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	<title>Aktion Weichsel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ulanwp: Vorlagenparameterfehler beseitigt: Parameter Hrsg mit unzulässigem Zusatz; 3 fehlende Sprachparameter eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-26T08:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagenparameterfehler beseitigt: Parameter Hrsg mit unzulässigem Zusatz; 3 fehlende Sprachparameter eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Operation Wisła.jpg|mini|Foto der Aktion Weichsel 1947]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Akcja wisla cm01.jpg|mini|Gedenktafel an die zwangsumgesiedelten [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aktion Weichsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{plS|Akcja Wisła}}) bezeichnet die 1947 durchgeführte [[Zwangsumsiedlung]] [[Ethnie|ethnischer]] [[Ukrainer]], [[Russinen]], [[Bojken]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]] aus dem Südosten der [[Volksrepublik Polen]] (etwa aus der heutigen Woiwodschaft [[Woiwodschaft Karpatenvorland|Karpatenvorland]] und den östlichen Teilen der heutigen Woiwodschaften [[Woiwodschaft Kleinpolen|Kleinpolen]] und [[Woiwodschaft Lublin|Lublin]]) in den Norden und Westen des Landes (die sogenannten [[Wiedergewonnene Gebiete|wiedergewonnenen Gebiete]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Als Folge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war es zur [[Volksrepublik Polen#Lubliner Komitee und Westverschiebung|Westverschiebung Polens]] gekommen. Damit entstand im Osten des Landes eine Grenze, die weitgehend der nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] 1919 von den [[Westalliierte]]n als Demarkationslinie zwischen Polen und [[Sowjetrussland]] verkündeten sowie mit wenigen Ausnahmen auf dem &amp;#039;&amp;#039;ethnographischen Prinzip&amp;#039;&amp;#039; [[Woodrow Wilson]]s basierenden [[Curzon-Linie]] entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gotthold Rhode]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Polens.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1965, S. 466 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war das von der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besatzung]] befreite Polen in den Machtbereich der [[Sowjetunion]] geraten und somit ab 1945 der [[Stalinisierung]] ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Sowjetunion in den von ihr absorbierten [[Unionsrepublik]]en insbesondere in [[Zentralasien]] und dem [[Kaukasus]] auf kulturelle Zersplitterung setzte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Rüesch |url=https://www.nzz.ch/stalins_erbe_in_zentralasien-ld.942227 |titel=Stalins Erbe in Zentralasien |hrsg=NZZ |datum=2010-06-26 |abruf=2022-04-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verfolgte [[Josef Stalin]] nach dem Zweiten Weltkrieg in [[Europa]] zur Vorbeugung künftiger ethnischer Konflikte eine ethnische Homogenisierung seiner Satellitenstaaten. Dem entsprach das Vorhaben der [[Polnische Vereinigte Arbeiterpartei|kommunistischen polnischen Nachkriegsregierung]], auch in Polen einen ethnisch homogenen [[Nationalstaat]] zu kreieren. Aus demselben Grund hatte das [[Lubliner Komitee]] noch während des Zweiten Weltkrieges mehrere so genannte [[Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944–1946|Repatriierungsabkommen]] mit den an Polen angrenzenden sowjetischen Unionsrepubliken [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik|Weißrussland]] und [[Ukrainische SSR|Ukraine]] vereinbart. Die Verträge sahen einen [[Ethnische Säuberung|Bevölkerungsaustausch]] vor. Dieser sollte formal freiwillig geschehen, tatsächlich fanden diese Umsiedlungen