dieser der Vater des Kindes war. Da dieses aber noch vor der Scheidung geboren wurde und der Graf die Vaterschaft nicht anfocht, war die Rechtslage klar: Der Sohn erbte den [[Russischer Adel|Adelstitel]].&amp;lt;ref&amp;gt;S. Bystrova: &amp;#039;&amp;#039;Rod Tolstych. Novye materialy i issledovanija.&amp;#039;&amp;#039; Moskau 1995, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 ging Tolstoi nach [[Sankt Petersburg]], um Mathematik zu studieren. Das Studium setzte er im Sommersemester 1906&amp;lt;ref&amp;gt;In den Unterlagen der Technischen Hochschule Dresden, welche in der [[Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden|SLUB]] archiviert sind, findet sich der Immatrikulationsnachweis für &amp;quot;Ostern 1906&amp;quot;. Nicht, wie fälschlicherweise behauptet 1905. [https://katalog.slub-dresden.de/id/0-32046394X Archivalie SLUB] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Dresden]] fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Rühle: &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Revolution. Die Schriftsteller und der Kommunismus.&amp;#039;&amp;#039; Köln/Berlin 1960, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit begann er Gedichte im Stil [[Nikolai Alexejewitsch Nekrassow|Nekrassows]] und [[Semjon Jakowlewitsch Nadson|Nadsons]] zu schreiben. 1907, kurz vor dem Abschluss, gab er sein Studium auf, um sich ganz der Literatur zu widmen. 1908 erschien unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hinter blauen Flüssen&amp;#039;&amp;#039; seine erste Gedichtsammlung. Seine ersten, im Stil des [[Realismus (Literatur)|Neorealismus]] geschriebenen Prosawerke, die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Eine Woche in Turenewo&amp;#039;&amp;#039; und die Romane &amp;#039;&amp;#039;Die Sonderlinge&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der hinkende Fürst&amp;#039;&amp;#039; wurden von der Kritik positiv aufgenommen. [[Maxim Gorki]] wurde auf ihn aufmerksam und nannte ihn einen „großen und kraftvollen Schriftsteller“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war Tolstoi als Kriegsberichterstatter in [[England]] und [[Frankreich]] unterwegs und schrieb Erzählungen und Skizzen über den Krieg (&amp;#039;&amp;#039;Auf dem Berg&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Unter Wasser&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Eine wundervolle Dame&amp;#039;&amp;#039;), begann aber auch Komödien fürs Theater zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Oktoberrevolution]] mit der folgenden Machtübernahme der [[Bolschewiki]] 1917 stand Tolstoi zunächst ablehnend gegenüber. Während des [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieges]] arbeitete er in der Propagandaabteilung der [[Weiße Armee|Weißen Armee]] unter General [[Anton Iwanowitsch Denikin]]. Dort schrieb er neben Pamphleten gegen den Kommunismus eines seiner berühmtesten Werke, die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Nikitas Kindheit&amp;#039;&amp;#039; (publiziert 1922). Aus dieser Geschichte einer sorglosen Kindheit auf einem Landgut im [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] ist Tolstois Nostalgie nach dem alten Russland deutlich zu spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emigration ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Weißen im Bürgerkrieg emigrierte Tolstoi 1919 nach Paris. Von dort siedelte er 1921 nach [[Berlin]] über. Der ebenfalls ins Pariser Exil gegangene Schriftsteller [[Iwan Bunin]] unterstellte ihm, er sei damals vor seinen [[Gläubiger]]n nach Berlin geflohen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ivan Bunin: &amp;#039;&amp;#039;Sobranie sočinenij v devjati tomach.&amp;#039;&amp;#039; T. IX. Moskau 1967, S. 432–434.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin schloss Tolstoi sich der [[Smena-Wech-Bewegung]] an, einer Gruppe russischer Emigranten, die bereit waren, die Herrschaft der Bolschewiki zu akzeptieren. In der von Moskau finanzierten und in Berlin erscheinenden prosowjetischen Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Nakanune]]&amp;#039;&amp;#039; (Am Vorabend) veröffentlichte er einen Brief über die Notwendigkeit, die neue Führung im Kreml anzuerkennen. Dort wurde der Brief, der zu seinem Bruch mit der russischen Emigration führte, begeistert aufgenommen. Dieser Brief wurde jedoch von Emigranten scharf kritisiert. Die Dichterin [[Marina Zwetajewa]] warf Tolstoi vor, die Augen vor dem Terror der [[Gossudarstwennoje polititscheskoje uprawlenije|sowjetischen Geheimpolizei]] (GPU) zu verschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Russica 1981. Literaturnyj sbornik.&amp;#039;&amp;#039; Red. Aleksandr Sumerkin. New York 1982, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Vladimir Nabokov]], mit dessen [[Wladimir Dmitrijewitsch Nabokow|Vater]] Tolstoi befreundet war, brach den Kontakt zu ihm ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Vladimir Nabokov: &amp;#039;&amp;#039;Strong Opinions.&amp;#039;&amp;#039; New York 1973, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
