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	<title>Alexander VII. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_VII.&amp;diff=56443&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-11-21T15:15:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexander VII.jpg|mini|Alexander VII.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anselm van Hulle - Portrait of the Papal Nuntius Fabio Chigi LWL-Museum Münster JM.jpg|mini|Fabio Chigi als Bischof bei den Friedensverhandlungen in Münster, gemalt von Anselm van Hulle um 1646]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander VII.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Fabio [[Chigi (Adelsgeschlecht)|Chigi]]&amp;#039;&amp;#039;; * [[13. Februar]] [[1599]] in [[Siena]]; † [[22. Mai]] [[1667]] in [[Rom]]) war von 1655 bis 1667 [[Papst]] der [[römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]]. In seinem Auftrag entstanden zahlreiche das Bild des barocken Roms prägende Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fabio Chigi war der Sohn des Bankiers Flavio [[Chigi (Adelsgeschlecht)|Chigi]] (1548–1611) aus Siena, der einer Familie des dortigen Stadtadels angehörte, deren eine Linie mit dem bedeutenden Bankier [[Agostino Chigi]] (1466–1520) unter Papst [[Julius II.]] zur Dominanz im Finanzwesen des [[Kirchenstaat]]es gelangt war. Aus dem in Siena verbliebenen Familienzweig stammte Flavio Chigi, der in den dortigen Zweig der Familie von Papst [[Paul V.]] Borghese einheiratete. Sein Sohn Fabio, Großneffe dieses Papstes, studierte [[Philosophie]] und [[Theologie]] in Siena und trat nach seinem Studium im Jahr 1628 in die Dienste von Papst [[Urban VIII.]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1627 wurde er Vizelegat in [[Ferrara]] und danach 1635 [[Inquisition|Inquisitor]] in [[Malta]]. Nach der Berufung zum [[Bischof]] von [[Bistum Nardò|Nardò]] im südlichsten Teil von [[Apulien]] ernannte ihn [[Urban VIII.]] 1639 zum päpstlichen [[Apostolischer Nuntius|Nuntius]] in [[Köln]]. Als außerordentlicher Gesandter von Papst [[Innozenz X.]] hielt sich Fabio Chigi von 1644 bis 1649 in [[Münster]] auf, wo er an den Verhandlungen zum [[Westfälischer Frieden|Westfälischen Frieden]] teilnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Dethlefs: &amp;#039;&amp;#039;Friedensappelle und Friedensecho. Kunst und Literatur während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden&amp;#039;&amp;#039;. Diss., Universität Münster 1998, S.&amp;amp;nbsp;151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Versuch, als [[Mediation|Mediator]] vermittelnd zwischen den beiden Hauptparteien, Habsburg-Spanien und Frankreich-Schweden, zu wirken, scheiterte jedoch an der unnachgiebigen Haltung des Papstes, der jegliche Kompromisse zum Nachteil der katholischen Kirche ablehnte. Daher protestierte Chigi am Ende gegen die unterzeichnete Ausführung des Friedensvertrags, worauf der Papst diesen Vertrag in dem [[Breve (Schriftstück)|Breve]] &amp;#039;&amp;#039;[[Zelo domus Dei]]&amp;#039;&amp;#039; vom 26.&amp;amp;nbsp;November&amp;amp;nbsp;1648 verurteilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 1651 weihte Chigi den Kölner Kurfürsten [[Maximilian Heinrich von Bayern]] in der damaligen Hauptpfarrkirche von Bonn, der Remigiuskirche (nicht zu verwechseln mit der heutigen [[St. Remigius (Bonn)|Remigiuskirche]]), zum Bischof. Es war eine seiner letzten Amtshandlungen im Rheinland, bevor er zurück nach Rom ging. In dieser Kirche wurde viele Jahre später, am 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 1770, Ludwig van Beethoven getauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.