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	<title>Alexander in Babylon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:17:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_in_Babylon&amp;diff=555678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Regi51: Änderungen von 2.205.212.157 (Diskussion) rückgängig gemacht (HG) (3.4.12)</title>
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		<updated>2023-11-16T20:52:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2.205.212.157&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2.205.212.157&quot;&gt;2.205.212.157&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2.205.212.157&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2.205.212.157 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Huggle&quot; title=&quot;Wikipedia:Huggle&quot;&gt;HG&lt;/a&gt;) (3.4.12)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jakob Wassermann.jpg|mini|rechts|Jakob Wassermann (1873–1934)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander in Babylon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein historischer Roman von [[Jakob Wassermann]], der 1905 in Berlin erschien. Das Manuskript – neunhundert Seiten lang – lag im September 1903 vor und wurde vom Autor erheblich gekürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
;Vorspiel&lt;br /&gt;
In der Wüste, &amp;#039;&amp;#039;dunkelgelb und regungslos&amp;#039;&amp;#039;, bricht die Nacht an – &amp;#039;&amp;#039;plötzlich wie der Schrecken&amp;#039;&amp;#039;. Im &amp;#039;&amp;#039;Troß des Heeres&amp;#039;&amp;#039; erschallt das &amp;#039;&amp;#039;Gelächter des Wahnsinns.&amp;#039;&amp;#039; König [[Alexander der Große|Alexander]] liegt &amp;#039;&amp;#039;auf einem niedrigen Ruhebett im Zelt, am Lagerende&amp;#039;&amp;#039; sitzt [[Hephaistion|Hephästion]], &amp;#039;&amp;#039;Führer der Edelscharen und Freund des Königs.&amp;#039;&amp;#039; Alexander &amp;#039;&amp;#039;drängt den Göttern entgegen, scheint sich auserlesen zu Göttlichem. Aber Zweifel und Zuversicht wechseln&amp;#039;&amp;#039;. Hephästion, der einzige, der Alexander nicht fürchtet, &amp;#039;&amp;#039;ist der Wärter der kranken, aufbrüllenden Seele.&amp;#039;&amp;#039; Alexander &amp;#039;&amp;#039;ist gemieden, seine Gegenwart verbreitet Entsetzen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Brunnen sind eingestürzt, die Pfützen versiegt. Unmenschlich&amp;#039;&amp;#039; leidet selbst der &amp;#039;&amp;#039;Überwinder Asiens durch Durst.&amp;#039;&amp;#039; Aber: &amp;#039;&amp;#039;den Tod gibt es nicht!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hilf uns, Alexander!“ schreien die Söldner. „Rette uns doch, wenn du Gottes Sohn bist!“&lt;br /&gt;
Beim Todesmarsch durch die Wüste sind noch neunzehn von achthundert Kamelen übrig. Diese erschnuppern den Weg ins &amp;#039;&amp;#039;grün bewachsene&amp;#039;&amp;#039; Land. Alexander teilt &amp;#039;&amp;#039;die freudige Bewegung&amp;#039;&amp;#039; seiner Söldner nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Diadem&lt;br /&gt;
[[Datei:AlexanderTheGreat Bust Transparent.png|miniatur|rechts|Alexander der Große (356–323 v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
