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	<title>Alexander von Tralleis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:21:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_von_Tralleis&amp;diff=588129&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carbidfischer: /* Lehre */ Typo</title>
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		<updated>2026-02-15T13:26:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lehre: &lt;/span&gt; Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander von Tralleis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Tralles&amp;#039;&amp;#039;; griechisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexandros&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Latinisierung|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;Alexander Trallianus&amp;#039;&amp;#039;; * um [[525]] in [[Tralleis]]; † um [[605]]), in alten Schriften auch nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein [[spätantike]]r [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] Arzt und [[Kompilator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alexander, der jüngste Sohn des Arztes Stephanos, stammte aus der [[Kleinasien|kleinasiatischen]] Stadt [[Tralleis]] in [[Lydien]]. Er unternahm Bildungsreisen nach Italien, Africa, Gallien und Spanien, bevor er sich in [[Rom]] niederließ, wo er seither lebte und wirkte. Dort widmete er sich zunächst vor allem der praktischen Arbeit, bis er im hohen Alter mit der Arbeit an medizinischen Abhandlungen begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Alexander aus Tralleis ist besonders durch seine Abhandlungen über Pathologie und Therapie bekannt. Sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Therapeutika&amp;#039;&amp;#039; behandelt die Gebrechen des Menschen nach dem Schema &amp;#039;&amp;#039;von Kopf bis Fuß&amp;#039;&amp;#039; beginnend mit Haarausfall über [[Phrenitis]], [[Epilepsie]], [[Melancholie]], Lungenleiden, [[Cholera]] bis zur [[Gicht|Podagra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander verfasste folgende Schriften:&lt;br /&gt;
* Περὶ ἑλμίνθων (&amp;#039;&amp;#039;Perí helmínthon&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;De lumbricis&amp;#039;&amp;#039;; „Über die Eingeweidewürmer“). Überliefert im &amp;#039;&amp;#039;Codex Parisinus gr.&amp;#039;&amp;#039; suppl. 631. aus dem 11./12. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Περὶ ὀφθαλμῶν (&amp;#039;&amp;#039;Perí ophthalmon&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;De oculis&amp;#039;&amp;#039;; „Über die Augen“). Vor dem 10. Jahrhundert, Alexander wohl fälschlich zugeschrieben. Kompilation sonst verlorener Quellen, insbesondere arabischer Ärzte. Überliefert im &amp;#039;&amp;#039;Codex Marcianus gr.&amp;#039;&amp;#039; V 9 aus dem 15. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Περὶ πυρετῶν (&amp;#039;&amp;#039;Peri pyreton&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;De febribus&amp;#039;&amp;#039;; „Über das Fieber“). Überliefert im &amp;#039;&amp;#039;Codex Laurentianus plut.&amp;#039;&amp;#039; 74,10 aus dem 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Θεραπευτικά (&amp;#039;&amp;#039;Therapeutiká&amp;#039;&amp;#039;; „Therapeutik“). Umfassendes medizinisches Lexikon in galenischer Tradition. Teilweise überliefert im &amp;#039;&amp;#039;Codex Parisinus gr.&amp;#039;&amp;#039; suppl 1297 aus dem 10. Jahrhundert und ganz im &amp;#039;&amp;#039;Codex Laurentianus plut.&amp;#039;&amp;#039; 74,10 aus dem 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
Alexander gibt seine eigenen Erfahrungen als Arzt wieder, weit umfangreicher exzerpiert er aber aus den Schriften der Ärzte vor ihm. Es finden sich Parallelen zu [[Hippokrates von Kos]], [[Aulus Cornelius Celsus]], [[Galenos]], [[Caelius Aurelianus]], [[Oreibasios]] und vielen weiteren.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Puschmann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Tralles.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die anatomischen und physiologischen Grundlagen entnimmt er weitgehend Galenos, die Diagnose beruht unter anderem auf der [[Harnschau]] (Uroskopie), die Behandlung folgt häufig den [[Methodiker]]n mit Bädern, [[Aderlass]], [[Diätetik|Diät(etik)]] und [[Schröpfkopf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Iwan Bloch: &amp;#039;&amp;#039;Alexandros von Tralleis.&amp;#039;&amp;#039; S. 540, 544.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwerpunkt liegt aber bei Medikamenten, deren meist pflanzliche Stoffe bereits von [[Pedanios Dioskurides]], [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]], [[Scribonius Largus]] und anderen aufgeführt werden. Alexander verband klassische Therapieverfahren, im Gegensatz zu anderen byzantinischen Ärzten, auch mit magischen und religiösen Konzepten.