&amp;amp;nbsp;Februar 1652 wurde Chigi von Innozenz X. zum [[Kardinal]] mit der Titelkirche &amp;#039;&amp;#039;[[Santa Maria del Popolo]]&amp;#039;&amp;#039; kreiert, in der sich seit der Zeit des Bankiers Agostino die prächtig ausgestattete Familienkapelle der Chigi befindet. Kurz darauf wurde er in Rom mit dem Amt des [[Kardinalstaatssekretär]]s betraut. Auf sein Bestreben hin verdammte Innozenz X. am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1653 fünf Sätze aus dem &amp;#039;&amp;#039;Augustinus&amp;#039;&amp;#039; von [[Cornelius Jansen]] als [[Häresie|häretisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb 1667 im Alter von 68 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Papstwahl ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des Papstes brauchte das Wählergremium der Kardinäle im [[Konklave]] 80 Tage, um nach langwierigem Streit der in ihm vertretenen Parteien ein neues Oberhaupt der katholischen Kirche zu bestimmen. Am 7.&amp;amp;nbsp;April 1655 wählten 63 der anwesenden 64 Kardinäle Fabio Chigi zum neuen Papst (er selbst gab seine Stimme einem anderen) und damit zum ersten Mal von insgesamt drei Fällen einen bisherigen Staatssekretär. Seinen Papstnamen Alexander VII. wählte er in Erinnerung an den bedeutenden, ebenfalls aus Siena stammenden mittelalterlichen Vorgänger [[Alexander III. (Papst)|Alexander III.]], den langjährigen Gegner von Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] im Kampf um die politische Vormachtstellung in Ober- und Mittelitalien zwischen 1160 und 1183.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nepotismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:COA Alexander VII Chigi.jpg|mini|Papstwappen Alexanders VII. am [[Berninis Elefant|Sockel]] des [[Obelisco della Minerva]]]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich galt Alexander VII. als Gegner des [[Nepotismus]] und enthielt sich eine Zeitlang einer Bevorzugung der eigenen Verwandten im Kirchenstaat. Im Jahre 1656 aber berief er, mit Zustimmung des Kardinalskollegiums, seinen Bruder Mario und seine Neffen Agostino, Flavio und Sigismondo nach Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flavio Chigi (Kardinal, 1631)|Flavio Chigi]] (1631–1693) wurde 1657 zum Kardinal ernannt und trat in die Funktion des päpstlichen [[Kardinalnepot]]en ein, der die Familiengeschäfte im Kirchenstaat zu führen hatte. Mit Geldern aus der päpstlichen Schatulle kaufte er zwischen 1659 und 1662 die nördlich von Rom gelegenen Orte [[Campagnano di Roma]], Cesano, Formello und Sacrofano von den stark verschuldeten Herzögen von Bracciano aus der Familie [[Orsini]], woraufhin der Papst dieses Gebiet zum Fürstentum Campagnano erhob. Kardinal Flavio ließ außerdem den heute als [[Palazzo Chigi-Odescalchi|Palazzo Odescalchi]] bekannten Palast an der Piazza SS. Apostoli von [[Gian Lorenzo Bernini]] erbauen und brachte in ihm seine umfängliche Antikensammlung unter, die im Jahre 1728 an [[August II. (Polen)|August den Starken]], König von Polen und Kurfürst von Sachsen, verkauft wurde und heute den Hauptteil der [[Skulpturensammlung (Dresden)|Skulpturensammlung]] des Zwingers in [[Dresden]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sigismondo Chigi (1649–1678), Vetter des Kardinals Flavio, wurde 1667 in jungem Alter noch kurz vor dem Tode des Papstes ebenfalls mit dem Kardinalspurpur ausgestattet. Er war zwischen 1673 und 1676 als Legat in Ferrara tätig, konnte aber wegen seines frühen Todes keine politische Wirkung entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agostino Chigi (1634–1705) erhielt als weltlicher Nepot, der die bis heute existierende Fürstenfamilie [[Chigi (Adelsgeschlecht)|Chigi]] begründete, das Fürstentum Campagnano und auf Grund seiner Heirat mit Maria Virginia Borghese 1658 auch das Fürstentum Farnese westlich des [[Bolsenasee]]s sowie das Fürstentum Albano (heute [[Albano Laziale]]) und das Herzogtum [[Ariccia]] am [[Albaner See]] südöstlich von Rom übertragen. Außerdem kaufte er von der Familie [[Aldobrandini (Adelsgeschlecht)|Aldobrandini]] deren