jedoch zu weiten Teilen [[Zwangsmigration|unter Zwang]] statt. Die Bezeichnung der Betroffenen als „[[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950#Polen|Repatrianten]]“ verschleierte, dass diese aus einem Gebiet vertrieben wurden, in dem ihre Vorfahren seit Jahrhunderten gelebt hatten, und eben nicht in die [[Heimat]] zurückgeführt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philipp Ther]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche und polnische Vertriebene: Gesellschaft und Vertriebenenpolitik in der SBZ/DDR und in Polen 1945–1956.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1998, S. 92 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ukrainer sollten aus Polen in die Sowjetunion umsiedeln, zum Ausgleich für Polen, die aus den von der Sowjetunion [[Kresy|annektierten ostpolnischen Gebieten]] nach Westen ziehen mussten. Nach Ablauf der Abkommen wurden diese zwar mehrmals verlängert, dennoch verblieben innerhalb der neuen Grenzen Polens im Südosten des Landes zehntausende Ukrainer in direkter Grenzlage zur Sowjetunion. Diese Region befand sich zudem in einem Zustand des [[Bürgerkrieg]]es. Die [[Ukrainische Aufständische Armee]] (UPA), eine nationalistische, antipolnische und antirussische Organisation, kämpfte unter ständigem Wechsel ihrer Bündnispartner seit 1943 für die Errichtung eines nicht-kommunistischen ukrainischen Nationalstaates. Sie verübte Anschläge auf sowjetische Funktionäre, Einrichtungen sowie Verkehrswege, war auch für das [[Wolhynien-Massaker|Massaker an polnischen Zivilisten in Wolhynien]] verantwortlich und wurde sowohl von polnisch-kommunistischer als auch von sowjetischer Seite bekämpft. Anfang April 1947 zerstörte die UPA die Eisenbahnbrücke von Stefkowa, „um die Umsiedlung von Ukrainern aus Polen nach der Ukraine zu behindern“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|san|11|04|1947|1|Panzer gegen ukrainische Aufständische}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zehntausende von Ukrainern wurden von Truppen des [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] verhaftet und in Arbeitslager in [[Sibirien]] deportiert, weil sie verdächtigt wurden, Mitglied der UPA oder der [[Organisation Ukrainischer Nationalisten]] zu sein, während man ihre Heimatorte zerstörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Verlust. Die Vertreibung der Deutschen und Polen im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Beck, München 2004, ISBN 3-406-54156-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swierczewslo monument Walter.jpg|mini|hochkant|Denkmal für General Karol Świerczewski, Jabłonki, [[Bieszczady]], Polen 2005]]&lt;br /&gt;
Nach dem aus polnischer Sicht begrenzten Erfolg der Verdrängung der Ukrainer in die Sowjetunion plante die kommunistische polnische Regierung die &amp;#039;&amp;#039;Lösung der ukrainischen Frage&amp;#039;&amp;#039; innerhalb des eigenen [[Staat]]sgebietes. Im November 1946 wurde dem Generalsekretär der [[Polska Partia Robotnicza]] (PPR) und Minister für die so genannten &amp;#039;&amp;#039;Wiedergewonnenen Gebiete&amp;#039;&amp;#039; ([[ehemalige Deutsche Ostgebiete]]) im Norden und Westen der [[Volksrepublik Polen|polnischen Volksrepublik]], [[Władysław Gomułka]], ein Bericht des Chefs des [[Generalstab]]es der [[Polnische Volksarmee|polnischen Volksarmee]], des Generals [[Ostap Steca]] (1900–1978), vorgelegt. Darin wurde eine Art Konzept zur [[Zwangsmigration]] in die [[Wiedergewonnene Gebiete|„wiedergewonnenen Gebiete“]] vorgeschlagen, die ehemaligen Ostprovinzen Preußens, die nach der [[Potsdamer Konferenz]] unter polnische Verwaltung gestellt worden waren. Steca ging davon aus, dass man „zukünftig nicht mit der Loyalität dieser Bevölkerung gegenüber dem Staat rechnen“ könnte.&lt;br /&gt;