Im Frühling des Jahres 324 v. Chr. erreicht Alexander mit den Resten seines Heeres [[Susa (Persien)|Susa]]. Alexander hält ein &amp;#039;&amp;#039;fürchterliches Strafgericht&amp;#039;&amp;#039; unter Statthaltern, Richtern und Steuerverwaltern ab, die &amp;#039;&amp;#039;seine lange Abwesenheit in Indien&amp;#039;&amp;#039; zur Bereicherung ausgenutzt hatten. Auch das [[Diadem]] aus dem [[Kyros II.|Kyrosgrab]] wurde gestohlen. Der Dieb befindet&amp;#039;&amp;#039; sich noch unentdeckt mitten im Heer.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den [[Antike Makedonen|Makedoniern]] in der Truppe Alexanders behauptet ein Soldat, der aus [[Ekbatana]] kommt, von dort aus rückten &amp;#039;&amp;#039;dreißigtausend junge [[Perser (Volk)|Perser]], in makedonische Rüstung eingekleidet und in allen Übungen der [[Phalanx]] geschult&amp;#039;&amp;#039;, an. Die Makedonier fürchten, Alexander vertraue ihnen, seinen Landsleuten, nicht mehr. Phason, einer ihrer Hauptleute, vernimmt das &amp;#039;&amp;#039;dumpfe Grollen des Aufruhrs&amp;#039;&amp;#039;. Probleme werden auf der Stelle mit dem Schwert gelöst. Phason tötet den Soldaten, der die Nachricht überbrachte. Ein anderer Soldat findet in der Blutlache neben der Leiche das gestohlene Diadem. Alexander, der zufällig vorbeikommt, betrachtet &amp;#039;&amp;#039;das strahlende Kunstwerk in seiner Hand&amp;#039;&amp;#039;. Ein Magier ruft: „Wirf es weg, Alexander!“ und warnt &amp;#039;&amp;#039;der muss sterben, der das Diadem trägt.&amp;#039;&amp;#039; Alexander ist &amp;#039;&amp;#039;der Begriff des Todes fremd und fern&amp;#039;&amp;#039;. Also fordert er die fremden Götter heraus – bindet sich das Diadem an seiner &amp;#039;&amp;#039;Wieselfellmütze&amp;#039;&amp;#039; fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hochzeitsfeier&lt;br /&gt;
Die Makedonier fürchten &amp;#039;&amp;#039;im Freund einen Verleumder und Verräter, sie &amp;#039;&amp;#039;wagen&amp;#039;&amp;#039; nicht mehr, ihre Gedanken in Worte umzusetzen. In ihnen &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; kein Glauben, kein Vertrauen, keine Hoffnung, keine Freude, keine Festigkeit, kein wahrer Ernst. So &amp;#039;&amp;#039;bricht&amp;#039;&amp;#039; plötzlich unter den Edelknaben eine Verschwörung gegen das Leben Alexanders&amp;#039;&amp;#039; aus. Hephästion erfährt davon. Er unterbindet mit harter Hand, ohne Alexander ins Bild zu setzen, weitere Aktivitäten der Verschwörer, kommt aber dadurch ein wenig zu spät zur Massenhochzeit von Susa. Die &amp;#039;&amp;#039;persischen Bräute&amp;#039;&amp;#039; ziehen ein ins riesige Zelt, in dem sich mehr als zehntausend Menschen befinden. Zwar scheinen die Bräute &amp;#039;&amp;#039;willig, der befohlenen Liebe geneigt, doch manche&amp;#039;&amp;#039; hatte durch den künftigen makedonischen Ehemann den Bruder verloren oder die – noch kurz vor dem Tod – geschändete Mutter. Alexander heiratet [[Stateira]], Tochter des [[Dareios III.|Dareios]]. Das Gesicht der Braut ist &amp;#039;&amp;#039;von einer merkwürdigen bösen Regungslosigkeit. Vielleicht &amp;#039;&amp;#039;denkt&amp;#039;&amp;#039; sie an ihre Nebenbuhlerin&amp;#039;&amp;#039; [[Roxane (Alexander der Große)|Roxane]], &amp;#039;&amp;#039;die im Königspalast zu [[Babylon]] auf Alexander&amp;#039;&amp;#039; wartet. Hephästion ist [[Hephaistion|Drypetis]], ebenfalls eine Tochter des Dareios, zur Ehe zugewiesen. Drypetis lächelt &amp;#039;&amp;#039;wie eine scheue Sklavin sinnlich beunruhigt vor sich hin.