Palast an der Piazza Colonna in Rom, den heutigen [[Palazzo Chigi]], der seit 1961 Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Die Staatsgeschäfte überließ Alexander VII. weitgehend seinem [[Kardinalstaatssekretär]] Giulio Kardinal Rospigliosi, dem späteren Papst [[Clemens IX.]], sowie den päpstlichen Kongregationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jansenismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexander VII, 1599-1667, påve (Giovanni Battista (Baciccio) Gaulli) - Nationalmuseum - 19080.tif|mini|Altersporträt von [[Giovanni Battista Gaulli]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Persönlich griff er in die langwierigen Kontroversen um den [[Jansenismus]] in Frankreich ein und wiederholte 1656 mit der Konstitution &amp;#039;&amp;#039;Ad sacram beati Petri sedem&amp;#039;&amp;#039; die Verurteilung, die sein Vorgänger über die Jansenisten ausgesprochen hatte; wenig später setzte er ein diese verteidigendes und die Jesuiten angreifendes Buch [[Blaise Pascal]]s auf den [[Index Librorum Prohibitorum|Index verbotener Bücher]]. In der Konstitution &amp;#039;&amp;#039;Regiminis apostolici&amp;#039;&amp;#039; (1664) veröffentlichte er eine Formel gegen jansenistische Lehrsätze, die alle Geistlichen und Ordensleute unterzeichnen sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Catholic Encyclopedia]] VIII (1913), [https://en.wikisource.org/wiki/Page:Catholic_Encyclopedia,_volume_8.djvu/343 S. 289].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konflikt mit Frankreich ===&lt;br /&gt;
Nach einem Zwischenfall 1662, bei dem Angehörige der [[Päpstliche Schweizergarde|päpstlichen Schweizergarde]] mit dem Gefolge des neu ernannten französischen Botschafters, Charles III. Herzog von Créqui, aneinandergerieten und dabei einige Leute des Botschafters getötet worden waren, entspann sich ein tiefer Konflikt mit König [[Ludwig XIV.]] Dieser verwies daraufhin den [[Apostolischer Nuntius|päpstlichen Nuntius]] des Landes und ließ die südfranzösische [[Exklave]] des Kirchenstaates, die Stadt [[Avignon]] und die [[Grafschaft Venaissin]], von Truppen besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innenpolitik ===&lt;br /&gt;
In die Regierungszeit Alexanders VII. fällt die Pestepidemie von 1656/1657, der ein Teil der Bevölkerung zum Opfer fiel, und der Alexander mit rigorosen Maßnahmen begegnete. Der Papst ernannte den späteren Kardinal Girolamo Gastaldi (1616–1685), damals &amp;#039;&amp;#039;Commissario generale dei Lazzaretti&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;Commissario generale di Sanità&amp;#039;&amp;#039;, der für die Durchführung der Maßnahmen verantwortlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.treccani.it/enciclopedia/girolamo-gastaldi_%28Dizionario-Biografico%29/ Gastaldi Girolamo], treccani.it, abgerufen am 5. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur acht der römischen Stadttore blieben geöffnet, wurden aber streng bewacht, der Zugang in die Stadt scharf kontrolliert oder verweigert. Personen, die zugelassen wurden, mussten sich desinfizieren lassen, und er ließ Lazarette und Quarantäneräume einrichten. Besonders betroffen war das dicht besiedelte [[Römisches Ghetto|römische Ghetto]], in dem 800 Personen von insgesamt 4100 Bewohnern an der Pest starben. Das Ghetto wurde abgeriegelt, die Bewohner durften die Häuser nicht verlassen, die Synagogen nicht besuchen. Zuwiderhandlungen wurden drakonisch bestraft. Der &amp;#039;&amp;#039;Commissario&amp;#039;&amp;#039; ließ im Ghetto ein Lazarett einrichten und organisierte mit Personen der jüdischen Selbstverwaltung die Versorgung der Bewohner mit Lebensmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Giuseppe Veltri]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lockdown im Ghetto.