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	<title>Albrecht von Kessel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12 am 22. April 2026 um 14:43 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-22T14:43:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albrecht von Kessel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. November]] [[1902]] in [[Głuchów Górny|Ober-Glauche]]; † [[15. April]] [[1976]] in [[Bad Godesberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Diplomat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Albrecht von Kessel war Sohn des Rittergutsbesitzers [[Kurt von Kessel]] und dessen Ehefrau Theodora, geborene von Bethmann-Hollweg, einer Cousine von Reichskanzler [[Theobald von Bethmann Hollweg]].&lt;br /&gt;
Sein Bruder [[Friedrich von Kessel]] war nach dem Krieg Landwirtschaftsminister in Niedersachsen und Parteivorsitzender des [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|GB/BHE]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kessel besuchte die [[Klosterschule Roßleben]] und studierte Jura in München und Breslau. Nach dem Referendarexamen 1926 wurde er 1927 in den Diplomatischen Dienst einberufen. Er wurde zunächst bis 1930 in der Zentrale des Auswärtigen Amts in [[Berlin]] und anschließend bis 1932 an der [[Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl|Botschaft beim Heiligen Stuhl]] eingesetzt. Daraufhin war er von 1932 bis 1934 am [[Generalkonsulat]] in [[Katowice|Kattowitz]], 1935 am Generalkonsulat in [[Klaipėda|Memel]] und von 1935 bis 1937 an der Gesandtschaft in [[Bern]] tätig. 1937 kehrte er in die Zentrale des Auswärtigen Amts zurück. 1939 wurde er in der besetzten [[Tschechoslowakei]] in [[Prag]] eingesetzt, 1941 bis 1943 im Konsulat in [[Genf]]. Er half der deutschen Opposition gegen Hitler, mit der freien Welt in Verbindung zu bleiben. Er gehörte zum „Freundes- und Mitwisserkreis“ um [[Hans Bernd von Haeften]] und [[Adam von Trott zu Solz]],&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Mosche Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit - deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2, S. 301.&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings nicht zum [[Kreisauer Kreis]] (vgl. Peter Steinbach und Harald Vocke). Von 1943 bis 1945 war er Gesandtschaftsrat an der Botschaft beim [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]] und war schon vor dem Scheitern des Attentats vom [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] seit der alliierten Besetzung Roms am 4. Juni 1944 zusammen mit Botschafter [[Ernst von Weizsäcker]] und weiteren Botschaftsangehörigen wie der Familie von [[Sigismund von Braun]] im [[Vatikanstadt|Vatikan]] durch eine Art von &amp;#039;&amp;#039;goldenem Käfig&amp;#039;&amp;#039; sowohl vor dem Zugriff durch US-amerikanische Truppen als auch vor der Verfolgung durch die Nazis geschützt. Ohne Erlaubnis der Alliierten durften sie ihr Domizil im Vatikan nicht verlassen und in die Stadt Rom gelangen. Gelegentlich wurde diese Erlaubnis erteilt, wie zum Beispiel zur Geburt und dann später zur Taufe von Kindern der deutschen Diplomaten. Ende August 1946 kehrte er zusammen mit weiteren Botschaftsangehörigen zurück in die [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanische Zone]] in Deutschland, nachdem ihm freies Geleit zugesichert wurde. Allerdings hielten sich die Amerikaner nicht an diese Zusage, sondern internierten Kessel sowie andere Angehörige des Auswärtigen Dienstes in der Festung [[Hohenasperg]] nahe [[Ludwigsburg]] zwecks Durchführung des damals üblichen [[Entnazifizierungsverfahren]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christina von Braun]]: &amp;#039;&amp;#039;Stille Post. Eine andere Familiengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Buchverlage, Berlin 2007, ISBN 978-3-549-07314-8, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde 1948 als „Entlasteter“ eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dserver.bundestag.de/btp/01/01234.pdf Sitzungsprotokoll der 234. Sitzung des 1. Deutschen Bundestags am 22. Oktober 1952, S. 10753] (PDF-Datei) auf &amp;#039;&amp;#039;dserver.bundestag.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er zunächst bis 1950 Herausgeber einer außenpolitischen Korrespondenz. Ab 1950 war er wieder im [[Diplomatischer Dienst|diplomatischen Dienst]] der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] tätig. Er wurde zunächst dem Generalkonsulat in [[Paris]] zugeteilt und wurde 1951 stellvertretender Leiter der deutschen [[Pleven-Plan]]-Delegation. Zunächst vertrat er traditionelle außenpolitische Vorstellungen einer Brückenfunktion Deutschlands als Mittler zwischen Ost und West. Die Wiedervereinigung war ihm oberstes Ziel, dafür wollt er bis Anfang der fünfziger Jahre eine Neutralisierung Deutschlands in Kauf nehmen. Später erschien ihm die Westbindung und ihre freiheitliche Grundordnung unabdingbar. Eine Wiedervereinigung schien ihm nur im Rahmen einer europäischen Einigung möglich, die als „dritte Kraft“ eine Mittlerfunktion zwischen den Blöcken bilden müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze et al.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit...&amp;#039;&amp;#039; München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2, S. 623.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1959&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=ZITATE |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1960-01-05 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/zitate-a-9b2e9cc5-0002-0001-0000-000043062895 |Abruf=2025-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schied er enttäuscht über die Ost- und Deutschlandpolitik ([[Hallstein-Doktrin]]) aus dem Dienst.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze et al.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit...&amp;#039;&amp;#039; München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2, S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gilt als Wegbereiter der [[Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland bis 1990|Ostpolitik]] von [[Willy Brandt]]. Er publizierte nach seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst u.&amp;amp;nbsp;a. in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt|Welt]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;. Eine Gedenktafel im heutigen Głuchów Górny ([[Głuchów Górny|Ober-Glauche]]) erinnert an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1968: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Albrecht von Kessel. Verborgene Saat. Aufzeichnungen aus dem Widerstand 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin u. a. 1992, ISBN 3-550-07209-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Stille Gut.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bergstadtverlag Korn, Würzburg 2004, ISBN 3-87057-254-X. (1. Auflage 1973)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gegen Hitler und für ein anderes Deutschland. Als Diplomat in Krieg und Nachkrieg. Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Ulrich Schlie]]. Unter Mitarbeit von Stephanie Salzmann, mit einem Vorwort von [[Richard von Weizsäcker]]. Böhlau-Verlag, Wien u. a. 2008, ISBN 978-3-205-77465-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf-Bernd Althoff: &amp;#039;&amp;#039;Vor Außenseitern wird gewarnt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Tagespost.&amp;#039;&amp;#039; 1959, Nr. 110.&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* [[Harald Vocke]]: &amp;#039;&amp;#039;Albrecht von Kessel. Als Diplomat für Versöhnung mit Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 2001, ISBN 3-451-20248-4.&lt;br /&gt;
* [[Jobst Knigge]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Botschafter und der Papst. Weizsäcker und Pius XII. Die deutsche Vatikanbotschaft 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3467-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119009501}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|albrecht-von-kessel}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119009501|LCCN=n92084354|VIAF=42638613}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kessel, Albrecht von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des thüringischen Adelsgeschlechts Kessel|Albrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kessel, Albrecht von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat und Gegner des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. November 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Głuchów Górny|Ober-Glauche]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Godesberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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