1923 kehrte er nach Russland zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksej Varlamov: Aleksej Tolstoj. Moskau 2008, S. 300.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst wandte er sich dem Genre der [[Science-Fiction]] zu. Aus dieser Zeit stammen die von [[H. G. Wells]] beeinflussten Romane &amp;#039;&amp;#039;Aelita&amp;#039;&amp;#039; (1923) und &amp;#039;&amp;#039;[[Geheimnisvolle Strahlen]]&amp;#039;&amp;#039;. In dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Freitag&amp;#039;&amp;#039; (später unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Emigranten&amp;#039;&amp;#039;) und der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Schwarzes Gold&amp;#039;&amp;#039; rechnete er mit seinen Landsleuten in der Emigration ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Romantrilogie &amp;#039;&amp;#039;[[Der Leidensweg]]&amp;#039;&amp;#039; (1922–1941), in der am Beispiel einer Intellektuellenfamilie ein Panorama der russischen Gesellschaft vor, während und nach der Revolution gezeichnet wird, überarbeitete er wiederholt nach den ideologischen Erfordernissen der Zeit. In der letzten Version entsprach sie den Kriterien des [[Sozialistischer Realismus|Sozialistischen Realismus]] wie auch die Novelle &amp;#039;&amp;#039;Brot&amp;#039;&amp;#039; (1937), in der er durch die Verherrlichung von [[Stalin]]s Rolle im Bürgerkrieg bei der Verteidigung der Stadt [[Wolgograd|Zarizyn]] 1918 zu Geschichtsfälschung und Legendenbildung beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht so eindeutig tendenziös ist der von der Literaturkritik oft als Tolstois Hauptwerk anerkannte Roman &amp;#039;&amp;#039;Peter der Große&amp;#039;&amp;#039; (1929–1945, nicht abgeschlossen), in dem er ein breites Bild der russischen Gesellschaft zur Zeit [[Peter I. (Russland)|Peters des Großen]] zeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Maxim Gorkis 1936 trat Tolstoi bis 1938 an die Spitze des [[Schriftstellerverband der UdSSR|Schriftstellerverbandes]] und wurde damit zur führenden Figur der offiziellen Sowjetliteratur. Aufgrund seiner Loyalität zur sowjetischen Führung erhielt er den Beinamen „Roter Graf“. Er wurde in den [[Oberster Sowjet der UdSSR|Obersten Sowjet]] gewählt, bekam unbegrenzten Kredit bei der Staatsbank und bezog einen Herrensitz bei Moskau. Er füllte ihn mit antiken Möbeln und Kunstgegenständen, die er zu symbolischen Preisen aus dem Besitz der enteigneten und verfolgten früheren Führungsschicht bekam. Auch stand ihm Dienstpersonal zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Russkie pisateli v Berline v 20-e gody XX veka.&amp;#039;&amp;#039; St. Petersburg 2014, S. 198–199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Großer Terror (Sowjetunion)|Stalinschen Säuberungen]] unterzeichnete Tolstoi Aufrufe zur Hinrichtung der Angeklagten, die darin „Verräter und Spione“ genannt wurden. Auch saß er bei [[Schauprozess]]en unter den Zuschauern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arkadi Waksberg|Arkady Vaksberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Stalin’s prosecutor. The life of Andrei Vyshinsky.&amp;#039;&amp;#039; New York 1991, S. 108, 122.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde er zum Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften der UdSSR]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.ras.ru/win/db/show_per.asp?P=.id-52373.ln-ru| titel=Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724: Толстой, Алексей Николаевич| hrsg=Russische Akademie der Wissenschaften| zugriff=2022-01-17| sprache=ru}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Zweiten Weltkrieg]] stand er auf der „Sonderfahndungsliste UdSSR“ der [[Gestapo]], die insgesamt 5256 Namen umfasste, darunter Stalin und die anderen Mitglieder des Politbüros. Im Krieg schrieb Tolstoi Texte und Parolen zur Wehrertüchtigung. Doch im Gegensatz zu anderen Schriftstellern hielt er sich von der Front fern, er bezog ein