<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alditole</id>
	<title>Alditole - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alditole"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alditole&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T21:17:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alditole&amp;diff=380560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;-haznK: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0 */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alditole&amp;diff=380560&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-08T13:28:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alditole.svg|mini|280px|Allgemeine Strukturformel der Alditole (n&amp;amp;nbsp;≥&amp;amp;nbsp;1)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alditole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aldite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind nichtcyclische [[Polyol]]e, die an jedes ihrer Kohlenstoffatome eine [[Hydroxygruppe]] gebunden haben. Es sind [[Organische Verbindung]]en, die sich meist als [[Reduktion (Chemie)|Reduktionsprodukte]] von [[Kohlenhydrate]]n (Zuckern) ableiten. Sie werden auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zuckeralkohole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Zu den Alditolen zählen beispielsweise [[Mannit]] (Mannitol), [[Isomalt]], [[Lactit]], [[Sorbit (Lebensmittelindustrie)|Sorbit]] (Sorbitol oder Glucitol) und [[Xylitol|Xylit]] (Xylitol), [[Threit]], [[Erythrit]] und [[Arabit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Alditole folgt folgender Konvention: Die Endung &amp;#039;&amp;#039;-ose&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. Glucose) des Ursprungszuckers wird durch die Endung &amp;#039;&amp;#039;-it&amp;#039;&amp;#039; (Glucit) oder &amp;#039;&amp;#039;-itol&amp;#039;&amp;#039; (Glucitol) ersetzt. Da sich manche Alditole formal sowohl von [[Aldose]]n als auch von [[Ketosen]] ableiten lassen, kommt es vor, dass ein Alditol mehrere Namen trägt, so bezeichnen beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Glucit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sorbit&amp;#039;&amp;#039; dieselbe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Glycerin]] ist formal das einfachste Alditol, es leitet sich vom [[Glycerinaldehyd]] ab. Das einfachste [[Chiralität (Chemie)|chirale]] Alditol ist der [[Threit]], der sich von der [[Threose]], einem Kohlenhydrat mit vier Kohlenstoffatomen, ableitet. Von der [[Erythrose]], ebenfalls einem Kohlenhydrat mit vier Kohlenstoffatomen, leitet sich der [[Erythrit]] ab, der im Gegensatz zum Threit [[Optische Aktivität|optisch inaktiv]] ist ([[Meso-Verbindung|&amp;#039;&amp;#039;meso&amp;#039;&amp;#039;-Verbindung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Das Geschmacksbild der Alditole ähnelt dem der Saccharose, ist jedoch nicht gleich. Sie schmecken süß, erreichen jedoch selten die relative Süße von [[Saccharose]], sind nicht [[Zahnkaries|kariogen]] und zeigen eine abführende Wirkung bei einem Konsum von mehr als 20 bis 30&amp;amp;nbsp;g pro Tag. Einige Alditole werden als [[Zuckeraustauschstoffe]] in [[diätetische Lebensmittel|diätetischen Lebensmitteln]] eingesetzt, weil sie den [[Blutzuckerspiegel]] nicht erhöhen und kein [[Insulin]] benötigen, um abgebaut zu werden. Deshalb sind sie für [[Diabetiker]] geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alditole und Saccharose unterscheiden sich weiterhin in der [[Löslichkeit]], dem [[pH-Wert]] und der [[Temperaturstabilität]], dem [[Schmelzpunkt]] und dem [[Siedepunkt]]. Diese Faktoren können entscheidend für den Einsatz von Alditolen als Lebensmittel-Zutat sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Alditole können aus Aldosen oder Ketosen durch [[Reduktion (Chemie)|Reduktion]] der [[Carbonylgruppe]] hergestellt werden. Industriell wird dies durch katalytische [[Hydrierung]] an einem [[Raney-Nickel|Nickel-Katalysator]] erreicht. Auf diese Weise wird &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Sorbit (Lebensmittelindustrie)|Sorbit]] aus &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Glucose]] synthetisiert. Im Labormaßstab eignet sich das [[Natriumborhydrid]] (Natriumboranat, NaBH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) als Reduktionsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei der Reduktion von Aldosen die Stereozentren nicht verändert werden, wird aus &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Aldose immer genau &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Alditol gebildet. Allerdings kann dasselbe Alditol aus zwei unterschiedlichen Aldosen entstehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Synthesis of sorbitol.svg|500px|mini|zentriert|Reduktion von &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucose (1) und &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Gulose (3) zu &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Sorbit (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im obigen Schema in der um 180° gedrehten [[Fischer-Projektion]] gezeigte &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Gulose liefert bei Reduktion also ebenfalls &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Sorbit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reduktion von Ketosen dagegen generiert ein neues Stereozentrum in beiden möglichen Konfigurationen, so dass aus einer Ketose ein Gemisch zweier unterschiedlicher ([[Isomer#Stereoisomerie|epimerer]]) Alditole gebildet wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reduction of fructose.svg|500px|mini|zentriert|Reduktion von &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Fructose (2) zu &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Mannit (3) und &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Sorbit (1)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da deren Trennung erhebliche Aufarbeitungskosten verursacht, werden einige Alditole auch durch biokatalytische Umsetzung mit lebenden Mikroorganismen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Alditole finden vor allem Verwendung in der Lebensmittelindustrie, wo sie als [[Süßungsmittel]] eingesetzt werden. Vor allem [[Sorbitol]] hat ein breites Anwendungsspektrum, das vom Einsatz als Zuckerersatz und Verwendungen in der [[Kosmetik]]industrie und als Süßungsmittel für [[Zahnpasta]] bis hin zu Feuchthaltemitteln für Tabak, Baustoffzusätzen und Verwendungen in der chemischen Industrie bsp. zur Herstellung von [[Nitrosorbit]], [[Tenside]]n, [[Polyol]]en für [[Polyurethan]]e reicht. [[Xylitol]] hat ähnliche Anwendungsgebiete wie Sorbitol, es ist für die Lebensmittelindustrie ideal, da Studien antikariogene Wirkungen belegt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Nuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Naturstoffchemie – Mikrobielle, pflanzliche und tierische Naturstoffe,&amp;#039;&amp;#039; 4., neu bearb. Auflage. Hirzel Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-7776-1363-0, S.&amp;amp;nbsp;130–132.&lt;br /&gt;
* [[Ellen Wiederhold]]: &amp;#039;&amp;#039;Ester sechswertiger Zuckeralkohole&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1949&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sugar alcohols|Alditole}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachwachsender Rohstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polyol| Alditole]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;-haznK</name></author>
	</entry>
</feed>