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	<title>Alarmtauchen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-25T19:05:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vickers Vildebeest over a submarine.png|mini|130px|Situation zum Alarmtauchen: [[Vickers Vildebeest|Torpedobomber]] spürt U-Boot auf]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alarmtauchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Kommando der [[Seemannssprache]] für ein möglichst schnelles Tauch[[Manöver (Militär)|manöver]] bei [[U-Boot]]en. Beim Alarmtauchen an der [[Kriegsfront|Front]] kam es darauf an, schnellstmöglich unter und dann tief zu tauchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi36&amp;quot; /&amp;gt; Das Alarmtauchen war die beste Verteidigung gegen Fliegerangriffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;u995&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kbismarck.com/u-boot/u995tour.htm |titel=Virtuelle Besichtigung von U-995 (Typ VIIC/41) |werk=kbismarck.com |hrsg=Carsten Corleis |abruf=2021-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alarmtauchen ist ein Kriegsmanöver,&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=33 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das aufgrund des technischen Fortschritts heutzutage keine Anwendung mehr findet. Das Kommando wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verwendet, um Angriffen feindlicher Flugzeuge und Schiffe&amp;lt;ref name=&amp;quot;salle&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/De_la_Salle |titel=De la Salle |werk=ubootarchiv.de |hrsg=U-Boot-Archiv Wiki |datum=2021-03-31 |abruf=2021-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu entgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.modellskipper.de/Maritimes/maritime_Begriffe_Deutsch_Abschnitt_A/Alarmtauchen |titel=Alarmtauchen |werk=Maritimes Lexikon, modellskipper.de |hrsg=Andreas Kölbl |abruf=2021-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gegenteil des Alarmtauchens bezeichnet man als „Notaufstieg“ oder „[[Ausblasen]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Gegebenheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Ersten Weltkrieg wurden U-Boote verwendet, die über Wasser fuhren und nur bei Gegnersicht tauchten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau9&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Boote werden i.d.R als &amp;#039;&amp;#039;Tauchboote&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau10&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ein Tauchboot ist eine kurze Tauchzeit –&amp;amp;nbsp;die Zeit, die es braucht um von der Überwasserfahrt abzutauchen&amp;amp;nbsp;– eminent wichtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau16&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon im Ersten Weltkrieg wurde daher die Tauchzeit erheblich verkürzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau10&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erscheinen gegnerischer Flugzeuge oder Zerstörer gelang es den U-Booten entweder unbemerkt abzutauchen oder zumindest sich auf Tiefe zu bringen, bevor Bomben fielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche U-Boote sind im Krieg weit tiefer getaucht, als es zu Friedenszeiten vorgesehen gewesen war. In größtmöglicher Tiefe konnte ein Boot nur schwer vernichtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau11&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Anflug der feindlichen Maschine erfolgte aus der Sonne, das Boot geht mit Alarmtauchen auf Tiefe. Als das Boot sich auf einer Tiefe von 10&amp;amp;nbsp;m befindet fallen von Steuerbord Achteraus bis in Höhe des Turmes 3&amp;amp;nbsp;[[Fliegerbombe|Fliebos]].&lt;br /&gt;
 |Autor=Kommandant Hans Tillesen&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Kriegstagebuch]] 1943&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Klemm |url=https://dubm.de/flugzeugangriff-auf-u-516-im-dezember-1943/ |titel=Flugzeugangriff auf U 516 im Dezember 1943 |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen U-Boot-Typen bei Kriegseintritt im Zweiten Weltkrieg waren eigentlich für die Überwasserfahrt konzipiert (Typen [[U-Boot-Klasse I|I]], [[U-Boot-Klasse II|II]], [[U-Boot-Klasse VII|VII]] und [[U-Boot-Klasse IX|IX]] in den Bautypen&amp;amp;nbsp;A).