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabel Grimm-Stadelmann: &amp;#039;&amp;#039;Magie: Heilen mit Amulett und Astrologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spektrum der Wissenschaften. Spezial: Archäologie Geschichte Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Band 2.19), 2019, S. 16–18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Magische Praktiken, wie [[Amulett]]e und die [[Dreckapotheke]], werden dennoch selten erwähnt. Alexanders Verwertung älterer Literatur dokumentiert den Verlust medizinischen Wissens in der Spätantike. So kennt Scribonius Largus für die &amp;#039;&amp;#039;Podagra&amp;#039;&amp;#039; die interessante Behandlung durch den elektrischen Strom, der vom lebenden [[Zitterrochen]] (&amp;#039;&amp;#039;torpedo nigra viva&amp;#039;&amp;#039;) ausgeht;&amp;lt;ref&amp;gt;Scribonius Largus, &amp;#039;&amp;#039;[[Compositiones]]&amp;#039;&amp;#039; 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alexander hingegen bezeichnet den Zitterrochen (&amp;#039;&amp;#039;Νάρχμν&amp;#039;&amp;#039;) ausdrücklich als lebend zu bratendes und mit anderen Stoffen gemischt aufzutragendes Heilmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander von Tralleis: &amp;#039;&amp;#039;Vorsichtsmittel gegen Podagra und Gelenkleiden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch weitere Fische sowie Meeresfrüchte finden therapeutische Verwendung: So die [[Schwarzgrundel]] (bei Kolik und Wassersucht), der [[Seebarsch]] (bei heißer Dyskrasie der Leber) und der [[Seeigel]] (bei erysipelartiger Leberentzündung).&amp;lt;ref&amp;gt;Loucis Mantis, unter Mitwirkung von Werner E. Gerabek und Peter Proff: &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Tralleis und die Gastroenterologie. Mit einer Sacherschließung von Werner Gerabek.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Würzburg 1988, S. 242 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexanders Werk sollte noch lange nach seinem Tod ein Lehrbuch für Ärzte bleiben. Es wurde aus dem Griechischen zuerst ins Lateinische &amp;#039;&amp;#039;(Libri duodecim de re medica)&amp;#039;&amp;#039; und später ins Arabische übersetzt und bis ins 16. Jahrhundert gedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Alexander der artzat“ erhielt Alexander einen eigenen Kurzeintrag in [[Hartmann Schedel]]s Weltchronik von 1493.&amp;lt;ref&amp;gt;Auf Blatt CXXXVI ist zu lesen: „Alexander der artzat diser zeit von wegen der groeße seiner sinnreichigkeit. Ein fuerst der artzt gehalten. hat die lere der gantzen ertznei in dreyen buechern außgetruecket.“ &amp;#039;&amp;#039;(Alexander, ein Arzt dieser Zeit, wurde wegen seiner Sinnreichigkeit [Auffassungsgabe?] als Bester seiner Zunft angesehen. Er hat die gesamte Heilkunde in drei Büchern aufgeschrieben.)&amp;#039;&amp;#039; Hartmann Schedel: &amp;#039;&amp;#039;Weltchronik 1493. Kolorierte und kommentierte Gesamtausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Einleitung und Kommentar von [[Stephan Füssel]]. Augsburg 2004, ISBN 3-8289-0803-9 ([[s:Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):136|Wikisource]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Theodor Puschmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Tralles. Original-Text und Übersetzung nebst einer einleitenden Abhandlung. Ein Beitrag zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Wien 1878–1879 (Neudruck Amsterdam 1963).&lt;br /&gt;
* Malte Stoffregen: &amp;#039;&amp;#039;Eine frühmittelalterliche lateinische Übersetzung des byzantinischen Puls- und Urintraktats des Alexandros. Text, Übersetzung, Kommentar.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation FU Berlin 1977.&lt;br /&gt;
* Barbara Zipser: &amp;#039;&amp;#039;Pseudo-Alexander Trallianus. De oculis. Einleitung, Text, Übersetzung und Kommentar.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Heidelberg 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Iwan Bloch]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexandros von Tralleis.&amp;#039;&amp;#039; In: Max Neuberger, Julius Pagel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Begründet von Theodor Puschmann. Band 1, Fischer, Jena 1902, S. 535–544; Neudruck Olms, Hildesheim/New York 1971.&lt;br /&gt;
* Isabel Grimm-Stadelmann: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Iatromagie in der byzantinischen Zeit&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-061292-9, S. 187–536.&lt;br /&gt;
* David R. Langslow: &amp;#039;&amp;#039;The Latin Alexander Trallianus. The Text and Transmission of a Late Latin Medical Book.&amp;#039;&amp;#039; The Society for the Promotion of Roman Studies, London 2006, ISBN 0-907764-32-0 (enthält kritische Teiledition der lateinischen Fassung der &amp;#039;&amp;#039;Therapeutika&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Leven]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Tralles (Alexandros von Tralleis).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]]  u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 31 f.&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 2|29|30|Alexandros von Tralleis|Barbara Zipser}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118869477}}&lt;br /&gt;
* [http://www.epilepsiemuseum.de/deutsch/geschich/tralleis.html Alexander über Epilepsie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118869477|LCCN=n85811814|VIAF=79139373}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alexander #Tralleis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner der Spätantike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 7. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Alexander von Tralleis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Alexandros von Tralleis; Alexander Trallianus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Arzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 525&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tralleis]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 605&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carbidfischer</name></author>
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