komfortables Haus im warmen und gut versorgten [[Taschkent]]. Dort suchte ihn der polnische Schriftsteller [[Józef Czapski]] auf, der im Auftrag der [[Polnische Exilregierung|polnischen Exilregierung]] nach Offizieren der polnischen Streitkräfte fahndete, die in Gefangenschaft verschollen waren, und bat ihn um Hilfe bei der Suche. Doch sind bislang keine Belege dafür bekannt geworden, dass Tolstoi dieses Versprechen gehalten hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Józef Czapski: &amp;#039;&amp;#039;Na nieludzkiej ziemi&amp;#039;&amp;#039;. Warschau 1990, S. 239–242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1944 gehörte er der „[[Außerordentliche Staatliche Kommission|Sonderkommission]] für die Feststellung und Untersuchung der Gräueltaten der deutsch-faschistischen Eindringlinge und ihrer Komplizen“ an sowie einer Kommission unter Leitung des Gerichtsmediziners [[Nikolai Burdenko]], die die Massengräber von [[Massaker von Katyn|Katyn]] untersuchen sollte. Tolstoi gehörte zu den Unterzeichnern des Berichtes der [[Burdenko-Kommission]], dem zufolge die „Deutschfaschisten“ die polnischen Kriegsgefangenen ermordet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Natalia S. Lebiediewa, Komisja Specjalna i jej przewodniczący Burdenko, in: &amp;#039;&amp;#039;Zeszyty Katyńskie&amp;#039;&amp;#039;, 23(2008), S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Russische Literaturhistoriker sehen seine Teilnahme auch als Bewährungsprobe an: Stalin hatte kurz zuvor seinen Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Peter der Große (Tolstoi)|Peter der Große]]&amp;#039;&amp;#039; und die Erstfassung seines Dramas &amp;#039;&amp;#039;[[Iwan IV. (Tolstoi)|Iwan IV.]]&amp;#039;&amp;#039; kritisiert. Von Tolstoi wurde demnach erwartet, dass er seinen Teil dazu beitrug, westliche Journalisten, die zur Präsentation der Burdenko-Kommission kamen, von der Korrektheit der sowjetischen Version zu überzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt Sarnov: &amp;#039;&amp;#039;Stalin i pisateli. Kniga Vtoraja.&amp;#039;&amp;#039; Moskau 2008, S. 10–15, 216–217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Enkel Iwan Tolstoi, Literaturhistoriker und Redakteur bei [[Radio Liberty]] in Prag, teilte 2014 in einem Artikel mit, dass sein Großvater unter dem Siegel der Verschwiegenheit seinem Sohn gegenüber große Zweifel an dem Bericht der Burdenko-Kommission geäußert habe; vielmehr seien er und andere Mitglieder der Kommission durchaus von der Täterschaft der Geheimpolizei [[NKWD]] überzeugt gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.svoboda.org/a/26644087.html Nesostojavšijsja zagovor], svoboda.org, 28. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolstoi war viermal verheiratet. Seine dritte Frau war die [[Lyrik]]erin [[Natalja Wassiljewna Krandijewskaja-Tolstaja]]. Er ist der Großvater der zeitgenössischen Schriftstellerin [[Tatjana Nikititschna Tolstaja]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolstoi starb am 23. Februar 1945 und wurde auf dem [[Nowodewitschi-Friedhof]] in Moskau beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für die ersten beiden Bände des Romans &amp;#039;&amp;#039;Peter der Große&amp;#039;&amp;#039; wurde Tolstoi 1941 mit dem [[Stalinpreis]] ausgezeichnet, ebenso 1943 für die &amp;#039;&amp;#039;Leidensweg&amp;#039;&amp;#039;-Trilogie. Posthum erhielt er 1946 seinen dritten Stalinpreis für das Drama &amp;#039;&amp;#039;Iwan der Schreckliche&amp;#039;&amp;#039;. Der erste Entwurf dafür war allerdings zuvor in der Kulturabteilung des Zentralkomitees scharf kritisiert worden: Der Zar sei darin als Zauderer dargestellt. Tolstoi schrieb daraufhin den Text um.&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt Sarnov: &amp;#039;&amp;#039;Stalin i pisateli.&amp;#039;&amp;#039; Kniga Vtoraja. Moskau 2008, S. 10–15, 216–217.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Tolstoi sind der [[Marskrater]] [[Alexey Tolstoy (Marskrater)|&amp;#039;&amp;#039;Alexey Tolstoy&amp;#039;&amp;#039;]] sowie der [[Asteroid]] [[(3771) Alexejtolstoj]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Хромой барин. Roman, 1910&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Der hinkende Fürst&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Ruth Elisabeth Riedt. Aufbau-Verlag, Berlin 1966&lt;br /&gt;