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hephästion fängt an der Hochzeitstafel einen einzigen Blick Alexanders auf und meint daraus ablesen zu können: Der König weiß alles über die letzte Verschwörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hochzeit begegnet Alexander einer verwahrlosten Kinderschar, Nachkommen der Opfer des Wüstenzuges. Die [[Waise]]n werden angeführt von dem Inder Kondanyo. Alexander will von dem Weisen etwas Gutes hören. Kondanyo sagt: „Selig sind, die nicht hassen, Alexander!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hephästion empfängt einen Brief von [[Philipp III. Arrhidaios|Arrhidäos]], dem &amp;#039;&amp;#039;ängstlichen Beiseitesteher und grüblerischen Phantasten, &amp;#039;&amp;#039;dem&amp;#039;&amp;#039; Halbbruder Alexanders.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Liblitu&lt;br /&gt;
Arrhidäos, &amp;#039;&amp;#039;zwei Jahre jünger als Alexander&amp;#039;&amp;#039;, ist &amp;#039;&amp;#039;Sohn des Königs [[Philipp II. (Makedonien)|Philipp]] und einer [[Thessalien|thessalischen]] Tänzerin. Nur wenige Makedonier, für jede Untat zu haben&amp;#039;&amp;#039;, ziehen mit ihm gegen den [[Tigris]]. Unterwegs begegnen sie der &amp;#039;&amp;#039;Liblitu&amp;#039;&amp;#039;. Die Babylonierin war vor den Makedoniern in den Tempel der [[Anahita]] entwichen und nur durch eine Flucht in den Hain der heiligen Schlangen von den zudringlichen Söldnern Alexanders verschont geblieben. Liblitu will im [[Heerlager]] Alexanders Klage erheben. Arrhidäos nimmt &amp;#039;&amp;#039;die Einsame in seinen Schutz&amp;#039;&amp;#039;. Die Söldner begehren Liblitu und folgen ihr &amp;#039;&amp;#039;still wie Hunde&amp;#039;&amp;#039;. Liblitu flüchtet zu Arrhidäos. Der ist mit sich beschäftigt. Der Zuspätgekommene beneidet Alexander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Makedonier&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Heere Alexanders &amp;#039;&amp;#039;versammeln sich&amp;#039;&amp;#039; am Flusse Kufisu.&amp;#039;&amp;#039; Nun ist es &amp;#039;&amp;#039;Gewißheit geworden&amp;#039;&amp;#039;. Dreißigtausend Perser rücken an. &amp;#039;&amp;#039;Von einer einmütigen Aufwallung ergriffen&amp;#039;&amp;#039;, ziehen die Makedonier vor Alexanders Sitz und wollen Klarheit. Alexander tritt allein heraus und schickt die Schlachtenmüden nach Hause. Tumult bricht aus. „Verräter!“ schreien sie Alexander zu. „Hat uns ausgenutzt und ausgedrückt, und jetzt wirft er uns in den Dreck.“ Später schreit einer: „Auf! Nach Hause! Wir sind frei!“ Alexander schließt sich in seinem Palast ein. Die Heimkehr nach Makedonien ohne Alexander erweist sich als undurchführbar. Die Makedonier flehen vor der Palastmauer um Gnade und stoßen bei Alexander auf taube Ohren. Phason nimmt alle Schuld der Makedonier auf sich und richtet sich mit dem eigenen Schwert an der Palastmauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hephästion&lt;br /&gt;
Hephästion stürzt in Alexanders Gemach und bestürmt den König. „Jetzt ist es an der Zeit, dass du dich der Makedonier erinnerst. Freund! Geliebter! Alexander!“ ruft er aus. Doch Alexander weist den Freund kalt ab, schickt ihn auf einen Feldzug gegen Kolonai. Alexander tritt zu den Makedoniern hinaus. Die Soldaten suchen &amp;#039;&amp;#039;seine Knie zu umklammern&amp;#039;&amp;#039;. Alexander &amp;#039;&amp;#039;sieht in ihren Augen den Haß,&amp;#039;&amp;#039; von dem die Gedemütigten selber nichts wissen. &amp;#039;&amp;#039;Da &amp;#039;&amp;#039;kommt&amp;#039;&amp;#039; das Grauen über ihn.&amp;#039;&amp;#039; Der ein Gott sein wollte, ahnt nun, &amp;#039;&amp;#039;dass ein Mensch zu sein mehr bedeute.