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	<title>Alexander Baerwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_Baerwald&amp;diff=1294685&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stiller Zuhörer: /* Leben */ wl</title>
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		<updated>2024-11-21T04:35:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexander Baerwald painting.jpg|250px|mini|Alexander Baerwald]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexander Baerwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1877]] in [[Berlin]]; † [[25. Oktober]] [[1930]] in [[Jerusalem]], auch &amp;#039;&amp;#039;Alex Baerwald&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutsch-jüdischer [[Architekt]], [[Maler]] und [[Musiker]]. Ab den 1910er Jahren trat er schulbildend durch Bauten und Siedlungsentwürfe in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]] hervor, in denen er westeuropäische Bautechnik mit orientalischen Formen verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The National Museum of Science, Technology and Space (Haifa, Israel) - Facade.jpg|mini|Technion in Haifa]]&lt;br /&gt;
Alexander („Alex“) Baerwald wuchs in einer [[Assimilation (Soziologie)|assimilierten]] jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin auf. Er studierte von 1897 bis 1901 u.&amp;amp;nbsp;a. an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg]]. 1906 heiratete er [[Lotte Baerwald|Lotte Eisenberg]], die später als Malerin und Illustratorin hervortrat. In den Jahren bis 1914 überarbeitete der junge Architekt unter [[Ernst von Ihne]] das [[Staatsbibliothek zu Berlin (Haus Unter den Linden)|Gebäude der Königlichen Bibliothek]] ([[Staatsbibliothek zu Berlin]]) Unter den Linden. Als Cellist spielte er in einem Quartett zusammen mit [[Albert Einstein]] als Geiger. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente Alexander Baerwald als Artillerie-Leutnant zur See, damit war er der erste deutsch-jüdische Offizier dieses Ranges überhaupt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausst.-Kat. Alexander Baerwald … architect and artist (1991), S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zu seiner Beurlaubung 1927 war er Beamter in der preußischen Bauverwaltung, zuletzt Ministerialbaurat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Myra Warhaftig]]: &amp;#039;&amp;#039;Alex Baerwald Berlin 1877 – Jerusalem 1930&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bauwelt&amp;#039;&amp;#039;, 32.1990, S. 1582.&amp;lt;/ref&amp;gt; Parallel führte Baerwald auch kleinere Bauten wie ein Grabmal für die jüdische Familie Schmoller aus,&amp;lt;ref&amp;gt;{{BerlinerArchitekturwelt |Autor=- |Titel=(Bilderstrecke) |Jahr=1910 |Heft=1 |Seiten=32 |Kommentar=Abb. Grabdenkmal Schmoller auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee |zlb=41}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in welcher jedoch niemand beigesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1909 übernahm Alexander Baerwald vom [[Hilfsverein der Juden in Deutschland|Hilfsverein der deutschen Juden]] den Auftrag für ein „Technikum“, das spätere [[Technion]] in [[Haifa]], das als sein Hauptwerk gelten kann. Die „Anstalt für technische Erziehung in Palästina“ war der erste neuzeitliche Hochschulbau des Landes. Das Sandsteingebäude mit der orientalisch wirkenden Hauptfassade war als Teil eines auf die Küste hin orientierten Ensembles angelegt, zu dem auch das &amp;#039;&amp;#039;Hebräische Realgymnasium&amp;#039;&amp;#039; gehört, das seinerzeit von dem Berliner Philologen [[Arthur Biram]] geleitet wurde. Das Technion wurde ab 1912 errichtet, blieb durch den Ersten Weltkrieg unfertig, wurde dann Militärhospital und erst 1925 Hochschule. Der &amp;#039;&amp;#039;Hilfsverein&amp;#039;&amp;#039; war von [[Deutsch (Sprache)|Deutsch]] als Unterrichtssprache ausgegangen, [[Zionismus|zionistische]] Kreise konnten aber [[Iwrit|Hebräisch]] durchsetzen. Im selben Jahr übersiedelten Ehepaar Baerwald dauerhaft in das britische Mandatsgebiet Palästina und wurden in Haifa ansässig, wo Alexander Baerwald dann selbst als Professor an der von ihm geschaffenen Architektur-Fakultät des Technion lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem Alexander Baerwald beispielsweise orientalisierende Rundbögen mit ziegelgedeckten, europäischen Giebeldächern kombinierte, wurde er richtungweisend für einen akademischen, „deutschen“ Baustil der Pioniergeneration in Palästina (dem späteren [[Israel]]). In kritischer Auseinandersetzung mit den rationellen und ästhetischen Gesichtspunkten des [[Internationaler Stil|Internationalen Stils]] entwickelte er einen für die dortige Architektur einflussreichen Ansatz, der dezidiert die kulturellen und klimatischen Gegebenheiten des Landes einbezog ohne –&amp;amp;nbsp;vor allem im Innern&amp;amp;nbsp;– auf europäische technische Standards zu verzichten. So berichtete Lotte Baerwald, für ein Handelszentrum in Haifa habe er von 33 Palmen nur drei fällen wollen, das &amp;#039;&amp;#039;Haus Philips&amp;#039;&amp;#039; am [[Karmel (Gebirge)|Berg Carmel]] (1929/1930) habe er sogar um einen Feigenbaum herum gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Lotte Baerwald: &amp;#039;&amp;#039;A Wife’s Tribute to an Architect Artist&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Palestine Post&amp;#039;&amp;#039;, 28. Oktober 1935, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lotte Baerwald née Eisenberg Relief Alex Baerwald Technion.jpg|mini|Lotte Baerwald: Relief Alex Baerwalds im Entrée des alten Technions, Haifa]]&lt;br /&gt;