* Детство Никиты. Novelle, 1920&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Nikitas Kindheit&amp;#039;&amp;#039;. [[SWA-Verlag]], Berlin 1949&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Nikitas Kindheit&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von [[Cornelius Bergmann]]. Erich Röth Verlag, Eisenach 1950&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Nikitas Kindheit&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Maria Hoerll. Deuerlich, Göttingen 1954&lt;br /&gt;
* Хождение по мукам (Der Leidensweg). Romantrilogie, 1921–1941&lt;br /&gt;
** Band 1: Сёстры. 1921, überarbeitet 1925&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwestern&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von [[Alexander Eliasberg]]. Beck, München 1922&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwestern&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von [[Maximilian Schick]]. SWA-Verlag, Berlin 1946&lt;br /&gt;
** Band 2: Восемнадцатый год. 1928&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Das Jahr Achtzehn&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Maximilian Schick. SWA-Verlag, Berlin 1946&lt;br /&gt;
** Band 3: Хмурое утро. 1941&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Trüber Morgen&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Maximilian Schick. SWA-Verlag, Berlin 1947&lt;br /&gt;
* Аэлита. Roman, 1922&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Ae͏̈lita. Ein Marsroman&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Alexander Eliasberg. AVA, München 1924&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Aelita&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Hertha von Schulz. Aufbau-Verlag, Berlin 1957&lt;br /&gt;
* Похождения Невзорова, или Ибикус. Roman, 1924&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Ibykus. Der Roman eines Revolutions-Abenteurers&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Arnold Wasserbauer. Merlin-Verlag, Heidelberg 1927&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Ibykus&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Christine Patzer. Aufbau-Verlag, Berlin 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rasputin oder die Verschwörung der Zarin. Ein Stück Weltgeschichte in fünf Aufzügen und einem Vorspiel&amp;#039;&amp;#039;, 1925&amp;lt;ref&amp;gt;[http://periodika.lndb.lv/periodika2-viewer/?lang=fr#panel:pp|issue:177913|page:7 &amp;#039;&amp;#039;Lettisches Nationaltheater. Alexei Tolstoi, „Die Verschwörung der Zarin“.&amp;#039;&amp;#039;] Rezension von [[Oskar Grosberg]] in: [[Rigasche Rundschau]], 27. Oktober 1925, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Гиперболоид инженера Гарина. Roman, 1925, überarbeitet 1934, 1936, 1937&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der infraroten Strahlen&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Arnold Wasserbauer. NDV, Berlin 1927&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisvolle Strahlen&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Anneliese Bauch. Kultur und Fortschritt, Berlin 1957&lt;br /&gt;
* Эмигранты. Roman, 1931&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Emigranten&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Felix Loesch. Aufbau-Verlag, Berlin 1956&lt;br /&gt;
* Пётр Первый (Peter der Erste). Romantrilogie, unvollendet. 1934–1945&lt;br /&gt;
** Buch 1. 1934&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Peter der Große&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von [[Wolfgang E. Groeger]]. Haessel, Leipzig 1931&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Peter der Erste. Buch 1&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Maximilian Schick. Aufbau-Verlag, Berlin 1950&lt;br /&gt;
** Buch 2. 1934&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Peter der Erste. Buch 2&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Maximilian Schick. Aufbau-Verlag, Berlin 1951&lt;br /&gt;
** Buch 3. 1945&lt;br /&gt;
*** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Peter der Erste. Buch 3&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Maximilian Schick. Aufbau-Verlag, Berlin 1951&lt;br /&gt;
* Золотой ключик, или Приключения Буратино. Märchen, 1936 (russische Version von [[Carlo Collodi]]s Kinderbuchklassiker &amp;#039;&amp;#039;Pinocchio&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Das goldene Schlüsselchen oder die Abenteuer des Burattino&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von [[Robert von Radetzky]]. Holz, Berlin 1947&lt;br /&gt;
