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	<title>Alexander Glaser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Glaser&amp;diff=1354782&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Jahreszahl Bild; Ermordeter ist präziser</title>
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		<updated>2026-02-04T04:59:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jahreszahl Bild; Ermordeter ist präziser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AlexanderGlaser.jpg|mini|hochkant|Alexander Glaser, 1923]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Glaser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juli]] [[1884]] in [[München]]; † [[5. Juli]] [[1934]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Orth: Der SD-Mann Johannes Schmidt, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker ([[Deutsche Volkspartei|DVP]], später [[Völkischer Block]]). Glaser wurde vor allem bekannt als [[Mitglied des Landtages|Abgeordneter]] des [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Bayerischen Landtages]] (1920–28) und als einer der Ermordeten des sogenannten [[Röhm-Putsch]]es von 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1903 am [[Wilhelmsgymnasium München]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresbericht vom K. Wilhelms-Gymnasium zu München. {{ZDB|12448436}}, 1902/03.&amp;lt;/ref&amp;gt; studierte Glaser Rechtswissenschaften an der [[Universität Erlangen]]. Parallel zu seinem Studium arbeitete er seit 1909 für die [[MAN]] in Nürnberg: seit 1911 war er auch Mitglied des MAN-Beirates. 1913 promovierte er dort mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Staatsangehörigkeit nach den Bürgerlichrechtlichen Normen des Internationalen Privatrechts&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;Dr. jur.&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls um 1913 heiratete Glaser: Aus der Ehe ging ein Sohn, Alexander Glaser junior, hervor, der später Mediziner wurde. Nachdem seine Ehefrau 1918 nach Südamerika auswanderte führte Glaser seit 1920 eine Lebensgemeinschaft mit der Ärztin Gertrude Wenter (* 20. August 1887).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier nahm Glaser am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik und NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ging Glaser in die Politik: 1920 wurde er als Kandidat für die [[Deutsche Volkspartei]] (DVP) in den [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Bayerischen Landtag]] gewählt. Bei der Neuwahl 1924 gab er sein Mandat für die DVP ab und ließ sich stattdessen als Kandidat für den [[Völkischer Block in Bayern|Völkischen Block in Bayern]] aufstellen, den er am 6. Januar mit [[Rudolf von Xylander]] und [[Rudolf Buttmann (Politiker, 1885)|Rudolf Buttmann]] gegründet hatte&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|44636|iquelle|Robert Probst|Völkischer Block in Bayern (VBl), 1924/25|2013-11-25|2015-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und für den er bis 1928 – zeitweise als Fraktionsführer – im bayerischen Parlament saß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch war Glaser gut vernetzt: Er verfügte über gute Beziehungen zu den Vaterländischen Verbänden sowie zu russischen Emigrantenkreisen in München. Außerdem stand er dem langjährigen Organisationsleiter der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] [[Gregor Strasser]] nahe. Zusammen mit Strasser und Buttmann besuchte er am 5. Juli 1924 auch Hitler in der Feste Landsberg, den er bei dieser Gelegenheit kennengelernt haben dürfte. Heinrich Egner zufolge diente der Zweck vermutlich dazu „um mit ihm [Hitler] das Vorgehen der Landtagsfraktion abzustimmen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Egner: „Fraktionsspitze stimmte sich mit Hitler ab. Juristisches Nachspiel für Gregor Straßers Beteiliggung&amp;lt;!