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	<title>Alexander Kraell - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:02:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Kraell&amp;diff=2809698&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-10-22T16:51:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Alexander Kraell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1894]] in [[Beerfurth|Kirch-Beerfurth]]; † [[9. März]] [[1964]] in [[Darmstadt]]) war ein deutscher [[Jurist]], als [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|NS-Militärjurist]] Senatspräsident am [[Reichskriegsgericht]] und ab 1943 Chef der Reichskriegsanwaltschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Kraell besuchte gemeinsam mit [[Karl Sack (Jurist)|Karl Sack]] ein [[humanistisches Gymnasium]] in [[Bad Kreuznach]]. Kraell war Teilnehmer am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und wurde 1919 im Rang eines [[Leutnant]]s der Reserve entlassen. Sein im gleichen Jahr begonnenes Jurastudium an der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]] schloss er 1922 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] ab (Thema der [[Dissertation]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Haftung der Genossen für Schulden der Genossenschaft: Ein Beitrag zum Reichsgesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft vom 1. Mai 1889&amp;#039;&amp;#039;). Er wurde 1925 Staatsanwalt in [[Offenbach am Main]]. Ab 1930 war er Landgerichtsrat in [[Landgericht Darmstadt|Darmstadt]] und trat nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.019.597),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22611429&amp;lt;/ref&amp;gt; woraufhin er zum Oktober 1933 zum Oberstaatsanwalt in Darmstadt befördert wurde. Danach wechselte er 1934 zur [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Wehrmachtjustiz]], wo er Richter am [[Reichskriegsgericht]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er ab 1. Oktober 1942 Reichskriegsanwalt und avancierte als Nachfolger von Friedrich Neuroth zum Präsidenten des 2. Senats des Reichskriegsgerichts. Ab 1. April 1943 wurde Kraell vorerst vorübergehend mit der Führung der Geschäfte des Oberreichskriegsanwalts beauftragt. Der Chef der Reichskriegsanwaltschaft war bis Juni 1943 offiziell noch der Reichskriegsanwalt (Oberstkriegsgerichtsrat im Generalsrang) Schrag, der Vertreter von Walter Rehdans im Amt, aber Kraell nahm faktisch bereits seit April die Geschäfte wahr. So fungierte Kraell offiziell erst ab 1. Juli 1943 bis Mai 1945 als Chef der Reichskriegsanwaltschaft. Ab 1. Mai 1944 wurde er zudem zeitweilig als Generalstabsrichter zu den Offizieren im Truppensonderdienst überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kam Kraell von 1945 bis 1947 in [[Rastatt]] in [[Französische Besatzungszone|französische]] Untersuchungshaft. Er verfasste 1946 und 1948 Berichte über die Widerstandsgruppe [[Rote Kapelle|Schulze-Boysen/Harnack]], die inhaltlich voneinander abwichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche G. Andresen: &amp;#039;&amp;#039;Wer war Oda Schottmüller?&amp;#039;&amp;#039;, Lukas-Verlag, Berlin 2012, S. 21 ({{Google Buch |BuchID=bBp6hiMGdCIC |Seite=21 |Hervorhebung=Alexander Kraell Schlabrendorff |Linktext=Digitalisat |KeinText=1}}, [[Google Books]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kraell gehörte in den 1950er Jahren als Sozius der Anwaltskanzlei des Widerstandskämpfers und späteren Verfassungsrichters [[Fabian von Schlabrendorff]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in Prozessen gegen Widerstandskämpfer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urteil Reichskriegsgericht AZ 271-46.png|mini|Urteil vom 19. Dezember 1942 gegen Mitglieder der Roten Kapelle, beachte die unterschiedlichen handschriftlichen Markierungen bei [[Mildred Harnack]] und [[Erika von Brockdorff]]]]&lt;br /&gt;
Als konservativer Militärjurist versuchte Kraell die Wehrmachtjustiz vor allzu offensichtlichen Übergriffen seitens der NS-Willkür zu bewahren, grundsätzliche Opposition gegen den NS-Staat lag ihm jedoch fern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche [[Heinz Höhne]]: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45589390.html &amp;#039;&amp;#039;»Wir werden am Galgen enden!«&amp;#039;&amp;#039;], in Der Spiegel 16.&amp;amp;nbsp;Juni 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem spielte Kraell über seine Bekanntschaft mit [[Karl Sack (Jurist)|Karl Sack]], [[Rudolf Lehmann (Richter)|Rudolf Lehmann]] und [[Max Bastian]] eine unbeabsichtigte Helferrolle vor den Verfolgungen von [[Hans Oster]], [[Hans von Dohnanyi]] und [[Wilhelm Canaris|Admiral Canaris]], vor allem weil Kraell die ohnehin bereits geschmälerte Autonomie der Wehrmachtsjustiz gegenüber der Partei und der [[Schutzstaffel|SS]]/[[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] aufrechterhalten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraell war Vorsitzender Richter in den Prozessen gegen die [[Rote Kapelle]] vor dem 2.&amp;amp;nbsp;Senat des Reichskriegsgerichts. Obgleich er hierbei mit dem von [[Hermann Göring|Göring]] favorisierten fanatischen Anklagevertreter, Oberkriegsgerichtsrat [[Manfred Roeder (Generalrichter)|Manfred Roeder]] bei manchen Angelegenheiten in Konflikt geriet, war Kraell als Vorsitzender des 2.&amp;amp;nbsp;Senats des Reichskriegsgerichts nichtsdestotrotz für zahlreiche [[Todesstrafe|Todesurteile]] mitverantwortlich, auch für das Todesurteil gegen [[Cato Bontjes van Beek]]. Die unter Kraells Vorsitz am 19.&amp;amp;nbsp;Dezember 1942 beschlossene Verurteilung von [[Mildred Harnack]] zu sechsjähriger Zuchthausstrafe stieß auf Hitlers Ablehnung, weshalb Kraell den Fall an den 3.&amp;amp;nbsp;Senat abgeben musste, der schließlich am 16.&amp;amp;nbsp;Januar 1943 doch die Todesstrafe verhängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Geertje Andresen: &amp;#039;&amp;#039;Wer war Oda Schottmüller? Zwei Versionen ihrer Biographie und deren Rezeption in der alten Bundesrepublik und in der DDR&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; 3). Lukas, Berlin 2012, ISBN 978-3-86732-125-9, S. 21, (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Dissertation, 2011).&lt;br /&gt;
* Günter Gribbohm:&amp;#039;&amp;#039; Das Reichskriegsgericht. Die Institution und ihre rechtliche Bewertung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Juristische Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Abt. 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Reihe.&amp;#039;&amp;#039; 14). BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8305-0585-X, S. 69–78.&lt;br /&gt;
* Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall „Rote Kapelle“ vor dem Reichskriegsgericht.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Coppi junior|Hans Coppi]], [[Jürgen Danyel]], [[Johannes Tuchel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Kapelle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; A, 1). Edition Hentrich, Berlin 1994, ISBN 3-89468-110-1, S. 160–179, hier S. 177.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Höhne]]: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45997502.html &amp;#039;&amp;#039;ptx ruft moskau&amp;#039;&amp;#039;], in Der Spiegel 28/1968, 8. Juli 1968&lt;br /&gt;
* [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1991_3.pdf  Zum Reichskriegsgericht im Allgemeinen] (PDF, 7,9 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128211415|VIAF=30582267}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kraell, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichskriegsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstabsrichter (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kraell, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Militärrichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Beerfurth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. März 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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