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	<title>Aletschgletscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Otopon: Länge aktualisiert</title>
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		<updated>2026-03-26T19:01:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Länge aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Gletscher&lt;br /&gt;
| NAME               = Grosser Aletschgletscher&lt;br /&gt;
| BILD               = Grosser_Aletschgletscher_3196.JPG&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG   = Grosser Aletschgletscher vom Eggishorn&lt;br /&gt;
| LAGE               = {{CH-VS}} {{CHE}}&lt;br /&gt;
| GEBIRGE            = [[Berner Alpen]]&lt;br /&gt;
| TYP                = [[Talgletscher]]&lt;br /&gt;
| LÄNGE              = 22.22&lt;br /&gt;
| LÄNGE-ANMERKUNG    = (2024)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://glamos.ch/downloads |titel=Downloads {{!}} Gletschermessnetz Schweiz GLAMOS |sprache=de-CH |abruf=2026-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| FLÄCHE             = 75.79&lt;br /&gt;
| FLÄCHE-ANMERKUNG   = (2023)&amp;lt;ref name=&amp;quot;glamos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| EXPOSITION         = Südost ab Konkordiaplatz&lt;br /&gt;
| HÖHE-MAX           = 4160&lt;br /&gt;
| HÖHE-MIN           = 1575&lt;br /&gt;
| HÖHE-BEZUG         = CH&lt;br /&gt;
| HÖHE-ANMERKUNG     = (2007)&amp;lt;ref name=&amp;quot;SCNAT_127_128&amp;quot;&amp;gt;Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze (EKK) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT): &amp;#039;&amp;#039;The Swiss Glaciers 2005/2006 and 2006/2007.&amp;#039;&amp;#039; Glaciological Report No. 127/128. 2011 ([http://glaciology.ethz.ch/messnetz/downloadPubs/glrep_127-128.pdf online]; PDF; 5,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| NEIGUNG            = 6&lt;br /&gt;
| NEIGUNG-ANMERKUNG  = &amp;lt;ref name=&amp;quot;NatGefVAW&amp;quot;&amp;gt;{{NaturgefahrenGletscherVAW|ID=aletsch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| BREITE             = &lt;br /&gt;
| BREITE-MAX         = &lt;br /&gt;
| BREITE-ANMERKUNG   = &lt;br /&gt;
| DICKE              = &lt;br /&gt;
| DICKE-MAX          = &lt;br /&gt;
| DICKE-ANMERKUNG    = &lt;br /&gt;
| VOLUMEN            = &lt;br /&gt;
| VOLUMEN-TOLERANZ   = &lt;br /&gt;
| VOLUMEN-ANMERKUNG  = &lt;br /&gt;
| BREITENGRAD        = 46.46672&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD         = 8.07188&lt;br /&gt;
| REGION-ISO         = CH-VS&lt;br /&gt;
| POSKARTE           = Berner Alpen&lt;br /&gt;
| ENTWÄSSERUNG       = [[Massa (Rhone)|Massa]], [[Rhone]]&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN     = Längster und grösster Alpengletscher&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphe Braun Glacier d&amp;#039;Aletsch.jpg|mini|Historisches Foto des Aletschgletschers.&amp;lt;br /&amp;gt;[[Adolphe Braun]], ca. 1880]]&lt;br /&gt;
[[Datei:070915 Panorama Aletschgletscher von Konkordiahütte.jpg|mini|Aletschgletscher von der [[Konkordiahütte]] aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grosse Aletschgletscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der flächenmässig grösste und längste [[Gletscher]] der [[Alpen]]. Er befindet sich auf der Südabdachung der [[Berner Alpen]] im [[Schweiz]]er [[Kanton (Schweiz)|Kanton]] [[Kanton Wallis|Wallis]]. Die Länge des Gletschers beträgt 22,6&amp;amp;nbsp;km,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs_2014&amp;quot; /&amp;gt; die Fläche wird mit 75,79&amp;amp;nbsp;km² angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glamos&amp;quot; /&amp;gt; Der Aletschgletscher entwässert über die [[Massa (Rhone)|Massa]] in die [[Rhone]]. Die Fläche des gesamten Einzugsgebiets der Massa beträgt 195&amp;amp;nbsp;km², wovon 1973 etwa zwei Drittel vergletschert waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Bonnard, Klee: &amp;#039;&amp;#039;Klimaökologie und Klimawandel am Aletsch- und am Rhonegletscher im Wallis/Südschweiz.