&amp;lt;ref name=&amp;quot;stefan&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Hofrichter |url=http://www2.unterseeboote.com/uboote/u-boot-typen.php |titel=Deutsche U-Boot-Typen im 2. Weltkrieg |werk=unterseeboote.com |hrsg=Stefan Hofrichter |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So fuhr das weit verbreitete Modell [[U-Boot-Klasse VII#Typ VII C|VII&amp;amp;nbsp;C]] unter Wasser nur ungefähr halb so schnell wie über Wasser. Diese Geschwindigkeit konnte zudem nur kurze Zeit gehalten werden, weil die Batterien schnell schwach wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schicksal&amp;quot; /&amp;gt; Wenn kein Feind in der Nähe war, fuhr das Boot demnach über Wasser. Dabei konnte es die Batterien aufladen oder schnellere Fahrt machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gustav&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gustav Lauer |url=http://www.deutschegeschichten.de/popup/objekt.asp?OzIID=7033&amp;amp;Seite=2 |titel=Deutsche U-Boot-Waffe - Leben im U-Boot |werk=deutschegeschichten.de |hrsg=maxwell.smart Produktion, Co-Produktion Cine Plus und Bundeszentrale für politische Bildung, unterstützt Mitteldeutsche Medienförderung |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Fahren über Wasser bot jedoch die Gefahr, vom Feind entdeckt zu werden, wogegen das Alarmtauchen Sicherheit versprach. Die U-Boote Typ&amp;amp;nbsp;I und VII&amp;amp;nbsp;C benötigten für ein Alarmtauchen mit einer eingespielten Crew ungefähr 30&amp;amp;nbsp;Sekunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schicksal&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dubm.de/schicksal-der-u-boote/ |titel=Schicksal der U-Boote |titelerg=Das Schicksal der deutschen U-Boote im zweiten Weltkrieg |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;gustav&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Hofrichter |url=http://www2.unterseeboote.com/uboote/u-boot-typ1.php |titel=Deutsche U-Boot-Typen im 2. Weltkrieg – Typ I |werk=unterseeboote.com |hrsg=Stefan Hofrichter |abruf=2021-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1943 sorgte die Einführung des Radars dafür, dass U-Boote auf sehr große Entfernung geortet werden konnten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau11&amp;quot; /&amp;gt; so dass ein Abtauchen meist zwecklos war. Dadurch begann die Entwicklung vom Tauch- zum Unterwasserboot.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau12&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schritte des Alarmtauchens ==&lt;br /&gt;
=== Voraussetzungen ===&lt;br /&gt;
* Das U-Boot befand sich in der Überwasserfahrt, angetrieben durch Dieselmotoren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die [[Untertriebszelle]] war mit Wasser gefüllt. Die Untertriebszelle war eine spezielle Tauchzelle, unter der Zentrale des U-Bootes. Die Untertriebszelle war auch bei Überwasserfahrt geflutet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;carsten&amp;quot; /&amp;gt; wodurch das Boot tiefer im Wasser lag, also mehr &amp;#039;&amp;#039;Untertrieb&amp;#039;&amp;#039; erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau26&amp;quot; /&amp;gt; Durch dieses Gewicht konnte man beim Alarmtauchen schnell durch die Wasseroberfläche hinabbrechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi37&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=37 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Durch die schnelle Tauchzeit war ein Vorfluten weiterer Tauchzellen im Allgemeinen nicht nötig. Bei gut eingespielten Frontbooten war es hingegen üblich. Maßgebend dafür waren u.&amp;amp;nbsp;a. die Wetterlage und der Ausbildungsstand des Bootes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi40&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=40 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Entlüftungsventile waren geöffnet. Im Zweiten Weltkrieg fuhren die U-Boote aufgetaucht meist mit geöffneten Flutventilen (auf der Unterseite des U-Boots, auch &amp;#039;&amp;#039;Flutschlitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau23&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) und geschlossenen Entlüftungsventilen (auf der Oberseite). Die in den Tauchzellen eingeschlossene Luft erzeugte nach unten einen Gegendruck, weshalb durch das offene Flutventil kein Wasser eindringen konnte. Das sparte Zeit beim Alarmtauchen, weil nur die Entlüftungsventile geöffnet werden mussten und das Wasser strömte von unten hinein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carsten&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau23&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Trimmung und Gewicht des Bootes mussten von der letzten Messung bekannt sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ebenso „ist auf ausreichende Wassertiefe zu achten“, so die Tauchvorschrift der Deutschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Normalfall war die Wache auf Kriegsmarschstation, die restliche Besatzung in den Wohnräumen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=34 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommando Alarmtauchen ===&lt;br /&gt;
