<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alexander_Bahar</id>
	<title>Alexander Bahar - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alexander_Bahar"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Bahar&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T11:06:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Bahar&amp;diff=2096286&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-58569-7: /* Leben und Wirken */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Bahar&amp;diff=2096286&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-12T01:11:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Bahar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1960]] in [[Long Beach (Kalifornien)|Long Beach]], [[Kalifornien]]) ist ein deutscher [[Historiker]], [[Redakteur]] und [[Publizist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Bahar wurde als Sohn eines aus dem [[Iran]] stammenden Vaters und einer aus Deutschland stammenden Mutter in Kalifornien geboren, siedelte aber schon früh in die [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte Geschichte, Politikwissenschaft, Philosophie und Ethnologie an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] und [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main]], wo er 1992 mit der Studie &amp;#039;&amp;#039;Sozialrevolutionärer Nationalismus zwischen [[Konservative Revolution|Konservativer Revolution]] und Sozialismus – am Beispiel [[Harro Schulze-Boysen]] und seiner Zeitschrift [[Der Gegner]]&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Danach arbeitete er als Lektor für den Bereich Kunstgeschichte beim Daco-Verlag in Stuttgart und dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei [[Walther Hofer]] am Historischen Institut der Universität Bern. Seit April 2001 ist er als freiberuflicher Historiker, Publizist und Lektor tätig. Bis 2007 war er Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;Diplomatischen Depesche&amp;#039;&amp;#039;. Seit 2009 unterrichtet er außerdem als Gymnasiallehrer und Dozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bahar trat 1992 als Bearbeiter und Neuherausgeber der erstmals 1972 erschienenen Dokumentation [[Walther Hofer]]s und anderer zum [[Reichstagsbrand]] hervor, welche die These vom Alleintäter [[Marinus van der Lubbe]] beim Reichstagsbrand 1933 zu widerlegen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither stehen vor allem Bahars Forschungen zur Täterfrage beim Reichstagsbrand im Zentrum seiner Arbeit. 2000 suchte er in seiner zusammen mit [[Wilfried Kugel]] verfassten Studie &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand&amp;#039;&amp;#039; den Nachweis zu führen, dass am Abend des 27.&amp;amp;nbsp;Februar 1933 ein [[Sturmabteilung|SA]]-Sonderkommando unter Führung von [[Hans Georg Gewehr]] den Plenarsaal des Reichstages mit einer selbstentzündlichen Flüssigkeit präpariert habe, ehe dieser von dem als einzig greifbarem, angeblichen Täter van der Lubbe betreten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese These ist in der Geschichtswissenschaft umstritten, da Bahar seine Beweisführung im Wesentlichen auf eine Indizienkette stützt. Das Buch wurde von der Presse zumeist ablehnend rezensiert. So wurde etwa moniert, dass es mit einem für [[Verschwörungstheorie|Verschwörungstheorien]] typischen Argument arbeite, nämlich dem frühen Tod angeblicher Mitwisser, die als solche aus dem Weg geräumt worden seien. Warum die Nationalsozialisten damit anderthalb Jahre gewartet hätten, nämlich vom Reichstagsbrand bis zu den [[Röhm-Putsch|Röhm-Morden]] am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 1934, werde nicht beantwortet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard J. Evans]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien. Wer sie in die Welt gesetzt hat und wem sie nützen.&amp;#039;&amp;#039; DVA, München 2021, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber zeigte sich [[Helge Buttkereit]] im Deutschlandfunk von Bahars und Kugels Argumentation überzeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/das-raetsel-reichstagsbrand-100.html Helge Buttkereit: &amp;#039;&amp;#039;Das Rätsel Reichstagsbrand&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Vor 80 Jahren ging der Berliner Reichstag in Flammen auf. Die Folgen sind bekannt, die Hintergründe bis heute unklar. Aufschlüsse geben eine Verteidigungsschrift zugunsten des Brandstifters aus dem Jahr 1933 und ein aktuelles Buch mit umfangreichem Quellenmaterial von zwei Forschern&amp;#039;&amp;#039;]. &amp;#039;&amp;#039;deutschlandfunk.de&amp;#039;&amp;#039;, 25. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Historiker Marcus Giebeler kam in seiner 2010 erschienenen Darstellung der Reichstagsbrandkontroverse zu einer positiven Einschätzung von Bahars und Kugels Beweisführung.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Giebeler: &amp;#039;&amp;#039;Die Kontroverse um den Reichstagsbrand. Quellenprobleme und historiographische Paradigmen.&amp;#039;&amp;#039; Martin Meidenbauer Verlagsbuchhandlung, München 2010, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 fungierten Bahar und Kugel beim [[Zweites Deutsches Fernsehen|Zweiten Deutschen Fernsehen]] in dessen Sendung &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer Wissen&amp;#039;&amp;#039; als Experten zur Rekonstruktion des mysteriösen Brandanschlages. Bei dem ARD-Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Nacht über Berlin]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Anna Loos]] und [[Jan Josef Liefers]], der am 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2013 im Ersten gesendet wurde, wirkte Bahar zunächst als Berater mit, trat aber von dieser Funktion zurück, als seine Korrekturvorschläge am Drehbuch nicht bzw. nur unzureichend umgesetzt wurden. Zuletzt beschäftigte sich Bahar ausführlich mit den Menschenrechtsverletzungen im Zuge des von der US-Regierung geführten [[Krieg gegen den Terror|Krieges gegen den Terror]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Autor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialrevolutionärer Nationalismus zwischen Konservativer Revolution und Sozialismus. Harro Schulze-Boysen und der „Gegner“-Kreis.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dietmar Fölbach, Koblenz 1992, ISBN 3-923532-18-0 (Zugl.: Frankfurt/Main, Univ., Diss., 1992).&lt;br /&gt;
