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	<title>Alberico Gentili - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T06:35:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alberico_Gentili&amp;diff=906736&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Attizist: /* Ausgaben und Übersetzungen */</title>
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		<updated>2026-03-15T12:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausgaben und Übersetzungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alberico Gentili.jpg|mini|Alberico Gentili]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alberico Gentili&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albericus Gentilis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[14. Januar]] [[1552]] in [[San Ginesio]]; † [[19. Juni]] [[1608]] in [[London]]) war ein italienischer Jurist, königlicher Professor ([[Regius Professor of Civil Law (Oxford)|Regius Professor of Civil Law]]) für Zivilrecht an der [[Universität Oxford]] und Autor im Bereich des [[Völkerrecht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Helen Bishopsgate.jpg|mini|St. Helen Bishopsgate, die Grabeskirche Gentilis]]&lt;br /&gt;
Alberico Gentili wurde 1552 als Kind begüterter Eltern in [[San Ginesio]] geboren; sein Vater Matteo Gentili war Arzt in Perugia.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Er studierte an der [[Universität Perugia]] und erwarb 1572 den [[Doktor der Rechtswissenschaften]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; 1572 wurde er von den Stadtältesten seiner Heimatstadt mit einer Überarbeitung des Stadtrechts beauftragt, die er 1577 fertigstellte. Zwei Jahre später musste er aufgrund seines protestantischen Glaubens zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder [[Scipione Gentili]] aus Italien fliehen. Die Familie begab sich zunächst nach [[Ljubljana]], damals Laibach, wo sich der Vater als Stadtphysikus niederließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Die Anstrengungen der [[Inquisition]] führten dazu, dass die Familie auch das [[Herzogtum Krain]] verlassen musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort begab sich Alberico Gentili nach [[Tübingen]] und [[Heidelberg]], bevor er 1580 schließlich nach England gelangte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Über London gelangte er nach Oxford, wo er im [[Christ Church (Oxford)|Christ Church College]] unterkam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Ab 1581 lehrte er am [[St John’s College (Oxford)|St John’s College]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Sein Vater folgte ihm nach England und praktizierte in London.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; 1587 ernannte ihn [[Robert Dudley, 1. Earl of Leicester|Robert Dudley]], der damalige Rektor der [[Oxford University]], zum [[Regius Professor of Civil Law (Oxford)|Regius Professor]] für Zivilrecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams&amp;quot;/&amp;gt; 1586 begleitete Alberico Gentili Horatio Pallavicino zum [[Kurfürstentum Sachsen|Kurfürsten von Sachsen]] und nahm in [[Wittenberg]] an einer Disputation seines jüngeren Bruders [[Scipione Gentili]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Nach diesem kurzen Aufenthalt in Wittenberg kehrte er wieder nach Oxford zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alberico Gentili hatte die [[Regius Professor|Regius Professur]] bis zu seinem Tod inne, obwohl er sich ab 1590 als Rechtsanwalt einen Namen machte und hauptsächlich in London lebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; So arbeitete er ab diesem Zeitpunkt am High Court of Admiralty und wurde 1600 Mitglied von [[Gray’s Inn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Von 1605 bis 1608 arbeitete er als Anwalt für die spanische Botschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Zu seinem Freundeskreis gehörten unter anderem [[Francis Walsingham]], der in der [[Ridolfi-Verschwörung]] eine Rolle spielte, sowie [[Philip Sidney]], [[Henry Wotton]], [[Thomas Bodley]] und [[Henry Savile]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alberico Gentili starb 1608 in London und wurde in der Kirche Saint Helen’s Bishopsgate in London beigesetzt. Sein Sohn [[Robert Gentilis]] besuchte die Oxford University. Er schloss sein Studium bereits mit zwölf Jahren ab und wurde mit nur siebzehn Jahren zum [[Fellow]] am [[All Souls College]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gentili, Alberico – In titulum Digestorum De verborum significatione commentarius, 1614 – BEIC 13771266.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;In titulum Digestorum De verborum significatione commentarius&amp;#039;&amp;#039;, 1614]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alberico Gentili schrieb mehr als 20 Bücher zu Themen der Rechtswissenschaften, so beispielsweise zum [[Kirchenrecht]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; zur [[Kasuistik]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; und zum Hexenwesen sowie zur Theologie und den Literaturwissenschaften ([[Bibelexegese]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt;) Er hatte einen Ruf als strenger Gelehrter und erhielt den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Italus Atheus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1582 veröffentlichte er das Werk &amp;#039;&amp;#039;De Juris Interpretibus Dialogi Sex&amp;#039;&amp;#039;. In diesem Buch bekannte er sich zu den [[Auslegung (Recht)|Auslegungsmethoden]] des [[Bartolus de Saxoferrato]] und wendete sich gegen die Methoden der Juristen des [[Französischer Humanismus|französischen Humanismus]] wie [[Jacques Cujas]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Das erste Buch Alberico Gentilis, das sich mit [[Völkerrecht|völkerrechtlichen]] Fragen auseinandersetzte, erschien 1582 