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	<title>Alexander Nikopol - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Nikopol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Alcide Nikopol&amp;#039;&amp;#039; im frz. Original) ist die Hauptfigur der gleichnamigen Comic-[[Trilogie]] von [[Enki Bilal]] und gleichzeitig seine bekannteste Comicfigur. Diese [[Science-Fiction]]-Reihe, die das Aufeinandertreffen von [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen Göttern]] mit einer postapokalyptischen Gesellschaft zum Thema hat, wird in der Sekundärliteratur nach ihrer Hauptfigur auch &amp;#039;&amp;#039;Nikopol-Trilogie&amp;#039;&amp;#039; genannt und besteht aus den Bänden &amp;#039;&amp;#039;Die Geschäfte der Unsterblichen&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|fr]]. &amp;#039;&amp;#039;La Foire aux immortels&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Die Frau in der Zukunft&amp;#039;&amp;#039; (fr. &amp;#039;&amp;#039;La Femme piège&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Äquatorkälte&amp;#039;&amp;#039; (fr. &amp;#039;&amp;#039;Froid équateur&amp;#039;&amp;#039;). Die Erstveröffentlichung der einzelnen Comics fand zwischen 1980 und 1992 statt. Die &amp;#039;&amp;#039;Nikopol-Trilogie&amp;#039;&amp;#039; ist das Debüt des bis dato nur als Zeichner aufgetretenen Bilal als Comicautor und bedeutete für ihn die Aufnahme in die Riege der namhaften Autoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
=== Die Geschäfte der Unsterblichen (La Foire aux immortels, 1980) ===&lt;br /&gt;
Die Handlung beginnt in Paris im März des Jahres 2023. Nach zwei [[Atomkrieg]]en ist Paris unter Führung des Präsidenten Hans-Ferdinand Weisskohl ein [[Faschismus|faschistischer]] Stadtstaat geworden, der aus zwei Bezirken besteht: Der eine Bezirk bleibt der privilegierten Klasse vorbehalten, während in dem anderen Bezirk, wo die [[Mutation|Mutanten]] leben, Gesetzlosigkeit und Chaos herrschen. Frauen stellen eine Bevölkerungsminderheit dar und dienen als Gebärmaschinen. In dieser Situation erscheint über Paris ein [[Pyramide (Bauwerk)|pyramidenförmiges]] Raumschiff mit ägyptischen Göttern, das aufgrund Treibstoffmangels nicht mehr weiterfahren kann. Zeitgleich wird eine Raumkapsel, in der sich der wegen [[Fahnenflucht|Desertion]] zu zwanzig Jahren Kälteschlaf verurteilte und dann aufgrund der Kriege vergessene Alexander Nikopol (fr. Alcide Nikopol) seit 1993 befindet, als unidentifizierbares Flugobjekt über Paris abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die ägyptischen Götter die Freigabe großer Mengen Treibstoff verlangen, schlägt Weisskohl ihnen einen Handel vor. Für den geforderten Treibstoff verlangt er Unsterblichkeit. [[Horus]], einer der Götter, verfolgt dabei seine eigenen Pläne. Er verschmilzt mit der Person Nikopols, zwingt Weisskohl, der Nikopol für seine eigenen Zwecke instrumentalisieren wollte, mittels [[Telepathie]] zum Rücktritt und lässt ihn Nikopol als seinen Nachfolger vorschlagen. Die anderen Götter versuchen Horus aufzuhalten, indem sie einen geeigneten Kandidaten für das Präsidentenamt suchen. Dieser wird von Putschisten aus dem Umfeld Weisskohls getötet und Nikopol bleibt als einziger Anwärter übrig, obwohl seine Psyche durch die regelmäßige Inbesitznahme von Horus zunehmend leidet. So wird Nikopol durch seinen eigenen Sohn, der während des Kälteschlafs seines Vaters zur Welt gekommene Alexander Nikopol Junior, abgelöst und landet in einer psychiatrischen Anstalt, wo er [[Die Blumen des Bösen]] von [[Charles Baudelaire|Baudelaire]] rezitiert. Der Ersatz von Nikopol senior durch seinen Sohn wird von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, da beide, bedingt durch den Kälteschlaf des Vaters, dasselbe biologische Alter aufweisen und sich aufs Haar gleichen. Horus wird von den anderen Göttern zur Rechenschaft gezogen und in einem steinernen [[Sarkophag]] eingeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Frau in der Zukunft (La Femme piège, 1986) ===&lt;br /&gt;
