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	<title>Alexander Haindorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Haindorf&amp;diff=1099296&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Gliederungsebenen der Zwischenüberschriften</title>
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		<updated>2025-12-16T22:11:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gliederungsebenen der Zwischenüberschriften&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WP Görke-Haindorf.jpg|mini|hochkant|Alexander Haindorf und seine Enkelkinder Robert und Agnes (Gemälde von [[Caspar Görke]], 1854, heute im [[LWL-Museum für Kunst und Kultur]] in Münster)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Haindorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Mai]] [[1784]] in [[Lenhausen]] (heute [[Finnentrop]]); † [[16. Oktober]] [[1862]] auf Gut Caldenhof bei [[Hamm]]) war Mediziner, jüdischer Reformer, Psychologe, Universitätsdozent, Publizist, Kunstsammler und Mitgründer des [[Westfälischer Kunstverein|Westfälischen Kunstvereins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Haindorf wurde als &amp;#039;&amp;#039;Hirsch-Alexander&amp;#039;&amp;#039; (hebr. &amp;#039;&amp;#039;Zwi Nessannel&amp;#039;&amp;#039;) als Sohn eines Kaufmanns geboren. Erst im Jahr 1808 nahm er den Namen Haindorf an. Durch die strenggläubigen Eltern wurde er zunächst für die Laufbahn eines [[Rabbiner]]s vorgesehen, daher war seine Kindheit und frühe Jugend von [[Talmud]]studien bestimmt. Schon früh erfuhr er die Ablehnung der jüdischen Bevölkerung durch die katholische Mehrheitsgesellschaft. Nach dem Tod seiner Eltern wuchs er zunächst bei den Großeltern in Hamm auf. Diese versuchten ihn zu einem kaufmännischen Beruf zu drängen und sein wissenschaftliches Interesse zu unterdrücken. Einige Zeit später kam er in das Haus des liberalen Obervorstehers der jüdischen Gemeinden in der [[Grafschaft Mark]] [[Anschel Hertz]]. Dieser ermöglichte Haindorf als erstem Juden überhaupt den Besuch des [[Gymnasium Hammonense|Gymnasiums Hammonense]]. Anschließend studierte Haindorf [[Medizin]], [[Psychologie]] und [[Philosophie]] in [[Universität Würzburg|Würzburg]], [[Universität Jena|Jena]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Daneben hörte er zahlreiche Vorlesungen aus anderen Fachgebieten, insbesondere aus dem Umfeld der [[Geschichtswissenschaft]]en. Im Jahr 1810 schloss er sein Studium mit einer preisgekrönten Promotionsarbeit ab. Im folgenden Jahr habilitierte er sich mit einer Schrift über die &amp;#039;&amp;#039;Pathologie und Therapie der Gemüts- und Geisteskrankheiten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinische und psychologische Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
Anschließend begann er als erster jüdischer Privatdozent mit Vorlesungen in Heidelberg. Als Haindorf eine Anstellung als Universitätsprofessor, nicht nur aus sachlichen, sondern religiösen Gründen, verweigert wurde, verließ er 1812 die Universität und ging bis 1814 auf eine Studienreise nach [[Frankreich]]. Dort besuchte er vor allem Irren- und Armenanstalten. Über die Ergebnisse verfasste Haindorf ein Buch. Nach seiner  Rückkehr nach Deutschland hielt er zunächst psychologische Vorlesungen in [[Göttingen]] und trat 1815 in den preußischen Militärdienst als Lazarettarzt in [[Wesel]] ein. Nach seiner Versetzung nach [[Münster]] begann er auch dort zunächst an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]] und nach deren Schließung an der Chirurgischen Lehranstalt zu unterrichten. Eine Anstellung als Professor wurde ihm auf Grund seines Judentums verweigert. Daher eröffnete er eine gerade auch beim westfälischen Adel beliebte Praxis als Nervenarzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Brilling: Alexander Haindorf - seine Bemühungen um Anstellung als Universitätsprofessor (1812–1815) und seine Tätigkeit als Dozent in Münster (1816–1818 und 1825–1847) In: Westfälische Zeitschrift Bd. 132/133 1981/82 S. 69–120vc&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfechter der Emanzipation der jüdischen Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Münster, Am Kanonengraben 4 -- 2020 -- 8692.jpg|mini|Ehemaliges Gebäude der [[Marks-Haindorf-Stiftung]] in Münster]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haindorf war Verfechter der [[Judenemanzipation]] – er selbst sprach von Amalgamisierung der jüdischen und christlichen Kultur. Im Jahr 1822 wurde Haindorf  Mitglied des reformorientierten &amp;#039;&amp;#039;Verein für Cultur und Wissenschaft der Juden&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]]. Einige Jahre später gründete er zusammen mit seinem Schwiegervater, dem Kaufmann [[Elias Marks]], in Hamm den „Verein zur Beförderung von Handwerken unter den Juden und zur Errichtung einer Schulanstalt, worin arme und verwaisete Kinder unterrichtet und künftige jüdische Schullehrer gebildet werden sollen.“ Ziel war die Einbindung der Juden in die bürgerliche Gesellschaft, um so schließlich Toleranz für die Juden selbst zu erreichen. Die zur Lehrerausbildung angeschlossene Musterschule folgte pädagogisch einem ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehörten die Einbeziehung der musisch-sportlichen Erziehung und auch Koedukation. Die Schulanstalt versuchte Humanität, praktische Toleranz und preußischen Patriotismus zu vermitteln. Der gute Ruf führte dazu, dass bis 1839 gerade auch hohe, nach Münster versetzte protestantische Beamte ihre Kinder in die Schule schickten. Der Verein wurde von Oberpräsident [[Ludwig von Vincke]] unterstützt und seine Zuständigkeit wurde zunächst auf die [[Regierungsbezirk Münster|Regierungsbezirke Münster]] und [[Regierungsbezirk Arnsberg|Arnsberg]] und nach dem Zusammenschluss mit einem ähnlichen Verein in [[Minden]] auf die gesamte [[Provinz Westfalen]] und später auch auf die [[Rheinprovinz]] ausgedehnt. Haindorf blieb bis zu seinem Tod Vorsitzender des Vereins. Anschließend wurde dieser in die [[Marks-Haindorf-Stiftung]] umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunstkenner und Publizist ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Haindorf Grab.jpg|mini|hochkant|Grab von Alexander Haindorf auf dem jüdischen Friedhof Münster]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über diese Tätigkeit hinaus war Haindorf Mitglied zahlreicher nichtjüdischer Vereine in Münster und Westfalen. 1829 war er im Vorstand des [[Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen|Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen]] tätig. Im Jahr 1831 war er Mitbegründer des [[Westfälischer Kunstverein|Westfälischen Kunstvereins]]. Als Kunstkenner sammelte Haindorf im Laufe seines Lebens etwa 400 Gemälde, Plastiken und Kleinkunstwerke vor allem altdeutscher und altniederländischer Meister. Das letzte von ihm erworbene Werk war die Mitteltafel des [[Meister des Fröndenberger Altars|Fröndenberger Altars]]. Die Sammlung wurde zu einem wichtigen Grundstock des [[LWL-Museum für Kunst und Kultur|Landesmuseums Münster]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|autor=Diethard Aschoff|artikel=Alexander Haindorf|band=20|spalten=693-706}}&amp;lt;br /&amp;gt;juedischeliteraturwestfalen.de: [http://www.juedischeliteraturwestfalen.de/index.php?valex=101&amp;amp;vArticle=10&amp;amp;author_id=00000128&amp;amp;id=1 &amp;#039;&amp;#039;Alexander Haindorf&amp;#039;&amp;#039;], Diethard Aschoff, in: Friedrich W. Bautz: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon. Hamm 1975ff. Band XX (2002), abgerufen am 8. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Fröndenberger Altar ist seit 1950 im Besitz des [[Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund|Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund]]. Teil der von Haindorf gemeinsam mit seiner Tochter Sophie und Schwiegersohn Jakob Loeb aufgebauten Kunstsammlung war das Gemälde &amp;quot;Die Vision des Hl. Bernhard&amp;quot; von [[Johann Koerbecke|Johannes Koerbecke]], das im Oktober 2025 restituiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|sprache=de-DE|werk=www.kunstforum.de|url=https://www.kunstforum.de/nachrichten/muenchen-gemaelde-von-johannes-koerbecke-an-erben-restituiert/|abruf=2025-11-27|titel=München: Gemälde von Johannes Koerbecke an Erben restituiert}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war Haindorf ein produktiver Publizist. Anfänglich schrieb er vor allem über medizinische Themen, später wandte er sich populärwissenschaftlichen historischen Darstellungen zu. So verfasste er als „historisches Lesebuch für Frauen und Mädchen aus den gebildeten Ständen“ eine Geschichte der Deutschen (Hamm 1821), eine Geschichte Spaniens und Portugals (1830) sowie eine Geschichte Italiens (1835). Die letzten Jahre verbrachte er bei seiner Tochter in Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andenken ==&lt;br /&gt;
Begraben wurde Hainsdorf auf dem [[Jüdischer Friedhof Münster|jüdischen Friedhof in Münster]]. Sein Leben und Wirken wird im [[Jüdisches Museum Westfalen|Jüdischen Museum Westfalen]] dargestellt. Im Oktober 2010 übergaben Haindorfs Nachfahren dessen aus 2861 Büchern bestehende Bibliothek an die [[Universitäts- und Landesbibliothek Münster]] (ULB).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälischer Anzeiger vom 20. Oktober 2012, &amp;#039;&amp;#039;Ein Universalgelehrter aus Hamm&amp;#039;&amp;#039;, Hammer Lokalteil&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gudrun Calov: &amp;#039;&amp;#039;Museen und Sammler des 19. Jahrhunderts in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Museumskunde&amp;#039;&amp;#039; 38, 1969, {{ISSN|0027-4178}}, S. 1–196, bes. S. 103.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Köpfe. 300 Lebensbilder bedeutender Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. 2. verbesserte Auflage. Aschendorff, Münster 1977, ISBN 3-402-05700-X, S. 100f.&lt;br /&gt;
* {{ADB|10|392|393|Haindorf, Alexander|Josef Bernhard Nordhoff|ADB:Haindorf, Alexander}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629200934/http://www.bautz.de/bbkl/h/haindorf_a.shtml |band=20|autor=[[Diethard Aschoff]]|spalten=693–706}}&lt;br /&gt;
* Susanne Freund: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Haindorf. Reformer – Pädagoge – Mediziner – Kunstsammler.&amp;#039;&amp;#039; Jüdische Miniaturen Bd. 263. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Leipzig 2021, ISBN 978-3-95565-419-1.&lt;br /&gt;
* Detlef Berntzen: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstsammlung des Dr. Alexander Haindorf&amp;#039;&amp;#039;. Hamm 2022, ISBN 9798358893597&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118544969}}&lt;br /&gt;
* {{WestfAutoren|110}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Aufbruch/verweise/biografien/F_J/index2_html Biographie in Aufbruch in die Moderne: Das Beispiel Westfalen]&lt;br /&gt;
* [http://www.juedisches-leben.net/tonsequenzen/index.php?id_tonsequenzen=16 Audiobeitrag zu den Zielen Haindorfs]&lt;br /&gt;
* [http://www.juedisches-leben.net/geschichten/?id_geschichten=282 Zur Geschichte der Marks-Haindorf-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://jgms.org/geschichte/3.html Die Marks-Haindorf-Stiftung (Jüdische Gemeinde Münster)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118544969|LCCN=n82071557|VIAF=59875841}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Haindorf, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Reformjudentums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1784]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Haindorf, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Haindorf, Hirsch-Alexander (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Mediziner, Publizist und jüdischer Reformer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Mai 1784&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lenhausen]], heute [[Finnentrop]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Oktober 1862&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Hamm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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