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	<title>Albert Gobat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Robotje: /* Sachwalter des Friedens */</title>
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		<updated>2025-05-29T18:19:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sachwalter des Friedens&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Albert Gobat2.jpg|mini|hochkant|Albert Gobat]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Albert Gobat Unterschrift.png|mini|A. Gobats Unterschrift]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charles Albert Gobat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Mai]] [[1843]] in [[Tramelan]], [[Kanton Bern]]; † [[16. März]] [[1914]] in [[Bern]]) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] und [[Friedensnobelpreis]]träger (1902).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war protestantischer Pfarrer, sein Onkel [[Samuel Gobat]] [[Bistum Jerusalem|evangelischer Bischof von Jerusalem]] und sein Schwager war der Mediziner und Politiker [[Friedrich Abraham Stock]]. Er besuchte die Primarschule in Tramelan, die [[Evangelische Brüdergemeinde Korntal|Herrnhuter Internatsschule Korntal]] bei [[Stuttgart]] und das [[Progymnasium]] in [[La Neuveville]]. Danach absolvierte er das [[Gymnasium am Münsterplatz|Pädagogium]] in [[Basel]], wo er 1862 die Maturität ablegte. Von 1862 bis 1864 studierte er [[Rechtswissenschaften]], [[Geschichte]] und [[Literatur]] an der [[Universität Basel]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1864 an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] zum Doktor des Rechts. Er setzte seine Rechtsstudien in [[Paris]] fort. 1866 wurde er in Basel habilitiert. Ab 1867 war er in Bern in einem [[Anwaltsbüro]] tätig und erwarb dort auch das [[Fürsprecherpatent]]. 1867/68 lehrte er als Privatdozent französisches [[Zivilrecht]] an der [[Universität Bern]]. 1868 übernahm er das Anwaltsbüro von [[Édouard Carlin]] in [[Delsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Gobat startete seine politische Laufbahn 1882 als [[Freisinnig-Demokratische Partei|freisinniger]] [[Grosser Rat (Bern)|Grossrat]] des Kantons Bern. Von 1882 bis 1912 war er auch Mitglied des [[Regierungsrat (Bern)|Regierungsrats]], wobei er bis 1906 die Erziehungsdirektion und danach die Direktion des Inneren führte. Seine Hochschulpolitik und die Gymnasialreform verschafften ihm nicht nur Freunde, so vertrat und förderte er eine katholisch-theologische Fakultät, die in wissenschaftlicher Freiheit unabhängig vom päpstlichen Lehramt forschen sollte. Etwas weniger umstritten waren hingegen seine Verdienste um die Schulreform ([[Primarschule|Primarschulgesetz]] von 1849), die Reorganisation der Lehrerbildungsanstalten, die materielle Besserstellung der Lehrer und vor allem die Abschaffung der Prügelstrafe. In der Periode von 1886 bis 1887 war Gobat Vorsitzender der Kantonsregierung von Bern und wurde 1883 in den [[Verfassung]]srat gewählt. 1884 wählte ihn die Berner Regierung als [[Ständerat]] in das Schweizer [[Parlament]], nach den [[Schweizer Parlamentswahlen 1890|Parlamentswahlen 1890]] wechselte er in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]], wo er bis zu seinem Tod 1914 blieb. Er ist auf dem Berner [[Bremgartenfriedhof]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachwalter des Friedens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Albert Gobat (1913).jpg|mini|Charles Albert Gobat (1913)]]&lt;br /&gt;
1889 gehörte Gobat in Paris zu den Teilnehmern der Gründungsversammlung der [[Interparlamentarische Union|Interparlamentarischen Union]]. Deren Eintreten für den Frieden durch die Einsetzung von Schiedsgerichten in Fällen von internationalen Konflikten wurde für ihn zum Mittelpunkt seines öffentlichen Wirkens. Gobat organisierte die 4. Konferenz der Interparlamentarischen Union in Bern, 1892. Hier wurde ihm die Leitung des neu gegründeten Zentralbüros der Union übertragen. Diesen Posten bekleidete Gobat bis zu seinem Tod. Nach dem Tod von [[Élie Ducommun]] 1906 übernahm er auch die Leitung des Internationalen Friedensbüros, so wurde er zum einflussreichsten europäischen «Sachwalter des Friedens». Das Ständige Internationale Friedensbüro (&amp;#039;&amp;#039;[[Bureau International Permanent de la Paix]]&amp;#039;&amp;#039;) erhielt 1910 den Friedensnobelpreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Dezember 1902 erhielt Albert Gobat zusammen mit [[Élie Ducommun]] den [[Friedensnobelpreis]] für seine Tätigkeit in der Interparlamentarischen Union. Diese Auszeichnung spornte ihn an, sich noch intensiver für den Frieden einzusetzen. Gobat nutzte sein Renommee, das ihm dieser Preis verschaffte, und mischte sich in aktuelle Konflikte ein. Auf internationalen Kongressen kämpfte er vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] für die Schiedsgerichtsidee und die [[Abrüstung]]. Bei einem Empfang im [[Weißes Haus|Weissen Haus]] 1904 machte er bei Präsident [[Theodore Roosevelt]] einen entsprechenden Vorstoss. Besonders am Herzen lag ihm die Versöhnung zwischen [[Frankreich]] und dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]], wie seine erfolglosen Bemühungen um die Lösung der [[Elsass-Lothringen]]-Frage zeigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter [[Marguerite Gobat]] (1870–1937) unterstützte ihren Vater bei seinen Aufgaben, vor allem im Internationalen Friedensbüro. 