(vereinfacht dargestellt)&lt;br /&gt;
# Befehl „Alarm!“&amp;lt;br /&amp;gt;Der [[Rudergänger]] rief „Alarm!“ und betätigte die Alarmglocke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi34&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Maschinenraum]] leuchteten zusätzlich Flackerlichtsignale auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau105&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ruf „Alarm!“ musste von jedem Besatzungsmitglied laut wiederholt werden, damit der Befehl auch bei Ausfall der Elektronik überall im Schiff ankam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi34&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Motoren umstellen&amp;lt;br /&amp;gt;Der Rudergänger legte die Maschinentelegrafen für beide Maschinenräume auf „Tauchen“. Die Dieselmotoren wurden sofort abgestellt und ausgekuppelt. Der Elektromotor schaltete selbständig auf &amp;#039;&amp;#039;Ganze Fahrt Voraus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi34&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Ventile schließen&amp;lt;br /&amp;gt;Die unterschiedlichen Ventile wurden geschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi34&amp;quot; /&amp;gt; Waren alle versperrt, durfte das Boot tauchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau105&amp;quot; /&amp;gt; Auf der Bordabschlussmeldeanlage zeigten Lämpchen geschlossene Hauptverschlüsse an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau105&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi35&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=35 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu den Meldeanlagen, wurden Meldungen mündlich überliefert, in vorgeschriebenen Schlagworten und Dialogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Befehl „Fluten!“&amp;lt;br /&amp;gt;Die Tanks wurden mit Wasser gefüllt, damit das U-Boot Gewicht bekommt.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Beispiel für einen Meldedialog&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;[[Kapitän#Kriegsschiffe|Kapitän]]: „Fluten!“&amp;lt;br /&amp;gt;[[Leitender Ingenieur]] nach Öffnen der Entlüftungen: „Entlüftungen sind auf.“&amp;lt;br /&amp;gt;Kapitän: „Auf 80&amp;amp;nbsp;Meter gehen.“ (allgemeine Tiefenvorgabe an der Front)&amp;lt;br /&amp;gt;Leitender Ingenieur an alle Räume: „Auf 80&amp;amp;nbsp;Meter gehen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi35&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Motoren werden tauchklar gemacht. Posten: „Hinterschiff ist tauchklar.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi38&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=38 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Tiefenruder]] umstellen&amp;lt;br /&amp;gt;Die vorderen Tiefenruder wurden auf „Hartlage Unten“ gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carsten&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi34&amp;quot; /&amp;gt; Vordere Tiefenruder waren eine wirksame Hilfe beim Schnelltauchmanöver.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau35&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei schneller Fahrt brauchte es zusätzlich das hintere Tiefenruder und die Stabilisierungsflosse, um einen gewissen Tauchwinkel zu halten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau36&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Kommando „Alle Mann voraus!“&amp;lt;br /&amp;gt;Das U-Boot reagierte im Tauchgang sehr sensibel auf Gewichtsverlagerungen. Ging ein Mann vom Bug zum Heck, mussten in Regelzellen Wasser umgepumpt werden, um das Boot waagerecht zu halten, das sogenannte [[Trimmung|Trimmen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;gustav&amp;quot; /&amp;gt; Beim Alarmtauchen nutzte man diese Instabilität. Beim Kommando „Alle Mann voraus!