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	<title>Albert Ayler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albert Ayler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Juli]] [[1936]] in [[Cleveland]], [[Ohio]]; † [[November]] [[1970]] in [[New York City]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Jazz]]musiker ([[Tenorsaxophon]], auch [[Altsaxophon|Alt-]] und [[Sopransaxophon]], gelegentlich [[Dudelsack]]) und [[Komponist]]. Er ist einer der  Wegbereiter des [[Free Jazz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Aus einer Musikerfamilie stammend – sein Bruder ist der [[Trompete]]r [[Don Ayler]] – hatte Albert Ayler sehr früh Zugang zum [[Jazz]]. Er lernte mit sieben Jahren [[Altsaxophon]] und spielte anfangs in der Band seines Vaters Edward; seine Ausbildung erhielt er an der &amp;#039;&amp;#039;Cleveland Academy of Music&amp;#039;&amp;#039;. Von 1952 bis 1960 reiste er mit [[Blues]]- und [[Rhythm and Blues|Rhythm-and-Blues]]-Bands – etwa mit [[Little Walter]] und [[Lloyd Price]] – durch die Vereinigten Staaten. Während seiner  Militärzeit, die er zunächst in Texas und dann ab 1959 in [[Paris]] verbrachte, jammte er mit [[Stanley Turrentine]] und bereits mit [[Lewis Worrell]] und [[Beaver Harris]], mit denen er später wieder zusammenarbeitete. Auch wechselte er in dieser Zeit zum [[Tenorsaxophon]]; in Paris trat er 1960/61 in Jazzclubs auf. 1961 lebte er einige Zeit in Kalifornien, bevor er 1962 in Skandinavien als Unterhaltungsmusiker tätig war und im [[Jazzhus Montmartre]] in Kopenhagen mit [[Dexter Gordon]], [[Don Byas]] und [[Don Cherry (Musiker)|Don Cherry]] und schließlich auch mit [[Cecil Taylor]]s Gruppe spielte, mit der er 1963 auch in [[New York City]] auftrat. In Skandinavien entstanden erste Aufnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Die später unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;First Recordings&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichten Aufnahmen wurden in Stockholm von den schwedischen Saxophonisten [[Bengt Nordström]] produziert und erschienen zuerst auf Nordströms eigenen &amp;#039;&amp;#039;Bird Notes&amp;#039;&amp;#039;-Label, später auf dem dänischen &amp;#039;&amp;#039;Sonet&amp;#039;&amp;#039;-Label. Eine weitere Dokumentation aus dieser frühen Schaffensphase, Aufnahmen einer Radiosession vom Januar 1963 in Dänemark, erschien unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;My Name is Albert Ayler&amp;#039;&amp;#039; auf dem dänischen Ableger des [[Debut Records|Debut]]-Labels, das [[Charles Mingus]] und [[Max Roach]] gegründet hatten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ayler ging mit Cherry, [[Gary Peacock]] und [[Sunny Murray]] im Herbst 1964 auf Europatournee, nachdem er sein erstes Studioalbum in New York aufgenommen hatte;&amp;lt;ref&amp;gt;die Aufnahmen entstanden im Februar 1964 und erschienen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Spirits&amp;#039;&amp;#039; wiederum bei &amp;#039;&amp;#039;Debut Records&amp;#039;&amp;#039; (später als &amp;#039;&amp;#039;Witches and Devils&amp;#039;&amp;#039; auf dem Label &amp;#039;&amp;#039;Freedom&amp;#039;&amp;#039;); beteiligt waren außer Henry Grimes und Sunny Murray der Bassist [[Earle Henderson]] und der Trompeter [[Norman Howard]], mit denen Ayler bereits in Cleveland zusammenarbeitete. Nach Meinung von Cook und Morton ist &amp;#039;&amp;#039;Witches and Devils&amp;#039;&amp;#039; Aylers eigentliches Debütalbum. Am selben Tag wurde in veränderter Besetzung auch das Gospel-Album &amp;#039;&amp;#039;Swing Low Sweet Spiritual&amp;#039;&amp;#039; eingespielt.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Juli 1964 entstand dann in Triobesetzung mit Sunny Murray und Gary Peacock sein essentielles Album &amp;#039;&amp;#039;[[Spiritual Unity]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Cook und Brian Morton bewerteten dieses Album mit der Höchstnote von vier Sternen (Plus Krone): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;[…] is one of the essential recordings of the new jazz and should be in every serious collection.