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	<title>Albert von Stade - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: HC: Ergänze Kategorie:Domherr (13. Jahrhundert)</title>
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		<updated>2025-10-09T09:54:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Domherr_(13._Jahrhundert)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Domherr (13. Jahrhundert) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Domherr (13. Jahrhundert)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albert von Stade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor [[1187]]?&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Ulrich Hucker: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum&amp;#039;&amp;#039;, Diss., Münster 1978, S. 337.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[9. Februar]] [[1264]]) war ein [[Bremen|Bremer]] [[Domherr]] und [[Abt]], später Geschichtsschreiber. 1230 wurde er [[Prior]] und 1232 Abt des Benediktinerklosters [[Kloster St. Marien Stade|Sankt Marien]] in [[Stade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alberts Geburtsort und auch sein Geburtsjahr (möglicherweise 1187) sind nicht belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Darstellung folgt Gerda Maeck: &amp;#039;&amp;#039;Die Weltchronik des Albert von Stade. Ein Zeitzeugnis des Mittelalters. Studien zur Geschichtsschreibung Alberts von Stade&amp;#039;&amp;#039;. Lehrte 2001, S. 7–18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Herkunft ist ebenfalls unklar, wenn auch aus sehr weitreichenden Interpretationen zweier Stellen in seiner Chronik die Schlussfolgerung gezogen wurde, er sei niederer Herkunft gewesen. Wie [[Karl Fiehn]] feststellte, ließen sich jedoch aus herablassenden Äußerungen über Bauern keine Schlüsse über seine Herkunft ziehen, zumal diese Äußerungen widersprüchlich seien. [[Bernd Ulrich Hucker]] kam zum Schluss, dass Albert mindestens [[Ministeriale]] gewesen sein müsse, denn ansonsten hätte er keinen Zugang zum Bremer [[Domkapitel]] gehabt. Der Nachweis einer Verwandtschaft mit einer der Bremer Familien ließ sich jedoch nicht erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Fiehn nahm an, dass Alberts Klerikerlaufbahn im Kloster Ramelsloh bei [[Lüneburg]] begonnen habe. Einige Forscher vermuten, dass er 1206 als [[Diakon]] oder [[Propst]] im [[Kanoniker]]stift in Ramelsloh tätig war. Nach Hucker übernahm er 1206 zugleich mit der dortigen Probststelle die Domherrenstelle, denn er ist 1217 und 1232 als Bremer Kanoniker bezeugt. [[Heinz-Joachim Schulze]] widersprach Huckers Mutmaßung, Albert sei Prior und [[Benediktiner]] gewesen. Seiner Ansicht nach war er als Säkularkleriker, Domherr und Propst in einem [[Kollegiatstift]] Benediktiner geworden. Unter dem politischen Druck des Erzbischofs von Bremen [[Gerhard II. zur Lippe|Gerhard II.]] sei er zum [[Prior]] erhoben und zum Abt gewählt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abt folgte er Christoph von Stade im Amt, und er war kurzzeitig als Prior in der Benediktinerabtei St. Marien in Stade tätig. Zum Abt wurde er jedoch nicht vom zuständigen Erzbischof, sondern von dem [[Zisterzienser]]mönch und [[Päpstlicher Legat|päpstlichen Legaten]] für [[Livland]], Balduin von Alna, geweiht. Er wiederum hatte kurz zuvor zusammen mit Albert&amp;amp;nbsp;– zu diesem Zeitpunkt noch Propst von Ramelsloh&amp;amp;nbsp;– die Gründungsurkunde des Zisterzienserklosters [[Kloster Lilienthal|Lilienthal]] unterzeichnet. Damit war er in der Gesellschaft mehrerer Ministerialenfamilien, die in dieser Zeit ebenfalls Klöster gründeten, wie Midlum, Lilienthal, Hude und Uetersen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der seiner Ansicht nach unzureichenden Zucht der Benediktiner im [[Kloster St. Marien Stade|Stader Marienkloster]]&amp;amp;nbsp;– ein von Reformern häufig genutzter Vorwand oder Anlass&amp;amp;nbsp;– trat er dafür ein, die [[Ordensregel|Regel]] der Zisterzienser einzuführen. Aus diesem Grund trat er nach eigenen Angaben [[Via Romea|1236 die Reise]] nach [[Rom]] an, um von Papst [[Gregor IX.]] die dazu notwendige