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	<title>Alexander Wladimirowitsch Men - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:17:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Wladimirowitsch_Men&amp;diff=384150&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-08-17T12:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexandermen-cross.jpg|mini|Gedenkkreuz am Ort der Ermordung von Men (2007)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Wladimirowitsch Men&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Александр Владимирович Мень}}, wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Aleksandr Vladimirovič Men}}&amp;#039;&amp;#039;; *&amp;amp;nbsp;[[22. Januar]] [[1935]] in [[Moskau]]; †&amp;amp;nbsp;[[9. September]] [[1990]] in Semchos, heute zu [[Sergijew Possad]], [[Russland]]) war ein russisch-orthodoxer Religionsphilosoph und [[Priester (Christentum)|Priester]]. Er zählt zu den führenden russisch-orthodoxen Theologen des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er wurde als Sohn eines jüdischen Textilingenieurs und einer orthodoxen Mutter geboren. Bereits als Kleinkind wurde er getauft. Er ging auf die 554. Schule für Jungen in Moskau. In der Schulzeit las er die Werke von [[Johannes Chrysostomos]], [[Basilius der Große|Basileus dem Großen]], [[Augustinus von Hippo|Augustinus]] und [[Theophan Goworow|Feofan Satwornik]] sowie die [[Philokalie]]. Autodidaktisch lernte er den Stoff eines russisch-orthodoxen Priesterseminars.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte Biologie am &amp;#039;&amp;#039;Institut für Pelzwaren&amp;#039;&amp;#039; in [[Balaschicha]] und später in [[Irkutsk]]. Privat studierte er [[Theologie]] und [[Philosophie]]. Ihn interessierten [[Baruch Spinoza|Baruch de Spinoza]], [[René Descartes]] und [[Gottfried Wilhelm Leibniz]], aber auch die orthodoxen Theologen [[Pawel Alexandrowitsch Florenski|Pawel Florenski]], [[Alexei Stepanowitsch Chomjakow|Alexei Chomjakow]], [[Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew|Nikolai Berdjajew]] und [[Sergei Nikolajewitsch Bulgakow|Sergei Bulgakow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Irkutsk kam er in Kontakt mit dem Theologiestudenten und späteren Dissidenten [[Gleb Pawlowitsch Jakunin|Gleb Jakunin]]. 1958 relegierte ihn das &amp;#039;&amp;#039;Institut für Pelzwaren&amp;#039;&amp;#039;, weil er mehrfach ohne Erlaubnis in der Kirchenverwaltung gearbeitet hatte. Im gleichen Jahr wurde er in Moskau zum orthodoxen [[Diakon]], wenige Monate später zum Priester geweiht und nahm ein Studium am &amp;#039;&amp;#039;[[Geistliche Akademie Sankt Petersburg|Geistlichen Seminar]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Sankt Petersburg|Leningrad]] auf. 1964 wechselte er an die &amp;#039;&amp;#039;[[Moskauer Geistliche Akademie|Geistliche Akademie]]&amp;#039;&amp;#039; in Moskau, wo er 1968 mit einer Dissertation zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Monotheismus und vorchristliche Religionen&amp;#039;&amp;#039; promovierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Men veröffentlichte zehn Bücher, die unter [[Pseudonym]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Tamisdat]]&amp;#039;&amp;#039; in russischer Sprache im Ausland verlegt wurden und als verbotene Literatur in die Sowjetunion zurückkehrten. Zu den wichtigsten gehören die [[Fundamentaltheologie|fundamentaltheologische]] Reihe &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach dem Weg, der Wahrheit und dem Leben&amp;#039;&amp;#039; (russisch &amp;#039;&amp;#039;W poiskach Puti, Istiny i Schisni&amp;#039;&amp;#039;, 1970–1983), eine Einführung in das Christentum &amp;#039;&amp;#039;Der Menschensohn&amp;#039;&amp;#039; (russisch &amp;#039;&amp;#039;Syn Tschelowetscheski&amp;#039;&amp;#039;, 1969), und eine Abhandlung zur Entstehung und Entwicklung orthodoxer Feste, &amp;#039;&amp;#039;Sakrament, Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039; (russisch &amp;#039;&amp;#039;Tainstwo, Slowo i Obras&amp;#039;&amp;#039;, 1980).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Auffassung, dass Menschen ohne Gott verloren seien, machte ihn zum Hoffnungsträger systemoppositioneller Kreise, die eine dem [[Sozialismus]] entgegengesetzte Lebensphilosophie suchten. In den 1970er und 1980er Jahren leitete Men die Gemeinde in Tarassowka bei Moskau und betätigte sich aktiv als [[Missionar]]. Er übte Einfluss unter Jugendlichen und in der wissenschaftlichen Intelligenz aus. In seiner Dorfkirche taufte er in einer spektakulären Aktion mehrere tausend Menschen. Er gab die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Welt der Bibel&amp;#039;&amp;#039; (russisch &amp;#039;&amp;#039;Mir Biblii&amp;#039;&amp;#039;) heraus, gründete 1989 in Moskau eine &amp;#039;&amp;#039;Freie Orthodoxe Universität&amp;#039;&amp;#039;, setzte sich für die [[Ökumenische Bewegung|Ökumene]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Men wurde seit den 1960er Jahren vom [[KGB]] überwacht. Der Geheimdienst durchsuchte mehrfach seine Wohnung und lud ihn zu Vernehmungen vor. Nach der Wende in der Sowjetunion trat er mehrfach im Fernsehen auf, gewann große Popularität, wurde jedoch von [[Nationalismus|Nationalisten]] und [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Antisemiten]] wegen seiner jüdischen Herkunft und ökumenischen Auffassungen angefeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. September 1990 wurde er in Semchos bei [[Sergijew Possad]] frühmorgens auf dem Weg zur Kirche von einem Attentäter mit einem Beil erschlagen. Die Regierung setzte eine Untersuchungskommission ein. Ergebnisse wurden nicht vorgelegt. Der Vorsitzende der Kommission wurde ebenfalls getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Men war verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn Michail Men war von 2005 bis 2013 Gouverneur der [[Oblast Iwanowo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische &amp;#039;&amp;#039;Akademie der [[Diözese Rottenburg-Stuttgart]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Allrussische Bibliothek für Ausländische Literatur&amp;#039;&amp;#039; in Moskau verliehen seit 1995 jährlich den [[Aleksandr-Men-Preis|Alexander-Men-Preis]] an Persönlichkeiten, die sich um den Austausch zwischen Russland und [[Deutschland]] verdient gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Son of man&amp;#039;&amp;#039;. Oakwood Publ., Torrance, Calif. 