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	<title>Akkumulation (Wirtschaft) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|1&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Akkumulation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|accumulare}}, „anhäufen“) wird in der [[Wachstumstheorie]] und [[Volkswirtschaftslehre]] die Rolle der [[Produktionsfaktor]]en für das [[Wirtschaftswachstum]] verstanden. In der [[Klassische Nationalökonomie|klassischen Nationalökonomie]] und im [[Marxismus]] wird der Begriff für [[Erweiterungsinvestition]]en verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Im wirtschaftlichen Sinne versteht man unter Akkumulation allgemein die Anhäufung des [[Reichtum]]s in Form von [[Geld]] oder [[Produktionsmittel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_zur_Soziologie/wSieBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Akkumulation+lexikon&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;printsec=frontcover  Kapitalistische Akkumulation, in: Hanns Wienold/Otthein Rammstedt/Rüdiger Lautmann/Werner Fuchs-Heinritz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Soziologie&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 26 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Klassische Nationalökonomie|klassischen Nationalökonomie]] wird mit Akkumulation die durch [[Reinvestition]] des auf dem [[Markt]] realisierten [[Mehrwert (Marxismus)|Mehrwerts]] vorangetriebene Erweiterung des [[Kapital]]s bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den klassischen Produktionsfaktoren [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]], [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]] und [[Kapital]] kann ein Wachstum lediglich von Arbeit und Kapital ausgehen, weil der ökonomisch relevante Boden in einer Volkswirtschaft – bis auf vernachlässigbare Ausnahmen – nicht beliebig vermehrt werden kann. Bei den übrigen Faktoren wird von &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsakkumulation&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kapitalakkumulation&amp;#039;&amp;#039; gesprochen. Arbeitsakkumulation sind [[Sachinvestition]]en, die überwiegend auf dem [[Arbeitseinsatz]] beruhen und für die keine [[Finanzierung]] erforderlich wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Betke, &amp;#039;&amp;#039;Chinas neue Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1980, S. 84; ISBN 3-593-32832-1&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff der Arbeitsakkumulation ({{zh|t=英文|p=laodong jilei}}) ist besonders in China gebräuchlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Hagemann, &amp;#039;&amp;#039;Volkskommune und ländliche Kleinindustrie in China als Modelle ‚integrierter ländlicher Entwicklung‘&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahresheft&amp;#039;&amp;#039; 3, 1977, S. 178&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wachstumstheorie ==&lt;br /&gt;
Die [[goldene Regel der Akkumulation]] gibt die Bedingungen vor, mit denen die Maximierung des Pro-Kopf-Konsums im konstanten Wirtschaftswachstum des [[Solow-Modell]]s ({{enS|steady state equilibrium}}) realisiert werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Wirtschaftstheorie/9CokBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Akkumulation+lexikon&amp;amp;pg=PA10&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 10]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die goldene Regel der Kapitalakkumulation besagt, dass in einem neoklassischen [[Wachstumsmodell]] unter der [[Prämisse]] einer [[Vollständige Konkurrenz|vollkommenen Konkurrenz]] der Pro-Kopf-Konsum maximiert werden kann, wenn die [[Investitionsquote]] &amp;lt;math&amp;gt;I_q&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Gewinnquote (Ökonomie)|Profitquote]] &amp;lt;math&amp;gt;P_q&amp;lt;/math&amp;gt; und die [[Konsumquote]] &amp;lt;math&amp;gt;K_q&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Lohnquote]] &amp;lt;math&amp;gt;L_q&amp;lt;/math&amp;gt; entspricht:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Volkswirtschafts_Lexikon/S2-EBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Akkumulation+lexikon&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;printsec=frontcover Volker Häfner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 232]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;I_q = P_q&amp;lt;/math&amp;gt; und&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;K_q = L_q&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Nach dem neoklassischen Standardmodell bestimmen die Akkumulation der Produktionsmittel, das [[Bevölkerungswachstum]] und der [[technischer Fortschritt|technische Fortschritt]], mit welchem Tempo sich eine Volkswirtschaft entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 460&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marxismus ==&lt;br /&gt;