&amp;#039;&amp;#039; Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Geographisches Institut, 2006 ({{Webarchiv|url=http://www.staff.uni-mainz.de/hjfuchs/Wallis-Homepage/referate/15%20Physisch-geographische%20Aspekte%20am%20Aletschgletscher%20-%20Verena%20Bonnard,%20Sandra%20Klee.pdf |wayback=20120201041037 |text=online}}; PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft werden bei der Flächenangabe der [[Oberaletschgletscher|Ober-]] und [[Mittelaletschgletscher]] einbezogen, da diese früher mit dem Grossen Aletschgletscher verbunden waren. Die gesamte vergletscherte Fläche einschliesslich dieser Gletscher betrug 1973 etwa 128&amp;amp;nbsp;km², für das Jahr 1863 wird eine Fläche von 163&amp;amp;nbsp;km² angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Redaktion Schweizer Lexikon, Gletscherkommission der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gletscher, Schnee und Eis.&amp;#039;&amp;#039; Seite 7f, Verlag Schweizer Lexikon Mengis+Ziehr, Horw/Luzern 1993, ISBN 3-9520144-2-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name des Gletschers, &amp;#039;&amp;#039;Aletsch,&amp;#039;&amp;#039; wird in der Deutschschweiz gewöhnlich auf der zweiten Silbe betont. Im Wallis allerdings wird das Wort auf der ersten Silbe betont: &amp;#039;&amp;#039;Áletsch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSNB&amp;quot;&amp;gt;[[Iwar Werlen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung, Gemeindenamen, Flurnamen A–C.&amp;#039;&amp;#039; Narr Francke Attempto, Tübingen 2024, Sp.&amp;amp;nbsp;90&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gletscher hat seinen Namen nach der gleichnamigen Alp, die auf etwa 1845 Meter über Meer liegt. Diese findet sich erstmals 1231 als &amp;#039;&amp;#039;Alech&amp;#039;&amp;#039; bezeugt; die heutige Namenform ist erstmals 1460 belegt. Die Herkunft des Namens ist unbekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung am Konkordiaplatz ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Grossen Aletschgletschers liegt in der rund 3800 m hoch gelegenen [[Jungfrau (Berg)|Jungfrau]]-Region. Am &amp;#039;&amp;#039;Konkordiaplatz&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate|text=/|NS=46.500647|EW=8.036643|type=landmark|elevation=2750|dim=2000|name=Konkordiaplatz|region=CH-VS}}), einer 6&amp;amp;nbsp;km² grossen und nur wenig geneigten Eisfläche, fliessen drei mächtige [[Firn]]ströme zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Von Westen mündet der &amp;#039;&amp;#039;Grosse Aletschfirn&amp;#039;&amp;#039;, der entlang dem Nordfuss von [[Aletschhorn]] und [[Dreieckhorn]] fliesst. Der Grosse Aletschfirn wird von Norden her durch drei weitere bedeutende Firne gespeist, nämlich durch den &amp;#039;&amp;#039;Ebnefluhfirn&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;Gletscherhornfirn&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;Kranzbergfirn&amp;#039;&amp;#039;. Alle diese Firne nehmen ihren Ausgangspunkt auf rund {{Höhe|3800|CH}} Einschliesslich des Ebnefluhfirns hat der Grosse Aletschfirn bis zum Konkordiaplatz eine Länge von 9&amp;amp;nbsp;km und ist durchschnittlich fast 1,5 km breit. Gegen Westen ist der Grosse Aletschfirn über den {{Höhe|3173|CH}} hohen Gletscherpass der [[Lötschenlücke]] mit dem [[Langgletscher]] verbunden, der ins [[Lötschental]] abfliesst.&lt;br /&gt;