1998, ISBN 1-879038-28-5; deutsch &amp;#039;&amp;#039;Der Menschensohn&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Klaus Mertes]] und Ulrike Patow deutsch von Monika Schierhorn. Herder, Freiburg; 2., durchges. Aufl. 2007, ISBN 3-451-29059-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;About Christ and the church&amp;#039;&amp;#039;. Oakwood Publ., Torrance, Calif. 1996, ISBN 1-879038-29-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mir Biblii&amp;#039;&amp;#039;. Knižnaja palata, Moskva 1990, ISBN 5-7000-0329-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Smertiiu smert poprav&amp;#039;&amp;#039;. Eridan, Minsk 1990, ISBN 5-85872-001-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pravoslavnoe bogosluzenie: Tainstvo, slovo i obraz&amp;#039;&amp;#039;. Slovo, Moskva 1991, ISBN 5-85050-266-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Istoriia religii v semi tomakh: V poiskakh Puti, Istiny i Zhizni&amp;#039;&amp;#039;. Slovo, Moskva 1991–1992, ISBN 5-85050-281-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibliologicheskiĭ slovar&amp;#039;&amp;#039;. Fond imeni Aleksandra Menia, Moskva 2002, ISBN 5-89831-020-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yves Hamant: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Men: Ein Zeuge für Christus in unserer Zeit. Dokumente des Glaubens.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2000, ISBN 3-598-11451-6.&lt;br /&gt;
* Michael Plekon: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Men: A modern martyr, free in the faith, open to the world.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Living icons: Persons of faith in the Eastern church.&amp;#039;&amp;#039; University of Notre Dame Press, Notre Dame (Ind.) 2002, ISBN 0-268-03350-1.&lt;br /&gt;
* Igor Pochoshajew: &amp;#039;&amp;#039;Stellen wir die Altäre auf … Aleksandr Men’ zum Verhältnis von Kirche und Staat.&amp;#039;&amp;#039; Lembeck, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87476-523-7.&lt;br /&gt;
* Igor Pochoshajew: &amp;#039;&amp;#039;Die ökumenische Bedeutung von Aleksandr Men’.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annales Theologici&amp;#039;&amp;#039; Bd. 21 (2007), S. 399–413.&lt;br /&gt;
* Igor Pochoshajew (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für mich sind alle Menschen Gottes Kinder. Theologie, Ökumene und geistliche Praxis bei Aleksandr Men’. Vorträge der Tagung in Rostock vom 5.–6. Juni 2007.&amp;#039;&amp;#039; Lembeck, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-87476-567-1.&lt;br /&gt;
* Ann Shukman, Elizabeth Roberts (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christianity for the twenty-first century: The life and work of Alexander Men.&amp;#039;&amp;#039; SCM, London 1996, ISBN 0-334-02613-X.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Mertes]]: &amp;#039;&amp;#039;Kult um den Autokraten. Alexander Mens Beitrag zur Deutung der russischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: Stimmen der Zeit Heft 5, Mai 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119129302}}&lt;br /&gt;
* [http://www.alexandrmen.ru/ Stiftung Alexander Men (ru)]&lt;br /&gt;
* [https://www.akademie-rs.de/akademie/preise/aleksandr-men-preis/ Alexander-Men-Preis (de)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.bogoslov.ru:80/de/text/1083016.html |wayback=20101130195905 |text=Vater Alexander Mens Erbe in der modernen russischen Orthodoxie.}} Ein Artikel von Diakon Alexander Zanemonez (in deutscher Übersetzung)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.aktuell.ru/russland/kultur/alexander_men_dorfpfarrer_mit_massenwirkung_437.html |wayback=20190818213405 |text=Alexander Men: Dorfpfarrer mit Massenwirkung}}, 18. Januar 2005&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=aii1TK_OcnU Leben und Schicksal von Pater Alexander Men] TV-Doku aus dem Jahr 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119129302|LCCN=n/83/35783|VIAF=113583399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Men, Alexander Wladimirowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dissident (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Russisch-Orthodoxe Kirche)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer eines ungeklärten Tötungsdelikts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Men, Alexander Wladimirowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Мень, Александр Владимирович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Geistlicher und Dissident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Januar 1935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Moskau]], [[Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. September 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sergijew Possad]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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