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dem Trio stieß dann Don Cherry; 1965 gründete Ayler ein Quintett, dem auch sein Bruder Don beitrat. In wechselnden Besetzungen, zu denen Musiker wie [[Charles Tyler]], der Cellist [[Joel Freedman]] und der Bassist [[Henry Grimes]] gehörten, nahm Ayler eine Reihe von Alben für das neue Avantgardelabel [[ESP-Disk]] auf. In erweiterter Besetzung, so mit zwei Bassisten, trat er von 1965 bis 1967 in den großen Clubs des New Yorker Stadtteil [[Greenwich Village]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Album &amp;#039;&amp;#039;Live in Greenwich Village&amp;#039;&amp;#039; wurde in die Wireliste [[The Wire’s “100 Records That Set the World on Fire (While No One Was Listening)”]] aufgenommen. Eine spätere Edition seiner im [[Village Gate]], [[Village Vanguard]] und [[Village Theatre]], von März 1965 bis 1967 aufgenommenen Konzerte bewerteten Cook und Morton mit vier Sternen; sie halten sie für „essentielle Aufnahmen des Nachkriegs-Jazz“; sie beinhalten nach Meinung der Autoren die besten Aufnahmen des Musikers auf dem Altsaxophon (&amp;#039;&amp;#039;For [[John Coltrane]]&amp;#039;&amp;#039;) und dem Tenor, wie das apokalyptische &amp;#039;&amp;#039;Truth is Marching In&amp;#039;&amp;#039;. Sie heben auch die Rolle seines Bruders Don Ayler, hervor, der immer im Schatten von Albert stand und hier seine besten Auftritte hatte. Die Edition beinhaltet die bislang unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;In Greenwich Village&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;The Village Concerts&amp;#039;&amp;#039; erschienenen Alben, ergänzt um den Titel &amp;#039;&amp;#039;Holy Ghost&amp;#039;&amp;#039;, der zuvor nur auf der Impulse!-Kompilation &amp;#039;&amp;#039;The New Wave in Jazz&amp;#039;&amp;#039; erschienen war. Mitwirkende Musiker waren außer Don Ayler Henry Grimes, George Steele, Michel Samson, Joel Freedman, William Folwell, [[Alan Silva]], Beaver Harris und Sunny Murray.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spielte Ayler 1965 mit Don Cherry, [[John Tchicai]], [[Roswell Rudd]], Gary Peacock und Sunny Murray die Platte &amp;#039;&amp;#039;New York Eye and Ear Control&amp;#039;&amp;#039; ein, die als die erste Aufnahme einer – ohne Absprachen entstandenen – „Free Form“-Improvisation gilt. 1966 kam es zu einer Zusammenarbeit mit [[Ronald Shannon Jackson]], die auf Mitschnitten aus [[Slug’s Saloon]] dokumentiert ist. Im Jahr 1967 trat Ayler mit seinem Bruder Don, dem Geiger [[Michel Samson]], dem Bassisten [[Bill Folwell]] und dem Schlagzeuger Beaver Harris auf dem [[Newport Jazz Festival]] auf; mit dieser Besetzung war er im Vorjahr auch auf Europatournee, wo er auch auf den [[Jazzfest Berlin|Berliner Jazztagen]] auftrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen späteren Aufnahmen (1968, 1969) näherte er sich auf Drängen des Produzenten [[Bob Thiele]] kommerzielleren Formen an, insbesondere dem Rhythm and Blues seiner frühen Jahre, „ohne jedoch als Solist wesentliches aufzugeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;so M. Kunzler in seinem Urteil&amp;lt;/ref&amp;gt; Er holte beispielsweise den [[Canned Heat|Canned-Heat]]-Gitarristen [[Henry Vestine]] hinzu, ließ weitere Bläser einfache [[Riff (Musik)|Riffs]] spielen, ungewohnte Klangfarben ([[Spinett]], [[Dudelsack]], [[Jodeln|Jodelgesang]]) auftauchen und Sängerinnen Texte mit [[Hippie]]-Themen singen, aber auch das „‚Yeah, Yeah, Yeah!‘, das die [[Beatles]] von [[Ray Charles]] adaptiert haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philippe Carles]]/[[Jean-Louis Comolli]] &amp;#039;&amp;#039;Free Jazz – Black Power&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1974, S. 228. Die Autoren analysieren diese Veränderung in Aylers Musik wie folgt: „Zwischen die beiden Grundbegriffe seiner Musik (Verweise auf Weißes, Auflehnung des Schwarzen), die er dialektisch gegeneinander stellt und zum permanenten Widerspruch treibt […], schiebt er nun als vermittelndes Element Farben und Instrumentalkombinationen von westlichem Zuschnitt – damit aber die Widersprüche viel eher komplizierend als sie auflösend.