* Von Nordwesten mündet der &amp;#039;&amp;#039;Jungfraufirn&amp;#039;&amp;#039;, der zwar die gerade Fortsetzung des Aletschgletschers darstellt, jedoch der kürzeste der drei [[Tributärgletscher]] ist. Er hat seinen Ursprung an der Südflanke des [[Mönch (Berg)|Mönchs]], am [[Jungfraujoch]] und an der Ostflanke der Jungfrau. Bis zum Konkordiaplatz legt der Jungfraufirn eine Wegstrecke von knapp 7&amp;amp;nbsp;km zurück und wird dabei im Westen vom Kranzberg, im Osten vom Trugberg flankiert. Er ist in seinem oberen Teil 2&amp;amp;nbsp;km, weiter unten noch gut 1&amp;amp;nbsp;km breit.&lt;br /&gt;
* Von Norden mündet das &amp;#039;&amp;#039;Ewigschneefeld&amp;#039;&amp;#039;, das seinen Ausgangspunkt an der Ostflanke des Mönchs nimmt und in einem Bogen, flankiert vom Trugberg im Westen sowie dem [[Gross Fiescherhorn]] und dem [[Gross Grünhorn|Grünhorn]] im Osten, zum Konkordiaplatz fliesst. Bis hierher ist es ungefähr 8&amp;amp;nbsp;km lang und durchschnittlich 1,2&amp;amp;nbsp;km breit. Die Mündung in den Konkordiaplatz erfolgt über einen Steilhang mit einem Gefälle von 25 bis 30 %; der Gletscher ist hier stark zerklüftet. Gegen Norden ist das Ewigschneefeld über den firnbedeckten Pass des &amp;#039;&amp;#039;Unteren Mönchsjochs&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|3519|CH}}) mit dem Einzugsgebiet des [[Unterer Grindelwaldgletscher|Unteren Grindelwaldgletschers]] verbunden. Durch das &amp;#039;&amp;#039;Obere Mönchsjoch&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|3624|CH}}) zwischen dem Mönch und dem Trugberg besteht eine Verbindung zum Jungfraufirn. Ferner mündet am Konkordiaplatz von Osten noch der wesentlich kleinere &amp;#039;&amp;#039;Grüneggfirn&amp;#039;&amp;#039; (3&amp;amp;nbsp;km lang und durchschnittlich 600&amp;amp;nbsp;m breit). Dieser ist nach Osten über den Gletscherpass der [[Grünhornlücke]] ({{Höhe|3280|CH}}) mit dem [[Fieschergletscher]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterer Verlauf ==&lt;br /&gt;
Vom Konkordiaplatz aus bewegt sich der Eisstrom mit einer Breite von ungefähr 1,5&amp;amp;nbsp;km und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 180 Metern pro Jahr nach Südosten in Richtung [[Schweizer Rhonetal|Rhonetal]], gesäumt vom Dreieckhorn im Westen und dem [[Gross Wannenhorn]] im Osten. Er zeichnet dann eine grosse Rechtskurve und biegt immer mehr nach Südwesten ab, nun durch den Grat des [[Eggishorn]]s und [[Bettmerhorn]]s vom Rhonetal getrennt. Der unterste Teil des Grossen Aletschgletschers ist weitgehend durch das Geschiebematerial von [[Seitenmoräne|Seiten-]] und [[Mittelmoräne]]n bedeckt. Die Gletscherzunge liegt derzeit auf rund 1&amp;#039;560 Meter Höhe, weit unterhalb der lokalen [[Waldgrenze]]. Aus ihr entspringt der Bach [[Massa (Rhone)|Massa]], welcher nach der [[Massaschlucht]] und einer Nutzung in einem Wasserkraftwerk, in Bitsch, oberhalb von Naters, in die [[Rhone]] (Rotten) fliesst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grosse Aletschgletscher weist beachtliche Eisdicken auf. Am Konkordiaplatz hat der Gletscher eine Eisdicke von mehr als 900 Metern, gegen Süden nimmt die Mächtigkeit des Eises allmählich auf rund 150&amp;amp;nbsp;m ab. Charakteristisch sind die beiden dunklen, fast in der Mitte des Aletschgletschers gelegenen Moränenspuren, welche sich ab dem Konkordiaplatz auf der gesamten Länge bis in den Zungenbereich hinziehen. Es sind die Mittelmoränen, die das Eis der drei Hauptfirne voneinander trennen. Die westliche Mittelmoräne wird auch &amp;#039;&amp;#039;Kranzbergmoräne&amp;#039;&amp;#039; genannt, die östliche trägt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Trugbergmoräne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gletscherschwankungen ==&lt;br /&gt;
