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	<title>Albtrauf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T20:15:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Albtrauf&amp;diff=244443&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Milseburg: /* Bildergalerie */</title>
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		<updated>2025-05-20T20:28:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bildergalerie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Burg Hohenzollern 2023 Oktober 06.jpg|mini|Albtrauf nahe dem Backofenfelsen, im Hintergrund der vorgelagerte [[Hohenzollern (Berg)|Zeugenberg Hohenzollern]] mit der [[Burg Hohenzollern]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albtrauf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den nordwestlich ausgerichteten Steilabfall der in [[Baden-Württemberg]] und [[Bayern]] gelegenen [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]]. Im Albbereich ist er der markanteste und in mehrere [[Schichtstufe]]n untergliederte Stufenhang des [[Südwestdeutsches Schichtstufenland|Südwestdeutschen Schichtstufenlandes]] und verläuft etwa von Südwest nach Nordost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine geologische Fortsetzung findet der Albtrauf im Nordosten im Stufenhang der [[Fränkische Alb|Fränkischen Alb]] und im Südwesten und Westen in den [[Jura (Geologie)|Jura]]-Stufenhängen von [[Baaralb]], [[Hegaualb]], [[Randen (Berg)|Randen]], [[Klettgau]], [[Aargau]] sowie des [[Tafeljura]] um [[Basel]], der [[Ajoie]] und des [[Französisches Schichtstufenland|Französischen Schichtstufenlandes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Geologie]] und [[Geomorphologie]] bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Trauf&amp;#039;&amp;#039; allerdings lediglich die Kante im Schneiden von Stufenhang und Stufenfläche (nicht ausgebildet bei Walmstufen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographischer Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwäbische Alb - Deutsche Mittelgebirge, Serie A-de.png|mini|Schwäbische Alb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die gesamte Alb verläuft auch der Albtrauf etwa von Südwesten nach Nordosten und folgt annähernd der Linie [[Donaueschingen]]–[[Lemberg (Schwäbische Alb)|Lemberg]]–[[Balingen]]–[[Reutlingen]]–[[Kirchheim unter Teck]]–[[Gingen an der Fils]]–[[Unterkochen]]. Im Detail ist er durch viele tief [[Erosion (Geologie)|erodierte]] Täler stark zergliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorragenden [[Zeugenberg]]e tragen bekannte, weithin sichtbare Burgen wie die [[Burg Hohenzollern]], die [[Burg Hohenneuffen]] oder die [[Burg Teck]]. Wichtige Verkehrswege vom [[Albvorland]] auf den Albtrauf werden [[Albaufstieg]] genannt, von denen die [[Geislinger Steige]] der bekannteste ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Albtrauf bei Ochsenwang 02.jpg|mini|Typische Situation an der Kante des Albtraufs: Die relativ ebene, oft landwirtschaftlich genutzte Albhochfläche geht unmittelbar in den meist bewaldeten Steilhang über.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Aufbau des Albtraufs sind Gesteine des oberen [[Brauner Jura|Braunjuras]] sowie des unteren und mittleren [[Weißer Jura|Weißjura]]s beteiligt. Als Fundament dieses Schichtenpakets –&amp;amp;nbsp;somit als oberste, vielfach nur schwach ausgeprägte Stufe des Albvorlands&amp;amp;nbsp;– fungieren die härteren Schichten des Braunjuras in regional unterschiedlicher Form: &amp;#039;&amp;#039;Sandflaserschichten&amp;#039;&amp;#039; ([[Quenstedtsche Gliederung]] B&amp;amp;nbsp;β) in der Ostalb, &amp;#039;&amp;#039;Blaukalke&amp;#039;&amp;#039; (B&amp;amp;nbsp;γ) in der mittleren Alb, &amp;#039;&amp;#039;oolithische Kalkmergel&amp;#039;&amp;#039; (B&amp;amp;nbsp;δ) in der Westalb. Den unteren Abschnitt des Stufenhangs nehmen die nachfolgenden, bis zum abschließenden [[Ornatenton]] als [[Tonstein|Tongesteine]] ausgebildeten Braunjuraschichten ein; darauf folgen als erste Weißjuraschicht die ebenfalls weichen [[Mergel|Kalkmergel]] (W&amp;amp;nbsp;α). Als Stufenbildner geeignete harte Kalksteine finden sich zum einen im W&amp;amp;nbsp;β (in der Westalb als [[Riffkalk]]e, ansonsten als mauerartige [[Wohlgeschichtete Kalk-Formation]]), zum anderen im W&amp;amp;nbsp;δ (Riffkalke kommen im gesamten Gebiet vor, in den jüngeren Schichten vermehrt), dazwischen ist wiederum ein Mergelkomplex (W&amp;amp;nbsp;γ) eingeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie ==&lt;br /&gt;
Die mittlere Neigung des Albtraufs beträgt rund 35&amp;amp;nbsp;Grad. Im Bereich des [[Erms]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;tals sowie bei [[Balingen]] erreicht er eine durchschnittliche Höhe von fast {{Höhe|400}}. Die Traufkante liegt im Südwesten auf rund {{Höhe|1000|DE-NHN|link=true}}, im Nordosten auf rund {{Höhe|650|DE-NHN|link=true}} Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostalb und Teilen der mittleren Alb (bis zum Raum [[Bad Urach]]) erscheint der W&amp;amp;nbsp;β nicht als Stufenbildner, sondern allenfalls als Geländeknick im Stufenhang, der in einem Zug bis zur W&amp;amp;nbsp;δ-Kante ansteigt. Im Bereich [[Reutlingen]] bis [[Mössingen]] sind W&amp;amp;nbsp;β- und (die rund 100&amp;amp;nbsp;m hohe) W&amp;amp;nbsp;δ-Stufe deutlich ausgeprägt. Weiter westlich bildet der W&amp;amp;nbsp;β sowohl die Stirn des Albtraufs als auch eine anschließende, mehrere Kilometer breite Stufenfläche; die W&amp;amp;nbsp;δ-Stufe (mit vorgelagerten Zeugenbergen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kornbühl]]) tritt weiter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch rückschreitende [[Erosion (Geologie)|Erosion]] weicht der Albtrauf (wie seit Jahrmillionen) im Durchschnitt jedes Jahr um wenige Millimeter nach Südosten zurück, was den stark zerlappten und gebuchteten Verlauf erklärt. Auch [[Rutschung]]en und [[Bergsturz|Bergstürze]] tragen zu diesem Prozess bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Formenschatz zählen [[Schichtstufe|Stufenrandbuchten, Stirnseitentäler, Vorsprünge, Sporne, Auslieger und Zeugenberge]]. Zu den bekanntesten [[Zeugenberg]]en &amp;#039;&amp;#039;ohne Stufenfläche&amp;#039;&amp;#039; gehören von Nordost nach Südwest [[Ipf]], [[Hohenstaufen (Berg)|Hohenstaufen]], [[Achalm]] und [[Hohenzollern (Berg)|Hohenzollern]] &amp;#039;&amp;#039;(Zoller)&amp;#039;&amp;#039;. Zu den eindrücklichsten Zeugenbergen &amp;#039;&amp;#039;mit Stufenfläche&amp;#039;&amp;#039; zählen [[Kaltes Feld]], [[Michelsberg (Oberböhringen)|Michelsberg]], [[Farrenberg]], das Plateau von [[Burgfelden]] (Böllat-Heersberg) und [[Plettenberg (Berg)|Plettenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die [[Vegetation]] besteht hauptsächlich aus [[Kalkbuchenwald]], vereinzelt (z.&amp;amp;nbsp;B. auf dem [[Jusi]]) findet man auch die für die Hochfläche der Schwäbischen Alb typischen [[Wacholderheide]]n, die in der Regel unter Naturschutz stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Felskopf wachsen schwachwüchsige Eichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A.Kerner,M.Geisel |Hrsg=FVA |Titel=Waldkartierung. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) |Ort=Freiburg |Datum=2010-08-30 |Seiten=73}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich der [[Hohe Schwabenalb|Hohen Schwabenalb]] sind durch standortuntypische forstliche Nutzung auch [[Fichten]]- und [[Tannen]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;wälder zu finden. Im Traufgebiet der Hohen Schwabenalb gibt es jedoch lokal begrenzte natürliche Fichtenvorkommen mit einer den Standortsverhältnissen angepassten Fichten-[[Rasse (Botanik)|Rasse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theo Müller |Titel=Natürliche Fichtengesellschaften der Schwäbischen Alb |Sammelwerk=[[Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland]] |Band=32 |Datum=1975-03-26 |Seiten=233–249 |Kommentar=Oberdorfer Festschrift |Online={{ZOBODAT|nurURL=1|pfad=pdf/Beitr-natukdl-Forsch-Suedwestdtschl_34_0233-0249.pdf}} |Abruf=2023-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Charakteristisch sind auch die allenthalben aus dem Wald hervortretenden weißen Felsnasen aus Riffkalk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der aus einiger Entfernung zu beobachtenden blassblauen Schimmerung wurde der Albtrauf poetisch „Blaue Mauer“ getauft. Der Begriff wurde von [[Eduard Mörike]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg]] (Hauptwanderweg 1, HW 1) des [[Schwäbischer Albverein|Schwäbischen Albvereins]] erschließt sich der Albtrauf von [[Donauwörth]] bis [[Tuttlingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwäbische Alb Nordkante.JPG|Albtrauf, von [[Tübingen]] aus gesehen&lt;br /&gt;
Albtrauf, Thanheimer Steige, Heiligenkopf und Burg Hohenzollern.jpg|Albtrauf vom [[Irrenberg]] mit Burg Hohenzollern und [[Heiligenkopf (Schwäbische Alb)|Heiligenkopf]]&lt;br /&gt;
Albtrauf Mittlere Alb.jpg|Trauf. Vorne: Ort Neuffen mit [[Burg Hohenneuffen]], links der Ort Beuren und ganz hinten: [[Burg Teck]] (Mittlere Alb)&lt;br /&gt;
Albtrauf Rossbergblick-Südwest Schwaebische-Alb.jpg|Albtrauf vom [[Roßberg (Schwäbische Alb)|Roßberg]] Richtung Südwest&lt;br /&gt;
Gönnigen und Albtrauf.jpg|Albtrauf vom Roßbergturm Richtung Nordost&lt;br /&gt;
Albtrauf Hossinger Leiter.jpg|Albtrauf an der [[Hossinger Leiter]]&lt;br /&gt;
Gespaltener Fels Schwaebische Alb.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Gespaltener Fels&amp;#039;&amp;#039; am [[Schafberg (Schwäbische Alb)|Schafberg]]&lt;br /&gt;
Gäulandschaft, Albtrauf.jpg|Blick vom Hochmark bei [[Frommenhausen]] zum Albtrauf&lt;br /&gt;
Herrschaft Schalksburg Panorama.jpg|Blick zum Albtrauf vom [[Farrenberg]] links und der [[Burg Hohenzollern]] bis zum [[Plettenberg (Berg)|Plettenberg]] rechts&lt;br /&gt;
Wackerstein Pano 090729.jpg|Blick vom &amp;#039;&amp;#039;Wackerstein&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|825.9}}) südlich von [[Reutlingen]] mit [[Zeugenberg]]en: Links Scheibenbergle, in Bildmitte Gaisbühl und [[Georgenberg (Pfullingen)|Georgenberg]], rechts im Norden [[Pfullingen]] und Reutlingen mit [[Scheibengipfel]] und [[Achalm]]&lt;br /&gt;
Hangender Stein - Panorama.jpg|Blick vom &amp;#039;&amp;#039;Hangenden Stein&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|922.9}}) am Albtrauf nördlich von [[Onstmettingen]] über den [[Dreifürstenstein]], [[Jungingen]] und den [[Himberg (Schwäbische Alb)|Himberg]]&lt;br /&gt;
Panorama vom Böllat.jpg|Blick vom [[Böllat]] (922,3 m) zum Albtrauf südlich und östlich von [[Balingen]]  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reiner Enkelmann, Dieter Ruoff, Wolfgang Wohnhas: &amp;#039;&amp;#039;Der Albtrauf. Natur und Kultur zwischen Ries und Randen&amp;#039;&amp;#039;. [[Silberburg-Verlag]], Tübingen 2010, ISBN 978-3-87407-892-4.&lt;br /&gt;
* Otto F. Geyer und Manfred P. Gwinner: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Geologie von Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1964, S.&amp;amp;nbsp;60&amp;amp;nbsp;ff. und S.&amp;amp;nbsp;148&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Klaus Eberhard Bleich: &amp;#039;&amp;#039;Das Alter des Albtraufs&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg 115&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, 1.&amp;amp;nbsp;November 1960, S.&amp;amp;nbsp;39–92&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7722311-1|VIAF=244804812}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geomorphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schwäbische Alb)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Schwäbischen Alb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Milseburg</name></author>
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