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 fand Ayler in den Vereinigten Staaten kaum noch Arbeit. Er reiste im Juni 1970 mit neuer Besetzung erneut nach Europa, um in Frankreich zu spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ayler wurde begleitet von dem Pianisten [[Call Cobbs]], dem Bassisten [[Steve Tintweiss]], dem Schlagzeuger [[Allen Blairman]] sowie seiner Lebensgefährtin, der Sängerin [[Mary Maria Parks]]. Aufnahmen wurden unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Nuits de la Foundation [[Maeght]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht und werden in ihrer Qualität teilweise als „spektakulär“ gewertet (so Jeffrey Schwartz).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist unsicher, ob er danach noch einen Auftritt in New York (im August) hatte. Anfang November 1970 war Albert Ayler plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Am 25. November 1970 fand man seine Leiche im [[East River (New York)|East River]] von New York (Todesursache: Ertrinken). Es kamen Gerüchte um eine Exekution wegen Schulden bei Drogendealern auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cleveland.oh.us/wmv_news/jazz39.htm Martin Drexler, Artikel in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Jazz in Cleveland&amp;#039;&amp;#039;], berichtet dagegen von Aussagen aus Aylers Umfeld, wonach Ayler keine harten Drogen nahm, nur hin und wieder Marihuana.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aussagen seiner Lebensgefährtin Mary Parks beging er Suizid: Er warf sein Saxophon in den Fernseher, verließ die Wohnung, nahm die Fähre zur Freiheitsstatue, sprang aber kurz vor der Ankunft ins Wasser.&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Parks zum englischen Diskographen Mike Hames 1983. Motiv waren laut Parks Konflikte mit seiner Mutter um seinen Bruder Donald, mit dem er anfangs nach New York gegangen war, den er aber nicht mehr in seiner Band haben wollte und der Schwierigkeiten hatte, in New York zurechtzukommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seine Musik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A Tribute to Albert Ayler.jpg|mini|[[Roy Campbell|Roy Campbell jr.]] und das Projekt &amp;#039;&amp;#039;A Tribute to Albert Ayler&amp;#039;&amp;#039; rezitieren am Tag nach der Wahl [[Barack Obama]]s zum US-Präsidenten Aylers Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Music is the Healing Power of the Universe&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Aylers Sound war neu, ein Sound voller [[Multiphonics|Spaltklänge]], [[Oberton|Obertöne]] und modifizierter [[Rhythm and Blues|Rhythm-and-Blues]]-Techniken und [[New Orleans Jazz|New-Orleans-Jazz]]-Spielweisen. Zusammen mit anderen experimentellen Musikern erschloss er damit neue Klangwelten; er betonte in Interviews immer wieder die zentrale Bedeutung von [[Folksong]]s und [[Marschmusik]] für seine künstlerische Entwicklung und seine Kompositionen,&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Kunzler, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt; wie &amp;#039;&amp;#039;Bells&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ghosts&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Spirits&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Holy, Holy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Witches and Devils&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Holy Spirit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mothers&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Vibrations&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;The Truth Comes Marching In&amp;#039;&amp;#039;. Die Themen der Kompositionen klingen „in ihrer rhythmischen Einfachheit und mit ihrem diatonischen Material wie Bruchstücke aus euro-amerikanischer Trivialmusik.“&amp;lt;ref&amp;gt;Andre Asriel &amp;#039;&amp;#039;Jazz. Aspekte und Analysen&amp;#039;&amp;#039; Berlin (DDR) 1984, S. 352&amp;lt;/ref&amp;gt; Aylers Soli standen jedoch „zu seinen betont trivialen Themen in diametralem Gegensatz.“ Dabei entstanden „wilde, intensive Improvisationen, die die volkstümliche Naivität seiner Themen mit großer Schärfe negierten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;as215&amp;quot;&amp;gt;Asriel, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Kunzler]] zitiert den englischen Jazzmusiker [[Ronnie Scott]], dessen Urteil im &amp;#039;&amp;#039;[[Melody Maker]]&amp;#039;&amp;#039; die Ratlosigkeit vieler Kollegen und Zeitgenossen repräsentierte: „Nach den Maßstäben, die ich kenne, ist dies kein Jazz.