Zustimmung zu erbitten. Der Papst stimmte seinem Wunsch nach strengeren Sitten zu, jedoch legte er sich nicht auf die Umwandlung in ein Zisterzienserkloster fest. Erzbischof Gerhard II. erhielt in einem Brief das Recht, das Kloster in ein Zisterzienserkloster umzuwandeln, falls die strengeren Regeln nicht greifen würden. Zwar berief der Bischof eine Reformversammlung ein, wurde jedoch nicht weiter tätig. Dies hing damit zusammen, dass es Erzbischof Gerhard, der 1236 den Streit mit den [[Welfen]] beigelegt hatte, wohl nicht mehr nötig erschien, den ehemaligen Gegnern ihre Rechte an der Benediktinerabtei zu entziehen, indem er sie in ein Zisterzienserkloster umwandelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit stand der Abt mitten in den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] und dem Papst. Letzterer versuchte die jüngeren Orden zu nutzen, um seine Position im Kampf mit dem [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] zu stärken und sie zu propagandistischen Zwecken einzusetzen. Ein erheblicher Teil des Klerus, der ökonomisch von seinen Einnahmen abhängig war, wehrte sich vor allem gegen das Vordringen der [[Franziskaner (OFM)|Minderbrüder]], die ab 1237 die [[Inquisition]] führten. Albert konnte sich daher in Stade nicht durchsetzen und auch der Erzbischof entzog ihm seine Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wechselte er 1240 in das [[Minoriten]]kloster [[Kloster St. Johannis Stade|St. Johannis]] in Stade, das wohl auf sein Betreiben gegründet wurde. Es scheint, als sei er [[Franziskanische Orden|Franziskaner]] geworden, um seiner literarischen Tätigkeit nachgehen zu können, nachdem er als Reformer gescheitert war. Vielleicht wurde er auch von den Stader [[Vogt|Vögten]] und dem Erzbischof dazu gezwungen. Ob er dort [[Alexander Minorita]], der aus Alberts Chronik vielfach zitiert, kennen lernte, ist unklar. In jedem Fall nennt Albert ihn in seiner Chronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hamburger [[Urkundenbuch]] erscheint er letztmals 1250. 1256 erfolgte sein letzter Eintrag in seine Chronik. Im Papstkatalog nennt er noch Papst [[Urban IV.]], so dass er auch 1264 noch gelebt haben könnte. Dies setzt aber voraus, dass diese Eintragung von Albert selbst stammt, und nicht von einem späteren Bearbeiter. Der Äbtekatalog verzeichnet mit dem 9. Februar lediglich seinen Todestag ohne Nennung des Jahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Annales Stadenses ==&lt;br /&gt;
Bedeutsam ist Abt Albert vor allem durch seine 1204 begonnene [[Weltchronik]] &amp;#039;&amp;#039;Annales Stadenses&amp;#039;&amp;#039;, die bis in das Jahr 1256 reicht. Die Arbeit ist zwar weitgehend eine [[Kompilation (Literatur)|Kompilation]] ohne inneren Zusammenhang, doch gewinnt sie ihren Wert durch die Benutzung von Quellen, die heute verloren gegangen sind. Die eigenständigen Berichte sind von besonderem Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Werk gibt es einen spielerischen Dialog zwischen zwei Klosterbrüdern über eine Reise nach [[Rom]]. In dem Dialog beschreibt Abt Albert seine Reise nach Rom in einer sehr genauen und ausführlichen Form, die wahrscheinlich als Wegweiser für damalige Wanderer gedacht war. Der Hinweg führte ihn über [[Bremen]], [[Münster]], [[Maastricht]], [[Maubeuge]], [[Reims]], [[Troyes]], [[Chalon-sur-Saône|Chalon]], [[Lyon]], [[Chambéry]], [[Susa (Piemont)|Susa]], [[Turin]], [[Piacenza]], [[Bologna]], [[Florenz]] und [[Siena]] nach Rom. Auf dem Rückweg nach Stade folgte er der &amp;#039;&amp;#039;[[Via Romea]]&amp;#039;&amp;#039; über die Orte [[Arezzo]], [[Meldola (Emilia-Romagna)|Meldola]], [[Padua]], [[Trient]], [[Bozen]], [[Brixen]], [[Sterzing]], [[Matrei am Brenner|Matrei]], [[Innsbruck]], [[Zirl]], [[Mittenwald]], [[Partenkirchen]], [[Oberammergau]], [[Schongau]], [[Igling]], [[Augsburg]], [[Donauwörth]], [[Marktoffingen]], [[Dinkelsbühl]], [[Rothenburg ob der Tauber|Rothenburg]], [[Aub]], [[Ochsenfurt]], [[Würzburg]], [[Schweinfurt]], [[Münnerstadt]], [[Bad Neustadt an der Saale]], [[Meiningen]], [[Schmalkalden]], [[Gotha]], [[Bad Langensalza]],  [[Nordhausen]], [[Stadt Hasselfelde|Hasselfelde]], [[Wernigerode]], [[Stadt Hornburg|Hornburg]], [[Braunschweig]], [[Rietze]] und [[Celle]], dem direkten Pilgerweg von Rom zurück nach Stade.