Die ersten konkreten Vorbereitungen der Aktion Weichsel begannen im Januar 1947. Die in Südostpolen stehenden Einheiten der polnischen Volksarmee erhielten die Aufgabe, Listen mit ukrainischen und auch gemischt-ukrainischen Familien zu verfassen. General [[Stefan Mossor]], Vizechef des Generalstabes der polnischen Volksarmee, legte [[Verteidigungsministerium (Polen)|Verteidigungsminister]] [[Michał Rola-Żymierski]] anschließend einen Bericht vor, in dem er vorschlug, die ukrainische Bevölkerung „in einzelnen Familien in den Wiedergewonnenen Gebieten zerstreut umzusiedeln, wo sie sich schnell assimilieren“ würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als rechtliche Grundlage für die Zwangsumsiedlung diente ein Gesetz vom 9. Juli 1937 über den Schutz der [[Staatsgrenze]]n. Darin wurde festgehalten, dass zur Sicherung und zum Schutz des Grenzgebietes eine Ausweisung nicht-polnischer Bewohner legal sei. Zur Zeit seiner Verabschiedung betraf dieses Gesetz vor allem die in den 1919 und 1920 zu Polen gekommenen [[Woiwodschaft Pommerellen (1919–1939)|Teilen Westpreußens]] und [[Woiwodschaft Schlesien (1920–1939)|Oberschlesiens]] lebenden [[Deutsche Minderheit in Polen|deutschen Minderheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer Sitzung der polnischen Landessicherheitskommission am 27. März 1947 stellte General Mossor das Konzept für die Umsiedlung der Ukrainer vor. Der Tod des polnischen Generals [[Karol Świerczewski]] in einem Gefecht vermutlich mit ukrainischen Freischärlern am folgenden Tag wurde offiziell Aktivisten der UPA zur Last gelegt. Ob diese tatsächlich für seinen Tod verantwortlich waren, ist jedoch umstritten, da es dafür keine eindeutigen Beweise gab. Die beabsichtigte Zwangsumsiedlung erhielt damit in den Augen der polnischen Öffentlichkeit jedoch eine größere [[Legitimität|Legitimation]]. Durch eine verstärkte anti-ukrainische [[Propaganda]] wurde versucht, diese noch weiter zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. April 1947 bestätigte das [[Politbüro]] des [[Zentralkomitee]]s der Polnischen Arbeiterpartei den Plan der Umsiedlungsaktion. General Mossor wurde zu ihrem Leiter bestimmt. Drei Tage später, am 14. April 1947, wurden bei einer Besprechung im Ministerium für die Wiedergewonnenen Gebiete unter Beteiligung von Vertretern des Ministeriums für öffentliche Verwaltung, des PUR (Staatliches Amt für Repatriierung) und der polnischen Armee Richtlinien für die Durchführung der Aktion Weichsel erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Bestimmungen sollten die Ukrainer im Nordwesten Polens mit einem Mindestabstand zur Landgrenze von 50&amp;amp;nbsp;km und zur Seegrenze von 30&amp;amp;nbsp;km neu angesiedelt werden. Sie sollten zudem nicht mehr als zehn Prozent der Bevölkerung in ihren neuen Heimatorten ausmachen, um eine rasche Assimilation der Deportierten sicherzustellen. Polnische Schätzungen gingen von noch etwa 74.000 Ukrainern in Südostpolen aus. Viele Ukrainer versteckten sich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch in Wäldern oder in der [[Tschechoslowakei]], um der so genannten „Repatriierung“ in die Sowjetunion zu entgehen, ihre tatsächliche Zahl dürfte 200.000 nicht unterschritten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. April 1947 wurden dem Politbüro der Polnischen Arbeiterpartei diese Planungen vorgestellt. Die Aktion wurde von „Aktion Ost“ (polnisch &amp;#039;&amp;#039;Akcja Wschód&amp;#039;&amp;#039;) in „Aktion Weichsel“ (&amp;#039;&amp;#039;Akcja Wisła&amp;#039;&amp;#039;) umbenannt und genehmigt. Auf diplomatischen Wegen wurden die Regierungen der Sowjetunion und der Tschechoslowakei über