“ Keine Figur des Free Jazz war so umstritten wie Ayler, dessen „hymnische, verkünderische Musik sich trotz Rückgriffs auf viele traditionelle Elemente am weitesten von dem zu entfernen schien, was für Tradition gehalten wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Kunzler, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joachim-Ernst Berendt]] schrieb zum Stil Albert Aylers: „&amp;#039;&amp;#039;We Play Peace&amp;#039;&amp;#039; war sein immer wieder ausgesprochenes Motto. Die freien Tenor-Ausbrüche von Ayler (der weitgehend unabhängig war von Coltrane, diesem sogar vorausgehend) fanden Geborgenheit in besonders eigenwilliger Weise; durch seinen Rückgriff auf Marsch- und Zirkusmusik der Jahrhundertwende, auf Volkstänze, [[Walzer (Musik)|Walzer]] und [[Polka]]s, aber auch auf die &amp;#039;&amp;#039;dirges&amp;#039;&amp;#039;, die Trauerstücke der &amp;#039;&amp;#039;funeral&amp;#039;&amp;#039;-[[Prozession]]en im alten [[New Orleans]].“ Berendt betont die Nähe Aylers zur volksmusikalischen Ungebundenheit des &amp;#039;&amp;#039;field cry&amp;#039;&amp;#039; und des archaischen [[Folk Blues]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Berendt/Huesmann, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritischer äußerte sich der Jazzkritiker [[Arrigo Polillo]]; angesichts „verzerrter Echos“ der diversen Folk-Elemente konstatiert er: „Aber hier fehlt die Freude ganz und gar. Die Heiterkeit wirkt vorgetäuscht in Form eines Trugbildes, das ein mechanisches Ballett zeigt, und wird von einem grausigen Zerrspiegel reflektiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Polillo, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztlich handelt es sich nach dem Urteil von [[Andre Asriel]] aber um „eindrucksvolle Stücke, in denen Ayler, der wiederholt seine Sehnsucht nach einer heilen, friedlichen Welt bekannte, deren Unmöglichkeit im Angesicht der rauhen Realität des Lebens“ der Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten gestaltete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;as215&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Richard Cook]] und [[Brian Morton]] betonen im [[The Penguin Guide to Jazz|Penguin Guide to Jazz]] insbesondere die Rolle des Schlagzeugers Sunny Murray und vergleichen sie in Titeln wie &amp;#039;&amp;#039;Transfiguration&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ghosts&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;auf &amp;#039;&amp;#039;Spiritual Unity&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der „telepathischen Sympathie zwischen [[John Coltrane]] und [[Rashied Ali]].“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Cook/Morton, Penguin Guide; 2nd edition, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Eindruck Aylers und dessen „eruptiven Klangströmen“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Berendt/Huismann, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt; nahm [[David Murray (Jazzmusiker)|David Murray]] seine ersten Alben auf (&amp;#039;&amp;#039;Flowers for Albert&amp;#039;&amp;#039;). [[Ian Carr]] merkt im &amp;#039;&amp;#039;Jazz Rough Guide&amp;#039;&amp;#039; an, dass unzählige weitere Musiker seinem „Spirit“ folgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin [[Rolling Stone]]  wählte sein Album &amp;#039;&amp;#039;Music is the Healing Force of the Universe&amp;#039;&amp;#039; 2013 in seiner Liste &amp;#039;&amp;#039;Die 100 besten Jazz-Alben&amp;#039;&amp;#039; auf Platz&amp;amp;nbsp;47. &amp;#039;&amp;#039;Spiritual Unity&amp;#039;&amp;#039; gelangte dort auf Platz 81.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rollingstone.de/die-100-besten-jazz-alben-platz-50-bis-1-614498/ Rolling Stone: &amp;#039;&amp;#039;Die 100 besten Jazz-Alben&amp;#039;&amp;#039;.] Abgerufen am 16. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitate ===&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Ich möchte etwas spielen, was die Leute mitsummen können. Ich spiele gern Lieder, wie ich sie sang, als ich noch ganz klein war, Volkslieder, die alle Leute verstehen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor=Albert Ayler&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Ekkehard Jost, S. 170&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Jazz ist [[Jim Crow]]. Er gehört in eine andere Ära, eine andere Zeit und an eine andere Zeit. Wir spielen „free music“.