&amp;#039;&amp;#039; Aber er hat niemanden außer Hephästion. Da findet er den toten Phason und küsst &amp;#039;&amp;#039;die wachskühlen Lippen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drypetis will die Liebe des zwangsweise angetrauten Hephästion. Der Gatte hat die Gattin noch nicht angerührt und gibt sie frei. Liblitu, die inzwischen Klage geführt hat, geht auf Hephästion zu, umhalst ihn wie eine Liebende. Hephästion vergehen die Sinne. Die Babylonierin beißt ihn in die Schulter, trinkt sein Blut. &amp;#039;&amp;#039;Giftiger Schlaf &amp;#039;&amp;#039;überwältigt&amp;#039;&amp;#039; ihn&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Fieber&lt;br /&gt;
Drypetis hat auf der Suche nach dem Gatten dessen Talisman gefunden und nennt Alexander den Fundort. Alexander findet &amp;#039;&amp;#039;Hephästion in der Dämmerung.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Er &amp;#039;&amp;#039;küsst&amp;#039;&amp;#039; ihn auf die Lippen und &amp;#039;&amp;#039;fragt&amp;#039;&amp;#039; zärtlich: „Warum sind deine Lippen so kalt?“&amp;#039;&amp;#039; Hephästion ist des Lebens müde, freut sich auf den Tod und geht. Später finden ihn die Makedonier in zerfetztem Kleid, beschmutzter Rüstung und barfuß. Hephästion zieht den Leichnam Liblitus hinter sich her. Hephästion stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Nächte zwischen den Strömen&lt;br /&gt;
Vor dem Leichnam seines toten Freundes Hephästion heult Alexander &amp;#039;&amp;#039;wie ein Tier&amp;#039;&amp;#039;. Je &amp;#039;&amp;#039;mehr die Nacht&amp;#039;&amp;#039; vorrückt, umso &amp;#039;&amp;#039;mehr&amp;#039;&amp;#039; fürchtet &amp;#039;&amp;#039;er den Leichnam. Plötzlich&amp;#039;&amp;#039; hat er ein &amp;#039;&amp;#039;Gefühl der Fremdheit&amp;#039;&amp;#039; und befiehlt: „Laßt es still und finster werden in Asien.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Perdikkas (Diadoche)|Perdikkas]] erhält &amp;#039;&amp;#039;den Befehl über die Edelscharen.&amp;#039;&amp;#039; Alexander blickt zurück. &amp;#039;&amp;#039;Das Gefühl der Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039; ist ihm neu. Er fühlt sich schwerbeladen &amp;#039;&amp;#039;wie alle anderen Sterblichen.&amp;#039;&amp;#039; [[Eumenes von Kardia|Eumenes]], einer von Alexanders Hauptleuten, sieht den Kummer und sagt zum König: „Wenn du auch alle vergessen hast, die dich lieben, so denke wenigstens an die, die dich hassen.“ Alexander bricht mit seinen Heerscharen nach Babylon auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Chaldäer&lt;br /&gt;
Das Heer zieht ins [[Babylonien|babylonische Land]]. Kurz vor Mitternacht empfängt Alexander noch die Gesandtschaft der [[Karthago|Karthager]]. Der älteste Gesandte beugt zum Gruß die Stirn bis auf den Teppich. Arrhidäos lacht. Alexander züchtigt den Halbbruder. Ein [[Chaldäer]] weissagt aus der Leber eines eben geschlachteten jungen Esels. Alexander solle umkehren. Er lässt die sieben chaldäischen Priester gefangen nehmen. Keiner zeigt Unwillen oder Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Babylon besteigt Kondanyo, &amp;#039;&amp;#039;müde vom Anblick der menschlichen Geschäfte,&amp;#039;&amp;#039; freiwillig den Scheiterhaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chaldäer raten Alexander immer noch zur Umkehr. Wenn er &amp;#039;&amp;#039;dennoch den Gestirnen Trotz bieten&amp;#039;&amp;#039; wolle, so solle er Babylon wenigstens gegen Morgen schauend betreten. Aber das Westtor ist von Sümpfen umgeben. Alexander befiehlt den Tod der sieben &amp;#039;&amp;#039;Chaldäer, die um das Licht der Zukunft&amp;#039;&amp;#039; stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Arrhidäos&lt;br /&gt;