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00000943/image_346 &amp;#039;&amp;#039;Annales Stadenses&amp;#039;&amp;#039;], S. 335–340.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Werk findet sich die erste gesicherte Erwähnung einer Straße durch die [[Schöllenen]]schlucht und damit einer Passage des [[Gotthardpass]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eintrag zum Jahr 1152 sind einige mathematische [[Denksport]]aufgaben eingefügt, darunter auch die erste schriftliche Erwähnung eines [[Umfüllrätsel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Annales Stadenses&amp;#039;&amp;#039; (Edition: [[Monumenta Germaniae Historica]] Scriptores (in Folio) XVI; [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00000943/images/index.html?seite=281 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Troilus&amp;#039;&amp;#039;, Versepos über den [[Trojanischer Krieg| Trojanischen Krieg]] (5314 Verse)&lt;br /&gt;
** Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Troilus / Albert von Stade. Mit Quellenapparat kritisch hrsg. von [[Thomas Gärtner]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spolia Berolinensia.&amp;#039;&amp;#039; Band 27). Weidmann, Hildesheim 2007, ISBN 978-3-615-00337-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd Ulrich Hucker]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum.&amp;#039;&amp;#039; Diss., Münster 1978, S. 337.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Bohmbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Stader Stadtlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Stade 1994&lt;br /&gt;
* Gerda Maeck: &amp;#039;&amp;#039;Die Weltchronik des Albert von Stade. Ein Zeitzeugnis des Mittelalters. Studien zur Geschichtsschreibung Alberts von Stade&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Lehrte / Book on Demand, Norderstedt 2001, ISBN 3-8311-1687-3&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor =W. Oechsli&lt;br /&gt;
 | Titel =Die Anfänge der Schweizerischen Eidgenossenschaft&lt;br /&gt;
 | TitelErg= Zur Sechsten Säkularfeier des Ewigen Bundes vom 1. August 1291&lt;br /&gt;
 | Verlag= Ulrich &amp;amp; Co im Berichthaus&lt;br /&gt;
 | Ort = Zürich&lt;br /&gt;
 | Jahr = 1891&lt;br /&gt;
 | Seiten= 222f&lt;br /&gt;
 | Online = [http://www.archive.org/stream/dieanfngedersch00oechgoog#page/n6/mode/1up Volltext]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|1|209|209|Albert von Stade|[[Wilhelm Wattenbach]]|ADB:Albert von Stade}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630031155/http://www.bautz.de/bbkl/a/albert_v_st.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Albert von Stade|band=1|spalte=84}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|136||Albert von Stade|Helmut Plechl|118844644}}&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Albert von Stade|1|18|18|[[Gerhard Theuerkauf]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118844644}}&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|118844644}}&lt;br /&gt;
* [https://ruprecht.art.blog/2018/04/03/moench-auf-reisen/ Uwe Ruprecht: Mönch auf Reisen] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118844644|LCCN=n/90/627004|VIAF=64804829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Albert #Stade}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minorit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stade)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Rompilger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1264]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministeriale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Albert von Stade&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Prior des Marienklosters zu Stade und späterer Abt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 1187&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Februar 1264&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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