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	<title>Albert Battel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Albert_Battel&amp;diff=1198081&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2026-04-18T12:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albert Battel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Januar]] [[1891]] in [[Prężynka|Klein Pramsen]], [[Landkreis Neustadt O.S.]], [[Provinz Schlesien]]; † [[17. März]] [[1952]] in [[Hattersheim am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Hattersheim/Main Nr. 7/1952.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Rechtsanwalt, [[Oberleutnant]] der [[Wehrmacht]] und [[Gerechter unter den Völkern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Albert Battel wuchs in einem katholischen Elternhaus auf, besuchte in Breslau das Gymnasium und legte dort auch die Reifeprüfung ab. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er Soldat. Er studierte in München und Breslau Nationalökonomie und Jura, [[Promotion (Doktor)|promovierte]] und arbeitete in seiner Geburtsstadt ab 1925 als Rechtsanwalt und Notar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Battel trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.942.711)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1610205&amp;lt;/ref&amp;gt; und übernahm Funktionen im [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund]]. Battel half im gleichen Jahr aber auch seinem jüdischen Schwager zur Flucht in die Schweiz. 1936 wurde ein Parteiverfahren gegen ihn angestrengt, da er Mitleid mit der Notlage eines Juden geäußert habe. Nach glaubhaften Angaben schützte er jüdische Berufskollegen und politisch Verfolgte; er soll sogar Klienten aus dem Konzentrationslager freibekommen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Oberleutnant Dr. Albert Battel&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039;, S. 194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Judenrettung von Przemyśl ==&lt;br /&gt;
Als 51-jähriger Reservist und Rechtsanwalt aus [[Breslau]] wurde Battel 1942 in [[Przemyśl]] in [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|Südpolen]] als [[Adjutant]] des örtlichen Militärkommandanten Major [[Max Liedtke (Journalist)|Max Liedtke]] stationiert. Als die [[Schutzstaffel|SS]] am 26. Juli 1942 das [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]] umstellte, um die erste groß angelegte „Evakuierung“ ([[Deportation]]) der [[Judenverfolgung in Przemyśl|Juden von Przemyśl]] vorzubereiten, flüchteten nachts einige Ghettoinsassen. Sie baten Battel um Schutz für sich und ihre Angehörigen. Battel konnte seinen Vorgesetzten Liedtke davon überzeugen, zumindest die Juden, die für die Wehrmacht arbeiteten, unter ihren Schutz zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin ließ Battel die einzige Brücke über den [[San (Fluss)|San]] versperren, die den Zugang zum [[Ghetto]] darstellte. Als das SS-Kommando gegen Mittag ankam, drohten Battels Männer ihnen mit Waffengewalt, sollten diese nicht von ihrem Vorhaben ablassen. Daraufhin zog das SS-Kommando unverrichteter Dinge wieder ab. Formal war Battels Handeln durch den verhängten Belagerungszustand gedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Battel gewährte 90 jüdischen Arbeitern mit ihren Angehörigen im Hof der Kommandantur Schutz. Am späten Nachmittag schickte er zwei Lastkraftwagen ins Ghetto und konnte in fünf Fahrten 240 Personen, etwa 100 seiner „Arbeitsjuden“ und deren Familien, aus dem Ghetto zur nahe gelegenen Kaserne holen. Dort wurden sie für etwa eine Woche in den Kellerräumen versteckt gehalten, während die SS das Ghetto „evakuierte“ und die Insassen in das [[Vernichtungslager Belzec]] deportierte. Insgesamt überlebten unter dem Schutz der Wehrmacht 500 Juden die Evakuierung der polnischen Stadt Przemysl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen der Tat ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Записка Гиммлера об Альберте Баттеле.jpg|mini|Schreiben Himmlers an Bormann, 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 1942]]&lt;br /&gt;
