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	<title>Alain Mimoun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alain_Mimoun&amp;diff=134040&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Lunau: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-16T11:46:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alain Mimoun.jpg|mini|hochkant|Alain Mimoun, 2001]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DOMREP 1957 MiNr0588 mt B002.png|mini|Briefmarke der [[Dominikanische Republik|Dominikanischen Republik]], 1957]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alain Mimoun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Januar]] [[1921]] in [[Maider]], [[Département d’Oran]], Französisch-Algerien, als &amp;#039;&amp;#039;Ali Mimoun Ould Kacha&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.lematin.ch/sports/depeches/athletisme--alain-mimoun-decede-92-ans-bref-encadre/story/31883866 |wayback=20190622084023 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[27. Juni]] [[2013]] in [[Saint-Mandé]], [[Île-de-France]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lequipe.fr/Athletisme/Actualites/Alain-mimoun-est-decede/382052 |titel=Mimoun, un champion français |werk=[[L’Équipe]] |sprache=fr |abruf=2026-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Langstreckenlauf|Langstreckenläufer]] [[Algerien|algerischer]] Herkunft und [[Olympiasieger]] im [[Marathonlauf]] mit mehreren hohen militärischen Auszeichnungen für seinen Beitrag zur [[La Libération|Befreiung Frankreichs]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herbert Schade, Alain Mimoun, Emil Zátopek 1952.jpg|mini|[[Herbert Schade (Leichtathlet)|Herbert Schade]], Alain Mimoun und [[Emil Zátopek]] 1952 in [[Helsinki]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plaque Rue Alain Mimoun - Champigny-sur-Marne (FR94) - 2023-06-09 - 1.jpg|mini|Straßenschild in [[Champigny-sur-Marne]]]]&lt;br /&gt;
Alain Mimoun wuchs als Hirtensohn in einem algerischen [[Berber]]dorf auf. Er wäre gerne Lehrer&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Dietschy |Titel=Mimoun triomphe au Stade olympique de Melbourne |Hrsg=[[Olivier Wieviorka]], [[Michel Winock]] |Sammelwerk=Les lieux mondiaux de l’histoire de France |Verlag=Éditions Perrin |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-262-10860-1 |Seiten=341–352}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden, doch erhielt er, trotz guter schulischer Leistungen, kein Stipendium. Als er 1939 in die französische Kolonialarmee eintrat, gab er sich den Vornamen Alain. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er mit dem [[6e régiment de tirailleurs algériens]]. Nach dem [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Waffenstillstand von Compiègne]] in [[Bourg-en-Bresse]] im [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|besetzen Frankreich]] kaserniert, wurde er Mitglied des lokalen Sportvereins &amp;#039;&amp;#039;Alouettes des Gaules&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und gewann die Laufmeisterschaft des [[Département Ain|Départements Ain]] über 1500 Meter. Noch bevor Nazi-Deutschland die unbesetzte Südzone besetze, ging er zurück nach Algerien, wo er sich beim Verein &amp;#039;&amp;#039;Gallia Club&amp;#039;&amp;#039; in [[Algier]] einschrieb und Nordafrika-Meister im [[Crosslauf|Cross-Country]] wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald darauf meldete sich Mimoun zum 19e régiment du génie d’Hussein Dey und kämpfte in Tunesien und Deutschland, wobei er in den Rang eines Corporal aufstieg. Später kämpfte er unter General [[Joseph de Goislard de Monsabert|de Monsabert]] in Italien, wo er in den [[Schlachten am Monte Cassino]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; nach einer Verletzung am 28. Januar 1943 durch eine Granate nur knapp einer Beinamputation entging. Nach einer Operation durch den Arzt Grasset in [[Pozzuoli]] nahm er nach nur dreiwöchigem Krankenhausaufenthalt den Kampf für die Befreiung Frankreichs wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde er Kellner im Café des [[Racing Club de France]]. Er wurde achtmal französischer Meister über [[5000-Meter-Lauf|5000&amp;amp;nbsp;Meter]] und zwölfmal über [[10.000-Meter-Lauf|10.000&amp;amp;nbsp;Meter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arrs.run/NatChamp.htm |titel=National Championships |hrsg=arts.run |abruf=2026-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den [[Leichtathletik-Europameisterschaften 1950|Europameisterschaften 1950]] in [[Brüssel]] gewann er jeweils hinter [[Emil Zátopek]] die Silbermedaille über 5000 und 10.000&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Olympischen Spielen blieb ihm ein Sieg aber zunächst verwehrt. Dreimal, über 10.000&amp;amp;nbsp;Meter bei den [[Olympische Sommerspiele 1948|Spielen 1948]] in [[London]] und über 5000 und 10.000&amp;amp;nbsp;Meter bei den [[Olympische Sommerspiele 1952|Spielen 1952]], musste sich Mimoun mit der Silbermedaille hinter seinem schärfsten Rivalen, dem Tschechen Emil Zátopek, zufriedengeben. Trotz der sportlichen Rivalität waren Zátopek und Mimoun enge Freunde. Zum letzten Mal traten beide zum Ende ihrer sportlichen Laufbahn im Marathonwettbewerb der [[Olympische Sommerspiele 1956|Olympischen Spiele 1956]] in [[Melbourne]] gegeneinander an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rennen fand an einem sehr heißen Tag statt, was Zátopek, ohnehin gehandicapt durch Verletzungen, zu schaffen machte, während Mimoun, der seinen allerersten Marathon lief, sich bei einer Temperat von 36&amp;amp;nbsp;°C wohlzufühlen schien und sich bei Kilometer 25 vom Rest des Feldes absetzte. Nach 2:25:00&amp;amp;nbsp;h überquerte Mimoun als Erster die Ziellinie. Dort wartete er auf seinen Freund Emil Zátopek, der als Sechster ins Ziel kam, vollständig ausgelaugt durch die extreme Hitze. Mimoun fragte Zátopek: „Emil, gratulierst Du mir nicht? Ich bin der Olympiasieger.