“ rannten alle abkömmlichen Männer in den Bug, um das Boot durch ihr Gewicht schneller in &amp;#039;&amp;#039;Vorlast&amp;#039;&amp;#039; zu bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carsten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Tauchwinkel befolgen&amp;lt;br /&amp;gt;War das [[Oberdeck]] überflutet, kippte das Boot schnell nach vorne. Es war vorgeschrieben, dass die Oberkante des Brücken[[schanzkleid]]s und das [[Heck]] gleichzeitig eintauchten. Die Winkel der Vorlastigkeit waren daher für jeden Bootstyp festgelegt und bewegten sich zwischen 7 und 15&amp;amp;nbsp;Grad.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi35&amp;quot; /&amp;gt; Um schnellstmöglich eine große Tiefe zu erreichen, war das Boot ab 20&amp;amp;nbsp;Meter Tiefe mit 15 bis 30° stark zu kippen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi36&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=36 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Befehl „Ausdrücken!“&amp;lt;br /&amp;gt;Nach einer merklichen Falltendenz, wurde das Wasser aus den Untertriebszellen mit Druckluft ausgedrückt&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi37&amp;quot; /&amp;gt; ([[Lenzen (Wasser)|gelenzt]]), damit das Boot nicht weiter durchsackte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carsten&amp;quot; /&amp;gt; Je nach Bootsgröße geschah dies zwischen 8 und 12&amp;amp;nbsp;Meter Tiefe. Um eine große Tiefe zu erreichen, waren nicht die Untertriebszellen ausschlaggebend, sondern Lastigkeit und Geschwindigkeit. Die Untertriebszellen in größerer Tiefe auszudrücken brachte wenig Vorteil und viel Gefahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi37&amp;quot; /&amp;gt; Ein Augenzeuge berichtete: Auf einem U-Boot Typ&amp;amp;nbsp;VI wurden die Untertriebszellen gewöhnlich bei einer Tiefe von 20 Metern ausgedrückt. Musste es schnell tief gehen, wurden sie erst bei 30 bis&amp;amp;nbsp;40 Metern ausgedrückt. Auf diese Weise tauchte das Boot schlagartig auf bis zu 300&amp;amp;nbsp;Meter Tiefe, bei einer eigentlichen maximalen Tauchtiefe von 250&amp;amp;nbsp;Metern. Dass das Boot dem starken Druckwechsel und Wasserdruck standhielt, war nicht selbstverständlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gustav&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefahren ==&lt;br /&gt;
„In der Heimat“ war das Fahren mit vorgefluteten Zellen verboten. Wenn die Entlüftungen des Boots nämlich etwas undicht waren, konnte es passieren, dass es unbemerkt wegsackte. Der Zeitgewinn durch das Vorfluten wog weniger als die drohende Gefahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi39&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Oberkommando der Kriegsmarine |Titel=Tauchvorschrift für Unterseeboote |Nummer=381 |Ort=Berlin |Datum=1943-08 |Seiten=39 |Online=http://www.uboatarchive.net/Diving/DivingRegulationsGerman.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blieb für das Alarmtauchen bei einem plötzlichen Fliegerangriff keine Zeit, war die einzige Möglichkeit, das Flugzeug unter Beschuss zu nehmen. Gleichzeitig galt es schnellstmöglich zum Tauchen bereitzumachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geheim&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dubm.de/geheime-reichssache/ |titel=Geheime Reichssache |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konnte beim Befehl &amp;#039;&amp;#039;Alarmtauchen&amp;#039;&amp;#039; das Turmluk nicht schnell genug geschlossen werden, stürzten mehrere Tonnen Wasser hinab ins Boot. Je nach Bootmodell stellte das ein lebensbedrohliches Problem dar, wie beispielsweise beim Typ „U Hai“&amp;amp;nbsp;XXIII, hingegen nicht bei Typ&amp;amp;nbsp;VIIC.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=46414510 |Autor=Cay Graf Brockdorff-Ahlefeldt, Dietrich Lachmund |Titel=Wo fängt menschliches Versagen an? |Jahr=1966 |Nr=42 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Soldat berichtete von Übungsfahrten, bei denen „Alarmtauchen am laufenden Band“ geübt wurde. Durch die dadurch wiederholten Wassereinbrüche stand das Wasser bei ihm im Funkraum kniehoch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dubm.de/biographie-von-u-2506/ |titel=Biographie von U-2506 |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim steilen und schnellen Abtauchen musste die Besatzung darauf achten, dass keine Teile im Inneren des U-Boots umherflogen. Konnte das Boot nicht rechtzeitig vor dem Meeresgrund abgefangen werden, kam es zu großen Schäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Üben ==&lt;br /&gt;
