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	<title>Albert Niethammer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Albert_Niethammer&amp;diff=1684209&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anvilaquarius: /* Literatur */  + Link</title>
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		<updated>2026-02-21T12:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt;  + Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porträt Albert Niethammer von Franz von Lenbach.jpg|mini|Albert Niethammer porträtiert von [[Franz von Lenbach]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Albert Julius Niethammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. September]] [[1833]] in [[Oppenweiler|Reichenberg]]; † [[17. April]] [[1908]] in [[Kriebstein]]) war ein deutscher Unternehmer und [[Nationalliberalismus|nationalliberaler]] [[Politiker]]. Er war Gründer und Betreiber der Papierfabrik &amp;#039;&amp;#039;[[Kübler &amp;amp; Niethammer]]&amp;#039;&amp;#039; bei Kriebstein. Niethammer war Abgeordneter im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] und in der II.&amp;amp;nbsp;Kammer des [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Sächsischen Landtags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken als Unternehmer ===&lt;br /&gt;
Der Sohn des [[Königreich Württemberg|königlich württembergischen]] [[Oberförster|Forstmeisters]] Franz Ferdinand Niethammer (1804–1876) und seiner Ehefrau Wilhelmine geb. Ortallo besuchte von 1847 bis 1849 das Evangelische Seminar in [[Maulbronn]]. Ein Studium der Theologie, das aufgrund der Verwandtschaft zu dem Theologen und Philosophen [[Friedrich Immanuel Niethammer]] naheliegend war, trat er nicht an. Stattdessen absolvierte er von 1850 bis 1856 eine kaufmännische und technische Ausbildung in der Papierfabrik &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Völters Söhne&amp;#039;&amp;#039; in [[Heidenheim]]. Gemeinsam mit seinem Schwager Friedrich Kübler (1833–1865) pachtete er 1856 mit einem erborgten Kapital von 10.000 Talern eine Öl-, Graupen-, Säge- und Papiermühle im sächsischen Kriebstein. Sie firmierten unter &amp;#039;&amp;#039;Kübler &amp;amp; Niethammer&amp;#039;&amp;#039;. 1860/1861 bauten sie die erste für den selbständigen Verkauf von [[Holzmasse]] bestimmte Holzmassefabrik der Welt in [[Georgenthal (Johanngeorgenstadt)|Georgenthal]] bei [[Johanngeorgenstadt]] auf und führten damit den 1845 erfundenen [[Holzschliff]] in eine fabrikmäßige Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 wurden das Pachtverhältnis in Kriebstein aufgehoben und die dortige Papierfabrik von der Firma &amp;#039;&amp;#039;Kübler &amp;amp; Niethammer&amp;#039;&amp;#039; erworben. 1883 errichteten sie eine weitere Holzschleiferei in [[Albertsthal (Johanngeorgenstadt)|Albertsthal]] bei Johanngeorgenstadt und kurze Zeit später die Zellulosefabrik [[Gröditz]] bei Riesa. Parallel dazu wurden die Fabrikanlagen in Kriebstein ständig erweitert und ausgebaut. In den 1880er Jahren bestanden nach massiven Erweiterungen des Unternehmens zehn Betriebe mit etwa 1.000 Angestellten. Die Produktion belief sich 1856 auf 141622&amp;amp;nbsp;kg Papier, 1906 wurde eine Jahresproduktion von 25.316 Tonnen erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niethammer war Mitglied der Handelskammer Chemnitz. Ab 1896 war er Vorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;Vereins Deutscher Papierfabrikanten&amp;#039;&amp;#039; und ab 1902 Ehrenmitglied des &amp;#039;&amp;#039;Vereins Deutscher Holzstoff-Fabrikanten&amp;#039;&amp;#039;. 1895 bis 1906 war er Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Papiermacher-[[Berufsgenossenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die industrielle und verkehrsmäßige Erschließung des [[Zschopau (Fluss)|Zschopautals]] erwarb sich Niethammer große Verdienste. Auch um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen seiner Arbeiter war er bemüht. So setzte er sich für die Sonntagsruhe ein und gründete er Fabriksparkasse für seine Angestellten. 1873 wurde auf seine Anregung hin ein [[Konsumgenossenschaft|Konsumverein]] begründet, 1879 ein kostenloser Betriebskindergarten. 1884 wurde eine [[Betriebskrankenkasse (Deutschland)|Betriebskrankenkasse]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma &amp;#039;&amp;#039;Kübler &amp;amp; Niethammer&amp;#039;&amp;#039; wurde von seinen Söhnen [[Albert Niethammer junior|Albert junior]] und [[Konrad Niethammer|Konrad]] fortgeführt. Letzterer war von 1908 bis 1918 ebenfalls Abgeordneter des Sächsischen Landtags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches Engagement ===&lt;br /&gt;
Niethammer war einer der führenden nationalliberalen Politiker in Sachsen. 1871 bis 1881 und erneut 1896 bis 1901 war er Mitglied der sächsischen evangelischen Landessynode. In einer Nachwahl erlangte er 1879 im 31. ländlichen Wahlkreis ein Mandat für die II.&amp;amp;nbsp;Kammer des [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Sächsischen Landtags]]. Von 1883 an vertrat er den 9. städtischen Wahlkreis. 1905 legte er sein Mandat („ganz abgesehen von sachlichen Gründen“) aufgrund seines Gesundheitszustands nieder. Er war von 1887 bis 1900 Vorsitzender der nationalliberalen Landtagsfraktion und gehörte dem Vorstand des Nationalliberalen Landesvereins, dem er 1888 bis 1896 vorstand, an. Auch dem Zentralvorstand der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] gehörte er an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1881 bis 1908 gehörte er als außerordentliches Mitglied der Technischen Deputation des sächsischen Innenministeriums an, zwischen 1890 und 1896 war er in dieser stellvertretendes Mitglied. 