In Babylon soll Hephästions Leichnam verbrannt werden. Der ehrgeizige Makedonier Charippos wird von Perdikkas mit der Totenwache an Hephästions Sarg beauftragt. Drypetis will die geliebte Hülle zu [[Uruk]] in der Totenstadt begraben, damit sie nicht dem Feuer verfalle und aus dem Himmel [[Zarathustra]]s ausgeschlossen werde. Also lässt sie Charippos vom Sarg weglocken. Seine Wachmannschaft vergnügt sich derweil in Babylon, während Drypetis die Leiche fortbringen lässt. Charippos, im weiträumigen Babylon allein gelassen, trifft auf Arrhidäos. Der Halbbruder Alexanders ist genauso allein und sucht Charippos&amp;#039; Freundschaft. Die bahnt sich an. Charippos hat seinen Posten verlassen und muss zurück. Arrhidäos begleitet ihn. Perdikkas fürchtet die Strafe Alexanders und lässt Charippos wegen Pflichtvergessenheit töten. Der Tote wird einfach in den Sarg gelegt. Die ebenfalls pflichtvergessenen Wachsoldaten schweigen aus Furcht vor Alexander. Arrhidäos betrauert &amp;#039;&amp;#039;nicht Charippos, sondern den Freund, den ihm das Schicksal&amp;#039;&amp;#039; versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dämon diademgeschmückt&lt;br /&gt;
[[Datei:Ish-tar Gate detail.jpg|miniatur|rechts|Babylon: Ischtar-Tor (Detail)]]&lt;br /&gt;
Nachts zieht der König &amp;#039;&amp;#039;durch das [[Ischtar-Tor|Ischtartor]] in die löwengeschmückte Prozessionsstraße.&amp;#039;&amp;#039; Er nimmt am Gastmahl des vornehmen Babyloniers Nidintubel teil, und &amp;#039;&amp;#039;der dunkelschmachtende Blick&amp;#039;&amp;#039; fällt auf &amp;#039;&amp;#039;Gesichter, in denen der Ausdruck heuchlerischer Demut&amp;#039;&amp;#039; liegt. Aus dem Königspalast zu Babylon hatte Roxane nach Alexander verlangt. Er geht zu ihr hin. Roxane ist &amp;#039;&amp;#039;schlank und hochbeinig&amp;#039;&amp;#039;. Roxanes Bewegungen haben etwas &amp;#039;&amp;#039;schlafend Schwermütiges wie bei edlen gefangenen Tieren&amp;#039;&amp;#039;. Roxane, &amp;#039;&amp;#039;vereinsamt und verstoßen&amp;#039;&amp;#039;, wird vom Blick Alexanders berührt, &amp;#039;&amp;#039;so lebenssuchend, so fest, so starr, so flammend und so dunkel,&amp;#039;&amp;#039; dass sie sich ihm hingibt. Danach verlässt Alexander Roxane und nimmt draußen in der Nacht im Wasserbecken ein kühles Bad. Im Becken kommt ihm die Erkenntnis, &amp;#039;&amp;#039;dass es unmöglich ist, dies Unerklärliche, Leben genannt, nach eigenem Willen festzuhalten&amp;#039;&amp;#039;. Und er fragt sich, wenn das so ist, &amp;#039;&amp;#039;wozu er &amp;#039;&amp;#039;dann&amp;#039;&amp;#039; Reiche erobert, Männer gemordet, Könige entthront &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; Götter beleidigt &amp;#039;&amp;#039;hat&amp;#039;&amp;#039;. Ihm zergeht die Welt, nach der er gestrebt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halbbruder Arrhidäos hat sich ans Becken geschlichen und trägt inzwischen das Diadem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein Zwiegespräch&lt;br /&gt;