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor=Albert Ayler&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Arrigo Polillo, S. 230&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Er ist das Atomzeitalter, der Explosivsound von heute.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor= [[LeRoi Jones]]&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Martin Kunzler, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Ayler […] war in vielerlei Hinsicht dem alten Klang von [[Bubber Miley]] und [[Tricky Sam Nanton]] näher als dem von [[Charlie Parker]], [[Miles Davis]] oder [[Sonny Rollins]]. Er brachte das wilde, primitive Gefühl zurück, das den Jazz in den späten dreißiger Jahren verlassen hatte […] Seine Technik kannte keine Grenzen, seine Tonskala ging vom tiefen Grunzen zu den schrillsten Tönen in höchster Höhe – ohne Parallele …&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor= [[Richard Williams (Musiker)|Richard Williams]]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Joachim E. Berendt: &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039;. S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption in der Literatur ===&lt;br /&gt;
Die 2018 von [[Friedrich Christian Delius|F. C. Delius]] (1943–2022) erschienene Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Die Zukunft der Schönheit&amp;#039;&amp;#039; handelt von einem Konzert Aylers in einem New Yorker Jazzclub am 1. Mai 1966, währenddessen der damals 23-jährige Autor intensiv zu Assoziationen über Vergangenheit und Zukunft anregt wurde, sodass er nach einer ersten „Verstörung“ zunehmend von der Musik begeistert war – und gut 50 Jahre später ein Buch über dieses Konzerterlebnis schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.perlentaucher.de/buch/friedrich-christian-delius/die-zukunft-der-schoenheit.html Friedrich Christian Delius: „Die Zukunft der Schönheit“], Rezensionsnotizen dazu im [[Perlentaucher]] vom 10. März bis 20. April 2018, online unter &amp;#039;&amp;#039;perlentaucher.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The First Recordings II&amp;#039;&amp;#039; (Sonet/DIW, 1962) mit [[Torbjörn Hultcrantz]], [[Sune Spångberg]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;My Name is Albert Ayler&amp;#039;&amp;#039; (Fontana, 1963)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bells/Prophecy&amp;#039;&amp;#039; (ESP-Disk, 1964/1965) mit Don Ayler, Charles Tyler, Lewis Worrell, Gary Peacock, Sunny Murray&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Spiritual Unity]]&amp;#039;&amp;#039; ([[ESP-Disk]], 1964) mit Gary Peacock, Sunny Murray&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ghosts&amp;#039;&amp;#039; (Debut, 1965)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spirits Rejoice&amp;#039;&amp;#039; (ESP-Disk, 1965)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;New York Eye and Ear Control&amp;#039;&amp;#039; (ESP-Disk, 1965) mit Don Cherry, Roswell Rudd, John Tchicai, Gary Peacock, Sunny Murray&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lörrach/Paris&amp;#039;&amp;#039; ([[HatHut Records|HatArt]], 1966) mit Don Ayler, Michel Samson, Bill Fowell, Beaver Harris&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Live in Greenwich Village/The Complete Recordings&amp;#039;&amp;#039; ([[Impulse! Records]], 1965–67)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Love Cry&amp;#039;&amp;#039; ([[Impulse! Records]], 1967)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;New Grass&amp;#039;&amp;#039; ([[Impulse! Records]], 1968)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Music Is the Healing Force of the Universe&amp;#039;&amp;#039; (Impulse, 1969)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Last Album&amp;#039;&amp;#039; (Impulse, 1969)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Copenhagen Tapes&amp;#039;&amp;#039; ([[Ayler Records]], ed. 2002; wiederaufgelegt 2017 als &amp;#039;&amp;#039;[[Copenhagen Live 1964]]&amp;#039;&amp;#039; von