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	<title>Albert Reimann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Albert_Reimann&amp;diff=1197938&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (Apostroph ≠  Accent aigu ≠ Prime)</title>
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		<updated>2026-04-26T12:50:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (&lt;a href=&quot;/index.php/Apostroph&quot; title=&quot;Apostroph&quot;&gt;Apostroph&lt;/a&gt; ≠  &lt;a href=&quot;/index.php/Akut&quot; title=&quot;Akut&quot;&gt;Accent aigu&lt;/a&gt; ≠ &lt;a href=&quot;/index.php/Prime_(Typografie)&quot; title=&quot;Prime (Typografie)&quot;&gt;Prime&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Künstler. Für den Unternehmer siehe [[Albert Reimann (Unternehmer)]], für den Chemiker siehe [[Albert Reimann (Chemiker)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albert Reimann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. November]] [[1874]] in [[Gniezno|Gnesen]]; † [[5. Juni]] [[1976]] in [[London]])&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Exner: &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Handwerk – Zum Tode von Albert Reimann&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 9336, Berlin 12. Juni 1976&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902 – 1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Bildhauer]], [[Kunsthandwerk]]er und Kunst[[erzieher]]. Er gründete die [[Schule Reimann]] in [[Berlin]], die er von 1902 bis 1935 leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Albert Reimann zog in jungen Jahren mit seinen Eltern aus der preußischen [[Provinz Posen]] nach Berlin und absolvierte dort das Gymnasium. Wenn er seinen Großvater in [[Potsdam]] besuchte, konnte ihn nichts davon abhalten, mit seinem Zeichenblock in den Park von [[Schloß Sanssouci]] zu gehen und die [[Skulptur]]en zu skizzieren. Auf keinen Fall wollte er Kaufmann wie sein Vater werden – schöpferisch tätig wollte er sein. Deshalb lernte er erst einmal in einer Möbelfabrik Holzschnitzerei und studierte anschließend an der &amp;#039;&amp;#039;[[Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin|Unterrichtsanstalt des königlichen Kunstgewerbemuseums]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1897 fand er bei einem Kieler [[Möbelbau|Kunsttischler]] eine Anstellung. Danach fertigte er bei der Firma [[Bembé (Unternehmen)|Bembé]] in [[Mainz]] Abbildungen deutscher Städte und Komponisten in einer Art [[Papiermaché]] für die Ausgestaltung der Wände des großen Gesellschafts- und des Musiksaales des Übersee-[[Dampfschiff]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Kaiser Wilhelm der Große (Schiff, 1897)|Kaiser Wilhelm der Große]]&amp;#039;&amp;#039;. 1898 eröffnete Reimann in [[Berlin-Kreuzberg]] sein eigenes Atelier. Den überladenen Prunkstil der [[Gründerzeit]] ablehnend, entwarf und fertigte er hier kleinplastische Gegenstände im [[Jugendstil]].&amp;lt;ref&amp;gt;A. Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1966, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit seiner Frau Klara, geb. Angrèss, führte er zunächst Sonntags-Kurse für Schüler im Malen und freien Modellieren durch, Ostern 1902 eröffneten sie die &amp;#039;&amp;#039;Schülerwerkstätten für Kleinplastik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;amp;set%5Bimage%5D=13&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27112366-19020221-0-0-0-0.xml &amp;#039;&amp;#039;Schülerwerkstätten für Kleinplastik&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Vossische Zeitung|Königlich privilegierte Berlinische Zeitung]], 21. Februar 1902.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später entwickelte Reimann den dann überall käuflichen &amp;#039;&amp;#039;Modellierkasten der Schule Reimann&amp;#039;&amp;#039;, 1906 erhielt er für die Verdienste in der Arbeit mit Kindern die &amp;#039;&amp;#039;Goldene Medaille der Stadt Berlin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1901 und 1906 entwarf er rund 50 Objekte mit unterschiedlichen Dekoren für die Metallwarenfabrik Gerhardi &amp;amp; Co. im westfälischen [[Lüdenscheid]]. Neben [[Peter Behrens]], [[Albin Müller]] und [[Joseph Maria Olbrich]] war er damit einer der wichtigsten und quantitativ der bedeutendste Künstler des [[Lüdenscheider Impuls 1901-1906]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr zur gleichen Zeit ließ sich Reimann den von ihm entwickelten [[Batik]]-Stift patentieren, ein mit Wachs gefüllter Metallgriffel. Über einer Spiritusflamme erwärmt, konnte das flüssige Wachs zum Malen durch Druck auf ein Ventil ausströmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unterricht im Zeichnen, Modellieren, Holzschnitzen, Metalltreiben und Entwerfen kunstgewerblicher Gegenstände wollte er vor allem geeignete Mitarbeiter für sein Atelier ausbilden. Die steigenden Schülerzahlen veranlassten ihn, mit seiner Schule 1903 an den Berliner Stadtrand nach [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] an die Ecke Landshuter Straße 38/Ecke Hohenstaufenstraße in unmittelbare Nähe der Lehranstalt des [[Lette-Verein]]s&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: [http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/lebensstationen/1_110c.htm &amp;#039;&amp;#039;Krankenpflege am Krankenbett, eine Unterrichtseinheit des Lette-Vereins&amp;#039;&amp;#039;] Deutsches Historisches Museum, abgerufen am 16. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; umzuziehen. In den Folgejahren erweiterte Reimann das Lehrangebot ständig. 1931 ließ er das Schulgebäude nach den Plänen des Architekten [[Leo Nachtlicht]] für 250.000 [[Reichsmark]] aufwändig modernisieren und erweitern, so dass er jetzt auch eine Fotografie-Abteilung in seinem Ausbildungsinstitut unterbringen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902-1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2009, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Schulbehörden der Stadt Berlin und der Vorstadt Schöneberg den [[Werkunterricht]] einführten, erhielten die Lehrer in seinen Schülerwerkstätten dazu die praktische und ästhetisch künstlerische Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Reimann im [[NS-Staat|nationalsozialistischen Deutschland]] keinen [[Ariernachweis]] erbringen konnte, wurde er nicht in die neu gebildete &amp;#039;&amp;#039;Fachkammer der bildenden Künste&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen ([[Reichskulturkammer]]-Gesetz). Das bedeutete, dass er als Künstler nicht mehr tätig sein durfte. Seine Funktion als Schulleiter konnte er aber weiterhin wahrnehmen, denn das [[Berufsbeamtengesetz]], durch das jüdische Lehrer aus dem Dienst entlassen wurden, war auf die Privatschule Reimanns nicht anwendbar. 1934 musste er die Herausgabe seiner Schulzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Farbe und Form&amp;#039;&amp;#039; auf Grund des [[Schriftleitergesetz]]es einstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Wingler: &amp;#039;&amp;#039;Kunstschulreform 1900–1933&amp;#039;&amp;#039;. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1977, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902–1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 458.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 beugte sich Reimann dem vielfältigen Geflecht aus diskriminierenden Gesetzen und Verordnungen und schloss mit dem Architekten [[Hugo Häring]] einen [[Mietkauf]]vertrag über seine Schule ab.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902–1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 461 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vereinbarten monatlichen Zahlungen von Häring an Reimann wurden vom Finanzamt Berlin-Schöneberg sofort wieder gepfändet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht]] hat Reimann in Berlin noch miterlebt. In der [[Reichskristallnacht]] wurde die Glasfront der ihm bis dahin noch gehörenden Verkaufsstelle für Künstlerbedarf im Erdgeschoss der Schule zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902– 943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 470.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Bericht darüber wurde im [[Leo Baeck Institut]] hinterlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902-1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2009, S. 500 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch vor Jahresende [[Emigration|emigrierte]] er nach London, wo sein Sohn Heinz bereits Anfang Januar 1937 die &amp;#039;&amp;#039;[[Reimann School and Studios]]&amp;#039;&amp;#039; eröffnet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902–1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 57; vgl. dazu insbesondere S. Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902-1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2009, S. 323–354.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die innovativen Lehrkonzepte der Londoner Reimann School wurden in England begeistert aufgenommen und hatten großen Einfluss auf die dortigen Kunst- und Design-Ausbildungsstätten.