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	<title>Alexander Hoyos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:38:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DynaMoToR: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-02-19T14:45:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Graf von Hoyos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1876]] in [[Fiume város]], heute [[Rijeka]]; † [[20. Oktober]] [[1937]] in [[Schwertberg]], [[Oberösterreich]]) war ein [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer]] Diplomat vor und während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], der in der [[Julikrise]] eine bedeutende Rolle spielte. Insbesondere führte er die [[Mission Hoyos]] durch, deren Ergebnisse den Krieg gegen [[Königreich Serbien|Serbien]] einleiteten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoyos, A, street scene5.JPG|mini|hochkant|Alexander Graf von Hoyos (um 1914)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Hoyos entstammte dem ursprünglich [[Spanien|spanischen]] Adelsgeschlecht [[Hoyos (Adelsgeschlecht)|Hoyos]], das um 1525 mit dem späteren Kaiser [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] nach [[Niederösterreich]] eingewandert war. Sein Vater Georg Graf Hoyos (1842–1904) leitete die [[Whitehead-Werft]] in Fiume, die von [[Robert Whitehead (Ingenieur)|Robert Whitehead]], Alexanders Großvater mütterlicherseits, gegründet worden war. Seine Schwester Marguerite Hoyos (1871–1945) war mit [[Herbert von Bismarck]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1911 erwarb Alexander Hoyos [[Schloss Schwertberg]] mit der [[Burgruine Windegg]], die heute noch in Besitz der Familie sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{burgen-austria|id=174|name=Schwertberg}} und {{burgen-austria|id=381|name=Windegg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1913 heiratete er in Paris Edmée de Loys-Chandieu (1892–1945), mit der er vier Kinder hatte. Seine Tochter Melanie (1916–1949) heiratete 1937 ihren Cousin [[Gottfried Graf von Bismarck-Schönhausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walter von Hueck, Hans Friedrich von Ehrenkrook: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch des Adels.&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Starke, Limburg 1980, S.&amp;amp;nbsp;366.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomatie ===&lt;br /&gt;
Alexander schlug die diplomatische Laufbahn ein, war ab 1900 Botschaftsattaché in [[Peking]], [[Paris]], [[Belgrad]] und [[Berlin]]. 1905 war er [[Legationsrat]] an der Gesandtschaft in [[Stuttgart]], danach an der Botschaft in [[London]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;&amp;gt;{{ÖBL|2|435||Hoyos Alexander Graf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Bosnische Annexionskrise|bosnischen Annexionskrise]] 1908 gelang es ihm in Berlin die [[Deutsches Kaiserreich|deutsche]] Unterstützung für die Annexion zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Entfesselung in Wien? Österreich-Ungarns Beitrag zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Michael Gehler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ungleiche Partner? Österreich und Deutschland in ihrer gegenseitigen Wahrnehmung. Historische Analysen und Vergleiche aus dem 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06878-3, S.&amp;amp;nbsp;355–374, hier: S.&amp;amp;nbsp;361.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vertrat dabei die „aktivistische“ Politik von Außenminister [[Alois Lexa von Aehrenthal]]: &amp;#039;&amp;#039;Durch eine aktive äußere Politik sollte dem durch parteipolitischen Hader immobilierten Staatskörper neues Leben eingeflößt werden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fellner&amp;quot;&amp;gt;Fritz Fellner: &amp;#039;&amp;#039;Die „Mission Hoyos“&amp;#039;&amp;#039;. In: Fritz Fellner, Heidrun Maschl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Dreibund zum Völkerbund. Studien zur Geschichte der internationalen Beziehungen 1882–1919&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Geschichte u. Politik, Wien 1994, ISBN 3-7028-0333-5, S.&amp;amp;nbsp;112–141, hier S.&amp;amp;nbsp;115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1917 war er Legationsrat im [[k.u.k.]] Ministerium des Äußeren und Kabinettschef von Außenminister Graf [[Leopold Berchtold]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;/&amp;gt; Vor dem Krieg war er insbesondere für die [[Polen|polnischen]] und [[Ukraine|ukrainischen]] Angelegenheiten am [[Ballhausplatz]] zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Julikrise und Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Mission Hoyos}}&lt;br /&gt;
Nach dem [[Attentat von Sarajevo]] empfahl Hoyos, absoluter Anhänger der Idee einer „Abrechnung“ mit [[Königreich Serbien|Serbien]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Hantsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Tyrolia, Innsbruck 1937, S.&amp;amp;nbsp;535.&amp;lt;/ref&amp;gt; als engster Berater des Außenministers der Habsburgermonarchie „bei dieser Gelegenheit freie Hand gegen Serbien für die Zukunft“ zu sichern.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den „großen“ Krieg? Entspannung in den internationalen Beziehungen 1911–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-56635-0, S.&amp;amp;nbsp;259f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hoyos wurde am 5. Juli 1914 nach Berlin gesandt, um wie schon 1908 die ausdrückliche Unterstützung des Verbündeten zu bekommen. In [[Potsdam]] erhielten Botschafter Ladislaus de Szögyény-Marich und er am folgenden Tag von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm]] und Reichskanzler [[Theobald von Bethmann Hollweg]] den berühmten „[[Blankovollmacht|Blankoscheck]]“ als notwendige Rückendeckung für das [[Ultimatum]] an Serbien. Hoyos forderte am 6. Juli 1914 im Gespräch mit Unterstaatssekretär [[Arthur Zimmermann (Diplomat)|Arthur Zimmermann]] und Bethmann Hollweg die „völlige Aufteilung“ Serbiens, was später nach dem Protest des [[Königreich Ungarn|ungarischen]] Ministerpräsidenten [[István Tisza]] von Berchtold als persönliche Meinung des Grafen dargestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Imanuel Geiss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Julikrise und Kriegsausbruch. Eine Dokumentensammlung&amp;#039;&amp;#039;. Hannover 1963, Band 1, Nr.