* Хлеб. Roman, 1937&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Brot. Die Verteidigung von Zarizyn&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Ellen Walden. Deutscher Staatsverlag, Engels 1939.&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Brot. Roman aus dem russischen Bürgerkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Paul Kutzner. Volk und Buch, Leipzig 1948&lt;br /&gt;
** deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Brot. Die Verteidigung von Zarizyn&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Paul Kutzner, bearbeitet von Irene Müller. Aufbau-Verlag, Berlin 1953&lt;br /&gt;
** Руссҝие народные сказҝи. Russische Volksmärchen, erzählt von A. N. Tolstoi. Übersetzt von Margarete Spady, Verlag Kultur und Fortschritt Berlin 1955&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Das goldene Schlüsselchen]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Alexander Ptuschko]], [[Mosfilm]], nach dem Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;Das goldene Schlüsselchen oder die Abenteuer des Burattino&amp;#039;&amp;#039; (1939)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Peters Jugend]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Sergei Apollinarijewitsch Gerassimow|Sergei Gerassimow]], [[DEFA]] und Gorki-Filmstudios, nach den ersten beiden Teilen des Romans &amp;#039;&amp;#039;Peter der Erste&amp;#039;&amp;#039; (1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ilja Ehrenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Memoiren. Menschen – Jahre – Leben I 1891–1922&amp;#039;&amp;#039;, München 1962, S. 202–216, ISBN 3-463-00511-5.&lt;br /&gt;
* Harri Jünger: &amp;#039;&amp;#039;Der Roman A. N. Tolstois „Das Jahr Achtzehn“ und seine Kritiker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Slawistik&amp;#039;&amp;#039;, 1958. H. 2–4.&lt;br /&gt;
* Harri Jünger: &amp;#039;&amp;#039;Aleksej N. Tolstoj und Georg Büchner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Slawisch-deutsche Wechselbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, Akademie Verlag Berlin 1969.&lt;br /&gt;
* Emanuel Waegemans: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der russischen Literatur von Peter dem Großen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Konstanz: Universitätsverlag Konstanz 1998, ISBN 3-87940-574-3.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]]: &amp;#039;&amp;#039;Russische Schriftsteller im Berlin der zwanziger Jahre&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Nicolai 2003, Seite 32–45, ISBN 3-89479-097-0.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000008416|Aleksej N. Graf Tolstoi||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 32/1958 vom 28. Juli 1958}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aleksey Nikolayevich Tolstoy|Alexei Nikolajewitsch Tolstoi|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118642901}}&lt;br /&gt;
* {{ISFDB name|158975}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|tolstoia}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.sama.ru/~museum/index.html | wayback=20061006210437 | text=Tolstoi-Kollektion des Samaramuseums (rus.)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hisour.com/de/museum-apartment-of-alexei-tolstoy-moscow-russia-50417/amp/ &amp;#039;&amp;#039;Museumswohnung von Alexei Tolstoy, Moskau, Russland&amp;#039;&amp;#039;] auf hisour.com&lt;br /&gt;
* Eintrag zu [https://www.britannica.com/biography/Aleksey-Nikolayevich-Graf-Tolstoy &amp;#039;&amp;#039;Aleksey Nikolayevich, Count Tolstoy&amp;#039;&amp;#039;] in der Online-Ausgabe der [[Encyclopædia Britannica]] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.mediathek.at/atom/1342A974-1BF-0000A-000012D4-13421C38 &amp;#039;&amp;#039;Alexei Tolstoi – Aelita.&amp;#039;&amp;#039;] Radiosendung über den utopischen Roman mit dramatisierten Ausschnitten daraus im Online-Archiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118642901|LCCN=n79131908|NDL=00458897|VIAF=98681641}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tolstoi, Alexei Nikolajewitsch}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tolstoi, Alexei Nikolajewitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tolstoi, Alexei Nikolajewitsch Graf; Толстой, Алексей Николаевич (russisch); Tolstoj, Aleksej Nikolaevič (wissenschaftliche Transliteration)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Sosnowka bei Nikolajewsk (heute [[Pugatschow (Stadt)|Pugatschow]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Februar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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