die geplante Deportation informiert und gebeten, die Grenzen zu Polen zu blockieren, um die Umsiedlung zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Die Durchführung der Aktion Weichsel begann am 28. April 1947 um vier Uhr morgens. Sie verlief immer nach dem gleichen Muster. Nachdem ein Dorf von der polnischen Armee umstellt worden war, hatten die Bewohner wenige Stunden Zeit, um das Notwendigste zu packen. Anschließend wurden sie in bewachten Zügen [[Deportation|deportiert]]. Personen, die in Verdacht geraten waren, mit dem ukrainischen Untergrund zu kooperieren (insbesondere Soldaten der [[Polnische Heimatarmee|Polnischen Heimatarmee]], Kohlenarbeiter und Deutsche), wurden im ehemaligen Außenlager des [[KZ Auschwitz-Birkenau]] in [[Jaworzno]] inhaftiert. Annähernd 4.000 Personen, darunter auch Frauen und Kinder, wurden hier infolge der Aktion Weichsel untergebracht. Die UPA versuchte teilweise, die [[Deportation|Transporte]] zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktion Weichsel dauerte genau drei Monate und war am 28. Juli 1947 beendet. Sie lässt sich in zwei Phasen unterteilen:&lt;br /&gt;
# Phase: Umsiedlung der ukrainischen Bewohner aus den Kreisen [[Sanok]], [[Lesko]], [[Przemyśl]], [[Brzozów]] und [[Lubaczów]].&lt;br /&gt;
# Phase: Umsiedlung der ukrainischen Bewohner aus den Kreisen [[Jarosław]], weiter Lubaczów, [[Powiat Tomaszowski (Lublin)|Tomaszów]] und [[Powiat Lubelski|Lubelski]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einher mit den Zwangsumsiedlungen ging in diesen Gebieten der Kampf gegen die ukrainischen Aufständischen der UPA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Aktion Weichsel wurden etwa 150.000 Ukrainer deportiert. Einziges Kriterium dabei war ihre [[Nationalität]]. Betroffen waren somit auch Ukrainer, die pro-kommunistisch waren oder als Soldaten der polnischen Volksarmee gedient hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Aktion Weichsel wurden verschiedene administrative Hürden geschaffen, um die Rückkehr der Ukrainer in ihre angestammten Siedlungsgebiete zu verhindern. In einem Dekret vom 27. September 1947 wurden die Ukrainer ihrer alten Besitztümer enteignet. Durch ein weiteres Dekret vom 28. August 1949 gingen die [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche|griechisch-katholischen Kirchen]] in staatlichen Besitz über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Królik Wołoski ruiny cerkwi 2008-07-27.jpg|mini|Eine verlassene [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche|griechisch-katholische Kirche]] im entvölkerten Dorf &amp;#039;&amp;#039;Królik Wołoski&amp;#039;&amp;#039; nahe [[Rymanów]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsiedlung der polnischen Ukrainer hatte nicht die angestrebte kulturelle Auslöschung zur Folge. Schon zu Zeiten der [[Volksrepublik Polen]] fand am 18. Juni 1956 in [[Warschau]] das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;1. Allgemein-Ukrainische Treffen&amp;#039;&amp;#039; statt. 239 Delegierte sprachen dabei nach eigenen Angaben im Namen von 250.000 Ukrainern in Polen. Bei diesem Treffen verurteilte der polnische [[Bildungsminister]] [[Witold Jarosiński]] (1909–1993) in einer Rede die Durchführungsmethoden während der Umsiedlungsaktion. Kurze Zeit nach dem Treffen verurteilte das polnische [[Innenministerium]], einst der Haupttäter der Aktion Weichsel, am 26. August 1956 auch offiziell die Aktion, im Rahmen der [[Entstalinisierung]] nach dem Tod [[Bolesław Bierut]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dritte Polnische Republik#Vorgeschichte|Absetzung des kommunistischen Regimes]] missbilligte der polnische [[Senat]] am 3. August 1990 die Zwangsumsiedlung der