;Ursprüngliche Akkumulation&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ursprüngliche Akkumulation}}&lt;br /&gt;
Die „ursprüngliche Akkumulation“ bezeichnet den Prozess, wie sich der Kapitalismus als [[Gesellschaftsformation]] herausgebildet hat. Dazu war Vorbedingung, dass die [[Landwirtschaft]] von der [[Naturalwirtschaft]] überging zur [[Produktion]] für den Markt; hierbei wurden die in der Landwirtschaft tätigen Bauern „freigesetzt“. Außerdem war schon immer aufgrund von Handelsbeziehungen Handelskapital vorhanden, das sich unter günstigen Bedingungen auf die gewerbliche und industrielle Produktion konzentrieren konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, 20. Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Die ursprüngliche Akkumulation und die Akkumulation der Kapitalien&amp;#039;&amp;#039;, in: Roman Rosdolsky, &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehungsgeschichte des Marxschen ‘Kapital’. Der Rohentwurf des Kapital 1857–1858&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 4. Auflage, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main, 1974, S. 315 ff.; ISBN 3-434-45003-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von [[Karl Marx]] eingeführte Begriff der „ursprünglichen Akkumulation“ ist mit der erstmaligen [[Organisation]] kapitalistischer [[Produktionsprozess]]e abgeschlossen. Damit ist die „ursprüngliche Akkumulation“ die „Vorgeschichte des Kapitals“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_640.htm Karl Marx, &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital&amp;#039;&amp;#039;, Band I, MEW 23: &amp;#039;&amp;#039;Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Marx zufolge hat Akkumulation zwei Seiten: einerseits sammelt sich immer mehr Kapital in den Händen der Kapitalisten, auf der anderen Seite der [[Arbeiter]] steigt das [[Elend (Zustand)|Elend]]. Gerade dies halte aber den [[Kapitalismusmodelle|Kapitalismus]] in Gang, weil dadurch die [[Lohnarbeit]]er stets ökonomisch gezwungen seien, ihre [[Arbeitskraft]] an die Kapitalisten zu deren Bedingungen verkaufen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weitere Entwicklung&lt;br /&gt;
Die Akkumulation kann sich auf die [[Produktionsmittel]], also auf das [[Konstantes Kapital|konstante Kapital]] beziehen, aber auch auf die [[Beschäftigung]], indem ein Teil des Mehrwerts dazu verwendet wird, mehr Arbeiter zu beschäftigen. In diesem Fall wird [[variables Kapital]] akkumuliert, also ein Teil des Mehrwerts dazu verwendet, die Lohnsumme zu erhöhen, um mehr Arbeiter zu beschäftigen. Es wird jedoch in der Regel nicht der gesamte Mehrwert reinvestiert, sondern ein Teil des Mehrwerts wird als persönliches Einkommen ({{enS|Revenue}}) der Kapitalisten unproduktiv verausgabt, etwa für [[Luxusgut|Luxus-]] oder [[Geltungskonsum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx definierte die Kapitalakkumulation präziser als Verzicht auf die rein konsumtive Verwendung von [[Profit]]. Wird der Gewinn vom [[Unternehmer]] [[Gewinnthesaurierung|thesauriert]] und in zusätzliche Produktionsmittel investiert, liegt Kapitalakkumulation vor. Marx sieht eine Abhängigkeit der Profitrate von der Kapitalakkumulation, sie sinkt bei steigender Akkumulation. Je nach Wahl der [[Produktionstechnik]] werden nach Verlauf der Kapitalakkumulation Produktionsmittel beschafft oder Arbeitskräfte eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Politik_Lexikon/eq8FCgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Akkumulation+lexikon&amp;amp;pg=PA298&amp;amp;printsec=frontcover Everhard Holtmann/Heinrich Pehle/Heinz Ulrich Brinkmann, &amp;#039;&amp;#039;Politik-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 295]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wert der [[Arbeitskraft]] wird Marx zufolge im Produktionsprozess nicht angemessen entlohnt. Diese Wertdifferenz – vom [[Kapitalist]]en beim [[Warenausgang|Warenverkauf]] als [[Mehrwert (Marxismus)|Mehrwert]] (Profit) realisiert – ermögliche die Kapitalakkumulation.&amp;lt;ref&amp;gt;Everhard Holtmann/Heinrich Pehle/Heinz Ulrich Brinkmann, &amp;#039;&amp;#039;Politik-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 371&amp;lt;/ref&amp;gt; Übersteigt jedoch die Entlohnung den Wert der Arbeit, sinkt die Profitrate, was die Kapitalakkumulation verringert. Der hieraus resultierende Nachfragerückgang führe Marx zufolge zu [[Massenentlassung]]en, die zur Entstehung einer „[[Industrielle Reservearmee|industriellen Reservearmee]]“ ([[Arbeitslosigkeit]]) führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Häfner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 265&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während gesamtwirtschaftlich die Kapitalakkumulation durch den Mehrwert begrenzt ist, kann das einzelne Kapital auch rascher akkumulieren, indem es sich mit anderen Kapitalien [[Unternehmenszusammenschluss|zusammenschließt]], [[Fusion (Wirtschaft)|fusioniert]], andere Kapitalien [[Unternehmensübernahme|übernimmt]] oder