Diesen Frevel muss Alexander mit dem Tode bestrafen. Er lässt den Halbbruder aber lediglich geißeln. Perdikkas macht dem schließlich ein Ende – aus alter Anhänglichkeit an Philipp von Makedonien, dessen Bastard der Gegeißelte ja ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frühling kommt. Es heißt,&amp;#039;&amp;#039; Alexander sei erkrankt, er habe sich bei dem nächtlichen Bad erkältet.&amp;#039;&amp;#039; Alexander geht gegen den Rat der Ärzte zur Feuerbestattung seines geliebten Freundes Hephästion. Ihm begegnet der gezüchtigte Halbbruder. Arrhidäos sagt: „Du verlassenster Mensch, Alexander. Kein Herz schlägt für dich, alle zittern nur vor dir. Allein stehst du der Finsternis gegenüber. Ich kenne deine Qual.“ Alexander gebietet, &amp;#039;&amp;#039;das Feuer zu entzünden. Charippos brennt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Ring&lt;br /&gt;
Roxane ist schwanger. Der Gesundheitszustand Alexanders verschlechtert sich rapide. Eumenes, Perdikkas und &amp;#039;&amp;#039;[[Seleukos I.|Seleukos]]&amp;#039;&amp;#039; halten sich stets in der Nähe des schwer kranken Königs auf, der kaum noch gehen kann. Perdikkas überwindet sich und fragt Alexander, &amp;#039;&amp;#039;wer nach &amp;#039;&amp;#039;ihm&amp;#039;&amp;#039; befehlen soll.&amp;#039;&amp;#039; Alexander zieht sich &amp;#039;&amp;#039;seinen Siegelring vom Daumen und &amp;#039;&amp;#039;reicht&amp;#039;&amp;#039; ihn Perdikkas.&amp;#039;&amp;#039; Mit dem Ring flüchtet Perdikkas hinter die Mauern von [[Borsippa]] und lässt per gesiegelten königlichen Befehl das Tor schließen. Alexander will nicht sterben. Eumenes stellt nun die Frage nach dem Namen des Nachfolgers. &amp;#039;&amp;#039;Der Haß gegen diese Lebenden &amp;#039;&amp;#039;lässt Alexanders&amp;#039;&amp;#039; Atem stocken.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander läuft ein letztes Mal bis vor den Palast und wird von der Menge seiner Makedonier bestürmt, &amp;#039;&amp;#039;als ob sie ihn küssen wollten.&amp;#039;&amp;#039; Die Makedonier drängen und schieben, treten &amp;#039;&amp;#039;auf seinen Leib, auf seine Brust.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Babylon&lt;br /&gt;
Die Makedonier haben einen Nachfolger für den toten Alexander gefunden – &amp;#039;&amp;#039;Philipps Sohn&amp;#039;&amp;#039;. Arrhidäos ist am Ziel seiner geheimsten Wünsche, doch er bewährt sich von Anfang an keinesfalls. So überlässt er verwundert Perdikkas die Macht. Als in dem Machtgerangel Roxane ihrer Rivalin Stateira die Kehle durchschneiden lässt, bekommt Arrhidäos einen [[Epilepsie|epileptischen Anfall]]. Langsam genesend, widmet sich der Sohn Philipps dem Flötenspiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstzeugnis ==&lt;br /&gt;
Über den historischen Recherchen zum Roman habe der Autor vier Jahre verbracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Selbstbetrachtungen, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
*[[Hermann Hesse|Hesse]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hesse in der „[[Münchner Zeitung]]“ vom 9. Dezember 1904, zitiert bei Michels, S. 148 unten&amp;lt;/ref&amp;gt; sieht den Text als Kunst; nicht so sehr wegen der Figur des Großen Alexander, als vielmehr wegen einiger „zitternd banger Töne“, die aus jenem Babylon – vom Volk artikuliert – hie und da aufklängen. &lt;br /&gt;