&amp;#039;&amp;#039; In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Maßnahmen waren erfolgreich, und im Vergleich zu anderen Kommunen Italiens hatte Rom deutlich weniger Seuchenopfer zu beklagen.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Cosmacini: &amp;#039;&amp;#039;Storia della medicina e della sanità in Italia dalla peste europea alla guerra mondiale, 1348-1918&amp;#039;&amp;#039;. Roma, Bari 1987, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Alexander VII. war ein großer Freund der Kunst und Wissenschaften. Er betätigte sich als Dichter und unterstützte die Wissenschaftler [[Athanasius Kircher]] und [[Lukas Holste]] (lat.: Holstenius). Die persönliche Bibliothek des Papstes, die als Sammlungsschwerpunkt Werke der sienesischen Päpste [[Pius II.]] und [[Pius III.]] enthielt und ständig durch Zukäufe überall in Europa erweitert wurde, ist als [[Biblioteca Chigiana]] seit 1923 ein Teil der [[Vatikanische Apostolische Bibliothek|Biblioteca Apostolica Vaticana]].&amp;lt;ref&amp;gt;Luigi De Gregori: &amp;#039;&amp;#039;Chigiana, biblioteca.&amp;#039;&amp;#039; In: Enciclopedia Italiana 1931 ([https://www.treccani.it/enciclopedia/biblioteca-chigiana_%28Enciclopedia-Italiana%29/ online bei treccani.it])&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein enger Bekannter des Papstes war der spätere Paderborner und Münsteraner Fürstbischof [[Ferdinand von Fürstenberg (1626–1683)|Ferdinand von Fürstenberg]], den Alexander von 1652 bis 1661 in Rom protegierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Aufenthalts in Münster 1644 bis 1649 als päpstlicher Gesandter schilderte er seine Eindrücke über [[Münster]] und [[Lüdinghausen]], die Münsteraner und ihre [[Merkmal|Eigenarten]] in zahlreichen [[Satire|satirischen]] bis [[Pointe|bissigen]], jedoch stets wohlwollenden [[Gedicht]]en an seinen Freundes- und Bekanntenkreis in Italien. Diese in lateinischer Sprache verfassten Schilderungen aus nahezu allen Lebensbereichen geben wertvolle Einblicke in die Zeit, abseits der üblichen zeitgenössischen Schriftquellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Bücker |Titel=Der Nuntius Fabio Chigi (Papst Alexander VII.) in Münster 1644–1649: Nach seinen Briefen, Tagebüchern und Gedichten |Sammelwerk=Westfälische Zeitschrift |Nummer=108 |Datum=1958 |ISSN=0083-9043 |Seiten=1–90 |Online=https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-5737.pdf |Abruf=2020-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So schildert er beispielsweise Münster als Hauptstadt des Regens:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem lang=&amp;quot;nl&amp;quot; style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;De Pluviis Monasterii Urbis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Nimborum patriam quod te Mimigarda vocavi,&lt;br /&gt;
Westphalicae telluris honos (iniuria verbo&lt;br /&gt;
Absit) parce precor. Iam sextus volvitur annus,&lt;br /&gt;
Expertus loquor, assiduo quod te imbre madentem&lt;br /&gt;
[…]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der münsterische Regen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Heimat des Regens! So möchte ich dich, Mimigarda, benennen!&lt;br /&gt;
Dich, die Krone westfälischen Landes, ich bitte, verzeih mir;&lt;br /&gt;
Denn ich will dich nicht schmähen. Sechs Jahre sind ’s nun, daß ich hier bin,&lt;br /&gt;
Aber ich sah dich nicht anders als triefend von ständigem Regen.&lt;br /&gt;
[…]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von vielen Päpsten betriebenen Baupolitik in Rom folgte auch Alexander VII. Der auf dem Vorplatz der Kirche [[Santa Maria sopra Minerva (Rom)|Santa Maria sopra Minerva]] aufgestellte [[Berninis Elefant|Elefant Berninis]] ist ein kleines Zeugnis dieser Tätigkeit, die nahebei auch dem Vorplatz des [[Pantheon (Rom)|Pantheons]] galt. [[Gian Lorenzo Bernini|Berninis]] [[Kolonnade]]n um den [[Petersplatz]] sind bis heute ein machtvolles Dokument der Baupolitik dieses Papstes, der damit auch eine in die Zukunft weisende Machtdemonstration des [[Papsttum]]s zu initiieren suchte. Auch der Bau der heutigen [[Cathedra Petri (Kunstwerk)|Cathedra Petri]] im [[Petersdom]] fällt in seine Regierungszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rom, Vatikan, Petersdom, Cathedra Petri (Bernini) 4.jpg|[[Cathedra Petri (Kunstwerk)|Cathedra Petri]] von [[Gian Lorenzo Bernini|Bernini]]&lt;br /&gt;