Ukrainer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrzej Stelmachowski |Titel=W sprawie akcji &amp;quot;Wisla&amp;quot; |TitelErg=Zur Aktion „Wisla“ |Hrsg=Marszalek Senatu |Ort=Warschau |Datum=1990-08-03 |Online=[https://www.senat.gov.pl/download/gfx/senat/pl/senatuchwaly/2324/plik/wisla.pdf Online] |Sprache=pl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, doch erhielten die Betroffenen ihr konfisziertes Eigentum nicht zurück. Laut einer [[Volkszählung]] der Jahre 2002/2003 bezeichneten sich in Polen 31.000 Bürger selbst als Ukrainer (und 5.800 als [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]). Die weit größere Zahl ukrainischstämmiger Polen hat sich inzwischen assimiliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption der Aktion Weichsel in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Im Westen wurde die Deportation der Ukrainer innerhalb Polens 1947 nur am Rande wahrgenommen, obwohl sie nicht im Geheimen durchgeführt wurde. Ein Niederschlag in der deutschen Historiographie fehlt sogar fast völlig, ebenso wie die vorangegangenen wechselseitigen Umsiedlungen zwischen Polen einerseits und Weißrussland bzw. der Ukraine andererseits von der deutschen Geschichtsschreibung kaum beachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Martin Sander: [https://www.deutschlandfunk.de/70-jahre-nach-der-aktion-weichsel-gedenken-an-die.2016.de.html?dram:article_id=384973 &amp;#039;&amp;#039;Gedenken an die Vertreibung der Ukrainer.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[deutschlandfunk.de]], &amp;#039;&amp;#039;Information und Musik&amp;#039;&amp;#039;, 30. April 2017.&lt;br /&gt;
* Doris Liebermann: [https://www.deutschlandfunk.de/75-jahre-aktion-weichsel-100.html &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Vertreibung der Ukrainer&amp;#039;&amp;#039;] In: [[deutschlandfunk.de]], &amp;#039;&amp;#039;Kalenderblatt&amp;#039;&amp;#039;, 28. April 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Ralph Giordano]] |Titel=Ostpreußen ade. Reise durch ein melancholisches Land. |Auflage=5 |Verlag=Deutscher Taschenbuch Verlag |Ort=München |Datum=1999 |ISBN=3-423-30566-5 |Kapitel=Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Aktion Weichsel&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=151 ff. |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Marek Jasiak: &amp;#039;&amp;#039;Overcoming Ukrainian Resistance: The Deportation of Ukrainians within Poland in 1947&amp;#039;&amp;#039;. In: Philipp Ther, Ana Siljak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Redrawing Nations. Ethnic Cleansing in East-Central Europe, 1944–1948&amp;#039;&amp;#039;, Rowman &amp;amp; Littlefield Publishers, Lanham/Boulder/New York/Oxford 2001, S. 173–194 ISBN 0-7425-1093-X. (englisch)&lt;br /&gt;
* Eugeniusz Misiło: &amp;#039;&amp;#039;Akcja „Wisła“. Dokumenty.&amp;#039;&amp;#039; Warszawa 1993, ISBN 83-900854-2-9. (Dokumentenband zur Aktion Weichsel, polnisch)&lt;br /&gt;
* Michael G. Esch: &amp;#039;&amp;#039;„Gesunde Verhältnisse“. Deutsche und polnische Bevölkerungspolitik in Ostmitteleuropa 1939–1950.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1998, ISBN 3-87969-269-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4740763-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwangsumsiedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnisch-ukrainische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksrepublik Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lemken (Volksgruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migration (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationsgeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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