* (mit [[Wilfried Kugel]] und [[Jürgen Schmädeke]]) [http://www.zeitreisen.de/kulturbox-archiv/brand/schmaedeke1999-2-1.html &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand in neuem Licht.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 269, 1999, Heft 3, S. 603–651.&lt;br /&gt;
* (mit Wilfried Kugel) &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird.&amp;#039;&amp;#039; edition q, Berlin 2000, ISBN 3-86124-513-2. (Das Buch wurde sehr beachtet. Hier eine lobende Rezension des Historikers [[Martin Moll]] in &amp;#039;&amp;#039;eforum Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Mai 2002: [http://www.eforum-zeitgeschichte.at/moll03.html &amp;#039;&amp;#039;eforum Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;] und ein Verriss des Historikers  [[Henning Köhler (Historiker)|Henning Köhler]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Februar 2002: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/rezension-sachbuch-bis-sich-die-balken-biegen-117524.html faz.net])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verdrängte Völkermord an den Armeniern im ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin für Faschismus- und Weltkriegsforschung.&amp;#039;&amp;#039; Edition organon, Berlin, Heft 24 (2005).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Nazis und der Reichstagsbrand.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Deiseroth]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand und der Prozess vor dem Reichsgericht&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsgesellschaft Tischler, Berlin 2006, ISBN 3-922654-65-7, S. 145–195.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter?&amp;#039;&amp;#039; Dtv, München 2009, ISBN 978-3-423-40171-5.&lt;br /&gt;
* (mit Wilfried Kugel): &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand. Geschichte einer Provokation.&amp;#039;&amp;#039; PapyRossa, Köln 2013, ISBN 978-3-89438-495-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reich gegen Empire&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ein düsterer Weg …&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Jahr 1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Wiljo Heinen, Berlin / Böklund 2015, ISBN 978-3-95514-023-6, S. 36–46 u. S. 122–133.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das neue alte „Reich des Bösen“: Wie ein Kriegs-Feindbild aufgefrischt wird.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus-jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Jörg Hein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krieg um die Köpfe. Der Diskurs der Verantwortungsübernahme – psychologische, sozialwissenschaftliche und medienkritische Betrachtungen.&amp;#039;&amp;#039; Psychosozial-Verlag, Gießen 2016, ISBN 978-3-8379-2540-1, S. 103–117.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Der Kronstädter Aufstand.&amp;#039;&amp;#039; In: Heidi Beutin, Hans-Ernst Böttcher, Uwe Polkaehn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Novemberrevolution 1918/1919&amp;#039;&amp;#039;. Ossietzky Verlag, Dähre 2019, ISBN 978-3-944545-16-5, S. 14–39.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrandprozess.&amp;#039;&amp;#039; In: Groenewold, Ignor, Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politischen Strafprozesse&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/reichstagsbrand-prozess-1933/ lexikon-der-politischen-strafprozesse.de] abgerufen am 29. November 2019.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Harro Schulze-Boysen und der Gegner-Kreis. Widerstand im Spannungsfeld zwischen Sozialismus und Nationalismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Beutin, Beutin, Bleicher-Nagelsmann, Walter, Wörmann-Adam (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Widerstand ist nichts als Hoffnung“. Widerständigkeit für Freiheit, Menschenrechte, Humanität und Frieden&amp;#039;&amp;#039;. Talheimer Verlag, Mössingen-Talheim 2021, ISBN 978-3-89376-190-6, S. 205–234.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herausgeber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* (mit [[Walther Hofer]] u.&amp;amp;nbsp;a.) &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand: Eine wissenschaftliche Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Ahriman, Freiburg 1992, ISBN 3-922774-80-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122652231}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|alexander-bahar}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * [http://www.history-press.de/index.php/vita Website von Alexander Bahar mit Lebenslauf] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.telepolis.de/autoren/?autor=Alexander+Bahar Alexander Bahars Artikel] bei [[Telepolis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122652231|LCCN=n93049085|VIAF=22210627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bahar, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Neuere und Neueste Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Forscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bahar, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Long Beach (Kalifornien)|Long Beach]], Kalifornien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-58569-7</name></author>
	</entry>
</feed>