Knapp zwei Jahre später befindet sich Alexander Nikopol immer noch in einer psychiatrischen Anstalt. Zeitgleich versucht in London die Reporterin Jill Bioskop, mit einem Gerät zur drahtlosen Übertragung von Dateien, einem Script-Walker, ihre Reportage zu übermitteln, als sie von ihrem ehemaligen Geliebten John angerufen wird, der sie auf eine Artikelserie aus dem Jahr 1993 in der französischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Libération]]&amp;#039;&amp;#039; aufmerksam machen will. Bevor Jill jedoch Einzelheiten erfahren kann, wird er vermeintlich durch eine Bombenexplosion getötet. Jill flieht nach Berlin und tötet dabei zwei Reporter, die dafür, dass sie Jill geholfen haben, erotische Gegenleistungen einfordern. In Berlin lernt sie einen Mann kennen, dessen Körper sich der aus der Gefangenschaft entflohene Horus als zwischenzeitlichen Wirt ausgesucht hat und der dadurch getötet wird. Der mittlerweile aus der Psychiatrie entlassene Nikopol senior, der durch seine zeitweilige Verschmelzung mit Horus spürt, wo dieser sich aufhält, reist auch nach Berlin und schlägt Horus einen Handel vor, dass dieser im Austausch für ein intensiveres Leben wieder Nikopols Körper benutzen darf. Beide werden Zeuge, wie der bis zur Unkenntlichkeit bandagierte John Jill Drogen überreicht, die ihr erlauben, die traumatischen Erlebnisse der letzten Tage zu vergessen. Zusammen fliehen Jill, Horus und Nikopol Senior nach Kairo, da sich die Pyramide mittlerweile über Berlin befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äquatorkälte (Froid Équateur, 1992) ===&lt;br /&gt;
Gut neun Jahre später haben sich Nikopol Senior und Jill Bioskop voneinander getrennt. Nikopol Junior, der seine politische Karriere aufgegeben hat und auf der Suche nach Hinweisen auf seinen Vater ist, trifft auf der Zugfahrt von Kairo nach Äquator City die geheimnisvolle Jelena Prokosh-Tootobi, die seine Geliebte wird. Im Zug treffen sie auf den [[Schachboxen|Schachboxer]] John-Elvis Johnelvisson, der in Äquator City um die Weltmeisterschaft kämpfen will. An ihrem Ziel angekommen, müssen Nikopol Junior und Jelena sich trennen, da er eine [[Quarantäne]]station aufzusuchen hat. Nikopol Senior kämpft unter einem [[Pseudonym]] gegen John-Elvis Johnelvisson um die Weltmeisterschaft im Schachboxen, während sein Sohn als potentieller Virenträger das gleiche Schicksal wie sein Vater erleidet: Er wird in den Weltraum verbannt. Bevor Horus, der mittels seiner göttlichen Fähigkeiten Nikopol zum Sieg verholfen hat, mit [[Anubis]] in die Götterwelt zurückkehrt, löscht er das Gedächtnis von Nikopol Senior, der die Rolle seines Sohnes an der Seite von Jelena einnimmt, die den Unterschied nicht merkt. Bei einer Begegnung von Nikopol senior und Jill Bioskop kann sich keiner der beiden an die gemeinsame Vergangenheit erinnern. Das Kind, das Jill Bioskop bekommen hat, nachdem sie sich von Nikopol senior getrennt hat, weist eine starke Ähnlichkeit mit Horus auf. Die Rakete, die Nikopol Junior an Bord hat, streift bei ihrem Start die Pyramide und bringt sie zum Absturz auf Äquator City, sodass die Götter zu Fuß nach Kairo zurückkehren müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;La foire aux immortels&amp;#039;&amp;#039; wurde im Juli 1980 zuerst von Dargaud veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bedetheque.immortels&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bedetheque.com/album-10982-BD-La-foire-aux-immortels.html &amp;#039;&amp;#039;La foire aux immortels&amp;#039;&amp;#039; auf bedetheque.com (französisch)], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Veröffentlichungen bei Les Humanoïdes Associés und Casterman erfolgten 1990 und 2005.