Albert Battel war schon früher wegen seines respektvollen und menschlichen Umgangs mit den Juden aufgefallen. Auch in Przemyśl galt er als ein engagierter Freund der Juden. Als seine Tat bekannt wurde, stellte die SS geheime Ermittlungen an, von denen Battel selbst nichts erfuhr. Auf Befehl [[Heinrich Himmler]]s hin sollte Battel nach Kriegsende aus der NSDAP entfernt und inhaftiert werden. Doch dazu kam es nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Battels Intervention für die „Wehrmachtsjuden“ konnte als logistische Notwendigkeit hingestellt werden. Nur Battel kam mit einer geringfügigen disziplinarischen Strafen davon: Stubenarrest, Rücknahme des Kriegsverdienstkreuzes und der Versetzung an einen anderen Einsatzort.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Oberleutnant Dr. Albert Battel&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039;, S. 199&amp;lt;/ref&amp;gt;, während Lietdke nach Russland strafversetzt wurde. Möglicherweise besteht ein ursächlicher Zusammenhang zu einem später erlassenen Befehl des [[Oberkommando des Heeres|Oberkommandos des Heeres]] vom 31. Oktober 1942, in dem Offizieren eine „kompromisslose Haltung“ gegenüber dem Judentum abverlangt wird; andernfalls sei ein Offizier untragbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Haase stellt heraus, dass eine Versetzung an die Front oder schärfere Sanktionen ausblieben. Vorgefundene situative Möglichkeiten, ein Gruppenzusammenhalt in der Wehrmacht wie auch biografische Dispositionen hätten zum erfolgreichen Rettungshandeln geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Wehrmachtzeit ==&lt;br /&gt;
1944 schied Battel aufgrund einer Herzkrankheit aus dem militärischen Dienst aus und ging zurück in seine Heimatstadt Breslau. Mit der Besetzung Deutschlands fiel Battel in [[UdSSR|sowjetische]] Gefangenschaft. Nach seiner Freilassung zog er nach [[Westdeutschland]]. Im [[Entnazifizierung]]sverfahren wurde ihm in einem konkreten Fall die Nutznießerschaft bei einer „[[Arisierung]]“ vorgeworfen. Auch soll er mit der Gestapo gedroht haben. Andere Zeugen belegten sein Eintreten für Verfolgte und die loyale rechtliche Vertretung jüdischer Geschäftsleute. Die widersprüchlichen Angaben vor der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] führten zur Einstufung als „Mitläufer“, so dass Battel seinen Anwaltsberuf nicht weiter ausüben durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Oberleutnant Dr. Albert Battel&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039;, S. 194/195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Battel starb 1952 im hessischen [[Hattersheim]] an einem [[Herzinfarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
Am 22. Januar 1981 wurde Battel in der israelischen Gedenkstätte [[Yad Vashem]] als ein [[Gerechter unter den Völkern]] verewigt. Sein Vorgesetzter, [[Max Liedtke (Journalist)|Max Liedtke]], wurde 1994 ebenfalls für die Judenrettung von Przemyśl in Yad Vashem geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/battel.html |titel=Albert Battel {{!}} Gerechten unter den Völkern |werk=Yad Vashem |sprache=de |archiv-url=http://web.archive.org/web/20250623160837/https://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/battel.html |archiv-datum=2025-06-23 |abruf=2025-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Albert Battels Tat wurde im dritten Teil der BBC-Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz&amp;#039;&amp;#039; rekonstruiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Oberleutnant Dr. Albert Battel und Major Max Liedtke – Konfrontation mit der SS im polnischen Przemyśl im Juli 1942.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfram Wette (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Retter in Uniform.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-15221-6, S. 181–208.&lt;br /&gt;
* Seev Goshen: &amp;#039;&amp;#039;Albert Battels Widerstand gegen die Judenvernichtung in Przemyśl.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]] (VfZ) 33, Heft 3, 1985, S. 478–488 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1985_3.pdf online]; PDF; 7,6&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Bernard Krouck |Titel=Les Justes de Przemyśl ou comment deux officiers de la Wehrmacht tentèrent d’enrayer la machine SS d’extermination (été 1942) |TitelErg=Die Gerechten von Przemyśl oder wie zwei Offiziere der Wehrmacht versuchten, die Vernichtungsmaschinerie der SS zu stoppen (Sommer 1942) |Sammelwerk=Témoigner |Nummer=132 |Datum=2021 |Sprache=fr |DOI=10.4000/temoigner.9946 |Seiten=120-134}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2006/46/A-Rettungswiderstand Erwähnung Battels]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123495466|VIAF=47670435}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Battel, Albert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Przemyśl)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Battel, Albert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt, Oberleutnant der deutschen Wehrmacht und Gerechter unter den Völkern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Januar 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prężynka|Klein Pramsen]], [[Landkreis Neustadt O.S.]], [[Provinz Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. März 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hattersheim am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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