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	<title>Alexander Heinrich Alef - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Drahreg01: GNDCheck.</title>
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		<updated>2025-04-11T16:35:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GNDCheck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Heinrich Alef&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1885]] in [[Köln]]; † [[16. Februar]] [[1945]] im [[KZ Dachau]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] katholischer [[Priester]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Grab Alexander Alef.jpg|thumb|Das Grab von Alexander Heinrich Alef im Familiengrab auf dem [[Poppelsdorfer Friedhof]] in Bonn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren Anton Alef, Betriebsdirektor&amp;lt;ref&amp;gt;Tonindustrie-Zeitung und Keramische Rundschau, Band 46, Teil 1, 1922, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Porzellan- und Steingutfabrik Ludwig Wessel|Wandplattenfabrik Ludwig Wessel]] in Bonn  und Anna Alef, geb. Römer. Alef wurde zwar in Köln geboren, wuchs jedoch in [[Bonn]] auf. Am 1. August 1909 wurde er durch Kardinal [[Anton Fischer (Kardinal)|Fischer]] in der Kapelle des [[Priesterseminar Köln|Erzbischöflichen Priesterseminars]] in Köln zum [[Priester (Christentum)|Priester]] [[Weihesakrament|geweiht]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Moll: &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus.&amp;#039;&amp;#039; 2000, ISBN 3-506-75778-4, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige seiner Dienststellen waren am 15. Oktober 1909 als Hauskaplan in [[Fliesteden]], dann ab 21. Februar 1910 als Rektor am Sankt-Antonius-Hospital in [[Köln-Bayenthal|Bayenthal]]. Ab dem 14. Oktober 1910 war er als [[Vikar]] in [[Gerderath]] und vom 2. September 1914 an als Rektor in [[Delhoven]]. 1915 erkrankte er so schwer, dass er von seiner Stelle entbunden wurde. 1920 wurde er dann wieder als Hausgeistlicher im Sankt Josephskloster in [[Köln-Zündorf|Zündorf]] und drei Jahre später, am 8. Mai 1923, wurde er Rektor in [[Holtorf]]. Doch schon am 12. November 1925 wurde er wieder aus gesundheitlichen Problemen in den zeitweiligen Ruhestand versetzt. Am 20. Oktober 1930 wurde er dann auf Grund einer Apostolischen Vollmacht des Erzbischofs von Köln zum Pfarrer in [[Sievernich]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfliches Diözesanarchiv Aachen: &amp;#039;&amp;#039;Personalakte Alexander Alef&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung und Tod ==&lt;br /&gt;
Ab 1933 begannen für ihn die Schwierigkeiten mit dem neuen [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]] im damals 368 Einwohner zählenden Ort [[Sievernich]]. Alef weigerte sich beharrlich, an Kundgebungen am Gefallenendenkmal teilzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Fettweis: Zwischen Herr und Herrlichkeit: Zur Mentalitätsfrage im Dritten Reich an Beispielen aus der Rheinprovinz, Einhard Verlag 1989, ISBN 3-920284-48-8, S. 172&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1934 hatte Alef zudem dem Sohn von Ferdinand Keill, damaliger Bürgermeister von [[Vettweiß]], Ohrfeigen verpasst, weil dieser wegen eines &amp;quot;[[Fahneneid]]s&amp;quot; der [[Hitlerjugend]] nicht zum Gottesdienst erschienen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Wallraff: Nationalsozialismus in den Kreisen Düren und Jülich, Verlag: Hahne &amp;amp; Schloemer, 2000, ISBN 3-927312-30-4, S. 334&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde wiederholt bei der örtlichen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] denunziert und von den Behörden angeklagt, es kam jedoch nie zu einer Verurteilung. Schließlich schrieb der Regierungspräsident am 17. Oktober 1934 einen Brief an Alefs Vorgesetzten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{&amp;quot;|&amp;#039;&amp;#039;Das Gesamtverhalten des Pfarrers läßt eine so starke Abneigung gegen die neue politische Führung, verbunden mit einer tiefen seelischen Depression, erkennen, daß ich Eure Exzellenz bitte zu erwägen, daß Pfarrer Alef seinen Wirkungsort wechselt und durch eine Persönlichkeit ersetzt wird, welcher auch von staatswegen der Religionsunterricht unbedenklich anvertraut werden könnte&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Moll: &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus.&amp;#039;&amp;#039; 2000, ISBN 3-506-75778-4, S. 2–3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. November 1935 wurde ihm die Zulassung zum Religionsunterricht entzogen und er hielt sich fortan öffentlich zurück. Im September 1943 forderte Alef in einer Sonntagspredigt die Kinder dazu auf, vor der [[Hitlerjugend|HJ]]-Versammlung zum Religionsunterricht zu kommen. Zwei Tage später erschien die [[Gestapo]], verhörte die Kinder und durchsuchte die Pfarrei. Zwei weitere Tage später erhielt Alef ein Tätigkeitsverbot und die Ausweisung aus dem [[Bistum Aachen]]. Er fand Unterschlupf in der [[Abtei Marienstatt]], musste sich jedoch regelmäßig bei der Polizei melden. Im Dezember 1943 musste er die Abtei verlassen und kam ins [[Cellitinnen von der Hl. Gertrud|Cellitinnenkloster]] in [[Niederau (Düren)|Niederau]] bei [[Düren]], wo er sich ebenfalls bei der örtlichen Polizei zu melden hatte. Der behandelnde Chefarzt des [[St. Marien-Hospital Düren|Hospitals]] in [[Birkesdorf]] schrieb ihn zwar mehrfach haftunfähig und bot Alef sogar einen Unterschlupf bei seiner Mutter im nahen Ausland an, doch Alef lehnte alle Hilfe ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sievernich.eu/ort_sievernich/personen.htm |wayback=20130419055123 |text=&amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten der vergangenen Jahrhunderte. Pfarrer Alexander Heinrich Alef.&amp;#039;&amp;#039;}} Abgerufen am 31. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 1944 wurde Alef schließlich von der Gestapo abgeholt und in das Aachener Gefängnis gebracht. Von dort kam er Anfang September in das [[Messelager Köln]]. Von dort wurde er zusammen mit weiteren Internierten wie [[Josef Baumhoff]], [[Otto Gerig]], [[Joseph Roth (Politiker)|Joseph Roth]] und [[Peter Schlack (Politiker)|Peter Schlack]] am 16.&amp;amp;nbsp;September 1944 ins [[KZ Buchenwald]] deportiert und erhielt die Häftlingsnummer 81347.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der Gedenkstätte KZ-Buchenwald, NARA Washington RG 242, Film 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort betete er täglich gemeinsam mit diesen und weiteren Politikern eine [[Novene]].&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad-Adenauer-Stiftung, ACDP, Nachlass Gerig, 01-087-002/1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer Alef war ab 3. Oktober 1944 wegen Durchfall im Krankenbau des KZ, Körpergewicht 48 kg.  Dort wurde er am 30. Oktober 1944 von SS-Hauptsturmführer [[Gerhard Schiedlausky]] operiert, ([[Resektion]] von 6 cm [[Mastdarm]]) mit lokaler Betäubung.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellenangaben: digitales Archiv ITS Bad Arolsen: Teilbestand: 1.1.5.3, Dokument ID: 5420853 – Individuelle Unterlagen Männer Buchenwald.&amp;lt;/ref&amp;gt; Pfarrer Alef war noch bis zum 29. Dezember 1944 im Krankenbau von Buchenwald und wurde von dort zum Sterben ins KZ Dachau deportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Januar 1945 traf er mit weiteren 46 Priestern im [[KZ Dachau]] ein, wo er die Häftlingsnummer 137 367 und die postalische Adresse: 136 Dachau 3. K Block 17/4 erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der Gedenkstätte KZ-Dachau&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich verstarb er am 16.&amp;amp;nbsp;Februar 1945 und wurde im KZ-eigenen Krematorium verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Am 21. Oktober 1960 wurde von der Gemeindevertretung Sievernich die Kirchstraße am Pfarrhaus in &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer-Alef-Straße&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
* Die katholische Kirche hat Pfarrer Alef im Jahr 1999 als Glaubenszeugen in das [[deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Archiv der KZ-Gedenkstätte Buchenwald&lt;br /&gt;
* Konrad-Adenauer Stiftung Sankt Augustin, Nachlass Gerig und Biographie Joseph Roth&lt;br /&gt;
* Herbert Arens, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer Alexander Heinrich Alef&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz): &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2019, Band I, S. 1–4.&lt;br /&gt;
* Helmut Rönz, Keywan Klaus Münster: &amp;#039;&amp;#039;Die christliche Familie in der totalitären Diktatur. Pfarrer Alexander Heinrich Alef (1885–1945)&amp;#039;&amp;#039;, in: Dies.: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Aachen im Nationalsozialismus. Eine Spurensuche in Biographien und Ereignissen.&amp;#039;&amp;#039; Einhard, Aachen 2023 (Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen; 52), ISBN 978-3-943748-71-0, S. 31–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sievernich.eu/ort_sievernich/personen.htm Biographie &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer Alexander Heinrich Alef&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website des Fördervereins Gebets- und Begegnungsstätte Sievernich e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-04-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alef, Alexander Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Kreis Düren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Vettweiß)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Alef, Alexander Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Priester&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Februar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drahreg01</name></author>
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