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	<title>Alexander Ulfig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T16:47:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Ulfig&amp;diff=803637&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Ulfig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1962]] in [[Kattowitz]]) ist ein deutscher [[Philosoph]] und [[Autor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alexander Ulfig studierte von 1983 bis 1985 in Hamburg und von 1985 bis 1989 in Frankfurt am Main [[Philosophie]], [[Soziologie]] und [[Sprachwissenschaft]]. 1997 promovierte er mit einer Arbeit über [[Lebenswelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulfig kritisiert in seinen früheren [[Publikation]]en („Die Überwindung des [[Individualismus]]“) eine bestimmte Form des Individualismus, die er als „Selbstverwirklichungsindividualismus“ bezeichnet. Damit meint er die permanente Beschäftigung des [[Individuum]]s mit sich selbst, mit seinen inneren Zuständen („Innenorientierung“) und das übertriebene Streben nach [[Selbstverwirklichung]]. Folgen dieser Form des Individualismus sind [[Egozentrik]], [[Egoismus]], Erfahrungsarmut und [[Kinderlosigkeit]]. Nur durch eine konsequente Außenorientierung, eine Orientierung auf die [[Außenwelt]] können diese negativen Folgen vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulfig spricht sich jedoch, vor allem in seinen neuesten Publikationen („Das bedrohte Vermächtnis der europäischen Aufklärung“), für den Individualismus der [[Aufklärung]] aus. Damit meint er die [[Selbstbestimmung]] und die Freiheit des Einzelnen. Der Individualismus der Aufklärung betrachtet Menschen als Einzelpersonen und nicht als [[Repräsentation (Politik)|Repräsentanten]] von [[Kollektiv]]en. Das findet einen politischen sowie rechtlichen Niederschlag in den [[Allgemeine Erklärung der Menschenrechte|Menschenrechtserklärungen]] und in den Verfassungen demokratischer Staaten. Antiindividualistisch und somit antiaufklärerisch ist nach Ulfig die Etablierung von Partikularrechten, so z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Quotenregelung]]en für bestimmte Bevölkerungsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Ideale der Aufklärung sind nach Ulfig: die menschliche [[Vernunft]] als Richtmaß des Denkens und Handelns, die [[Menschenwürde]], die [[Meinungsfreiheit]], die Gleichheit vor dem Gesetz und die [[Religionskritik]]. Seiner Meinung zufolge werden diese Ideale gegenwärtig verletzt, die Errungenschaften der Aufklärung zunehmend rückgängig gemacht. Zwei „Kräfte“ tun sich dabei besonders hervor: die philosophische [[Postmoderne]] und die „Rückkehr des Religiösen“. Die philosophische Postmoderne richtet sich gegen universelle Ansprüche der Vernunft; sie lehnt das Streben nach [[Wahrheit]] und [[Objektivität]] ab. Es gebe für sie keine objektive [[Realität]], sondern nur [[Konstruktionsgrammatik|Konstruktionen]] und [[Diskurs]]e, die relativ zu dem jeweiligen sozio-kulturellen Kontext bestünden. Ulfig wendet sich gegen den postmodernen [[Relativismus]]. Dabei vertritt er einen [[empiristisch]]en Standpunkt, dem zufolge objektive Realität anhand von empirischer Forschung festgestellt werden kann. Angesichts der „Rückkehr des Religiösen“ in der westlichen Welt, insbesondere des [[Islam]], bedauert Ulfig, dass die Religionskritik als eine wichtige Säule der Aufklärung gegenwärtig nicht geübt wird. Das gilt besonders für die sich als religionskritisch und atheistisch bezeichnende westliche Linke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulfig spricht sich in Anlehnung an [[Erich Fromm]] für einen „nicht-essentialistischen [[Humanismus]]“ aus. Seine Grundmerkmale sind die Orientierung an der Vernunft und nicht an [[Emotion]]en, die Herausbildung der Individualität durch die Loslösung von Kollektividentitäten und die [[Brüderlichkeit]], die Fähigkeit des Individuums, über sich selbst hinauszugehen, universelle Ansprüche zu formulieren und eine solidarische Gemeinschaft aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulfig ist Autor der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Eigentümlich frei]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://ef-magazin.de/autor/alexander-ulfig&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Internetzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Freie Welt|Freie Welt]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Dr. Alexander Ulfig |url=http://www.freiewelt.net/author/dr-alexander-ulfig/ |wayback=20130808014727}} &amp;lt;/ref&amp;gt;; dazu publiziert er in Medien wie &amp;#039;&amp;#039;Freitag&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.freitag.de/autoren/alexander-ulfig/wie-atheistisch-ist-die-linke-noch&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Le Bohemien&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://le-bohemien.net/author/alexander-ulfig/&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