1915 wurde sie berufen, die Leitung des Büros des [[Internationaler Frauenrat|Frauenweltbunds]] zur Förderung internationaler Eintracht in Genf zu übernehmen. Gleichzeitig war sie in der [[Women’s International League for Peace and Freedom|Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit]] aktiv. Sie stand auch der [[Suffragetten]]bewegung nahe. 1918 wandte sie sich der Bildung zu und begann zu unterrichten. 1928 eröffnete sie in Magglingen ein Heim für die Erziehung von Kindern jeglicher nationalen und sozialen Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschichtsmagazin «Passé simple»: Sondernummer zu Albert Gobat und Élie Ducommun, S. 15f ([https://www.sta.be.ch/content/dam/sta/dokumente/de/themen/rathaus/passe-simple-sondernr-gobat-2021.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kanton Bern ehrt Albert Gobat ==&lt;br /&gt;
2021 wurde im [[Rathaus (Bern)|Berner Rathaus]] ein Kunstwerk zu Ehren von Albert Gobat enthüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.be.ch/portal/de/index/mediencenter/medienmitteilungen.meldungNeu.html/portal/de/meldungen/mm/2021/08/20210823_1400_kanton_bern_ehrtalbertgobat |titel=Medienmitteilungen: Kanton Bern ehrt Albert Gobat |werk=be.ch |datum=2021-08-24 |abruf=2021-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Künstlerin Esther van der Bie hat den Kunst-am-Bau-Wettbewerb gewonnen. Ihr 100 cm × 554 cm grosses Auftragswerk mit dem Titel «Der Friedensprozess: Charles-Albert Gobat» überragt die Treppe, die von der Rathaushalle zum Grossratssaal führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La République de Berne et la France pendant les guerres de religion.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1891.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L’Histoire de la Suisse racontée au peuple.&amp;#039;&amp;#039; Neuenburg 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The International Parliament.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Independent]].&amp;#039;&amp;#039; 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Croquis et impressions d’Amérique.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Développement du Bureau international permanent de la paix.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Cauchemar de l’Europe.&amp;#039;&amp;#039; Strassburg 1911.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Albert Gobat: Mitglied des Schweizerischen Nationalrates, Direktor des Internationalen Friedensbureaus in Bern&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Heft 1. 1914. S. 48–63 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=bbg-001%3A1914%3A10#56 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Geschichtsmagazin «Passé simple»: Sondernummer zu Albert Gobat und Élie Ducommun ([https://www.be.ch/portal/de/index/mediencenter/medienmitteilungen.assetref/dam/documents/portal/Medienmitteilungen/de/2021/08-2/2021-08-24-sta-gobat-sondernummer_de.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* [[Hermann Böschenstein (Journalist)|Hermann Böschenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Albert Gobat – der unfriedliche Friedensförderer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Friedens-Nobelpreis von 1901 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Ed. Pacis, Zug 1987, S. 148–157.&lt;br /&gt;
* Helmut Mauermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Internationale Friedensbüro 1892 bis 1950.&amp;#039;&amp;#039; Silberburg, Stuttgart 1990, ISBN 3-925344-78-0.&lt;br /&gt;
* Timm Eugster: &amp;#039;&amp;#039;Der vergessene Friedenskämpfer.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.unibe.ch/e796/e800/e10902/e277579/e542996/files543014/up_161_s_36_eugster_ger.pdf In: Unipress 161/2014, S. 36–37.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Charles Albert Gobat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116694300}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|4505|Autor=Peter Stettler}}&lt;br /&gt;
* {{nobel-fr|1902|Charles Albert Gobat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Friedensnobelpreises}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116694300|LCCN=n90690865|VIAF=9835560}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gobat, Albert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständerat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedensnobelpreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Ständigen Internationalen Friedensbüros]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gobat, Albert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gobat, Charles Albert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker und Friedensnobelpreisträger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Mai 1843&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tramelan]], [[Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robotje</name></author>
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