Alarmtauchen bildete die Grundlage der Frontausbildung einer U-Boot Besatzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die enorme Wichtigkeit des Alarmtauchens zeigte der hohe Übungsaufwand. Bei [[Manöver (Militär)|Manöverübungen]] wurde besonderer Wert auf Alarmtauchen gelegt. Besatzungsangehörige berichteten von 30 bis 40 Übungsalarmen an einem Tag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschicht&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dubm.de/die-geschichte-von-u-581/ |titel=Die Geschichte von U-581 |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Üben war das Zeitnehmen von großer Wichtigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wurde im Kriegseinsatz jeden Tag Alarmtauchen trainiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geheim&amp;quot; /&amp;gt; Das war deshalb notwendig, weil sich im Laufe einer Reise das Gewicht und die Gewichtsverteilung des Bootes grundlegend veränderten. Wenn schon ein einzelner Mann das Gleichgewicht beeinflusste, kann man sich vorstellen, was schwindende Vorräte und abnehmender Treibstoff bewirkten. Weitere Einflussfaktoren auf das Tauchgeschehen eines U-Bootes sind Temperatur und Dichte des Wassers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carsten&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carsten Corleis |url=https://www.kbismarck.com/u-boot/uphysik-grundlagen.htm |titel=Grundlagen und Physik der U-Boot-Technik |werk=kbismarck.com |hrsg=Carsten Corleis |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alarmtauchen wurde aus unterschiedlichen Fahrtverhältnissen geübt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschicht2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dubm.de/die-geschichte-von-u-464/ |titel=Die Geschichte von U-464 |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die physikalischen Eigenschaften des U-Boots bedingen, dass Tauchmanöver bei ruhiger See einfach und gegen die See am schwierigsten sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubau26&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gabler |Titel=Unterseebootbau |Auflage=4 |Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erschwerte Übungen waren das Alarmtauchen während des An- oder Ausblasens der Tauchzellen. Auch wurde das Auftauchen aus einem bereits eingeleiteten Alarmtauchmanöver geübt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nazi33&amp;quot; /&amp;gt; Wenn während des Alarmtauchens die Motoren stillstanden, strahlten sie ihre Hitze in den Maschinenraum ab, was zu Temperaturen von 50 bis 60&amp;amp;nbsp;°C führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geheim&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dubm.de/geheime-reichssache/ |titel=Geheime Reichssache |werk=dubm.de |hrsg=Stiftung Deutsches U-Boot-Museum |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit wird das Alarmtauchen taktisch nicht mehr verwendet, da moderne U-Boote im Einsatzgebiet durch Schnorchel oder Brennstoffzellenantrieb lange Zeit unter Wasser operieren können, ohne aufzutauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
* 2018 wurde in [[Lustenau]] ein Theaterstück namens „Alarmtauchen“ aufgeführt. Das Stück verarbeitet wahre Begebenheiten aus Lustenau, recherchiert im Historischen Archiv der Gemeinde. Es handelt davon, dass im Ort ein U-Boot der deutschen [[Wehrmacht]] auftaucht, von niemandem bemerkt. Ohne [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]] in der Außenwelt, scheint nur der Befehl &amp;#039;&amp;#039;Alarmtauchen&amp;#039;&amp;#039; davor schützen zu können, dass die Ordnung an Bord erhalten bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lustenau.at/de/veranstaltungen/alarmtauchen-ein-theaterstueck-zur-ns-zeit-in-lustenau |titel=&amp;quot;Alarmtauchen&amp;quot; - Ein gar nicht so absurdes Theaterstück zur NS-Zeit in Lustenau |werk=lustenau.at |hrsg=Marktgemeinde Lustenau |abruf=2021-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1933 wurde das Buch „Alarm! Tauchen!!“ veröffentlicht, mit der Unterzeile „U-Boot in Kampf und Sturm, mit 20 Abbildungen“. Der Autor Kapitänleutnant a.&amp;amp;nbsp;D. Werner Fürbringer berichtet darin über seine U-Boot Fahrten im Ersten Weltkrieg. Umstände, Geschichte und Kameradschaft werden darin vorteilhaft dargestellt. Ziel dieser Schilderung war, junge Männer für den Kampfeinsatz im Zweiten Weltkrieg einzustimmen.&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Fürbringer |Titel=Alarm! Tauchen!! |TitelErg=U-Boot in Kampf und Sturm, mit 20 Abbildungen |Verlag=Ullstein |Ort=Berlin |Datum=1933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Boote]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jojo1329</name></author>
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