Hatology)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Albert Ayler Trio 1964 – Prophecy Revisited&amp;#039;&amp;#039; (ezz-thetics/Hat Hut Records Ltd, 2020)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[European Recordings Autumn 1964 revisited]]&amp;#039;&amp;#039; (2021; teilweise zuvor als &amp;#039;&amp;#039;European Radio Studio Recordings 1964&amp;#039;&amp;#039;; Hatology, ed. 2017)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[La Cave Live Cleveland 1966 revisited]]&amp;#039;&amp;#039; (ezz-thetics, ed. 2022)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Revelations: The Complete ORTF 1970 Fondation Maeght Recordings]]&amp;#039;&amp;#039; (Elemental Music, ed. 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Talking in Tongues&amp;#039;&amp;#039; (In Zungen reden), Dokumentarfilm von Doug Harris, 80 Minuten, USA/GB 1987&lt;br /&gt;
* Kaspar Collin: &amp;#039;&amp;#039;My Name Is Albert Ayler&amp;#039;&amp;#039;, Schweden 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jazztimes.com/news/albert-ayler-playing-it-with-love/ Besprechung JazzTimes]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jean-Michel Meurice: &amp;#039;&amp;#039;Le Dernier Concert&amp;#039;&amp;#039;, Frankreich 1970 (letztes Konzert in der &amp;#039;&amp;#039;Fondation Maeght&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carlo Bohländer]], Karl Heinz Holler: &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Jazzführer]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universalbibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 10185). 2., revidierte und erweiterte Auflage. Reclam, Stuttgart 1977, ISBN 3-15-010185-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter Niklas Wilson]]: &amp;#039;&amp;#039;Spirits Rejoice! Albert Ayler und seine Botschaft&amp;#039;&amp;#039;, Wolke Verlag, Hofheim, 1996, ISBN 978-3-936000-87-0.&lt;br /&gt;
* [[Valerie Wilmer]]: &amp;#039;&amp;#039;As Serious as Your Life&amp;#039;&amp;#039;, London, Quartet Books 1977.&lt;br /&gt;
* [[Ian Carr]], [[Digby Fairweather]], [[Brian Priestley]]: &amp;#039;&amp;#039;Rough Guide Jazz. Der ultimative Führer zum Jazz. 1800 Bands und Künstler von den Anfängen bis heute.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2004, ISBN 3-476-01892-X.&lt;br /&gt;
* [[Richard Cook]], [[Brian Morton]]: &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz|The Penguin Guide to Jazz on CD]].&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Penguin, London 2002, ISBN 0-14-051521-6.&lt;br /&gt;
* Joachim-Ernst Berendt/[[Günther Huesmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039;, Fischer, Frankfurt/Main 1991.&lt;br /&gt;
* [[Ekkehard Jost]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichte des Jazz in den USA&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Verlag, Frankfurt/Main 1982.&lt;br /&gt;
* Martin Kunzler: &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Reinbek, Rowohlt, 1993.&lt;br /&gt;
* Arrigo Polillo: &amp;#039;&amp;#039;Jazz&amp;#039;&amp;#039;, München, Piper 1984.&lt;br /&gt;
* Jeff Schwartz: Albert Ayler: His Life and Music (E-Book, 1992, englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119390744|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ayler.co.uk/html/discography.html Erinnerungsseite mit instruktiver Diskographie] (englisch)&lt;br /&gt;
* Essay von [[Felix Klopotek]]: [https://jungle.world/artikel/2010/47/der-traum-von-einer-sache &amp;#039;&amp;#039;Der Traum von einer Seele&amp;#039;&amp;#039;] in jungleworld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119390744|LCCN=n91121096|VIAF=56795255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ayler, Albert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Saxophonist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Jazz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ayler, Albert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Jazz-Musiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Juli 1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Cleveland]], [[Ohio]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=November 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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