&amp;amp;nbsp;115; und József Galántai: &amp;#039;&amp;#039;Hungary in the First World War&amp;#039;&amp;#039;. Budapest 1989, ISBN 963-05-4878-X, S.&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt; In „seinem Eifer, freie Bahn für einen Eroberungskrieg zu schaffen“, gefährdete Hoyos dadurch noch den Erfolg seiner Mission.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Kronenbitter: &amp;#039;&amp;#039;„Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S.&amp;amp;nbsp;468.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der gesamten Julikrise betrachteten Hoyos und Berchtold das Eingreifen [[Russisches Kaiserreich|Russlands]] als nicht entscheidend.&amp;lt;ref&amp;gt;William Jannen, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;The Austro-Hungarian Decision For War in July 1914.&amp;#039;&amp;#039; In: Samuel R. Williamson, Jr., Peter Pastor (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Essays On World War I: Origins and Prisoners of War.&amp;#039;&amp;#039; New York 1983, ISBN 0-88033-015-5, S.&amp;amp;nbsp;55–81, hier: S.&amp;amp;nbsp;56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hoyos war Protokollführer während der entscheidenden [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich#Ministerrat für gemeinsame Angelegenheiten|Ministerratssitzungen]] in der Julikrise und war an der Abfassung des [[Julikrise#Ultimatum an Serbien|Ultimatums an Serbien]] maßgeblich beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer [[Memorandum|Denkschrift]] vom 11./12. August 1914 äußerte Hoyos Bedenken gegen eine [[Trialismus|trialistische]] Lösung der polnischen Frage. Das Hinzukommen eines dritten gleichberechtigten Staatsteils würde den Zusammenhalt der Monarchie noch mehr lockern. Ein Ausgleich wäre, vor allem im Bereich des Zoll- und Handelsbündnisses, beim Verfassungsrecht und dem Wehrwesen erschwert. Außerdem würde durch den Wegfall des [[Dualismus (Habsburgermonarchie)|Dualismus]] das dann überwiegend deutsche Österreich „naturgemäß nach Deutschland gravitieren“. Daher sprach sich Hoyos für eine Angliederung Polens direkt an Österreich aus. [[Cisleithanien]] würde bestehen aus „den innerösterreichischen Erbländern mit [[Mähren]] und [[Österreichisch-Schlesien|Schlesien]] als hauptsächlich deutschen Gebieten“, [[Königreich Böhmen|Böhmen]] mit Minoritätenschutz der Deutschen und dem Königreich Polen. Ungarn sollte als Ausgleich für die [[Kriegsziele im Ersten Weltkrieg#Austro-Polnische Lösung|austropolnische Lösung]] [[Bosnien-Herzegowina]] und [[Königreich Dalmatien|Dalmatien]] überlassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Lemke: &amp;#039;&amp;#039;Allianz und Rivalität. Die Mittelmächte und Polen im ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Böhlau, Wien/Köln/Graz 1977, ISBN 3-205-00527-9, S.&amp;amp;nbsp;28f.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Joachim Lilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Innen- und außenpolitische Aspekte der austropolnischen Lösung 1914–1916.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 30 (1977), S.&amp;amp;nbsp;221–250; hier: S.&amp;amp;nbsp;223ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 14. Februar 1917 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war Hoyos verantwortlicher Gesandter im norwegischen [[Oslo|Kristiania]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Matsch: &amp;#039;&amp;#039;Der Auswärtige Dienst von Österreich(-Ungarn). 1720–1920.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1986, ISBN 3-205-07269-3, S.&amp;amp;nbsp;157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Untergang der Donaumonarchie ersuchte Hoyos im Dezember 1918 um seine Pensionierung, die im Jahr darauf vollzogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;ÖStA (= [[Österreichisches Staatsarchiv]]), HHStA (= Haus-, Hof- und Staatsarchiv), AR (= Administrative Registratur), F 4, Personalia: Alexander Graf Hoyos, Kt. (= Karton) 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinen späteren Aufzeichnungen betrachtete er den Erfolg der „Mission Hoyos“ wegen des Zusammenbruchs Österreichs und Deutschlands rückblickend als „unermessliches Unheil“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Matsch: &amp;#039;&amp;#039;Der Auswärtige Dienst von Österreich(-Ungarn). 1720–1920.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1986, ISBN 3-205-07269-3, S.&amp;amp;nbsp;240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der deutsch-englische Gegensatz und sein Einfluß auf die Balkanpolitik Österreich-Ungarns.&amp;#039;&amp;#039; Verlag de Gruyter, Berlin 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weltenwende. Ein Vorschlag zur Lösung der Weltkrise&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Jung Österreich, Wien 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132198703|LCCN=n/2011/41597|VIAF=13463502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hoyos, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-ungarischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Hoyos|Alexander]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Hoyos)|Alexander]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwertberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Botschafter in Norwegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hoyos, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hoyos von Sprinzenstein, Alexander Graf Freiherr von Stichsenstein,&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-ungarischer Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fiume város]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Oktober 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schwertberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DynaMoToR</name></author>
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