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	<title>Aktionismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:42:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aktionismus&amp;diff=121464&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;3mnaPashkan: Erg. Gliederung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erg. Gliederung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für die Kunstrichtung siehe [[Wiener Aktionismus]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aktionismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Derivation (Linguistik)|Derivation]] des [[Latein|lateinischen]] Begriffs &amp;#039;&amp;#039;actio&amp;#039;&amp;#039; für „Handlung“ und bezeichnet handlungsorientiertes Tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Aktionismus&amp;#039;&amp;#039; unterstellt betriebsames, unreflektiertes oder zielloses Handeln ohne [[Entwerfen|Konzept]], um den Anschein von Untätigkeit oder [[Überforderung]] zu vermeiden oder zu vertuschen. Aktionismus kann auch bedeuten, dass viele [[Projekt]]e diskutiert oder begonnen, aber nicht zu Ende geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorwurf des „bloßen/blinden Aktionismus“ wird oft [[Politiker]]n gemacht. So gibt es auch immer wieder Politiker oder politische Gruppierungen, die mit Meinungsäußerungen und [[Demonstration]]en zu den verschiedensten politischen Fragen hervortreten, darüber aber die zielgerichtete, praktische, der Öffentlichkeit oft schwer vermittelbare politische Arbeit vernachlässigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff steht auch für unorganisierte politische oder soziale Aktionen, die zwar eine Veränderung bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse bezwecken, deren Ziele aber weder genau definiert noch zu Ende gedacht und deren Konsequenzen meist nicht bedacht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktionismus in der politischen Linken ==&lt;br /&gt;
Nachdem seine Vorlesungen im Rahmen der [[Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|Studentenproteste Ende der 1960er Jahre]] gestört worden waren, kritisierte der deutsche Philosoph [[Theodor W. Adorno]] 1969 in einem Interview mit dem [[Der Spiegel|&amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;]] den dabei sichtbar gewordenen Aktionismus: Dieser sei „wesentlich auf Verzweiflung zurückzuführen […], weil die Menschen fühlen, wie wenig Macht sie tatsächlich haben, die Gesellschaft zu verändern“. All diese Einzelaktionen seien aber „zum Scheitern verurteilt“, was sich bereits bei den [[Mai 1968 in Frankreich|Maiunruhen 1968]] in [[Paris]] gezeigt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Keine Angst vor dem Elfenbeinturm&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; vom 5. Mai 1969 ([https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45741579.html online], Zugriff am 21. November 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktionismus ist ein vor allem dem [[Anarchismus]] zugeordnetes Konzept direkten, unmittelbaren und nicht durch Stellvertreter geführten Handelns. Aktionismus bedeutet zunächst das eigene, nicht symbolische [[Widerstand (Politik)|widerständige]] Tun. Dabei überwindet der Aktionismus die Mittel-Zweck-Relation. Aktionismus zeigt sich in einer Vielfalt [[Subversion|subversiver]] Handlungen. Die Aktion selbst ist Ausdruck eines subversiven Lebens und wird dabei nicht in Bezug auf sichtbare Auswirkungen auf die politische Ordnung bewertet, da sie für sich als Verschiebung der Machtverhältnisse gewertet werden kann. Im politischen Aktionismus scheint es von Bedeutung, die eigene Person als Widerstandspunkt und Widerstand selbst als Entwicklung alteritärer Lebensverhältnisse zu begreifen und so den Risiken repräsentativer Politikkonzepte zu entgehen. Die Aktion selbst kann als „lustvolles Erlebnis, befreiende Tat, Moment der Selbstverwirklichung“&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Paas: &amp;#039;&amp;#039;Frankreich: Der integrierte [[Linksradikalismus]]&amp;#039;&amp;#039; S. 195f. zit. n. [[Gabriel Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Tier-Werden, Schwarz-Werden, Mensch-Werden&amp;#039;&amp;#039; Eine Einführung in die politische Philosophie des [[Poststrukturalismus]]. Unrast-Verlag Münster 2005, ISBN 978-3-89771-441-0, S. 204&amp;lt;/ref&amp;gt; empfunden werden und den „Charakter einer Inszenierung, eines Spiels“&amp;lt;ref&amp;gt;VAL: &amp;#039;&amp;#039;Liebe und Krieg&amp;#039;&amp;#039; S. 35. zit. n. Gabriel Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Tier-Werden, Schwarz-Werden, Mensch-Werden&amp;#039;&amp;#039; Eine Einführung in die politische Philosophie des Poststrukturalismus. Unrast-Verlag Münster 2005, ISBN 978-3-89771-441-0, S. 204&amp;lt;/ref&amp;gt; haben. Ein aktionsorientiertes Konzept, das demgegenüber konkrete soziale Veränderungen zum Ziel hat, ist die [[Direkte Aktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faschistischer Aktionismus ==&lt;br /&gt;
Auch der [[Faschismus]] gilt als Ideologie, in deren Zentrum weniger ein Programm als ein kompromissloser Wille zum Handeln stand: Ständig appellierte die faschistische [[Propaganda]] an Gefühle und Gemeinschaftssinn, eine rationale Analyse und eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Gegebenheiten fand typischerweise nicht statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Echternkamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich. Diktatur, Volksgemeinschaft, Krieg&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;[[Oldenbourg Grundriss der Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 45). Oldenbourg, München 2018, ISBN 3-486-75569-2, S. 230 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Aktionismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anarchismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;3mnaPashkan</name></author>
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