In seinem Hochstadium während der [[Kleine Eiszeit|Kleinen Eiszeit]] um die Mitte des 19. Jahrhunderts erstreckte sich der Grosse Aletschgletscher noch rund 2,5&amp;amp;nbsp;km weiter talabwärts. Aufgrund der allgemeinen Erwärmung seit etwa 1870 hat er besonders unterhalb des Konkordiaplatzes massiv an Volumen eingebüsst und sowohl an den Seiten als auch im Zungenbereich Flächen von mehreren Quadratkilometern freigegeben. Der einstmalige, in der Neuzeit höchste Gletscherstand kann gut an den noch fast vegetationslosen Seitenmoränen abgeschätzt werden. Seit 1850 hat die Eisdicke um teilweise über 100&amp;amp;nbsp;m abgenommen. Früher waren auch die Eisströme des [[Oberaletschgletscher]]s und des [[Mittelaletschgletscher]]s direkt mit dem Grossen Aletschgletscher verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Senke zwischen dem [[Strahlhorn (Fieschertal)|Strahlhorn]] und dem [[Eggishorn]] liegt der [[Märjelensee]], der im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert beim Gletscherhochstand zu einem [[Gletscherrandsee]] aufgestaut wurde. Seine wiederholten plötzlichen Ausbrüche durch Gletscherspalten verursachten immer wieder starke Schadenshochwasser der Massa hin zum Rhonetal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gletscherschmelze 1979-2002-2025.jpg|mini|Der Volumenverlust des Gletschers am Gletschertor von 1973 bis ins Jahr 2025]]&lt;br /&gt;
Gegen kurzfristige [[Klimaschwankung]]en ist der Gletscher aufgrund seiner grossen Masse relativ immun. Während viele andere Gletscher Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre vorstiessen, reagierte der Aletschgletscher auf die vorübergehende Abkühlung kaum – ebenso wenig wie auf die warmen Jahre ab 1983. Aufgrund der zunehmend extremen Hitze der 2000er Jahre zog er sich aber doch – wie alle übrigen Alpengletscher – deutlich verstärkt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relative Trägheit in seinen Reaktionen auf Klimaschwankungen macht den Aletschgletscher auch zu einem idealen Untersuchungsobjekt zur Erforschung der Klimaentwicklung im [[Alpen]]raum. Die Längenschwankungen des Aletschgletschers in der Vergangenheit dürften sogar eine Rekonstruktion aller grösseren Klimaveränderungen der letzten 3200 Jahre erlauben. Die Bestimmung der verschiedenen Längenstadien des Aletschgletschers in der Vergangenheit erfolgt durch die [[Radiokohlenstoffdatierung]] fossiler Baumstämme, die der Gletscher bei einem früheren Vorstoss einmal überfahren haben muss und nun während seines aktuellen Rückzuges wieder freigibt. Der Befund fossiler [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] und von Wurzelwerk garantiert dabei, dass es sich bei dem Fundort auch um den Wuchsstandort des fossilen Baumes handelt. Durch Zählung der [[Jahresring]]e der geborgenen Stämme kann sogar der Zeitraum bestimmt werden, während dessen der Aletschgletscher den Fundort nicht erreicht hat. Mit dieser Methode wurde festgestellt, dass der Aletschgletscher bis etwa 1200 v. Chr. um einiges kleiner gewesen sein muss als gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Für die Jahre etwa von 1200 bis 1110 v. Chr., 850 bis 750 v. Chr. und 350 bis 250 v. Chr. sind Vorstösse festgestellt