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902-1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2009, S. 324 f., 331 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Londoner Reimann School wurde 1944 durch Bombenangriffe zerstört, wie auch zuvor im November 1943 die Schule Reimann in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902–1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 515.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Reimann vorübergehend nach [[Leeds]] und dann wieder nach London. 1958 erhielt er [[Bundesverdienstkreuz|das Bundesverdienstkreuz]] Erster Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* im &amp;#039;&amp;#039;Verein Berliner Bildhauer&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1901 im Vorstand in der neu gegründeten Vereinigung &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst im Leben des Kindes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* im &amp;#039;&amp;#039;Verein für Deutsches Kunstgewerbe zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* im [[Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbund]]&lt;br /&gt;
* im &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftlichen Verband Bildender Künstler zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in der AJR (Association of Jewish Refugees in Great Britain)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ajr.org.uk/ Zum AJR], abgerufen am 16. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1932 Gründungsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst Berlin&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902-1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2009, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Albert Reimann beabsichtigte, auf das künstlerische Empfinden der Produzenten und der Käufer in der aufstrebenden Industriegesellschaft Einfluss zu nehmen. Er wollte eine künstlerische Kultur verbreiten für jedermann, von Jugend auf und beginnend vom kleinsten Gegenstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Reimann: In: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Zeitgenossen Wer ist’s?&amp;#039;&amp;#039; Hermann A.L. Degener (Hrsg.), 4. Ausgabe. Verlag H.A. Ludwig Degener, Leipzig 1912, S. 1275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei suchte er nach einfachen Formen auf den verschiedensten Gebieten der Gebrauchskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner vorwiegend formgebend ausgerichteten Schaffensperiode widmete sich Reimann der Kunsterziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erkannte frühzeitig die Notwendigkeit einer neuen künstlerischen Ausdrucksweise, die &amp;#039;&amp;#039;Jugendstil&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Sachlichkeit (Kunst)|Neue Sachlichkeit]]&amp;#039;&amp;#039; genannt wurden. Die von ihm entworfenen Gebrauchsgegenstände waren funktionsgerecht und zweckbetont gestaltet. Dies erforderte Einfachheit in der Materialverwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Kleinplastik, nach Originalentwürfen und Modellen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin und New York 1903, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es waren Auftragsarbeiten, die teilweise in industrielle Serienfertigung gingen ([[Gerhardi Alutechnik|Gerhardi &amp;amp; Cie]] in [[Lüdenscheid]], [[Hermann Gladenbeck|Gladenbecksche Erzgießerei]] AG in [[Berlin-Friedrichshagen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: [https://books.google.de/books?id=JUeP-Ft859EC&amp;amp;pg=RA4-PA3&amp;amp;dq=A.+Reimann+Gehardi+Cie&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjMgbnsne38AhXghf0HHY2jDMMQ6AF6BAgBEAI#v=onepage&amp;amp;q=A.%20Reimann%20Gehardi%20Cie&amp;amp;f=false zweiarmiger Kerzenleuchter aus Edelzinn, Entwurf A.Reimann], abgerufen am 29. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie trafen den Käufergeschmack und wurden u.&amp;amp;nbsp;a. auch im [[Wertheim-Konzern#Wertheim-Warenhäuser|Warenhaus Wertheim in Berlin]] erfolgreich vertrieben. Reimann kann deshalb als ein erster Formgestalter bezeichnet werden. Daraus entwickelte sich später der Beruf eines [[Industriedesigner]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902 – 1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 22ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen künstlerischen und kommerziellen Erfahrungen aufbauend gründete Reimann eine Privatschule. Freie und [[angewandte Kunst]] sollten für ihn eine Einheit bilden. Die maschinelle Herstellung der Waren erkannte er als unabdingbar an. Der Zweck des hergestellten Gebrauchsgegenstandes sollte seine Form bestimmen. Sachlichkeit war ein Ausdruck für Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild von [[Berthold