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	<title>Al-Barakat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T21:15:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W. am 5. November 2024 um 08:39 Uhr</title>
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		<updated>2024-11-05T08:39:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:al-Barakat}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Al-Barakat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;al-Barakaat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (arabisch für „der Gesegnete“) ist eine 1986 gegründete Unternehmensgruppe in [[Somalia]]. Mit Stand 2001 war al-Barakat insgesamt in 40 Ländern aktiv und das größte Unternehmen in Somalia; es war hauptsächlich im Geldtransfer- und Bankgeschäft, aber auch in der Telekommunikation tätig und investierte in Landwirtschaftsprojekte, Bauwesen und Krankenhäuser. Jährlich wurden über al-Barakat bis zu 140 Mio. US-Dollar nach Somalia überwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Unternehmens ist &amp;#039;&amp;#039;Ahmed Nur Ali Jimale,&amp;#039;&amp;#039; als Direktor fungierte Abdullahi Hussein Kahie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.independent.co.uk/news/city-life-mogadishu-mobiles-mean-business-amid-the-ruins-1094216.html |titel=City Life: Mogadishu: Mobiles mean business amid the ruins |datum=1999-05-17 |abruf=2020-02-13 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 ließen die USA das Übersee-Geldüberweisungsgeschäft von al-Barakat schließen, da sie dem Unternehmen vorwarfen, mit der islamistischen Gruppierung [[al-Ittihad al-Islami]] in Verbindung zu stehen und Geldtransfers für Terroristen getätigt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seinen Durchbruch erfuhr das nach dem informellen [[Hawala]]-System funktionierende Geldüberweisungsgeschäft von al-Barakat nach 1991, als infolge des [[Somalischer Bürgerkrieg|somalischen Bürgerkrieges]] auch das reguläre Bankenwesen zusammenbrach. Hawala wurde damit zur einzigen Möglichkeit für im Ausland lebende Somalier, Geld an Verwandte in Somalia zu überweisen. Diese [[Rücküberweisung (Migranten)|Rücküberweisungen]] sind für die [[Wirtschaft Somalias]] von erheblicher Bedeutung, viele Somalier sind auf sie angewiesen. Al-Barakat erlangte eine dominierende Stellung in diesem Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Terrorfinanzierungsvorwürfe ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Terroranschlägen am 11. September 2001]] geriet al-Barakat von Seiten der USA in Verdacht, mit der islamistischen Organisation [[al-Ittihad al-Islami]] in Verbindung zu stehen und Geldtransfers für Terroristen getätigt zu haben. Konkret sollen Geldüberweisungen über die Dienste des Unternehmens an Terroristen nicht verhindert worden sein. Im November 2001 erzwangen die USA deshalb die Schließung des Übersee-Geldüberweisungsgeschäfts, obschon die Beweislage für die Vorwürfe spärlich war. Dies hatte zunächst schwerwiegende Folgen für die somalische Wirtschaft und für auf Überweisungen angewiesene Somalier. Andere Anbieter füllten die entstandene Marktlücke bald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit al-Barakat wurden zwei Personen in [[Guantánamo-Bucht|Guantánamo]] inhaftiert. Der [[Kasachstan|Kasache]] &amp;#039;&amp;#039;Ilkham Turdbyavich Batayev&amp;#039;&amp;#039; war bis zu seiner Entlassung 2006 vier Jahre lang in Haft, unter anderem weil er als „Kassierer“ in einer al-Barakat-Filiale in [[Usbekistan]] gearbeitet hatte. Der bis 2009 inhaftierte Somalier &amp;#039;&amp;#039;Mohammed Sulaymon Barre&amp;#039;&amp;#039; hatte in einem [[pakistan]]ischen Flüchtlingslager gelebt und für das Hawala-Unternehmen [[Dahabshiil]] gearbeitet, dem Verbindungen zu al-Barakat attestiert worden waren. Barre hatte sich die Freilassung durch ein [[Habeas Corpus (Vereinigte Staaten)|Habeas Corpus]] erstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 ließen die USA die Terrorfinanzierungsvorwürfe gegen al-Barakat