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	<title>Alexander Kisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:11:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Kisch&amp;diff=94145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sebastian Wallroth: Bild: Alexander_Kisch_(1848-1917).jpg; via https://fist.toolforge.org/wd4wp/ #WPWP</title>
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		<updated>2024-07-03T08:34:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild: Alexander_Kisch_(1848-1917).jpg; via https://fist.toolforge.org/wd4wp/ #WPWP&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexander Kisch (1848-1917).jpg|miniatur|Alexander Kisch]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Kisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[5. Oktober]] [[1848]] in [[Prag]] – [[8. Dezember]] [[1917]] ebenda) war ein böhmischer [[Rabbiner]] und bedeutender Kanzelredner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kisch war der Sohn des Privatschuldirektors Josef Enoch Kisch aus Prag (1804–1874). Sein Bruder war der [[Balneologe]] [[Enoch Heinrich Kisch]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander Kisch trat 1863 im Alter von noch nicht 15 Jahren, unterstützt durch ein Stipendium der Prager israelitischen Kultusgemeinde, als damals jüngster ordentlicher Hörer in die Gymnasialabteilung des [[Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau|Jüdisch-Theologischen Seminars in Breslau]] ein. Er studierte an der [[Universität Breslau]] und der [[Universität Tübingen]], wo er zum Dr. phil. promovierte, und in Paris, wo er auch Erzieher im Hause des [[Horace Günzburg|Barons Horace Günzburg]] war. Im Jahr 1874 erhielt er seine erste Rabbinerstelle in [[Most (Tschechien)|Brüx]]/[[Böhmen]]. Im Jahr 1877 wurde er als Nachfolger von [[Moritz Levin]] zum zweiten Rabbiner der [[Israelitische Cultusgemeinde Zürich|Israelitischen Cultusgemeinde Zürich]] berufen&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Heinrichs: &amp;#039;&amp;#039;Die kurze Ära des Rabbiners Alexander Kisch&amp;#039;&amp;#039;, in: Annette Brunschwig, Ruth Heinrichs, Karin Huser: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Juden im Kanton Zürich: von den Anfängen bis in die heutige Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Orell Füssli, Zürich 2005, ISBN 3-280-06001-X, S. 228–231&amp;lt;/ref&amp;gt; und gab von 1878 bis 1880 die &amp;#039;&amp;#039;Neue Israelitische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; heraus. Von 1881 bis 1886 war er Rabbiner in [[Jungbunzlau]]/Böhmen und brachte dort von 1882 bis 1884 den &amp;#039;&amp;#039;Israelitischen Lehrerboten&amp;#039;&amp;#039; heraus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;&amp;gt;{{ÖBL|3|347|348|Kisch Alexander|}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 wurde Kisch zum ersten &amp;#039;&amp;#039;[[Feldrabbiner]] der Reserve&amp;#039;&amp;#039; der [[k.u.k. Armee]] ernannt, und organisierte die in Friedenszeiten gültige Struktur der jüdischen Militärseelsorge in Österreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;April 1886 wurde er zum Rabbiner der [[Maisel-Synagoge]] in seiner Heimatstadt Prag berufen. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erster Rabbiner wurde er im Jahr 1900 staatlicher Religionslehrer am deutschen [[Stephansgymnasium]] in Prag,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Krolop]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationale und kulturelle Attribuierungsprobleme bei Autoren aus den böhmischen Ländern im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Steffen Höhne]], Ludger Udolph (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche - Tschechen - Böhmen : kulturelle Integration und Desintegration im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2010, ISBN 978-3-412-20493-8, S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909 wurde er Inspektor des Religionsunterrichts. Er war ein bedeutender Kanzelredner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufsehenerregendes Treffen mit Kaiser Franz Joseph I. ==&lt;br /&gt;