aufkauft. Es kommt also zu einer [[Zentralisation (Wirtschaftswissenschaften)|Zentralisation]] des Kapitals, da im Konkurrenzkampf die großen Unternehmen durch die Vorteile der [[Massenproduktion]] die kleineren besiegen und so nicht nur ihre [[Betriebsgröße]] ständig wächst, sondern darüber hinaus die Anzahl der Unternehmen immer wieder sich vermindert. Der [[Kredit]] ist beim [[Unternehmenskauf]] ein wichtiges Instrument. Das bloße [[Unternehmenswachstum]], wenn sich also immer mehr Kapital in den Händen des einzelnen Kapitalisten konzentriert, wird als Kapital[[Unternehmenskonzentration|konzentration]] bezeichnet, im Unterschied zur Kapitalzentralisation, in welcher dieses Wachstum darüber hinaus durch Übernahme fremder Kapitalien beschleunigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidendes Element aus Marxscher Sicht ist, dass es nur eine Ware gibt, deren [[Gebrauchswert]] darin besteht, Mehrwert zu produzieren: das ist die Arbeitskraft. Denn: Nur Arbeitskraft ist nach Marx ein Gut, dessen (Re-)Produktion günstiger ist als der Wert, den es produziert – anders ausgedrückt: der [[Tauschwert]] der Ware &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskraft&amp;#039;&amp;#039; (Lohn/Gehalt) ist kleiner als die Wertsumme, was sein Gebrauchswert erzeugt ([[Mehrprodukt]]); die Differenz ist der Mehrwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktion/Verteilung/Krise&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zusammenbruchstheorie}}&lt;br /&gt;
Die [[neoklassische Theorie]] stützt sich auf [[Says Theorem]] und die Flexibilität der Einsatzproportionen. Marx stellt in Zusammenhang mit der Einführung des Maschinenwesens eine Elastizität fest, eine plötzlich sprungweise Anpassungsfähigkeit, die nur an dem Rohmaterial und dem Absatzmarkt Schranken findet, und gründet darauf seine Theorie des industriellen Zyklus, wonach die Industrie eine „Reihenfolge von Perioden mittlerer Lebendigkeit, [[Prosperität]], [[Überproduktion]], [[Krise]] und [[Stagnation]]“ durchläuft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_kapital_Der_produktionsprocess_des_k/LwNFAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%E2%80%9EReihenfolge+von+Perioden+mittlerer+Lebendigkeit,+Prosperit%C3%A4t,+%C3%9Cberproduktion,+Krise+und+Stagnation%E2%80%9C&amp;amp;pg=PA418&amp;amp;printsec=frontcover Karl Marx, &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1890, S. 418]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie Marx bricht auch [[John Maynard Keynes]] mit [[Saysches Theorem|Says Theorem]]; die Investitionsentscheidungen werden von ihm unabhängig vom [[Sparen]] angenommen. [[Roy F. Harrod]] und [[Nicholas Kaldor]] haben sodann unternommen, Keynes’ Analyse auf die langfristige dynamische Betrachtung auszudehnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz D. Kurz, &amp;#039;&amp;#039;Akkumulation, Einkommensverteilung und effektive Nachfrage&amp;#039;&amp;#039;, in: Harald Hagemann/Heinz D. Kurz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Beschäftigung, Verteilung und Konjunktur. Zur Politischen Ökonomik der modernen Gesellschaft. Festschrift für Adolph Lowe&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S. 161 ff.; ISBN 3-926570-09-1&amp;lt;/ref&amp;gt; Intentionen und Problemstellungen der Akkumulationstheorie von Karl Marx werden so durch die neuere [[Wachstumstheorie]] wieder aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Kromphardt]], &amp;#039;&amp;#039;Wachstumstheoretische Beziehungen in der Akkumulationstheorie von Karl Marx&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch für Nationalökonomie und Statistik 174, 1962, S. 258–261&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rosa Luxemburg&lt;br /&gt;
[[Rosa Luxemburg]] vertrat im Jahre 1913 die These, dass der [[Imperialismus]] „der politische Ausdruck des Prozesses der Kapitalakkumulation in ihrem Konkurrenzkampf um den Rest des noch nicht mit Beschlag belegten nicht-kapitalistischen Welt-Milieus“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosa Luxemburg, &amp;#039;&amp;#039;Die Akkumulation des Kapitals: Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus&amp;#039;&amp;#039;, 1913, S. 391&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Faktorakkumulation ist der erhöhte Einsatz der Produktionsfaktoren Arbeit und/oder Kapital durch vermehrten [[Arbeitseinsatz]] und/oder erhöhten [[Kapitalstock]]. Die Faktorakkumulation wird durch die Einkommensverwendungsentscheidung der [[Privathaushalt]]e bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Dietrich Ortlieb, &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Bände 12 – 13, 1968, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie betrifft das [[Realkapital]], [[Humankapital]] und [[Wissen]]skapital. Der Staat kann die Faktorakkumulation direkt – durch den Einsatz von Realkapital ([[Infrastruktur]]), Humankapital ([[Bildung]] und [[Ausbildung]]) und