fallen, allerdings waren zu diesem Zeitpunkt noch über 9 Mio. US-Dollar des Unternehmens in den USA blockiert. Erst vierzehn Jahre später, am 12. Februar 2020, strichen die USA die Unternehmensgruppe von ihrer Liste wirtschaftlich sanktionierter Auslandsfirmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.treasury.gov/resource-center/sanctions/OFAC-Enforcement/Pages/20200212.aspx |titel=Counter Terrorism Designations Removals |abruf=2020-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 22. Oktober 2009 ließ das UN-Sanktionskomitee al-Barakat von seiner &amp;#039;&amp;#039;consolidated list&amp;#039;&amp;#039; streichen, Tausende Somalier sollten ausstehende blockierte Zahlungen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgeunternehmen ===&lt;br /&gt;
Nachdem Al-Barakat geschäftsunfähig gemacht wurde, wurde das Unternehmen liquidiert und sein Besitz an eine Gruppe an Unternehmern verkauft. Diese gründeten das Unternehmen Hormuud, das in der Folge das größte Telekommunikationsunternehmen Somalias wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Abdi Ismail Samatar |url=https://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2012/04/2012417050577774.html |titel=An odious affair: The UN in Somalia |abruf=2020-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Monitoring Group for Somalia and Eritrea (MG) der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] erhob 2011 den Vorwurf, dass unter den 3.000 Aktionären Hormuuds der Gründer Al-Barakats, &amp;#039;&amp;#039;Ahmed Nur Ali Jimale,&amp;#039;&amp;#039; sei, und die Neugründung dem Zweck der Umgehen von Sanktionen diene. Das UN-Sicherheitskommittee folgte dieser Ansicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.un.org/press/en/2012/sc10545.doc.htm |titel=Security Council Committee on Somalia and Eritrea Adds One Individual to List of Individuals and Entities {{!}} Meetings Coverage and Press Releases |abruf=2020-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwürfe, dass Hormuud mit der Terrormiliz [[Al-Shabaab (Miliz)|al-Shabaab]] in Verbindung steht, konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Hormuud Telecom erhebt den Vorwurf, dass das kenianische Militär seine Funkmasten im Süden Somalias wiederholt zerstört habe. Grund hierfür könnte sein, dass [[Kenia]] versucht, Anschläge Al-Shabaabs über Funksender und die Überweisung von Geld an die Terrorgruppe zu unterbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://apnews.com/266181bb47cb42bf9af392562c7c8c1f |titel=UN links Kenyan military to attacks on Somalia’s top telecom |datum=2019-11-15 |abruf=2020-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Al-Shabaab hatte dem Unternehmen 2010 befohlen, sein Netz abzuschalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.opennetafrica.org/somalia-powerless-to-stop-al-shabaab-mobile-internet-shutdown/ |titel=Somalia Powerless to Stop Al-Shabaab Mobile Internet Shutdown |datum=2015-03-30 |abruf=2020-02-13 |sprache=en-GB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks==&lt;br /&gt;
* [https://casi.sas.upenn.edu/sites/casi.sas.upenn.edu/files/bio/uploads/Remittances%20-%20The%20New%20Development%20Mantra.pdf Devesh Kapur, United Nations Conference on Trade and Development/G24: Remittances, the New Development Mantra?] (2004; PDF-Datei; 4 kB)&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/1615258.stm BBC News: Somalia: The land of opportunity] (November 2001)&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/1868763.stm BBC News: Somalia proposal to end bank misery] (2002)&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/5292750.stm BBC News: US ends Somali banking blacklist] (2006)&lt;br /&gt;
* Reinhard Wolff, taz.de: [https://taz.de/Angebliche-Al-Qaida-Gelder/!5153575/ Terror-Geld fließt zurück], 28. Oktober 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Somalia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1986]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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