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	<title>Akephalie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Akephalie&amp;diff=154911&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12 am 12. März 2026 um 11:14 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt herrschaftsfreie Gesellschaften&amp;amp;nbsp;– zu anderen Bedeutungen siehe [[Akephal]] (Begriffsklärung).}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Akephalie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|prefix=0|ἀκέφαλος|aképhalos}} „ohne Haupt“) bezeichnet in der [[Politikethnologie]] die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrschaftsfreiheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in traditionellen menschlichen [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaften]]; soziale [[Entscheidung]]en werden dabei im gemeinsamen [[Diskurs]] gefunden. Nach der Definition des deutschen Ethnologen und Soziologen [[Christian Sigrist]] wird eine Gesellschaft, die politisch &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; durch eine Zentralinstanz organisiert ist, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;akephal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sigrist spricht dabei auch von &amp;#039;&amp;#039;regulierter [[Anarchie]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Sigrist: &amp;#039;&amp;#039;Regulierte Anarchie: Untersuchungen zum Fehlen und zur Entstehung politischer Herrschaft in segmentären Gesellschaften Afrikas.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinrich Popitz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Texte und Dokumente zur Soziologie: Studien des Instituts für Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Walter, Olten u.&amp;amp;nbsp;a. 1967, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt; Der deutsche Soziologe [[Thomas Wagner (Soziologe)|Thomas Wagner]] bezeichnet akephale Gesellschaften als &amp;#039;&amp;#039;egalitäre Konsensdemokratie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Irokesen und Demokratie: Ein Beitrag zur Soziologie interkultureller Kommunikation.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster 2004, ISBN 3-8258-6845-1, S. ?? (Doktorarbeit)&amp;lt;!--wo? wann?--&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&amp;lt;!--Was haben 2 Belege in der ZUSAMMENFASSENDEN Einleitung zu suchen?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akephale Gesellschaften ==&lt;br /&gt;
Akephale Gesellschaften sind auch [[Egalitäre Gesellschaft|&amp;#039;&amp;#039;egalitäre&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaften]], also auf politische und soziale Gleichheit ihrer Mitglieder gerichtet. Es gibt allenfalls [[Respekt]]spersonen, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;die [[Ältester|Älteren]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Arnold Gehlen]]: „[[Institution]] im Einzelfall“). [[Macht]] ist demnach nicht dauerhaft an bestimmte Personen oder Institutionen gebunden. Sie wird je nach Erfordernis (beispielsweise Jagdvorhaben, Verteidigung) [[Konsensdemokratie#Konsensdemokratie bei indigenen Völkern|konsensdemokratisch]] an geeignete Personen verliehen, die sich durch besondere Fähigkeiten hervorgetan haben. Solche Führungsrollen können nur für Teile der Gesellschaft gelten und sind zeitlich begrenzt. Sie sind nicht mit [[Sanktion|sanktionellen]] Herrschaftsrechten ausgestattet (beispielsweise [[Gewaltmonopol des Staates|Gewaltmonopol]], [[Rechtsprechung]] oder [[Abgabe]]n). Dennoch wurden auch solche temporären Anführer seit der Kolonialzeit undifferenziert als „[[Häuptling]]“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akephal sind insbesondere [[Jäger und Sammler|Jäger-und-Sammler]]-Gemeinschaften (Wildbeuter), die in [[Horde (Wildbeuter)|sozialen Horden]] organisiert sind (Hordengesellschaft). Ihre geringe Gruppengröße, die engen Beziehungen der Mitglieder untereinander und die geringe Bedeutung von persönlichem [[Besitz]] und [[Eigentum]] mindern soziale Unterschiede und verhindern die Machtkonzentration auf Einzelne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dtv-Ethnologie&amp;quot;&amp;gt;[[Dieter Haller (Ethnologe)|Dieter Haller]]: &amp;#039;&amp;#039;Dtv-Atlas Ethnologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., vollständig durchgesehene und korrigierte Auflage. dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-03259-9, S.&amp;amp;nbsp;179.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließen sich mehrere Horden zusammen, bilden sie einen [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Stamm]] und schließlich eine [[Stammesgesellschaft]]. Während der Ethnologe [[Morton Fried]] dabei bereits von einer „[[Stammesgesellschaft#Die Ranggesellschaft|Ranggesellschaft]]“ spricht, betrachten andere Autoren diese ebenfalls als akephale Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Steiner]]: [https://www.humanecology.ch/index.php?lng=de&amp;amp;pag=13&amp;amp;spg=215&amp;amp;nav=3&amp;amp;sub=10&amp;amp;scy=351 &amp;#039;&amp;#039;Politische Aspekte von Stammesgesellschaften.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Soziales im engeren Sinne.&amp;#039;&amp;#039; Eigene Webseite, Zürich 1998, abgerufen am 27. April 2020 (emeritierter Professor für [[Humanökologie]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lokale Gemeinschaften|lokalen Gemeinschaften]] der australischen [[Aborigines]] sind akephal organisiert: Jede Person hat die gleiche Chance, sich Wissen anzueignen, das später dazu führen kann, ein anerkannter „[[Ältester]]“ zu werden. Die Ältesten besitzen relativ viel Autorität, denn sie haben noch heute das „letzte Wort“ bei allen Entscheidungen, die die ganze Gruppe betreffen. Machtbefugnisse und Erzwingungsgewalt haben sie jedoch nicht.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akephale Kulturen sind überdies die [[Kalte und heiße Kulturen oder Kulturelemente|„kältesten“ Kulturen]] nach [[Claude Lévi-Strauss]], da sie (ohne äußere Einflüsse) bestrebt sind, ihre Lebensweise möglichst unverändert zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Kritiker merken an, dass die Kategorisierung einer Gesellschaft als „akephal“ lediglich über das Nichtvorhandensein von Staatlichkeit Auskunft gebe, jedoch keine Aussagen über die vorhandenen politischen Organisationsformen mache. So markiere eine solche Bezeichnung nur eine ungenaue Andersartigkeit, ohne etwas über die tatsächlichen politischen Systeme der als akephal bezeichneten Gesellschaften auszusagen (siehe [[Eurozentrismus]]).&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Autokephalie (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
* [[Segmentäre Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikethnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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