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bedetheque.immortels&amp;quot;/&amp;gt; Im April 1986 erschien &amp;#039;&amp;#039;La femme piège&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls bei Dargaud,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bedetheque.femme&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bedetheque.com/album-27200-BD-La-Femme-Piege.html &amp;#039;&amp;#039;La femme piège&amp;#039;&amp;#039; auf bedetheque.com (französisch)], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; während die Erstveröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Froid equateur&amp;#039;&amp;#039; im September 1992 durch Les Humanoïdes Associés stattfand. &amp;#039;&amp;#039;Froid equateur&amp;#039;&amp;#039; startete mit einer Auflage von 230.000 Exemplaren und befand sich wochenlang in den Bestsellerlisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;50CK224&amp;quot;&amp;gt;Andreas C. Knigge: &amp;#039;&amp;#039;50 Klassiker Comics. Von Lyonel Feininger bis Art Spiegelman&amp;#039;&amp;#039;. Gerstenberg, Hildesheim 2004, ISBN 3-8067-2556-X, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum erschien &amp;#039;&amp;#039;Die Geschäfte der Unsterblichen&amp;#039;&amp;#039; zunächst als Fortsetzungsgeschichte in &amp;#039;&amp;#039;[[Schwermetall – Fantastische Comics für Erwachsene|Schwermetall]]&amp;#039;&amp;#039;, bevor der [[Volksverlag]] es 1984 in Albumform herausbrachte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.comicguide.de/php/detail.php?id=20736&amp;amp;file=h&amp;amp;display=long &amp;#039;&amp;#039;Die Geschäfte der Unsterblichen&amp;#039;&amp;#039; im Volksverlag auf comicguide.de], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser musste jedoch kurz nach der Herausgabe die Bände vom Markt zurückziehen, da er zwar eine Lizenz für den abschnittsweisen Abdruck in einer Comiczeitschrift besaß, nicht aber für die Herausgabe eines Albums. Ungefähr 3000 Exemplare, die sich noch beim Volksverlag in den Lagern befanden, wurden eingezogen und vernichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ROH&amp;quot;&amp;gt;Raul O’Hara: &amp;#039;&amp;#039;Volksverlag druckt ohne Lizenzen&amp;#039;&amp;#039;. In: Andreas C. Knigge (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Comic Jahrbuch 1986&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main; Berlin 1986, ISBN 3-548-36520-5, S. 194&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Carlsen Verlag]] brachte unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Alexander Nikopol im 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1988 die ersten beiden Bände der Trilogie heraus,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.comicguide.de/php/detail.php?id=155&amp;amp;file=r&amp;amp;display=short &amp;#039;&amp;#039;Alexander Nikopol im 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; im Carlsen Verlag auf comicguide.de], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl das Erscheinen des ersten Bandes schon für den Herbst 1986 angekündigt war&amp;lt;ref name=&amp;quot;ROH&amp;quot;/&amp;gt;. Der [[Ehapa Verlag]] brachte 1993 zunächst den dritten Band heraus, bevor er noch im selben Jahr eine Gesamtausgabe startete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.comicguide.de/php/detail.php?id=4683&amp;amp;file=r&amp;amp;display=short &amp;#039;&amp;#039;Alexander Nikopol&amp;#039;&amp;#039; im Ehapa Verlag auf comicguide.de], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Carlsen Verlag veröffentlichte 2018 die komplette Trilogie als Gesamtausgabe unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Alexander Nikopol&amp;#039;&amp;#039; (ISBN 978-3-551-73878-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humanoids Publishing veröffentlichte die ins Englische übersetzten Einzelbände unter den Titeln &amp;#039;&amp;#039;Carnival of Immortals&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Woman Trap&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Cold Equator&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;The Nikopol Trilogy&amp;#039;&amp;#039; wurde die Trilogie 1999 als ein Album herausgebracht. Weitere Übersetzungen liegen unter anderem in niederländischer&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zilverendolfijn.nl/zd/zd.pl?a=fc&amp;amp;c=1&amp;amp;kt=DE&amp;amp;s=m&amp;amp;k=KERMISDE%2C1&amp;amp;f=sb &amp;#039;&amp;#039;Kermis der onsterfelijken&amp;#039;&amp;#039; auf zilverendolfijn.nl (niederländisch)], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, schwedischer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://bibliotek.molndal.se/web/arena/results-simple?p_p_state=normal&amp;amp;p_p_lifecycle=1&amp;amp;p_p_action=1&amp;amp;p_p_id=crDetailWicket_WAR_arenaportlets&amp;amp;p_p_col_count=3&amp;amp;p_p_col_id=column-2&amp;amp;p_p_mode=view&amp;amp;facet_queries=&amp;amp;search_item_no=0&amp;amp;sort_advice=field%3DRelevance%26direction%3DDescending&amp;amp;search_item_id=15425&amp;amp;agency_name=ASE514811&amp;amp;search_type=solr&amp;amp;search_query=Gudarnas+marknad |text=&amp;#039;&amp;#039;Gudarnas marknad&amp;#039;&amp;#039; auf molndal.se (schwedisch) |wayback=20140222063512}}, abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und spanischer&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.elmundo.es/papel/2003/05/27/cultura/1404090.html Bericht über Enki Bilal auf elmundo.es (spanisch)], abgerufen am 2. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprache vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaptionen ==&lt;br /&gt;
Der unter der Regie von Bilal entstandene und im Jahr 2004 erschienene Film &amp;#039;&amp;#039;[[Immortal – New York 2095: Die Rückkehr der Götter]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Immortel (ad vitam)&amp;#039;&amp;#039;) basiert auf den ersten beiden Bänden der Trilogie. Schauplatz der Handlung ist im Gegensatz zum Comic [[New York City]], Alexander Nikopol wird gespielt von [[Thomas Kretschmann]]. Das von dem französischen Spielentwickler &amp;#039;&amp;#039;[[White Birds Productions]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 2008 herausgebrachte Computerspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Nikopol: Die Rückkehr des Unsterblichen]]&amp;#039;&amp;#039; basiert auf dem Comic &amp;#039;&amp;#039;La Foire aux immortels&amp;#039;&amp;#039;. Das sogenannte [[Point-and-Click-Adventure]] wurde für [[Microsoft Windows]] konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
=== Stil ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Geschäfte der Unsterblichen&amp;#039;&amp;#039; stellt Bilals Debüt als Comicautor dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;feige&amp;quot;&amp;gt;Marcel Feige: &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Comic-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-544-9, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatte er Szenarien anderer Comicautoren, insbesondere von [[Pierre Christin]], zeichnerisch umgesetzt. Wie in seinen Arbeiten zuvor verwendete Bilal die Technik der [[Direktkolorierung]] (fr. &amp;#039;&amp;#039;Couleur directe&amp;#039;&amp;#039;), bei der das farbige Original direkt vom Zeichner erstellt wird. Dabei werden von ihm auch verfremdete oder [[Retusche|retuschierte]] Bilder in den Comic eingearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Natascha Ueckmann: &amp;#039;&amp;#039;Hybride Kreaturen im modernen französischen Comic: Enki Bilal&amp;#039;&amp;#039;. In: Cerstin Bauer-Funke / Gisela Febel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der automatisierte Körper – Literarische Visionen des künstlichen Menschen vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Weidler Buchverlag, Berlin 2005, ISBN 3-89693-261-6, S. 308&amp;lt;/ref&amp;gt; Bilal gehört dabei zu den wenigen Comickünstlern, die mit [[Acrylfarbe]] arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.egmont-comic-collection.de/autoren/enki-bilal/ Biographie von Enki Bilal auf egmont-comic-collection.de], abgerufen am 19. Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die großflächige Verwendung schmutzig-kalter Farben werden Farbtupfer wie die Schminke von Weißkohl besonders hervorgehoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ACK-Comics&amp;quot;&amp;gt;Andreas C. Knigge: &amp;#039;&amp;#039;Comics. Vom Massenblatt ins multimediale Abenteuer&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Verlag, Reinbek 1996, ISBN 3-499-16519-8, S. 269–270&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung von &amp;#039;&amp;#039;Die Frau in der Zukunft&amp;#039;&amp;#039; weicht deutlich von den anderen beiden Alben ab. In großflächigen Panels, die [[Einzelbild (Film)|Standbild]]ern ohne Bewegungslinien &amp;#039;&amp;#039;(Speedlines)&amp;#039;&amp;#039; gleichen, werden [[Sprechblase]]n weitgehend durch Untertitel ersetzt, die den [[Innerer Monolog|inneren Monolog]] der Akteure darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueckmann312&amp;quot;&amp;gt;Natascha Ueckmann: &amp;#039;&amp;#039;Hybride Kreaturen im modernen französischen Comic: Enki Bilal&amp;#039;&amp;#039;. In: Cerstin Bauer-Funke / Gisela Febel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der automatisierte Körper – Literarische Visionen des künstlichen Menschen vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Weidler Buchverlag, Berlin 2005, ISBN 3-89693-261-6, S. 312&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Album befindet sich die Figur des Alexander Nikopol zugunsten von Jill Bioskop nur am Rande des Geschehens. Insgesamt hat das Geschlecht der Protagonisten wesentlichen Einfluss auf die zeichnerische Gestaltung durch Bilal: zerfurchten Männergesichtern stehen glatthäutige Frauen gegenüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueckmann312&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einleger in &amp;#039;&amp;#039;Die Frau in der Zukunft&amp;#039;&amp;#039; befindet sich eine [[Fiktion|fiktionale]] Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;[[Libération]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1993. Es ist die Ausgabe der Zeitung, auf die John seine ehemalige Geliebte Jill Bioskop aufmerksam macht, bevor er vermeintlich durch eine Bombenexplosion getötet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motive ===&lt;br /&gt;
Ein häufig wiederkehrendes Motiv in der Trilogie ist das wiederholte Zitieren von Baudelaires Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Le Revenant&amp;#039;&amp;#039;, das Nikopol verwendet, um wieder zu seiner Identität zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueckmann319&amp;quot;&amp;gt;Natascha Ueckmann: &amp;#039;&amp;#039;Hybride Kreaturen im modernen französischen Comic: Enki Bilal&amp;#039;&amp;#039;. In: Cerstin Bauer-Funke / Gisela Febel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der automatisierte Körper – Literarische Visionen des künstlichen Menschen vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Weidler Buchverlag, Berlin 2005, ISBN 3-89693-261-6, S. 319&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin befindet sich im Comic ein Verweis auf den von [[Wim Wenders]] gedrehten Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der amerikanische Freund]]&amp;#039;&amp;#039;: Ein im Hintergrund angebrachtes Filmplakat in einem [[Panel (Comic)|Panel]] wirbt für diesen Film. [[Andreas C. Knigge]] sieht darin „eine der wenigen tröstlichen Aussichten in Bilals Zukunftsvision“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;50CK224&amp;quot;/&amp;gt; Nikopol weist  dabei zwischenzeitlich Ähnlichkeit mit [[Bruno Ganz]], Hauptdarsteller von &amp;#039;&amp;#039;Der amerikanische Freund&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Messer im Kopf]]&amp;#039;&amp;#039;, auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueckmann319&amp;quot;/&amp;gt; Die Ähnlichkeit Nikopols, der von Bilal nach der [[Ukraine|ukrainischen]] Stadt [[Nikopol (Ukraine)|Nikopol]] benannt wurde, mit Ganz wird im Verlauf der Trilogie durch eine Ähnlichkeit mit Bilal abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Nach Ansicht von [[Marcel Feige]] bestätigten die Geschichten um Alexander Nikopol, bei dem es sich laut [[Andreas Platthaus]] um Bilals bekannteste Figur handelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Platthaus: &amp;#039;&amp;#039;Kalte Träume&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 65, 17. März 2007, {{ISSN|0174-4909}}, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Bilal, der „schon wegen seines grafischen Designs vielbeachtet“ war, „als interessantesten Autor der [19]80er Jahre“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;feige&amp;quot;/&amp;gt; Auch Franco Fossati bescheinigt Bilal in &amp;#039;&amp;#039;Das grosse illustrierte Ehapa-Comic-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, dass &amp;#039;&amp;#039;La Foire aux immortels&amp;#039;&amp;#039; „ihn als interessantesten Autor der achtziger Jahre [bestätigte]&amp;lt;!