Saint Peter&amp;#039;s Square from the dome v2.jpg|Kolonnaden um den [[Petersplatz]]&lt;br /&gt;
Obélisque Minerve - Rome (IT62) - 2021-08-30 - 2.jpg|[[Berninis Elefant|Elefant Berninis]]&lt;br /&gt;
File:Papal Palace at Castel Gandalfo.jpg|Galerie Alexanders VII. in [[Castel Gandolfo]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AlexanderVII-Grabmal.jpg|mini|Grabmal Alexanders VII. im [[Petersdom]]]]&lt;br /&gt;
Der diplomatische Konflikt mit Frankreich des Jahres 1662, den der Friede von [[Pisa]] 1664 beendete, zeigte die Schranken der Päpste auf, seitdem verloren sie zunehmend an politischer Bedeutung. Ein großer Erfolg war ihm dagegen schon zu Beginn des Pontifikates beschieden, der Übertritt der zuvor abgedankten Königin [[Christina (Schweden)|Christina von Schweden]] zum katholischen Glauben, der am 2.&amp;amp;nbsp;November 1655 in [[Innsbruck]] offiziell vollzogen wurde. Die ehemalige Herrscherin des protestantischen Hauptgegners im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg (1618–1648)]] wurde am 23. Dezember desselben Jahres prunkvoll in Rom empfangen. Nach deren Tode 1689 gelangten Teile des Nachlasses in päpstlichen Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander VII. wurde in einem von [[Gian Lorenzo Bernini]] entworfenen Grabmal im [[Petersdom]] beigesetzt. Es zeigt in einer von zwei [[Korinthische Ordnung|korinthischen Säulen]] getragenen Bogennische mit dem Papstwappen den über einer Tür in Bethaltung knienden Verstorbenen, begleitet von den vier Figuren der Tugend [[Karitas|Caritas]], [[Justitia]], [[Tapferkeit|Fortitudo]], [[Klugheit|Prudentia]] (ursprünglich nackter [[Aletheia (Mythologie)|Veritas]]), und einer des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* Maria Teresa Börner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nuntius Fabio Chigi. Nuntiaturberichte aus Deutschland. Die Kölner Nuntiatur IX/1.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2009, ISBN 978-3-506-76489-8.&lt;br /&gt;
* Claudia Barthold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fabio Chigis Tragödie Pompeius. Einleitung, Ausgabe und Kommentar.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2003, ISBN 3-506-79072-2 (kritische Edition des lateinischen Textes und deutsche Übersetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalskreierungen Alexanders VII.]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesandten beim Westfälischen Frieden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(Nach Autoren/Herausgebern alphabetisch geordnet)&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630032526/http://www.bautz.de/bbkl/a/alexander_vii_p.shtml |band=1|spalten=105–106|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]] |artikel=Alexander VII}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Bücker |Titel=Der Nuntius Fabio Chigi (Papst Alexander VII.) in Münster 1644–1649: Nach seinen Briefen, Tagebüchern und Gedichten |Sammelwerk=[[Westfälische Zeitschrift]] |Nummer=108 |Datum=1958 |ISSN=0083-9043 |Seiten=1–90 |Online=https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-5737.pdf |Abruf=2020-10-02}}&lt;br /&gt;