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;De Legationibus Libri Tres&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt; Den Anstoß hierfür gab der Fall des spanischen Botschafters [[Bernardino de Mendoza]], der wegen seiner Beteiligung an der [[Throckmorton-Verschwörung]] bestraft werden sollte. Die englische Regierung hatte Alberico Gentili und [[Jean Hotman, Marquis de Villers-St-Paul|Jean Hotman]] um Rat in diesem Fall gebeten. Beide empfahlen die Ausweisung des Spaniers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1589 veröffentlichte Gentili &amp;#039;&amp;#039;De Jure Belli Commentationes Tres&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Buch gilt als sein Hauptwerk und als Standardwerk des Völkerrechts. Nach seinem Tod veröffentlichte Scipione Gentili eine Sammlung von Notizen von Fällen, an denen Gentili gearbeitet hatte. Der Einfluss Alberico Gentilis ist unter anderem spürbar in den Schriften von [[John Selden]] und [[Hugo Grotius]], der viele Themen und Ideen Gentilis für sein &amp;#039;&amp;#039;De jure belli in pacis&amp;#039;&amp;#039; aufgriff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinterlassenschaften ==&lt;br /&gt;
Die 1625 erschienene Arbeit &amp;#039;&amp;#039;De Jure Belli ac Pacis&amp;#039;&amp;#039; von [[Hugo Grotius]] baute wesentlich auf Erkenntnissen Alberico Gentilis auf. Im 19. Jahrhundert erlebten die Arbeiten von Alberico Gentili eine Renaissance. So widmete ihm Sir [[Thomas Erskine Holland]] seine Antrittsvorlesung als Professor für Völkerrecht an der Oxford University. Seitdem wurden zahlreiche Bücher zum Leben und Werk Gentilis veröffentlicht. In seiner Heimatstadt wurde ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hispanicae Advocationis Libri Duo.&amp;#039;&amp;#039; Text und Übersetzung von [[Frank Frost Abbott]]. New York 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Legationibus Libri Tres.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Einführung von [[Ernest Nys]]. New York 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Iure Belli Libri Tres.&amp;#039;&amp;#039; Zwei Bände. Text und Übersetzung von John Rolfe. Oxford 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Iuris Interpretibus Dialogi Sex.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Guido Astuti. Turin 1937.&lt;br /&gt;
* Benedict Kingsbury, Benjamin Straumann, David Lupher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alberico Gentili: The Wars of the Romans. A Critical Edition and Translation of De armis Romanis.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 2011, ISBN 978-0-19-960051-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il diritto di guerra (de iure belli libri iii, 1598)&amp;#039;&amp;#039;. Einführung von Diego Quaglioni, ins Italienische übersetzt von Pietro Nencini, mit einem kritischen Apparat ausgestattet von Giuliano Marchetto und Christian Zendri. Mailand 2008.&lt;br /&gt;
* {{Cite book|title=In titulum Digestorum De verborum significatione commentarius|volume=|publisher=Andreas Wechel, Erben &amp;amp; Johann Aubry, Erben|location=Hanau|year=1614|language=la|url=https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=13771266}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gesina H.J. van der Molen: &amp;#039;&amp;#039;Alberto Gentili and the Development of International Law. His Life Work and Times&amp;#039;&amp;#039;. Leyden, A.W.Sijthoff, 1968, 2nd, revised edition.&lt;br /&gt;
* William Holdsworth: &amp;#039;&amp;#039;A History of English Law&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 6, London 1924. S. 52–54.&lt;br /&gt;
* Diego Panizza: &amp;#039;&amp;#039;Alberico Gentili, giurista ideologo nell&amp;#039;Inghilterra elisabettiana&amp;#039;&amp;#039;. La Garangola, Padova 1981.&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Angela De Benedictis|ID=alberico-gentili_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Gentili, Alberico|Band=53|SeiteVon=245|SeiteBis=251|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* Peter Schröder, &amp;#039;&amp;#039;Sine fide nulla pax&amp;#039;&amp;#039; – Überlegungen zu Vertrauen und Krieg in den politischen Theorien von Machiavelli, Gentili und Grotius, in: &amp;#039;&amp;#039;War in Words Transformations of War from Antiquity to Clausewitz&amp;#039;&amp;#039;, hg.v. M. Formisano/H. Böhme, Berlin 2010, S. 37–60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.cisg.it Centro Internazionale Studi Gentiliani]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118902970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Simon Adams (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Household Accounts and Disbursement Books of Robert Dudley, Earl of Leicester&amp;#039;&amp;#039; Cambridge UP 1995 ISBN 0-521-55156-0, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaumann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Herbert Jaumann]] (2004) &amp;#039;&amp;#039;Bio-bibliographisches Repertorium&amp;#039;&amp;#039;; Walter de Gruyter; auf Google-Books; abgerufen am 13. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118902970|LCCN=n/50/81738|VIAF=76355446}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Regius Professor of Civil Law (Oxford)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gentili, Alberico}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regius Professor of Civil Law (Oxford)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1552]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1608]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gentili, Alberico&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Januar 1552&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[San Ginesio]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juni 1608&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Attizist</name></author>
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