“ Daraufhin umarmten sich Mimoun und Zátopek. Später nannte Mimoun diesen Moment wertvoller als seine Goldmedaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem Sieg setzte Mimoun seine Karriere fort. Mit knapp 40 Jahren war er noch einmal im französischen Team für die [[Olympische Sommerspiele 1960|Olympischen Spiele 1960]] in [[Rom]]. Dabei erreichte er den 34. Rang. 1963&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Seit 1955 war der gebürtige Muslim ein zum römisch-katholischen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Glauben konvertierter Christ. Nach dem [[Algerienkrieg]] und der Unabhängigkeit Algeriens 1962 nahm er kaum noch an Algerien Anteil und mied das Thema des Unabhängigkeitskrieges. Er besuchte das Land nur noch 1988 zur Beerdigung seiner Mutter. Inzwischen hatte er mit seiner Frau Germaine die Tochter Pascal Olympe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 wurde Mimoun zum sechsten Mal französischer Meister im Marathon. Im selben Jahr lief er die 10.000&amp;amp;nbsp;Meter in 30:16,8&amp;amp;nbsp;min – bis heute die weltweit drittschnellste Zeit in der Altersklasse M 45.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arrs.run/Veterans/VR2_O10K.htm |titel=VR2_O10K |hrsg=arrs.run |abruf=2026-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im April 1966 enthüllte er in einer militärischen Zeremonie ein Denkmal für [[Jean Bouin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mimoun wurde zum Großoffizier der [[Ehrenlegion]] ernannt und 1999 von den Lesern der Verbandszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Athlétisme&amp;#039;&amp;#039; zum „französischen Leichtathleten des Jahrhunderts“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. &amp;#039;&amp;#039;Alain Mimoun&amp;#039;&amp;#039;. In: Internationales Sportarchiv 39/2010 vom 28. September 2010 (aufgerufen via [[Munzinger-Archiv|Munzinger Online]])&amp;lt;/ref&amp;gt; gewählt. 1949 und 1956 wurde er von der Sportzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[L’Équipe]]&amp;#039;&amp;#039; zu Frankreichs Sportler des Jahres („[[Champion des champions]]“) gewählt. Es folgte eine Karriere als Trainer und Sportfunktionär am Institut national des sports (heute [[INSEP]]) und er gründete das nach ihm benannte Centre national d’entraînement&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; [[Espace 1000 sources – Centre sportif Alain Mimoun]] in [[Bugeat]] in der [[Département Corrèze|Corrèze]]. Er ließ sich in [[Champigny-sur-Marne|Champigny]] nieder, wo er ein Haus besaß, dem er den Namen „Olympe“ gab und heiratete in zweiter Ehe eine Frau vom [[Plateau de Millevaches]]. Mit über 80 Jahren beendete Alain Mimoun seine Laufbahn als Marathonläufer und verstand es, bis ins hohe Alter die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. Über 100 Sportstätten, Schulen und Straßen in ganz Frankreich tragen heute seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Ritter (1956), Offizier (1972), Kommandeur (1999) sowie Großoffizier (2008) der Ehrenlegion&lt;br /&gt;
* [[Croix de guerre|Croix de Guerre]]&lt;br /&gt;
* [[Militärmedaille (Frankreich)|Médaille militaire]]&lt;br /&gt;
* Kommandeur des [[Orden für Verdienste um das Sportwesen (Frankreich)|Ordens für Verdienste um das Sportwesen]]&lt;br /&gt;
* Ritter des [[Ordre national du Mérite]]&lt;br /&gt;
* Benennung eines Asteroiden nach ihm 2017: [[(41213) Mimoun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uli-sauer.de/laufen/portraits/minoum.htm Biographischer Artikel zum 80. Geburtstag] aus der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]&lt;br /&gt;
* [http://marathoninfo.free.fr/jo/melbourne1956.htm Artikel über den Olympiamarathon 1956 auf marathoninfo.free.fr] (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://marathoninfo.free.fr/jo/interview%20mimoun.htm Ausführliches Interview mit Alain Mimoun] im &amp;#039;&amp;#039;Journal de la Haute Marne&amp;#039;&amp;#039;, 2002 (französisch)&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|68407}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Olympiasieger im Marathon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=nb2012023864|VIAF=198717164|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-04-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mimoun, Alain}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:5000-Meter-Läufer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:10.000-Meter-Läufer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marathonläufer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiasieger (Marathonlauf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelmeerspielesieger (5000-Meter-Lauf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelmeerspielesieger (10.000-Meter-Lauf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Mittelmeerspiele 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Mittelmeerspiele 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Meister (Leichtathletik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Algerier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mimoun, Alain&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mimoun Ouid Kacha; Mimoun O’Kach, Alain&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Leichtathlet&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[El Telagh]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Saint-Mandé]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Lunau</name></author>
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