-- sic --&amp;gt;“.&amp;lt;ref&amp;gt;Franco Fossati: &amp;#039;&amp;#039;Das grosse illustrierte Ehapa-Comic-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Ehapa Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-7704-0865-9, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Andreas C. Knigge]], der den Geschichten um Alexander Nikopol in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;50 Klassiker Comics&amp;#039;&amp;#039; ein eigenes Kapitel gewidmet hat, ist die &amp;#039;&amp;#039;Nikopol-Trilogie&amp;#039;&amp;#039; eine „düstere Zukunftsvision einer spätkapitalistischen Gesellschaft, in der sich der Verlust der politischen Ideale im kalten Neon-Look der 1980er Jahre spiegelt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas C. Knigge: &amp;#039;&amp;#039;50 Klassiker Comics. Von Lyonel Feininger bis Art Spiegelman&amp;#039;&amp;#039;. Gerstenberg, Hildesheim 2004, ISBN 3-8067-2556-X, S. 225&amp;lt;/ref&amp;gt; Knigge sieht in der &amp;#039;&amp;#039;Nikopol-Trilogie&amp;#039;&amp;#039; auch eine Abwendung von der argumentativen Kultur der 1970er Jahre zu dem, was der Kunsthistoriker [[Otto Karl Werckmeister]] mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Zitadellenkultur&amp;#039;&amp;#039;, also eine Kultur, deren künstlerische Arbeiten von nichts als Krisen handelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.artmagazine.cc/content37626.html artmagazine.cc], abgerufen am 28. November 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ACK-Comics&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfinder des [[Schachboxen]]s und gleichzeitig der erste Weltmeister in dieser Disziplin, der aus den Niederlanden stammende Aktionskünstler Iepe Rubingh, gibt die Lektüre von &amp;#039;&amp;#039;Froid équateur&amp;#039;&amp;#039; während seiner Jugend als Auslöser für seine Vision an.&amp;lt;ref&amp;gt;Justus Bender: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2005/39/Sport_2fSchachboxen_39 Königsdisziplin]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 39, 22. September 2005, {{ISSN|0044-2070}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Froid equateur&amp;#039;&amp;#039; wurde vom französischen Bücher-Magazin &amp;#039;&amp;#039;Lire&amp;#039;&amp;#039; genreübergreifend als bestes Buch des Jahres 1992 gekürt. Dies wurde bis dahin noch von keinem Comic erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bilal.enki.free.fr/biographie.php3 Enki Bilal - Biographie], abgerufen am 22. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Enki Bilal: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Nikopol – Gesamtausgabe&amp;#039;&amp;#039;. Ehapa Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-7704-0871-3&lt;br /&gt;
* Andreas C. Knigge: &amp;#039;&amp;#039;50 Klassiker Comics. Von Lyonel Feininger bis Art Spiegelman&amp;#039;&amp;#039;. Gerstenberg, Hildesheim 2004, ISBN 3-8067-2556-X, S. 220–225&lt;br /&gt;
* Natascha Ueckmann: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/ueckmann/pdf/ueckmann.pdf Hybride Kreaturen im modernen französischen Comic: Enki Bilal] (PDF; 4,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;. In: Cerstin Bauer-Funke / Gisela Febel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der automatisierte Körper – Literarische Visionen des künstlichen Menschen vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Weidler Buchverlag, Berlin 2005, ISBN 3-89693-261-6, S. 301–328&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankobelgische Comicfigur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankobelgischer Comic (Werk)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grundausstattung</name></author>
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