* [[Burkhart Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander VII. (1655–1667)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Müller (Kirchenhistoriker)|Wolfgang Müller]], Quintín Aldea, [[Johannes Beckmann (Theologe)|Johannes Beckmann]], [[Oskar Köhler (Historiker)|Oskar Köhler]], u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Kirchengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; Band V). Herder, Freiburg im Breisgau 1970, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-451-27100-1, S. 124–129.&lt;br /&gt;
* [[Gisbert Knopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Altargemälde der Spätnazarener in der Kirche St. Remigius in Bonn.&amp;#039;&amp;#039; 2002.&lt;br /&gt;
* Arnulf Marquardt-Kuron: &amp;#039;&amp;#039;Die Taufkirche Ludwig van Beethovens – Recherchen zu St. Remigius (alt).&amp;#039;&amp;#039; 2. erg. Auflage 2016 ([http://www.buergerfuerbeethoven.de/clubs/beethoven/artic/Remigius-2-Auflage.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Irene Polverini Fosi: &amp;#039;&amp;#039;Chigi.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Volker Reinhardt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die großen Familien Italiens.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1992, ISBN 3-520-48501-X, S. 164–170.&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=[[Mario Rosa]]|ID=papa-alessandro-vii_(Dizionario_Biografico)/|Lemma=Alessandro VII, papa|Band=2|SeiteVon=|SeiteBis=}}&lt;br /&gt;
* Kaspar Zollikofer: &amp;#039;&amp;#039;Berninis Grabmal für Alexander VII. Fiktion und Repräsentation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;amp;nbsp;Römische Studien der Bibliotheca Hertziana 7). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1994, ISBN 978-3-88462-102-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Alexander VII|Alexander VII.|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004053362}}&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/01294a.htm}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118647989}}&lt;br /&gt;
* [http://www.tripota.uni-trier.de/single_picture.php?signatur=121_port_0057 Tripota – Trierer Porträtdatenbank]&lt;br /&gt;
* {{Germania Sacra|gnd=118647989}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=5491&amp;amp;url_tabelle=tab_person Portal Westfälische Geschichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT        = [[Datei:Coat of arms of Pope Alexander VII Chigi.svg|25px]][[Papst]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER  = [[Innozenz X.]]&lt;br /&gt;
|ZEIT       = 1655–1667&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER = [[Clemens IX.]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Giovanni Giacomo Panciroli]]|AMT2=[[Kardinalstaatssekretär#Liste der Kardinalstaatssekretäre|Kardinalstaatssekretär]]|ZEIT2=1651–1655|NACHFOLGER2=[[Clemens IX.|Giulio Rospigliosi]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118647989|LCCN=n84121289|VIAF=89775498}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alexander 07}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinalstaatssekretär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Imola]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesandter (Westfälischer Friede)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Dreißigjährigen Krieg (Kirchenstaat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inquisitor in Malta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Accademia degli Umoristi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1599]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1667]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Alexander VII.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chigi, Fabio&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Papst (1655–1667)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Februar 1599&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Siena]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Mai 1667&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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