worden. Dabei ist der Aletschgletscher von 900 bis 400 v. Chr. jedoch kleiner gewesen als am Ende des 20. Jahrhunderts, genauso wie von etwa 100 v. Chr. bis ins Jahr 250. Um das Jahr 300 ist eine Gletscherlänge vergleichbar der des Höchststandes im [[19. Jahrhundert]] festzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt; P. Holzhauser (1995): Gletscherschwankungen innerhalb der letzten 3200 Jahre am Beispiel des Großen Aletsch- und Gornergletschers. In: Schweizerische Gletscherkommission (Hg.): Gletscher im ständigen Wandel.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut der letzten Studie der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen-Nürnberg]] (Juni 2020) schmolz die Oberfläche des Grossen Aletschgletscher zwischen den Jahren 2001 und 2014 um mehr als fünf Meter pro Jahr in den unteren Lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000118306075/alpengletscher-haben-ein-sechstel-ihres-eisvolumens-verloren |titel=Alpengletscher haben ein Sechstel ihres Eisvolumens verloren – derStandard.de |abruf=2020-06-26 |sprache=de-AT}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Voraussagen von 2013 stand die Bildung eines Sees bei den Katzenlöchern (“Chatzulecher”) bevor. Innerhalb der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts sei zudem ein See im Bereich „Wysses Löub“ zu erwarten und ein weiterer See beim [[Märjelensee]]. Später käme es dann zur Bildung eines Sees unter der „Vorderen Rinnerture“ sowie eines Sees am Konkordiaplatz, wo die Mächtigkeit des Eises etwa 900 Meter betrug.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Haeberli, M. Bütler, C. Huggel, H. Müller und A. Schleiss (Hrsg.): [https://infoscience.epfl.ch/record/197261/files/2013-911%20Haeberli%20Butler%20Huggel%20Muller%20Schleiss%203534%20Neue-Seen-als-Folge-des-Gletscherschwundes-im-Hochgebirge%20OA.pdf Neue Seen als Folge des Gletscherschwundes im Hochgebirge – Chancen und Risiken], Forschungsbericht des Nationalen Forschungsprogramms NFP 61, 2013, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Entwicklung des Gletschers&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs_2014&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kataloge-datenbanken/tabellen.assetdetail.104836.html | titel=Die grössten Gletscher| hrsg=Bundesamt für Statistik, Raum und Umwelt | format=xlsx | datum=2014-12-12 | abruf=2020-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! 1850 || 1973 || 1999 || 2000 || 2013 || 2023&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Fläche (km²)&lt;br /&gt;
| 105,6 || 96,1 || 81,7 || – || – || 75,79&amp;lt;ref name=&amp;quot;glamos&amp;quot;&amp;gt;{{GLAMOS|ID=B36-26|Name=Grosser Aletschgletscher|Abruf=2025-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Länge (km)&lt;br /&gt;
| 26,5 || 24,0 || – || 23,2 || 22,6 || –&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Chart&lt;br /&gt;
| Definition = Area of Aletschgletscher by year.chart&lt;br /&gt;
| Daten = Area of Aletschgletscher by year.tab&lt;br /&gt;
| Ausrichtung = links&lt;br /&gt;
| Breite = 500px&lt;br /&gt;
| Rahmen = 0&lt;br /&gt;
