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	<title>Albrecht Schmelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Albrecht_Schmelt&amp;diff=1123093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 11. Dezember 2025 um 19:37 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-11T19:37:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SchmeltAlbrecht.jpg|mini|Albrecht Schmelt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albrecht Schmelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. August]] [[1899]] in [[Breslau]]; † [[8. Mai]] [[1945]] in [[Warmbronn]]) war ein deutscher Politiker ([[NSDAP]]), [[SS-Brigadeführer]] und [[Mitglied des Reichstags]], der als „Sonderbeauftragter des Reichsführers-SS für den fremdvölkischen Arbeitseinsatz“ die [[Dienststelle Schmelt]] leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Albrecht Schmelt wurde als Sohn einer Bauernfamilie geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Breslau. Nach einer Ausbildung in der Landwirtschaft wurde er technischer Beamter bei der Post und fuhr von 1925 an als Funkoffizier auf Handelsschiffen auf „große Fahrt.“ 1930 kehrte er zurück und trat zum 1. August desselben Jahres der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 369.853).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37890119&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 wurde er Abgeordneter im [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] und 1933 Mitglied des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstages]]. Schmelt amtierte von 1934 bis 1942 als Polizeipräsident von Breslau. In Personalunion war Schmelt ab Mai 1941 gleichfalls [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsident]] des [[Regierungsbezirk Oppeln|Regierungsbezirks Oppeln]]. Seine offizielle Ernennung zum Regierungspräsidenten erfolgte mit Wirkung vom 1. Januar 1942. In der NSDAP war er im Gauleiterstab Leiter des Amts für Beamte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 trat Schmelt der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 340.792) bei und wurde am 15. Oktober 1940 von [[Heinrich Himmler]] zum „Sonderbeauftragten des Reichsführers-SS für [[fremdvölkische]]n Arbeitseinsatz in [[Oberschlesien]]“ ernannt und 1942 zum SS-Brigadeführer befördert. Die von ihm geleitete [[Organisation Schmelt]] organisierte den [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeitereinsatz]] von [[Juden]] beim Straßenbau und in Rüstungsbetrieben. Schmelt war für bis zu 177 Arbeitslager zuständig und verfügte über mehr als 50.000 Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verantwortlicher für Vernichtung ==&lt;br /&gt;
Schmelt schuf Arbeitsbedingungen in seinen Lagern, die später vom [[SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt|WVHA]] übernommen wurden: Die Arbeitszeit im Rüstungsbetrieb betrug zwölf Stunden, der Arbeitsvertrag wurde kollektiv abgeschlossen und täglich zahlte der Betrieb 4,50 [[Reichsmark|RM]] je Hilfsarbeiter. Von diesem Lohn erhielt der Zwangsarbeiter nur Pfennigbeträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmelt ließ Zwangsarbeiter, die nicht mehr arbeitsfähig waren, sowie Alte und Kranke [[Selektion (Konzentrationslager)|selektieren]] und zur Vernichtung nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Benutzung des „Bunkers 1“ nach Longerich erstmals 20. März 1942, s. [[Peter Longerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, München 2008, ISBN 978-3-88680-859-5, S. 582.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bis dahin größte Mordaktion begann am 12. Mai 1942; bis August 1942 wurden fast 35.000 oberschlesische Juden vergast. Die Selektionen wurden von Funktionären der Dienststelle Schmelt, namentlich Friedrich Karl Kuczynski und vermutlich auch vom stellvertretenden Leiter Heinrich Lindner, eigenverantwortlich durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jan Erik Schulte]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wannsee-Konferenz und Auschwitz. Rhetorik und Praxis der jüdischen Zwangsarbeit als Voraussetzung des Genozids.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Norbert Kampe]], [[Peter Klein (Historiker)|Peter Klein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942. Dokumente, Forschungsstand, Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln u. a. 2013, ISBN 978-3-412-21070-0, S. 216–238, hier S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] dieser „Schmelt-Juden“ stand in keinem Zusammenhang mit den durch das [[Eichmannreferat]] organisierten Massendeportationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Jan van Pelt|Robert-Jan van Pelt]], Debórah Dwork: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Von 1270 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main u. a. 1999, ISBN 3-7632-4897-8, S. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1943 ==&lt;br /&gt;
Die Dienststelle verlor ab September 1943 ihre Bedeutung und wurde bald aufgelöst. Im März 1944 wurde Schmelt in den Ruhestand versetzt. Ende des Jahres 1944 musste Schmelt sich wegen Bereicherung im Amt vor einem SS-Gericht verantworten. Verlauf und Ausgang des Verfahrens sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende beging Schmelt [[Suizid]]. [[Ernst Klee]] nennt als Todesdatum den 8. Mai 1945 und als Ort Warmbronn.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer&amp;#039;&amp;#039; 16048). Aktualisierte Ausgabe. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Sybille Steinbacher]] bezieht sich auf eine Sterbeurkunde des [[Hauptstandesamt]]es Berlin und nennt den 17. Mai 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sybille Steinbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;„Musterstadt“ Auschwitz. Germanisierungspolitik und Judenmord in Ostoberschlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Saur, München 2000, ISBN 3-598-24031-7, S. 306 mit Anm. 270 (Zugleich: Bochum, [[Ruhr-Universität]], Dissertation, 1998). Die verschiedenen Daten sind zu dieser Zeit des Kriegsendes in der zerstörten Stadt Berlin normal, das Standesamt konnte erst beurkunden, als es verlässliche Kenntnis vom Tod erhielt, durch wen auch immer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehe und Familie ==&lt;br /&gt;
Schmelt war verheiratet mit Charlotte Faltin (* 29. September 1905 in Breslau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivische Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Im Bundesarchiv haben sich im Bestand des ehemaligen Berlin Document Center eine Anzahl von Akten über Schmelt erhalten. So eine Akte mit Parteikorrespondenz zu ihm (R 9361-II/1103343), eine SS-Personalakte (R 9361-III/553460) und eine Akte des Rasse- und Siedlungshauptamtes zu seiner Eheschließung (R 9361-III/177786).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3887411161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130521418}}&lt;br /&gt;
* [https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-30285/03_Rudorff_Schmelt.pdf Andrea Rudorff:] &amp;#039;&amp;#039;Arbeit und Vernichtung reconsidered: Die Lager der Organisation Schmelt für polnische Jüdinnen und Juden aus dem annektierten Teil Oberschlesiens,&amp;#039;&amp;#039; [[Sozial.Geschichte Online]], 7, 2012, S. 10–39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Regierungspräsidenten von Oppeln}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130521418|VIAF=30647943}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schmelt, Albrecht}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident (Oppeln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizeipräsident (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmelt, Albrecht&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. August 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Warmbronn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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