Alex Baerwald malte und zeichnete in großem Umfang Land und Leute und machte Karikaturen. Zusammen mit seiner Frau Lotte dichtete er und illustrierte auch Bücher. So entstanden ein [[Purim]]-Spiel, die Schattenspiele &amp;#039;&amp;#039;Esther&amp;#039;&amp;#039; (1920) und &amp;#039;&amp;#039;Die Arche Noah&amp;#039;&amp;#039; (1921).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander Baerwald starb 1930 nach schwerer Krankheit in Jerusalem und ist auf dem [[Jüdischer Friedhof am Ölberg|Jüdischen Friedhof am Ölberg]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bauten (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Neben Wohn- und Geschäftsbauten in Berlin, Haifa und [[Tel Aviv]] entstanden&lt;br /&gt;
* 1913 nach Baerwalds Entwurf ein &amp;#039;&amp;#039;Großer Hof&amp;#039;&amp;#039; für das landwirtschaftliche Siedlungsprojekt [[Merchawia]],&lt;br /&gt;
* 1919/1920 plante er eine Gartenstadt mit kleinen Siedlungshäusern zu Ehren des Palästina-Pioniers [[Max Nordau]],&lt;br /&gt;
* um 1922 entstand ein Wohnhaus für [[Hermann Struck (Maler)|Hermann Struck]] in Hadar HaCarmel (Haifa).&lt;br /&gt;
* 1924 baute er die &amp;#039;&amp;#039;Anglo-Palestine Bank&amp;#039;&amp;#039; in Haifa und das Erdgeschoss der &amp;#039;&amp;#039;Tahkemoni School&amp;#039;&amp;#039; in Tel Aviv,&lt;br /&gt;
* 1925 das &amp;#039;&amp;#039;Palatin Hotel&amp;#039;&amp;#039; in Tel Aviv,&lt;br /&gt;
* 1928 das Zentral-Krankenhaus in [[Afula]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele weitere Bauten wurden nicht oder nur teilweise realisiert, z.&amp;amp;nbsp;B. sein Entwurf für die Gedenkstätte auf dem [[Deutscher Soldatenfriedhof in Nazareth|Deutschen Soldatenfriedhof]] in [[Nazareth]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Christian Rößler: &amp;#039;&amp;#039;Letzte Rühestätte Israel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. Oktober 2014, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1906: [[Schinkelpreis|Schinkel-Medaille]] für Entwurf eines Architekturmuseums in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{ZentralblBauverw |Autor=Alexander Baerwald |Titel=Dreifamilienhaus in Dahlem (Berlin) |Jahr=1913 |Heft=77 |Seiten=502–504 |Werkliste=1 |zlb=522}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Siedlungshaus für Palästina&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neue jüdische Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;, 1919–1920, Jg. 4, Heft 9/10 (10./25. Februar 1920), S. 208–214&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das ‚Hebrew Technical Institute‘ in Haifa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Palästina&amp;#039;&amp;#039;, Heft 4–5 (April 1929), S. 23–28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Schwarz (Kunsthistoriker)|Karl Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Baerwald, Alexander&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Begründet von [[Georg Herlitz]] und B. Kirschner. Jüdischer Verlag, Berlin 1929, Band I, Sp. 747–748&lt;br /&gt;
* Lotte Baerwald: &amp;#039;&amp;#039;A Wife’s Tribute to an Architect Artist&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Palestine Post&amp;#039;&amp;#039;, 28. Oktober 1935, S. 2&lt;br /&gt;
* [[Myra Warhaftig]]: &amp;#039;&amp;#039;Alex Baerwald Berlin 1877 – Jerusalem 1930&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bauwelt&amp;#039;&amp;#039;, 32.1990, S. 1562–1564&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alexander Baerwald (1877–1930). Architect and artist.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog: The National Museum of Science, Planning and Technology, Daniel and Matilde Recanati Center, Haifa. Bearb. von Liliane Richter et al. Haifa, 1991&lt;br /&gt;
* [[Ines Sonder]]: &amp;#039;&amp;#039;Gartenstädte in [[Erez Israel]]. Zionistische Stadtplanungsvisionen von [[Theodor Herzl]] bis [[Richard Kauffmann]]&amp;#039;&amp;#039;. Georg Olms Verlag, Hildesheim / Zürich / New York 2005, ISBN 3-487-12811-X&lt;br /&gt;
* Ita Heinze-Greenberg: &amp;#039;&amp;#039;Europa in Palästina. Die Architekten des zionistischen Projekts 1902–1923&amp;#039;&amp;#039;. gta Verlag, Zürich 2012, ISBN 978-3-85676-230-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124012981}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124012981|LCCN=no2010203377|VIAF=32918973}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baerwald, Alexander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Palästina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technion, Haifa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baerwald, Alexander&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baerwald, Alex&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt und Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Oktober 1930&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jerusalem]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stiller Zuhörer</name></author>
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