=== Monographien ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der philosophischen Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Eltville 1993. ISBN 3-89836-373-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebenswelt, Reflexion, Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1997. ISBN 3-8260-1317-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Überwindung des Individualismus.&amp;#039;&amp;#039; Essen 2003. ISBN 3-89924-063-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Große Denker.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2006. ISBN 3-89340-078-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wege aus der Beliebigkeit: Alternativen zu Nihilismus, Postmoderne und Gender-Mainstreaming.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 2016. ISBN 978-3-86888-113-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das bedrohte Vermächtnis der europäischen Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden 2021, ISBN 978-3-86888-180-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herausgaben ===&lt;br /&gt;
* mit Harald Schulze-Eisentraut und Torsten Steiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Quotenfalle&amp;#039;&amp;#039;, Finanzbuch Verlag, München 2017, ISBN 978-3-95972-015-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Language, Mind and Epistemology&amp;#039;&amp;#039;, Dordrecht 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Protosoziologie]] im Kontext&amp;#039;&amp;#039;, Würzburg 1996.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Intention, Bedeutung, Kommunikation&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 1997.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Immanuel Kant]], Die drei Kritiken&amp;#039;&amp;#039;, Köln 1999.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Nietzsche]], Ausgewählte Werke&amp;#039;&amp;#039;, Köln 1999.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Niccolò Machiavelli]], Hauptwerke in einem Band&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Arthur Schopenhauer]], Hauptwerke in 2. Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl Marx, [[Das Kapital]]&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Georg Simmel]], Philosophie des Geldes&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2001.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl Marx/Friedrich Engels, [[Das kommunistische Manifest]]; Karl Marx, Das Kapital&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2004.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Max Weber, [[Wirtschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2005.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niccolò Machiavelli, Gesammelte Werke in einem Band&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006.&lt;br /&gt;
* mit Harald Schulze-Eisentraut: &amp;#039;&amp;#039;Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit.&amp;#039;&amp;#039; Finanzbuch Verlag, München, 2022. ISBN 978-3-95972-651-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Ende der Universität. Niedergang und mögliche Erneuerung einer europäischen Institution&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden 2024, ISBN 978-3-86888-211-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Woke Kulturpolitik. Ursprünge, Erscheinungsformen, Auswirkungen&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden 2025, ISBN 978-3-86888-221-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|136191096}}&lt;br /&gt;
* [http://www.die-blaue-eule.de/neue_titel/ulfig.htm Verlagsinfo zum Autor]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2004-5/Ulfig_Ind.htm | wayback=20071110210633 | text=Alexander Ulfig: Die Überwindung des Individualismus. Versuch einer Lebensorientierung. Verlag Die blaue Eule, Essen 2003, 105 Seiten, ISBN 3-89924-063-4, 16 €}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2006-4/Ulf_De.htm | wayback=20071026071013 | text=Alexander Ulfig: Große Denker. Herausgegeben von Abraham Melzer, Melzer Verlag, Neu Isenburg 2006, Lizenzausgabe für Parkland Verlag, Köln 2006, ISBN 3-89340-078-8, 425 Seiten, 9,95 €}}&lt;br /&gt;
* [https://alexander-ulfig.de/ Blog von Alexander Ulfig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136191096|LCCN=n/94/21986|VIAF=27166602}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ulfig, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ulfig, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1962&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kattowitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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