-- sic? --&amp;gt; am Hitler-Putsch endet glimpflich“, in: &amp;#039;&amp;#039;Landsberger Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 16. März 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wohl auf Veranlassung Strassers wurde er Mitglied der NSDAP, in deren Politischer Organisation er kurzzeitig eine führende Rolle übernahm: Laut Mitteilung der Reichsleitung der NSDAP vom 7. Juli 1932 ernannte Strasser, damals Leiter der Politischen Organisation der NSDAP (damit de facto Generalsekretär der Partei), Glaser „mit sofortiger Wirkung“ zu seinem Stabsleiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Lichterfelde, Parteikorrespondenz Film D 64 „Glanz, Peter – Glaser, Gerhard“, Bild 1252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Arbeit im Parlament ging Glaser seinem erlernten Beruf als Anwalt nach. Außerdem schrieb er Beiträge für verschiedene Zeitungen, unter anderem auch für den &amp;#039;&amp;#039;[[Völkischer Beobachter|Völkischen Beobachter]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1934 verklagte Glaser im Auftrag des Verlegers [[Joseph Carl Huber|Joseph Huber]] aus [[Dießen am Ammersee]] [[Max Amann (Politiker)|Max Amann]], den Direktor des Münchener [[Franz-Eher-Verlag|Eher-Verlages]], dem Hausverlag der NSDAP. Streitgegenstand des Verfahrens, das Huber und Glaser gewannen, war eine vom Eher-Verlag herausgegebene Schrift.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Heiden: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Hitler. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit. Eine Biografie&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 455.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war Glaser in eine Klage gegen einen leitenden Angehörigen der Münchener [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Zentrale verwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lg440&amp;quot;&amp;gt;Lothar Gruchmann: &amp;#039;&amp;#039;Justiz im Dritten Reich 1933–1940&amp;#039;&amp;#039;, S. 440.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1934 wurde Glaser erstmals auf Veranlassung von [[Reinhard Heydrich]] festgenommen, musste aber gegen den Willen Heydrichs wieder auf freien Fuß gesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermordung ===&lt;br /&gt;
Am Abend des 30. Juni 1934 wurde Glaser vor seiner Wohnung in der [[Amalienstraße (München)|Amalienstraße]] in München von mehreren SS-Leuten aufgesucht. Als er, nach der Aufforderung die Männer zu begleiten, umwandte, um sein Jackett zu greifen und anzuziehen, feuerte ein SS-Mann ihm von hinten mehrmals in den Kopf. Er erlag seinen Verletzungen wenige Tage später, am 5. Juli 1934, im Krankenhaus Schwabing. Obwohl Glaser erdbestattet wurde, erhielten seine Verwandten später eine Urne mit seiner angeblichen Asche zugeschickt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Selig: „Die Opfer des Röhm-Putsches in München“, in: Winfried Becker/Werner Chrobak (Hrsg.): Staat, Kultur, Politik, Beiträge zur Geschichte Bayerns und des Katholizismus. Festschrift zum 65. Geburtstag von Dieter Allbrecht, Kallmünz 1992, S. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschlag auf Glaser erfolgte im Zusammenhang mit der unter der Propagandabezeichnung „[[Röhm-Putsch]]“ bekanntgewordenen politischen Säuberungsaktion der NS-Regierung vom Frühsommer 1934. Im Zuge dieser Aktion ließ Hitler in erster Linie seine tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner in den eigenen Reihen, insbesondere in der [[Sturmabteilung]] (SA), beseitigen. Glaser – politisch zu dieser Zeit eine völlig unbedrohliche Figur – wurde allem Anschein nach aus passender Gelegenheit getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fachliteratur wird zumeist angenommen, dass Glaser entweder wegen seiner Beziehungen zu Gregor Strasser, einem der Hauptziele der Mordaktion (Straßer wurde ebenfalls am 30. Juni 1934 erschossen), umgebracht wurde, oder aber, dass seine Ermordung ein Racheakt für seine oben erwähnte Beteiligung an den Prozessen gegen Amann und/oder den SD-Führungsbeamten erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivarische Überlieferung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hauptstaatsarchiv München wird eine Anwaltspersonalakte zu Glaser verwahrt (MJU 20774).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Staatsangehörigkeit nach den Bürgerlichrechtlichen Normen des internationalen Privatrechts unter besonderer Berücksichtigung des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch.&amp;#039;&amp;#039; Erlangen 1913 (Dissertation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137889305|VIAF=86059268}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Glaser, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Röhm-Putsches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Glaser, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt und Politiker (DVP, später Völkischer Block)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juli 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juli 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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