Otto]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor= |url=https://berthold-otto-schule.de/ |titel= Berthold-Otto-Schule |werk=berthold-otto-schule.de |datum=2011-06-05 |abruf=2023-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; überließ Reimann seinen Schülern die Gestaltung ihres persönlichen Lehrplans weitestgehend selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1966, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eingehender Beratung, die die persönliche Begabung des Schülers berücksichtigte, sollte dieser selbst herausfinden, welche Kunstfertigkeiten ihm am meisten lagen und wie viel Kurse und Stunden er belegen wollte, um sein gestecktes Ziel zu erreichen. Reimann versprach sich von dieser Art der Selbstmotivation hohe schöpferische Leistungen in kurzer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Grundsätzen folgend entwickelte sich gemessen an der Schülerzahl die &amp;#039;&amp;#039;Schule Reimann&amp;#039;&amp;#039; innerhalb von drei Jahrzehnten zur größten privaten Kunst- und [[Kunstgewerbeschule]] in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902–1943)&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1993, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tilmann Buddensieg: &amp;#039;&amp;#039;Berlin 1900–1933, architecture and design / Architektur und Design.&amp;#039;&amp;#039; Katalog Cooper-Hewitt Museum. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1987, ISBN 0-910503-55-9.&lt;br /&gt;
* Swantje Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902-1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime.&amp;#039;&amp;#039; Aachen 2009, ISBN 978-3-86858-475-2.&lt;br /&gt;
* Albert Reimann: In: &amp;#039;&amp;#039;Degeners Wer ist’s?&amp;#039;&amp;#039; Hermann A. L. Degener (Hrsg.), 10. Ausgabe. Verlag H. A. Ludwig Degener, Berlin 1935, S. 1277.&lt;br /&gt;
* Albert Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; (= Schriften zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte, Bd. 8.) Verlag Bruno Hessling, Berlin 1966.&lt;br /&gt;
* Albert Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Kleinplastik, nach Originalentwürfen und Modellen von Bildhauer Albert Reimann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bruno Hessling, Berlin und New York 1903.&lt;br /&gt;
* [[Herbert A. Strauss]], [[Werner Röder]] (Gesamtltg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Institut für Zeitgeschichte, München und Research Foundation for Jewish Immigration, Inc., New York. Vol. II, Part 2: L–Z, The Arts, Sciences and Literature, Verlag K. G. Saur, München 1983, S. 954.&lt;br /&gt;
* Swantje Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London (1902–1943) – unter besonderer Berücksichtigung von Mode- und Textilentwurf.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Philosophische Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität, Bonn 1993.&lt;br /&gt;
* Hans M. Wingler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kunstschulreform 1900–1933.&amp;#039;&amp;#039; Dargestellt vom Bauhaus-Archiv Berlin an den Beispielen Bauhaus: Weimar, Dessau, Berlin – Kunstschule Debschitz: München – Frankfurter Kunstschule – Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau – Reimann-Schule Berlin, Schriftenreihe: Gebr. Mann-Studio-Reihe. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1977, ISBN 3-7861-1191-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor= |url=https://www.medaillenkunst.de/index.php?person_id=885 |titel=Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.V. |werk=medaillenkunst.de |datum= |abruf=2023-08-07}} Kurzportrait auf [http://www.medaillenkunst.de/ Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.V.] Abgerufen am 20. März 2018. &lt;br /&gt;
* Die [[Sammlung Luftfahrt.Industrie.Westfalen]] verzeichnet in ihrem Bestand zahlreiche Metallobjekten des [[Lüdenscheider Impuls 1901-1906]] von [https://nat.museum-digital.de/objects?persinst_id=198014 Albert Reimann (1874-1976) für die Lüdenscheider Metallwarenfabrik Gerhardi &amp;amp; Co.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143653938|VIAF=32270299}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reimann, Albert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reimann, Albert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer, Kunsthandwerker und Kunsterzieher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. November 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gnesen]], [[Kreis Gnesen]], [[Königreich Preußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juni 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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