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	<title>Alexander Dominicus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexander Dominicus (1873-1945).jpg|mini|hochkant|Alexander Dominicus, 1911]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Alexander Eberhard Dominicus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. April]] [[1873]] in [[Straßburg]]; † [[18. Oktober]] [[1945]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein [[deutsche]]r [[Verwaltungsjurist]], [[Kommunalbeamter]] und [[Politiker]] ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]) sowie Bildungs-, Luftfahrt- und Turnverbandsfunktionär. Er war von 1911 bis 1921 Oberbürgermeister der [[Berlin-Schöneberg|Stadt Schöneberg]] bei Berlin, von 1919 bis 1924 Mitglied des [[Preußischer Landtag#Freistaat Preußen 1918–1933|Preußischen Landtages]] und von April bis November 1921 preußischer Innenminister. Von 1929 bis 1933 war Dominicus 1. Vorsitzender der [[Deutsche Turnerschaft|Deutschen Turnerschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur nahm Dominicus ein Studium der Rechtswissenschaften in [[Universität Straßburg|Straßburg]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] auf, das er 1894 mit dem ersten und 1899 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Während seines Studiums gründete er 1894 den [[Akademischer Turnverein|Akademischen Turnverein]] (ATV) &amp;#039;&amp;#039;Burgund Straßburg&amp;#039;&amp;#039;. Für einen Akademiker damals ungewöhnlich legte er auch die staatliche Turnlehrerprüfung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Gernot Horn: &amp;#039;&amp;#039;Die Turnbewegung hat ihm viel zu verdanken: Alexander Dominicus – Vorsitzender der Deutschen Turnerschaft bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum, Freyburg (Unstrut) 2013, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat 1900 als Regierungsassessor in die Verwaltung des [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichslandes Elsaß-Lothringens]] ein, war seit 1902 Beigeordneter der Stadt Straßburg (unter den Oberbürgermeistern [[Otto Back]] und [[Rudolf Schwander]]) und wurde später zum Regierungsrat befördert. Als Beigeordneter von Straßburg soll Dominicus richtungweisende Reformen der Arbeits- und Jugendfürsorge, der Stadtplanung und des Schulwesens veranlasst haben; so richtete er erstmals ein [[Arbeitsamt]] ein und regte die Gründung einer [[Arbeitslosenversicherung]] an. Das Straßburger Modell wurde später zum Vorbild des deutschen [[Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung|Reichsgesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung]] von 1927. In Straßburg heiratete Dominicus 1903 Helene Fehling, die Tochter des Gynäkologieprofessors [[Hermann Fehling (Mediziner)|Hermann Fehling]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|4|67||Dominicus, Adolf Alexnnder Eberhard|Kurt Pomplun|130136174}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 amtierte Dominicus als Oberbürgermeister der [[Berlin-Schöneberg|Stadt Schöneberg]], die zu dieser Zeit bereits faktisch mit Berlin zusammengewachsen war, verwaltungstechnisch aber noch eine eigenständige Kommune in der preußischen [[Provinz Brandenburg]] bildete. Sein Vorgänger [[Rudolph Wilde]] hatte die Planungen für das [[Rathaus Schöneberg|Schöneberger Rathaus]] durchgeführt. Unter Dominicus wurde am 26. Mai 1911 der [[Grundsteinlegung|Grundstein gelegt]], 1913/14 bezog die Stadtverwaltung das neue Rathaus. Dominicus wurde als [[Reserveoffizier]] (Hauptmann der [[Reserve (Militärwesen)|Reserve]]) im August 1914 mobilisiert und bei den Kämpfen in [[Frankreich|Nordfrankreich]] einen Monat später verwundet. Nach dem Krieg setzte er sich für das [[Groß-Berlin]]-Gesetz ein, durch das Schöneberg am 1. Oktober 1920 – so wie zahlreiche weitere umliegende Städte, Gemeinden und Gutsbezirke – mit der Hauptstadt Berlin verschmolzen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;/&amp;gt; Anschließend leitete Dominicus noch für die Übergangszeit die Verwaltung des nunmehrigen Bezirks Schöneberg, bis 1921 der erste [[Bezirksbürgermeister (Berlin)|Bezirksbürgermeister]] [[Emil Berndt]]s gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Liberale Dominicus war mit [[Friedrich Naumann]] befreundet und schloss sich nach der [[Novemberrevolution]] 1918 der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] (DDP) an. Von 1919 bis 1924 war er Mitglied der [[Preußische Landesversammlung|Preußischen Landesversammlung]] bzw. des [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtages]]. 1920/1921 war er Vorsitzender der DDP-Landtagsfraktion. Der Landesdirektor der Provinz Brandenburg ernannte ihn am 6. März 1920 zum [[Preußischer Provinzialrat|Preußischen Provinzialrat]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Regierung Potsdam&amp;#039;&amp;#039;, 1920, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 21. April 1921 bis zum 7. November 1921 amtierte Dominicus als [[Freistaat Preußen|preußischer]] Innenminister in der von Ministerpräsident [[Adam Stegerwald]] (Zentrum) geführten Staatsregierung. Am 22. Oktober 1924 legte er sein Landtagsmandat nieder und trat auch aus der DDP aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-13051, Günther Groenhoff und Alexander Dominicus.jpg|mini|Der Segelflieger [[Günther Groenhoff]] (mit Plakette) und Alexander Dominicus (rechts von ihm) bei der Verleihung der Adler-Plakette, 1932]]&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst war Dominicus von 1923 bis 1933 Vorsitzender des Berliner Vereins für Volkserziehung ([[Pestalozzi-Fröbel-Haus]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000001522}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1924 Leiter des Kindererholungsheims [[Lager Heuberg#Nachkriegszeit und Weimarer Republik (1918–1933)|Heuberg auf der Schwäbischen Alb]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;/&amp;gt; Seit dem Turntag 1919 gehörte Dominicus dem Hauptausschuss der [[Deutsche Turnerschaft|Deutschen Turnerschaft]] (DT) an, bei der Wahl des 1.