Ein herausragendes Ereignis im Leben Alexander Kischs war eine Audienz bei [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Franz Joseph&amp;amp;nbsp;I.]] im Jahr 1899, die anlässlich einer Auszeichnung für seine 25-jährige Tätigkeit als [[Feldrabbiner]] der [[Gemeinsame Armee|k.u.k. Armee]] stattfand.  Kurz zuvor war es in der Folge einer [[Ritualmord]]beschuldigung,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://archiv.radio.cz/deutsch/geschichte/17-4-99.html | wayback=20110927024638 | text=&amp;#039;&amp;#039;Die „Hilsneriade“ 1899&amp;#039;&amp;#039;.}} Von: Radio Prag: Kapitel aus der tschechischen Geschichte, 17. April 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich in dem böhmischen Städtchen [[Polná]] ereignete, zu schweren Ausschreitungen gegen den [[Juden|jüdischen]] Bevölkerungsteil gekommen. Im Rahmen seiner Audienz brachte Kisch diese Vorfälle zur Sprache. Dabei äußerte der Kaiser den historischen Satz: „Ich bin sehr empört über diese Rohheiten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alan Dundes]]: &amp;#039;&amp;#039;The blood libel legend: a casebook in anti-semitic folklore&amp;#039;&amp;#039;, Univ. of Wisconsin Press, Madison, Wis. u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, S. 313 f.; {{Google Buch|BuchID=jk0yLW7YOWwC|Seite=313}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Absage des Kaisers an den [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]], deren Veröffentlichung der Kaiser auf Kischs Bitte hin ausdrücklich gestattete, erregte ungeheures Aufsehen in der Presse der österreichisch-ungarischen Monarchie und war dort über Wochen ein ausgiebig erörtertes Thema. Auch in der Weltpresse fand dieses Ereignis einen kräftigen Nachhall.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernest A. Rappaport: &amp;#039;&amp;#039;Anti-Judaism: a Psychohistory&amp;#039;&amp;#039;, Perspective Press, Chicago 1975, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Mit seiner Frau Charlotte, geb. Pollatschek/Polatschek, erzog er vier Kinder: die Söhne [[Kurt Kisch]], Verleger, [[Guido Kisch]], Professor der Rechtswissenschaft, [[Bruno Kisch]], Professor der Medizin, und die Tochter Marie Ruth (Therese) [Mizzi] Kisch-Kirchenberger, Juristin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Papst Gregor des IX Anklageartikel gegen den Talmud und dessen Vertheidigung durch Rabbi Fechiel ben Josef und Rabbi Juda ben David vor Ludwig dem Heiligen in Paris&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1874&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tischrede bei dem zu Ehren der Synagogeneinweihung in St. Gallen am 22. September 1881 stattgehabten Festbankett&amp;#039;&amp;#039;, Trüb, Zürich 1881&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Prager Judenstadt während der Schlacht am weissen Berge&amp;#039;&amp;#039;, J. Kauffmann, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. o.&amp;amp;nbsp;J. (ca. 1892)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer neuen Erklärung der in der Alkuin-Handschrift der k. u. k. Hofbibliothek in Wien enthaltenen gotischen Fragmente&amp;#039;&amp;#039;, Prag 1902&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|3|347|348|Kisch Alexander|}}&lt;br /&gt;
* [[Guido Kisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Kisch 1848–1917. Eine Skizze seines Lebens und Wirkens, zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Prag.&amp;#039;&amp;#039; Privatdruck, Halle-Saale 1934.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Güde]]: &amp;#039;&amp;#039;Rabbiner Dr. Alexander Kisch als k.k. Landwehrrabbiner. Zugleich ein kleiner Beitrag über die Anfänge der jüdischen Militärseelsorge in Österreich-Ungarn.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Berger, Gideon Römer-Hillebrecht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Soldaten – Jüdischer Widerstand in Deutschland und Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn/München/Wien/Zürich 2012, S.&amp;amp;nbsp;180–196.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135962404|LCCN=no/2013/50779|VIAF=80389024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kisch, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldrabbiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1848]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kisch, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=böhmisch-österreichischer Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Oktober 1848&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1917&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sebastian Wallroth</name></author>
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