| Quelle = Quellen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs_2014&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glamos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Der Aletschgletscher galt schon früh als besondere Sehenswürdigkeit für Reisende und als willkommenes Untersuchungsobjekt für Forschende. Forschungsstationen gibt es seit 1937 auf dem Jungfraujoch und seit 1976 auf der Riederfurka oberhalb der [[Riederalp]]. Durch zahlreiche Luftseilbahnen besonders gut erschlossen ist der Berggrat zwischen dem Riederhorn und dem Eggishorn, der sehr schöne Einblicke in den Zungenbereich und den unteren Teil des Gletschers gewährt. Mit dem Bau der [[Jungfraubahn]] auf das Jungfraujoch (auf der Sphinx {{Höhe|3571|CH}}) wurde 1912 auch für nicht berggewohnte Leute ein Blick in den oberen Teil des Gletschers ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Felshang des Faulbergs östlich des Konkordiaplatzes stehen auf {{Höhe|2850|CH}} die [[Konkordiahütte]]n des [[Schweizer Alpen-Club]]s SAC. Sie dienen als wichtiger Etappenort auf der hochalpinen Gletscherroute vom Jungfraujoch oder vom Lötschental in das Gebiet des [[Grimselpass]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== UNESCO-Weltnaturerbe ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Grossen Aletschgletschers ist zusammen mit dem einzigartigen [[Aletschwald]] und den umliegenden Regionen seit dem 13. Dezember 2001 Bestandteil des [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltnaturerbes]] [[Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;170&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aletschfirn.jpg|Blick über den Aletschfirn zum Konkordiaplatz. Fiescherhörner, Grünhorn, [[Finsteraarhorn]]&lt;br /&gt;
Gletscherneu.jpg|Einmündung des Mittelaletschgletschers in den Grossen Aletschgletscher um 1900, vom [[Eggishorn]] aus&lt;br /&gt;
Aletschgl.jpg|Aletschgletscher im August 2008 vom Bettmerhorn&lt;br /&gt;
AletschgletscherWinter.JPG|Aletschgletscher im Winter vom Bettmerhorn&lt;br /&gt;
Aletschgletscher-Zunge 01.jpg|Zunge des Aletschgletschers&lt;br /&gt;
ISS041-E-104166 - View of Switzerland.jpg|[[Internationale Raumstation|Über-der-Luft]]-Bild mit Konkordiaplatz (Mitte) und Gipfelschatten bei klarer Sicht&lt;br /&gt;
Konkordiaplatz aus der Luft.jpg|Konkordiaplatz aus der Luft - Aufnahme Richtung Süden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste Schweizer Gletscher]]&lt;br /&gt;
* [[Aletschgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Aletsch|Aletschgletscher|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{ethorama|qgPP0Nq59NLYvwNFu3Oj}}&lt;br /&gt;
* {{GLAMOS|ID=B36-26|Name=Grosser Aletschgletscher}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|8791|Aletschgletscher|Autor=Arthur Fibicher}}&lt;br /&gt;
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* [https://www.swisseduc.ch/glaciers/alps/grosser_aletschgletscher/index-de.html Grosser Aletschgletscher] auf &amp;#039;&amp;#039;Glaciers online&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.gletschervergleiche.ch/Pages/ImageCompareDet.aspx?Id=56 Interaktive Vorher-Nachher-Vergleichsfotos des Aletschgletschers] auf &amp;#039;&amp;#039;gletschervergleiche.ch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.glaciers.today/news/ewige-kraft-und-wrde-eine-reise-durch-den-aletschgletscher Detail-Aufnahmen der Gletscheroberfläche] auf &amp;#039;&amp;#039;glaciers.today&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=g|GND=4072100-0|VIAF=170096434}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gletscher im Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gletscher in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gletscher in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Rhone|GAletschgletscher]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bettmeralp VS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riederalp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Otopon</name></author>
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