&amp;amp;nbsp;Vorsitzenden war er damals knapp [[Oskar Berger (Sportfunktionär)|Oskar Berger]] unterlegen. Außerdem war er Vorstandsmitglied des Sport-Dachverbandes [[Deutscher Reichsausschuß für Leibesübungen]]. Beim Turntag 1926 wurde Dominicus zum Dritten Vorsitzenden und 1929 als Nachfolger Bergers zum Ersten Vorsitzenden der DT gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gernot Horn: &amp;#039;&amp;#039;Die Turnbewegung hat ihm viel zu verdanken: Alexander Dominicus – Vorsitzender der Deutschen Turnerschaft bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum, Freyburg (Unstrut) 2013, S. 3–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben beteiligte sich der Segelflieger Dominicus an der Förderung der deutschen Luftfahrt, war von 1926 bis 1933 Vorsitzender des [[Deutscher Luftfahrtverband|Deutschen Luftfahrtverbandes]] sowie Vizepräsident des Deutschen Luftrates. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein von Alexander Dominicus, Friedhof Stubenrauchstraße, Berlin-Friedenau.jpg|mini|hochkant|Grabstein auf dem [[Friedhof Schöneberg III|Friedhof Stubenrauchstraße]] in [[Berlin-Friedenau]]]]&lt;br /&gt;
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten trat er Anfang April 1933 vom Vorsitz der Deutschen Turnerschaft zurück – ob freiwillig oder unter Druck ist nicht geklärt. Anschließend führte die DT unter [[Edmund Neuendorff]] das [[Führerprinzip]] ein und schloss ihre „nichtarischen“ Mitglieder aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Gernot Horn: &amp;#039;&amp;#039;Die Turnbewegung hat ihm viel zu verdanken: Alexander Dominicus – Vorsitzender der Deutschen Turnerschaft bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum, Freyburg (Unstrut) 2013, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch von der Spitze des Deutschen Luftfahrtverbandes zog sich Dominicus zurück, dieser löste sich im Frühjahr 1933 zugunsten des von [[Hermann Göring]] geführten [[Deutscher Luftsportverband|Deutschen Luftsportverbandes]] (DLV) auf. Im Herbst 1933 zog Dominicus mit seiner Frau Helene von Berlin nach Freiburg im Breisgau. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war er von 1939 bis 1941 Geschäftsführer des militärisch ausgerichteten Flugtechnischen Instituts in [[Ruit (Ostfildern)|Ruit]] bei Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem [[Friedhof Schöneberg III|Friedhof an der Stubenrauchstraße]] in [[Berlin-Friedenau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach Alexander Dominicus ist in Schöneberg die [[Dominicusstraße]] benannt, die vom [[Bahnhof Berlin-Schöneberg|Bahnhof Schöneberg]] zum Schöneberger Rathaus führt. 1924 wurde Dominicus als [[Stadtältester von Berlin]] geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Stegerwald]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Altherrenbund des ATB (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Akademischer Turnbund 1883–1983.&amp;#039;&amp;#039; Melsungen 1983, S. 194.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|67||Dominicus, Adolf Alexander Eberhard|Kurt Pomplun|130136174}}&lt;br /&gt;
* Volker Stalmann: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Dominicus und die Entstehung des Groß-Berlin-Gesetzes von 1920.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefanie Fink, Oliver Gaida, Alexander Olenik, Christine Schoenmakers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Groß-Berlin. Ein großer Wurf? Ursachen, Akteure und Wechselwirkungen von Metropolbildungen um 1920&amp;#039;&amp;#039;. BeBra Verlag, Berlin 2024 (= Berlin-Forschungen der Historischen Kommission Berlin. Band 8), ISBN 978-3-95410-318-8, S. 133–150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Adolf Alexander Eberhard Dominicus}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000001522}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jahn-museum.de/images/jahn/wissenschaft/horn_alexander_dominicus.pdf Biografie bei jahn-museum] (PDF; 782&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Preußische Innenminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130136174|VIAF=47860571}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dominicus, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beigeordneter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Straßburger Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin-Schöneberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinzialrat (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turnfunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Luftfahrt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtältester von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im ATB]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dominicus, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dominicus, Adolf Alexander Eberhard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker (DDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. April 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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