*Nach Margarita Pazi bringe Wassermann in der Gestalt des Arrhidäos seine Verehrung für [[Fjodor Michailowitsch Dostojewski|Dostojewski]] zum Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Pazi, S. 50, 1. Z. v. o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Der junge Wassermann hat die Gabe und die Schöpferkraft, das „Alexanderreich in seinem Glanz und Elend“ auf das Papier zu bannen.&amp;lt;ref&amp;gt;Koester, S. 28, 2. Z. v. u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Nach [[Peter Sprengel|Sprengel]] diene der Stoff lediglich „zur Erzeugung einer ästhetizistisch-dekadenten Untergangsstimmung“&amp;lt;ref&amp;gt;Sprengel, S. 155, 19. Z. v. o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;Quelle&lt;br /&gt;
Jakob Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander in Babylon. Historischer Roman.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1986, ISBN 3-373-00056-4.&lt;br /&gt;
;Erstausgabe&lt;br /&gt;
*Jakob Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander in Babylon.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Berlin 1905.&lt;br /&gt;
;Ausgaben&lt;br /&gt;
*Jakob Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander in Babylon.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Berlin 1915 (4. und 5. Aufl.), 1918 (6. bis 8. Aufl.), 1924.&lt;br /&gt;
*Jakob Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander in Babylon.&amp;#039;&amp;#039; Ziff-Davis, Chicago 1949. (Erste Ausgabe auf Englisch)&lt;br /&gt;
*Jacob Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander de Groote in Babylon.&amp;#039;&amp;#039; (Bd. 1). Amsterdam.&lt;br /&gt;
;Sekundärliteratur&lt;br /&gt;
*[[Volker Michels]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hermann Hesse. Die Welt im Buch I. Rezensionen und Aufsätze aus den Jahren 1900–1910.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Hesse. Sämtliche Werke in 20 Bänden, Bd.&amp;amp;nbsp;16.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988 (Aufl. 2002), 646 Seiten, ohne ISBN &lt;br /&gt;
*[[Margarita Pazi]] in: [[Gunter E. Grimm]], Frank Rainer Max (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Dichter. Leben und Werk deutschsprachiger Autoren&amp;#039;&amp;#039;. Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Vom Beginn bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 1989, ISBN 3-15-008617-5.&lt;br /&gt;
*Rudolf Koester: &amp;#039;&amp;#039;Jakob Wassermann&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1996, ISBN 3-371-00384-1, S. 28–29.&lt;br /&gt;
*Peter Sprengel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900–1918.&amp;#039;&amp;#039; München 2004, ISBN 3-406-52178-9, S. 155.&lt;br /&gt;
*Jakob Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Selbstbetrachtungen. Marta zugeeignet.&amp;#039;&amp;#039; Salzwasser Verlag, Paderborn 2011, ISBN 978-3-8460-0022-9. (Erstausgabe 1933 (Koester, S. 90 oben, Eintrag 1933))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.projekt-gutenberg.org/wasserma/babylon/babylon.html Der Roman-Text] bei Gutenberg-DE&lt;br /&gt;
*[https://www.projekt-gutenberg.org/wasserma/alexandr/alexandr.html Der Roman-Text] bei Gutenberg-DE (andere Quelle)&lt;br /&gt;
*[https://www.projekt-gutenberg.org/wasserma/selbstbe/selbstbe.html Selbstbetrachtungen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|VIAF=175761799}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alexander In Babylon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Jakob Wassermann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Roman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk über Alexander den Großen]]&lt;/div&gt;</summary>
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