Wissenskapital ([[Forschung und Entwicklung]], [[Innovation]]) – und indirekt durch Förderung ([[Subvention]]) oder Ergänzung privater Investitionen beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Budgetregeln_und_die_Qualit%C3%A4t_der_%C3%B6ffe/vojLqJGtF4wC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Faktorakkumulation&amp;amp;pg=PA81&amp;amp;printsec=frontcover Angelika Pasterniak, &amp;#039;&amp;#039;Budgetregeln und die Qualität der öffentlichen Finanzen&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 81]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftswachstum stellt nicht mehr nur das Ergebnis der Faktorakkumulation dar, sondern ist tatsächlich auch Ergebnis der [[Faktorproduktivität]] – und wie das Baldwin-Forslid-Modell&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Baldwin]]/Rikard Forslid/Philippe Martin/Gianmarco Ottaviano/Frederic Robert-Nicoud, &amp;#039;&amp;#039;Economic Geography and Public Policy&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt hat – stellt diese eine starke agglomerative Kraft dar. Die [[Neue Ökonomische Geografie]] bezieht „die räumliche Dimension ein und berücksichtigt den Einfluss der [[Faktormobilität]] und der Faktorakkumulation“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Krieger-Boden, &amp;#039;&amp;#039;Nationale und regionale Spezialisierungsmuster im europäischen Integrationsprozess&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Weltwirtschaft, 1999, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn bei grenzüberschreitender [[Arbeitsteilung]] setzen Mechanismen der Faktormobilität&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Mundell]], &amp;#039;&amp;#039;International Trade and Factor Mobility&amp;#039;&amp;#039;, in: [[American Economic Review]] 47, 1957, S. 321–335&amp;lt;/ref&amp;gt; und Faktorakkumulation&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Posner (Ökonom)|Michael Posner]], &amp;#039;&amp;#039;International Trade and Technological Change&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Oxford Economic Papers]] 13, 1961, S. 232–241&amp;lt;/ref&amp;gt; ein, die eine Angleichung der [[Faktorausstattung]] und damit letztlich der [[Produktionsstruktur]]en begünstigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Wirtschaftliche_Zusammenarbeit_in_Grenzr/veRkBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Faktorakkumulation+posner&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;printsec=frontcover Harald Zschiedrich, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Grenzregionen&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 86]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Harrod-Domar-Modell]]&lt;br /&gt;
* [[Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate]]&lt;br /&gt;
* [[Verteilungstheorie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Henryk Grossmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Akkumulations- und Zusammenbruchsgesetz des kapitalistischen Systems. (Zugleich eine Krisentheorie).&amp;#039;&amp;#039; C. L. Hirschfeld, Leipzig 1929. (Schriften des Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. Bd. I. Hrsg. von Carl Grünberg.) [Nachdruck: Verlag Neue Kritik, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1967/1970, ISBN 3-8015-0065-9].&lt;br /&gt;
* [[Rosa Luxemburg]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus]].&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1923.&lt;br /&gt;
* [[Joan Robinson]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Akkumulation des Kapitals&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1972, ISBN 3-548-02862-4.&lt;br /&gt;
* [[Ernest Mandel]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in den Marxismus&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1998, ISBN 3-929008-04-1.&lt;br /&gt;
* [[Stephan Krüger (Gesellschaftswissenschaftler)|Stephan Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Theorie der Kapitalakkumulation – Konjunkturzyklus und langfristige Entwicklungstendenzen, Kritik der politischen Ökonomie und Kapitalismusanalyse&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Hamburg 2011, ISBN 3-89965-376-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Karl Marx:&lt;br /&gt;
[http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_640.htm Karl Marx/Friedrich Engels, MEW, Band 23, &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital&amp;#039;&amp;#039;, Band I, &amp;#039;&amp;#039;Siebenter Abschnitt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation&amp;#039;&amp;#039;, S. 640–677]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125168-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Wirtschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoklassische Theorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wachstumstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cst90</name></author>
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