1896 war er Mitglied des Eisenbahnrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1884 war er als Vertreter des 22. sächsischen Wahlkreises und von 1887 bis 1890 als Vertreter des [[Reichstagswahlkreis Königreich Sachsen 10|10. sächsischen Wahlkreises]] nationalliberaler [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstagsabgeordneter]]. Dort unterstützte er die Politik [[Bismarck]]s und war einer der führenden Vertreter des &amp;#039;&amp;#039;Kartells&amp;#039;&amp;#039; zwischen den Konservativen und den Nationalliberalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Niethammer wurde 1883 zum [[Kommerzienrat]], 1890 zum [[Geheimer Kommerzienrat|Geheimen Kommerzienrat]] ernannt, 1905 wurde ihm von der [[Technische Universität Dresden|Technischen Hochschule Dresden]] die [[Ehrendoktor]]würde (als Dr.-Ing. E. h.) verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Technische Universität Dresden| url=https://tu-dresden.de/die_tu_dresden/zentrale_einrichtungen/ua/navpoints/archiv/doku/ehrendok#N| titel=Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden| zugriff=2015-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1895 wurde er zum Ritter I. Klasse des königlich [[Zivilverdienstorden (Sachsen)|sächsischen Verdienstordens]] ernannt. 1897 verlieh ihm die Stadt [[Waldheim]] die [[Ehrenbürger]]würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke == &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Volk und der Sonntag. Zwei Vorträge des Oberconsistorialraths Dr. Kögel und des Fabrikanten Niethammer auf dem XVII. Congress für innere Mission in Dresden nebst der von dem Congresse gefaßten Resolution&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wichtigste aus dem Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung, zusammengestellt für die Arbeiter der Firma Kübler &amp;amp; Niethammer in Kriebstein, Kriebethal, Georgenthal und Albertsthal bei Johanngeorgenstadt, Meinsberg, Wöllsdorf, Gröditz, Waldheim (Sachsen)&amp;#039;&amp;#039; 1890.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110417202738/http://www.bautz.de/bbkl/n/niethammer_l_a_j.shtml |band=29|spalten=988-992|autor=Peter Erli|artikel=NIETHAMMER, Ludwig Albert Julius}}&lt;br /&gt;
* Elvira Döscher, [[Wolfgang Schröder (Historiker)|Wolfgang Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Parlamentarier 1869–1918. Die Abgeordneten der II. Kammer des Königreichs Sachsen im Spiegel historischer Photographien. Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Droste, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-5236-6, S.&amp;amp;nbsp;433–434.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|243|245|Niethammer, Ludwig Albert Julius|Petra Listewnik|131910450}}&lt;br /&gt;
* [[Josef Matzerath]]: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952.&amp;#039;&amp;#039; Sächsischer Landtag, Dresden 2001, {{DNB|964520273}}, S.&amp;amp;nbsp;117.&lt;br /&gt;
* Michael Rudloff, Karsten Sichel, Veronique Töpel, Siegrid Weber (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Findbuch zum Bestand U47. Kübler &amp;amp; Niethammer Papierfabrik Kriebstein 1823 - 1948&amp;#039;&amp;#039;, Sächsisches Wirtschaftsarchiv, Sax-Verlag Beucha Markkleeberg 2009.&lt;br /&gt;
* Michael Rudloff: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmenskultur und Sozialpolitik am Beispiel der Kriebsteiner Papierfabrik Kübler &amp;amp; Niethammer&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Rudolf Boch]], Petra Listewnik, Eva Pietsch, Michael Schäfer (Hrsg.): Unternehmensgeschichte heute: Theorieangebote, Quellen, Forschungstrends, Leipzig 2005, S. 229–244.&lt;br /&gt;
* Michael Rudloff: &amp;#039;&amp;#039;Wegbereiter des Holzschliffs. Die Papierfabrik Kübler &amp;amp; Niethammer: Von der Mühle über den Großbetrieb zum Nischenanbieter&amp;#039;&amp;#039;. In: „Industrie-Kultur“. Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte, Ausgabe 1 / 2005 (Papier und Pappe) S. 8 – 9.&lt;br /&gt;
* Swen Steinberg: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmenskultur im Industriedorf. Die Papierfabriken Kübler &amp;amp; Niethammer in Sachsen (1856–1956)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 52). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2015, ISBN 3-86583-746-8, S.&amp;amp;nbsp;77–104 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-997432 Volltext])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.kriebethal.de Der Ort Kriebethal und die Firma Kübler &amp;amp; Niethammer in Kriebethal]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|131910450}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Albert Niethammer|1750}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=131910450|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.k-n-paper.de/ Kübler &amp;amp; Niehammer Papierfabrik Kriebstein AG]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131910450|VIAF=62694246}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Königreich Sachsen 10}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Niethammer, Albert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papierfabrikant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Johanngeorgenstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Kommerzienrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Waldheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter I. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1833]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Niethammer, Albert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Niethammer, Ludwig Albert Julius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Papierunternehmer und nationalliberaler Politiker, MdR, MdL (Königreich Sachsen)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1833&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oppenweiler|Reichenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1908&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kriebstein]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anvilaquarius</name></author>
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